gut-rasiert
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Autor Thema: Ruhephase des Messer nur Mythos oder wirklich was dran?  (Gelesen 33222 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
eberhard
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« Antworten #30 am: 21. August 2009, 22:34:35 »

ich rasiere mich meistens jeden tag. und dass dann oftmals wochenlang mit dem selben messer, manchmal sogar 2 mal am tag. und meine messer bestehen jeden tag den haartest nach dem abziehen. ( ich verzärtele allerdings meine messer nicht, sonder ziehe sie auf eine recht robuste art und weise ab, momentan seit etwa 8 wochen nur auf einem hanfriemem, einfach um zu sehen ob es auch ohne leder geht.). ich bin der ansicht, bei regelmäßigem abziehen kann man sich auch mehrmals am tag mit einem messer rasieren, ohne das die rasiertauglichkeit nachlässt. das ist auch der zweck eines rasiermessers. rasieren was das zeug hält und sonst nichts (außer vielleicht noch meine sammelleidenschaft befriedigen).
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El Topo
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Filarmonica Matador


« Antworten #31 am: 21. August 2009, 22:47:20 »

ich verzärtele allerdings meine messer nicht, sonder ziehe sie auf eine recht robuste art und weise ab

Find ich gar nicht so verkehrt. Ich glaube eher, es schadet den Messern mehr, wenn man die gar zu zart auf dem Riemen streichelt.
Von roher Kraft sollte man natürlich absehen, ist auch gar nicht notwendig.
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Schöne Grüße aus dem Maulwurfshügel!

harrykoeln
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Können diese Augen lügen?


« Antworten #32 am: 22. August 2009, 09:45:46 »

Wen meine Meinung dazu interessiert...

Wie immer, wenn Mann weiß, was Mann da tut, kann viel geschehen. Ich hab auch Messer, die mögen eine härtere Gangart auf dem Leder, aber ich hab da auch ein paar Elfen bei.
Eine Regel hab ich nicht erkannt, hat IMHO weder mit Breite noch Klingentyp oder Hersteller zu tun, wer es mag oder nicht, ist sehr unterschiedlich. Meine Lady beispielsweise (8/8) mag es sehr sanft auf dem Riemen, mein 3/8 Elliot mags auch gerne was härter - beides derbe Units.
« Letzte Änderung: 22. August 2009, 10:54:52 von harrykoeln » Gespeichert

"The two most common things in the universe are hydrogen and stupidity.
There is more stupidity around than hydrogen, and it has a longer shelf life."
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Tim_gs
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« Antworten #33 am: 23. August 2009, 19:34:39 »

Also bei mit dem USB Mikroskop das ich habe, kann man das entweder nicht sichtbar machen oder soetwas wie einen Grat der sich dann irgendwann aufstellt, existiert nicht.

Nunja, dann werde ich mir wohl ein richtiges Mikroskop kaufen müssen.
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Geier0815
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« Antworten #34 am: 23. August 2009, 19:58:43 »

Um so etwas sehen zu können, bräuchtest Du ein Elektronen-Raster-Mikroskop. Der Grat von dem wir hier reden unterscheidet sich ja deutlich von diesem langen Span der zb beim zu langsamen Schneiden von Alu entsteht, sprich dieser Fahne die man schon mit bloßem Auge sehen kann. Unser Grat ist die feinste Spitze eines Winkels der sich im atomaren Bereich bewegt und dort Unregelmäßigkeiten aufweist bzw sich umbiegt. Das ist was anderes als diese Fahne die man sich allgemein unter einem Grat vorstellt.
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Bad_Rockk
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« Antworten #35 am: 17. September 2017, 20:54:40 »

Hallo zusammen,

Ich habe jetzt schon an vielen Stellen gelesen, dass einem Rasiermesser nach der Benutzung mindestens 24h Ruhe gegönnt werden soll. Teilweise wurde davon geschrieben, das sich der Grat dann von alleine wieder aufrichten soll?!

