gut-rasiert
17. Mai 2021, 15:51:47 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit E-Mailadresse, Passwort und Sitzungslänge
News: "Bild des Jahres" ==> Hier entlang
 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren Impressum  
Seiten: 1 [2] 3 4   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Ruhephase des Messer nur Mythos oder wirklich was dran?  (Gelesen 33226 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
steelbutt
Gast
« Antworten #15 am: 26. Juni 2009, 12:47:04 »

Wart's mal ab, David. Messer vermehren sich irgendwie durch Selbstbefruchtung oder so. Schon bald wirst Du feststellen, dass Dein Messer nicht mehr allein ist.

 Grinsend

steelbutt
Gespeichert
david
Neuling

Offline Offline

Beiträge: 25


Der Neue


« Antworten #16 am: 26. Juni 2009, 12:59:42 »

Wart's mal ab, David. Messer vermehren sich irgendwie durch Selbstbefruchtung oder so. Schon bald wirst Du feststellen, dass Dein Messer nicht mehr allein ist.

 Grinsend

steelbutt
Neeeene, "Eier" hats schon gelegt (hab 4 Stück) und "befruchtet" bin ich auch schon wieder  Grinsend
Ich benutze aber ausschliesslich eins!!! ÜDÜT: und dieses jeden Tag!
Lg David
Gespeichert
harrykoeln
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 2.864


Können diese Augen lügen?


« Antworten #17 am: 26. Juni 2009, 14:13:59 »

Eine Schneide kann kaum mehr "vergewaltigt" werden, als durch das Schneiden fasriger Stoffe, Haare und Fell allen voran. Nun schneidet ja ein Rasiermesser eher nicht, sondern es schabt ja mehr, oder besser: durch die auftretenden Scherkräfte wird das Haar gespannt und durch die scharfe Facette geschnitten.
Gerade bei solch zarten Gebilden wie einer Schneidfacette, kommt es nunmal zu Veränderungen an der Schneide. Und obwohl der Stahl recht hart ist, hat er sehr wohl definierte Kristallstrukturen und ist alles andere als spröde. Diese Veränderungen an der Schneide sind zu einem Teil plasischer Natur, und zu einem anderen Teil reden wir von elastischen Verformungen. Letztere haben eben das Bestreben, durch die unterschiedlichsten Kräfte (hauptsächlich die, die innerhalb dieser Kristallgitter wirken), die Verformungen zurück zu bilden.
Ein Beispiel einer elastischen Verformung? Die Daumennagelprobe.
Und diese Rückbildung geschieht keineswegs immer sofort und unmittelbar, sondern braucht seine Zeit.
Ob und warum nun gerade 24 Stunden - obs nicht schon nach 8 Sunden und 22 Minuten passiert ist oder 36 Stunden 11 Minuten braucht - phhh keine Ahnung.
Und der Riemen richtet dann die plastischen Verformungen wieder sanft auf.

Gespeichert

"The two most common things in the universe are hydrogen and stupidity.
There is more stupidity around than hydrogen, and it has a longer shelf life."
Frank Zappa (1940-1993)
Senser
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 2.226


« Antworten #18 am: 26. Juni 2009, 16:28:50 »

@ senser, wie erklärst du dann die daseinsberechtigung eines abziehriemens? der dürfte dann ja fast nichts bringen. zudem wären die messer doch dann innerhalb kürzester zeit stumpf?
Der Hängeriemen, oder sagen wir lieber "der unbehandelte Riemen" hat seine Daseinsberechtigung, weil er natürlich auch abrassiv wirkt, und die Klinge bei jedem Ledern auch schärft. Nur so erklärt sich, dass eine Facette im Laufe der Zeit ballig wird.

Eine andere Überlegung, die ich schon mal angestellt habe, und die dann doch wieder für einen Grat spricht, ist folgende:
Beim Ledern entstehen im Bereich der Schneidspitze evtl. enorme Temperaturen, die dann in diesem Bereich die Härte nehmen und dadurch Gratbildung zulassen. Wenn das so ist, dann wäre der Stahl an dieser Stelle elastisch genug, um einen Grat zu knicken und wieder aufzurichten, ohne dass er abreisst. Auf jeden Fall darf der Grat nicht zu lang sein (überzüchtet).