Solche Aussagen kann ich technisch nicht nachvollziehen. Warum sollte sich der Grat ohne äußere Einwirkungen aufrichten? Oder ist die Aussage einfach falsch?

Wenn das Messer nicht täglich benutzt wird, ist auch der Wasserkontakt bzw. die durchschnittliche Feuchtigkeit am Messer geringer und dadurch wird die Gefahr von Rost reduziert. Das wäre dann aber hauptsächlich für rostende Messer relevant, aber hier wird ja nicht zwischen rostend und rostträge unterschieden.

Woher kommt diese Empfehlung und wie relevant ist sie für Einsteiger in die Messerrasur?

Gruß Tim

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Gruß Tim
alvaro
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Mit sanfter Schärfe glatt!


« Antworten #36 am: 17. September 2017, 21:09:16 »

Ich kann das nachvollziehen.

Du darfst bei der Betrachtung nicht vergessen, dass es innere Spannungen im Stahl gibt.
Genau die sollen den Grat (zumindest zum Teil) wieder aufrichten.
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efsk
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« Antworten #37 am: 17. September 2017, 21:33:30 »

Logisch das das Messer 24 Stunden "ruht", mann rasiert sich ja einmal am Tag.
Dazu: ich habe noch nie ein zerknitterd Stück Alufolie sichselbst wieder schön aufrollen sehen.
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titanus
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« Antworten #38 am: 17. September 2017, 22:32:07 »

...
Dazu: ich habe noch nie ein zerknitterd Stück Alufolie sichselbst wieder schön aufrollen sehen.

Aber eine Stahlfeder schon.
Vielleicht liegt die Wahrheit in der Mitte.

titanus

PS: ich lasse Klingen und Messer mindestens 48h ruhen.
Warum auch nicht? Ich habe ja genug.
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Epikur
Rockabillyhelge
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NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #39 am: 17. September 2017, 22:44:31 »

Ich halte diese 24h Ruhe für technisch nicht nachvollziehbar, denkt man an die Zeit der Barbiere zurück und betrachtet den Usus Fall, nämlich das nicht jeder Kunde sein eigenes Messer beim Barbier hatte, so dürfte schnell klar werden, dass das was wir einem heutigen Messer zumuten pippifax gegenüber dem ist, was ein Messer damals leisten musste.
Denkt man an typische amerikanische Barbiermesser (1$-Razors) die täglich mehrfach Riemen und Stein (Barberstones) gesehen haben und nur eine normale Öffnungszeit von 10h so klappt das mit den 24h schon nicht, ausserdem dürften die Messer im Monatsrythmus ausgetauscht worden sein, Werzeuge halt und keine Sammelobjekte wie heute zumeist.
Habe mich auch schon mehrfach mit einem Messer im 8 Stunden Rythmus rasiert (zugegeben, war bisher nur drei-viermal im Selbsttest) und da war aber so wirklich gar nix hinsichtlich der Schärfe anders, als bei einem Messer welches ich ein Jahr nicht genutzt habe.
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Tim Buktu
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« Antworten #40 am: 18. September 2017, 07:28:14 »

Ich hab es selbst noch nie ausprobiert, mich in geringeren Abständen als 24 Stunden mit dem Messer zu rasieren. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern.
Mit den sich selbst wieder aufrichtenden Graten an Rasiermessern tue ich mich schwer. Vor allem die Vorstellung, dass ein Grat, der harte Barthaare schneiden soll, so "instabil" ist, dass er sich selbst durch innere Spannung wieder aufrichtet, leuchtet mir nicht ein. Aber es gibt noch mehr Dinge auf der Welt die mir nicht einleuchten und trotzdem wissenschaftlich nachweisbar sind. Vielleicht gibt es ja doch noch jemanden im Forum, der mich erleuchten kann. Smiley
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PS: Alles nur meine persönliche Meinung, die sich durchaus beeinflussen lässt und sich deshalb gelegentlich auch ändert!
Bad_Rockk
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« Antworten #41 am: 18. September 2017, 07:32:56 »

Hallo zusammen,

das es innere Spannungen im Stahl gibt, bin ich mir durchaus bewusst. Nur sind diese nicht "lenkbar", sprich die Spannungen können dir den Grat theoretisch auch umlegen oder wellig machen. Das kann man nicht direkt beeinflussen.