Aber ich bin kein Wissenschaftler, habe kein Mikroskop und bin auf meine Erfahrungen und meine Vorstellungskraft angewiesen. Deshalb sind meine Komentare diesbezüglich durchaus mit Vorsicht zu genießen.
Gruß Senser

Gespeichert
shaved
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 370



« Antworten #19 am: 26. Juni 2009, 16:50:04 »

Hier liesst nicht zufällig jemand mit, der Zugang zu einem passender Hardware hat und Bilder machen könnte?

Etwas OT: Die Aussagen zum Thema Hanfriemen bei TDS sind vielleicht nicht uninteressant.
Gespeichert

Stumpfe Messer schärft man. Schleifen ist etwas anderes.
Tim Buktu
Administrator

Offline Offline

Beiträge: 9.741


Mensch sei großzügig oder stirb! K.Brenner


« Antworten #20 am: 27. Juni 2009, 11:39:18 »

Wenn ich das richtig verstanden habe soll es also so sein:
Hanf oder Leinen: alten unbrauchbaren Grat beseitigen
und danach mit Schärfriemen (nicht gleich Pastenriemen) neuen Grat bilden und auf Pastenriemen abziehen!?  Unentschlossen

Quelle: http://www.thedifferentscent.de/product_info.php?cPath=2_13&products_id=618 , die shaved vermutl. meint.
Gespeichert

Tranquilo - In der Ruhe liegt die Kraft...

PS: Alles nur meine persönliche Meinung, die sich durchaus beeinflussen lässt und sich deshalb gelegentlich auch ändert!
Senser
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 2.226


« Antworten #21 am: 27. Juni 2009, 16:23:37 »

In dieser Anleitung fehlt aber noch der unbehandelte Riemen. Oder hat der Barbier immer mit dem Pastenriemen gearbeitet? Kann ich mir nicht vorstellen.
Gruß Senser
Gespeichert
shaved
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 370



« Antworten #22 am: 27. Juni 2009, 16:37:34 »

Ich rate mal und tippe darauf, dass das 'finish' mit dem unbehandelten geschehen ist. Es kennt nicht zufällig jemand die Quelle?
Gespeichert

Stumpfe Messer schärft man. Schleifen ist etwas anderes.
Drei
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 1.579



« Antworten #23 am: 21. August 2009, 05:51:39 »

Zitat
Ruhephase des Messer nur Mythos oder wirklich was dran?
Mit dieser Argumentation schaffte ich zu Hause überhaupt erst die Voraussetzung, mein Kontingent auf 7 Messer aufzustocken. Also muss da was dran sein!
Gespeichert
kw
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 2.530


« Antworten #24 am: 21. August 2009, 06:49:01 »

@Drei: gutes Argument! Ob ich das auf drei Tage ausweiten und auf Pinsel anwenden kann? Man(n) muss es wohl nur gut verkaufen. Grinsend
Gespeichert
El Topo
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 520


Filarmonica Matador


« Antworten #25 am: 21. August 2009, 11:04:22 »

Mein Senf dazu:

Ob und wie lange sich die Messer erholen müssen, kann ich wissenschaftlich nicht beweisen.
Sicherheitshalber zieh ich das Messer nach der Rasur nur an der Handkante ab und ledere es erst vor der
nächsten Benutzung ab. Ich rasier mich "nur" einmal am Tag, wenn ich es zweimal tun müsste, würde ich vorsichtshalber nicht dasselbe Messer
benutzen.