Mir geht es auch nicht darum mich mehrmals täglich zu rasieren. Es waren eben immer "mindestens" 24 h angegeben. Sprich nur alle 2 Tage mit dem selben Messer.

Helges' Argumentation ist für mich gut nachvollziehbar. Dann werde ich am Anfang gut mit einem Rasiermesser auskommen.  

Gruß Tim
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Gruß Tim
alvaro
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« Antworten #42 am: 18. September 2017, 07:56:24 »

Der Stahl wird, genau wie andere Materialien,versuchen in die Ausgangslage zurück zu kommen.

Bestes Beispiel ist die Rückstellung die ich bei Rasiermessern beobachten kann wenn ich mit der Klinge über den Daumennagel gehe.
Hier sehe ich eine kleine Wulst die genau an der Stelle ist an der die Klinge auf dem Nagel aufsitzt.
Diese Wulst verschwindet sofort wenn die Klinge nicht mehr aufliegt.

Wem dieser Effekt (Rückstellung in Ausgangsposition) bei z.B. Alu Folie zu klein ist soll das Ganze einmal mit Packpapier versuchen (oder einem Draht).
Aber hier geht es ja nicht um Alu Folie oder Packpapier.

Man sollte auch darüber nachdenken warum (früher ohne Werbung) man irgendwann einmal "Zweitmesser" bzw Wochensätze eingeführt hat.
Man sollte bei der Betrachtung des Themas auch einmal überlegen warum Mitglieder dieses Forums deutlich längere Standzeiten bei Rasierklingen haben wenn sie die Klinge ruhen lassen.

Aber alles blanke Theorie.

In der Praxis wird dieser Effekt, so wie Helge schreibt, nicht (oder kaum) zu beobachten sein.
Das Abledern vor der Rasur wird auf dem ersten Zentimeter schon mehr bringen wie die "Eigendynamik" der Klinge.
(Man darf ja nicht vergessen, dass wir hier über Effekte sprechen die sich im 0,01mm oder 0,001mm Bereich bewegen)
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Rockabillyhelge
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NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #43 am: 18. September 2017, 15:51:49 »

Also Flexibel und Flexibel ist nicht unbedingt das gleiche, im Bereich der Facette sind auch um die 55-60 Rockwell, ohne mechanischen Einfluß biegt man dort nicht viel hin oder wieder zurück.
Innere Spannungen sind im Messer auch nicht in der Form da, als das sie zu einer "Bewegung" jedwelcher Art führen würden, schließlich werden Messer nach dem Härten Spannungsfrei geglüht, wenn dieses nicht passiert gibts Risse da halt Spannungen im Material sind, entsprechend sind sie ungewünscht.
Anders sieht es bei der "Elastizität" bzw. Flexibilität aus, quasi dem Rückfedern in den Ausgangszustand wie Alvaro es geschrieben hat, dieses mechanische Verhalten ist durchaus erwünscht aber unmittelbar beendet, wenn der Ausgangszustand wieder erreicht ist, das das Messer sind beim Eindellen wie eine Feder verhält und durchaus auch federnde Eigenschaften im Stahl hat, ist es wieder ausgerichtet, wenn der mechanische Druck aufhört und nicht erst Stunden danach.
Meines Erachtens ist das alles ein Gag von wer weis welchem Messerhersteller oder Verkäufer um ein paar Messer mehr loszuwerden.
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Auch mit Bart immer gut rasiert Smiley
titanus
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« Antworten #44 am: 18. September 2017, 16:05:57 »

Hm. Und wie erklärst du dann die Unterschiede bei den DE Klingen?
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Epikur
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