Neulich beobachtet: Hab ein uraltes Böker Edelweiss geschärft. Haartest gings sehr gut über volle Klingenbreite, Rasur war auch einwandfrei.
Ich hab recht hartes Barthaar, was der Klinge spürbar zugestzt hat. Nach der Rasur ging der HT deutlich schlechter, durch vorsichtiges Tasten
mit der Haut des Daumens an der Schneide, hab ich gemerkt, dass es sich nicht mehr so scharf anfühlt. Das Messer hab ich aufgeklappt auslüften lassen.
Am späten Abend hab ich es weggepackt und nochmal befühlt. Siehe da, die Klinge hat wieder ordentlich in die oberste Hautschicht geschnitten ("klebt") und den HT geschafft. In einem halben Tag hat sich das Messer also wieder spürbar regeneriert. Ob man nun wirklich 24h Ruhepause braucht, oder sogar nur nen halben Tag, vermag ich nicht zu sagen, aber schaden tut es sicherlich nicht.
Gespeichert

Schöne Grüße aus dem Maulwurfshügel!

Sockenbart
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 233


Geheilt, gerade so !"


« Antworten #26 am: 21. August 2009, 11:47:20 »

El topo, genau die gleiche Erfahrung habe ich auch gemacht alleine deshalb ich schon keinen
Zweifel mehr daran habe daß das mit der Ruhepause kein Mythos ist.
Und zum Thema Leder (unbehandelt) kann ich auch nur eines sagen,
Seit dem ich den Messern die nötige Nachbehandlung nach dem schärfen auf den Steinen angedeien lasse
und nicht nur ein paar mal
mit Pastenriehmen sondern auch noch gut 100x pro Seite mit dem unbehandeltem
schaffen auch meine Eisen den Haartest auf der ganzen Länge.
Für mich eindeutige Schlussvolgerung;
Das Leder macht den brauchbaren Grat und die Pause hat ihren Sinn. Daumen hoch
Soviel zu meinen Erfahrungen mit Mythen. Cool

 lg.Socki
Gespeichert

Heute schon rasiert ? 
NegatroN
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 822



WWW
« Antworten #27 am: 21. August 2009, 11:51:54 »

Natürlich ist die Frage aus wissenschaftlicher Sicht interessant, andererseits: gibt es gerade hier in diesem Forum jemanden, der tatsächlich nur ein Messer im Gebrauch hat?  Teuflisch

steelbutt

Ja, mich. Nicht, dass ich nicht mehrere Messer hätte. Aber ich rasiere mich eigentlich immer mehrere Tage bis Wochen mit dem gleichen Gerät. Einfach deswegen, weil man sich dann darauf einstellen kann. Jedes Messer und jeder Hobel hat seine Eigenheiten, von dem her ist die ersten Rasur nach einem Wechsel immer einen Tick schlechter als die folgenden, bei denen die Hand wieder an das Gerät gewohnt ist.

Insofern interessiert mich die Frage schon.
Gespeichert
Tim_gs
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 69


« Antworten #28 am: 21. August 2009, 14:37:21 »

Ich denke schon das die Ruhepausen für ein Messer sinnvoll sind, schlieslich sagt man ja auch, das man eine Delle möglichst schnell ausbeulen soll, da das Metall ein geringes "Erinnerungsvermögen" hat und in seine Ausgangsposition zurück möchte (eigenes aufrichten des Grates).

Ich habe zuhause ein USB Mikroskop, das eine 200 fache Vergrößerung zulässt, ich denke nicht das dies ausreicht um die Gratwanderung (wenn man das so nennen darf) sichtbar zu machen, aber ich werde das ab Sonntag mal probieren und wenn das Ergebnis brauchbar ist veröffentlichen.

Ansonten habe ich interesse an einem digitalem durchlicht Mikroskop, das auch zur auflichtmikroskopie zu gebrauchen sein soll.
Dann wird das gekauft, hab ja schlieslich einen Grund dafür.
Gespeichert
gunsmoker
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 216

Das Rasiertier in dir


« Antworten #29 am: 21. August 2009, 18:31:20 »

ich spüre es jedesmal wieder bei meinen beiden messern.

wenn eine 2 tägige pause dazwischen war,weil es mir nach hobelrasur ist,verhalten sich beide messer anders,also besser.

definitiv kein voodoo.


gruss...gunny
Gespeichert
Seiten: 1 [2] 3 4   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.21 | SMF 2006, Simple Machines Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS