gut-rasiert
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Autor Thema: Lutz Blades  (Gelesen 1990 mal)
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MudShark
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« am: 30. August 2014, 23:44:43 »

Freerider hat das so ganz nebenbei mal fallenlassen, ich hab's dann mal vertieft:
Bei Lutz Blades habe ich vor Kurzem eine schriftliche Anfrage zur Produktion einer Spezialklinge eingehen lassen,
da schreib ich später noch detaillierter in einem gesonderten thread drüber.
Jedenfalls wurde meine Anfrage freundlich und per Telefon beantwortet, und der zuständige Sachbearbeiter sicherte mir die Zusendung von für meine Zwecke (Rasur, was sonst?) geeigneten, kostenlosen Muster-Klingen zu.
Das ist auch geschehen und die Sendung wurde heute geliefert.
So sieht's aus, eine, wie ich finde, sehr praktische Verpackung, die zwar für größere Mengen ausgelegt ist, aber dennoch ihren Zweck hervorragend erfüllt:



Hier die Old-School 3-Loch-Klingen, die mich als Vintage-Hobel-Liebhaber besonders interessierten (entschuldigt bitte die miserable Bildqualität!):



Und die Standard DE's:



Alle Klingen sind anscheinend 0,10mm dick, die 3-Loch erscheint dicker, ist sie aber nicht, die kleineren Aussparungen machen sie nur viel steifer!

Da konnte ich's natürlich kaum abwarten, voller Vorfreude folgendes setup angerichtet:
BdF Mistero, kein pre, Fatip Grande und Leresche Zahnkamm, also 2 Hobel die ich inzwischen ganz gut zu kennen glaube.
Zuerst habe ich die Vintage-mäßige 3-Loch-Klinge (der Einfachheit halber werde ich sie einfach 3L nennen, im Gegensatz zur "normalen" DE) in den mir vom Style her passend erscheinenden Leresche getan und die DE in den Fatip.
Eingeseift, eingeweicht, Ernüchterung:
Die 3L ist keine normale Klinge! Sie rasiert tatsächlich eher wie eine meiner alten Gibbs Mince aus den 50ern, also sehr heftig, ruppig und unangenehm.
Es geht zwar was weg, aber ob man das auf diese Art und Weise haben möchte, wage ich zu bezweifeln...
Ganz im Gegensatz dazu die DE im Fatip, welch eine Erleichterung! Die normal aussehende DE ist auch ganz normal, sie rasiert so, wie man es von einer guten Rasierklinge erwarten kann.
Also dann, jetzt wird getauscht, die 3L in den Fatip und die DE in den Leresche! Festhalten! Eieiei, im Fatip ist das Ding noch eine Spur heftiger, hart an der Grenze zum Unerträglichen!
Gegen den Strich wird zur wahren Mutprobe, die ich aber dann aufgrund der Tatsache, dass ich später noch vor wildfremden Leuten performen muss, lieber abbreche...seltsamerweise ist es gründlich, aber zu welchem Preis!
Ganz anders die DE im Leresche: Eine gute Rasur, konnte jetzt keine Überflieger-Eigenschaften feststellen, aber auch keine schlechten. Sanft und gründlich.
Die Hautreizungen, die ich verspüre sind hoffentlich auf die 3L zurückzuführen...
Jedenfalls bleibt sie erstmal drin und ich werde sie auch in andern Hobeln rannehmen.

Tja, was soll ich sagen? Ob die 3L überhaupt jemals für eine Nassrasur-Nutzung auch nur angedacht war, kann ich mir nur sehr schwer vorstellen.
Sie funktioniert bestimmt toll als Ceran-Feld-Schabe oder Foliencutter,
aber zur Rasur kann man sie wirklich nur wahrhaft Hartgesottenen, Masochisten und Chuck Norris empfehlen (vielleicht noch einem Yeti oder Bigfoot...)!
Eigentlich schade...ich frag mal nach, ob die mir dieselbe auch in 0,08mm Dicke schicken können, vielleicht reicht das ja schon und schwupp, alles gut!

Über die DE kann ich noch nichts Schlechtes sagen, bisher alles ok, vielleicht war sie aber auch einfach nur die Einäugige neben der blinden 3L...
In den nächsten Tagen werde ich mehr wissen...

Grüße
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herzi
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« Antworten #1 am: 03. September 2014, 08:23:36 »

Coole Sache. Auch die Halter gefallen mir ausnehmend. Hat der Öutzmitarbeiter von einer Mindestabnahmemenge gesprochen?
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Gruß,
Stefan
Rockabillyhelge
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NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #2 am: 03. September 2014, 09:10:49 »

Da habe ich doch glatt noch einen Lutz Kingenboy im unbenutzen (respektive, jetzt ehem. unbenutzten) Zustand gefunden, den ich euch nicht vorenthalten möchte, da sich bei diesem Ding mal wirklich einer Gedanken gemacht hat  Smiley

Auf den ersten Blick sieht es ja aus wie ein typisches 10er Klingenpäckchen im Dispenser, aber er kann wesentlich mehr, soviel mehr das glatt eine Beschreibung hinzugefügt wurde.













Und es klappt wirklich, die Klinge im "Endlosband" (hat mich schwer an die gelben Klebepunkte damals in der Schule, sowie die Ringlochschoner erinnert) funktioniert wie vorgesehen und die Klinge wurde freigegeben, noch etwas mit Öl benetzt (im typischen Rotbart Extra-Dünn Geruch).
Da der Erfinder des Klingenboy aber auch an diesen Umstand gedacht hat und einen Klingentrockner/Reiniger integriert hat, konnte ich die Klinge problemlos reinigen, eben schnell in einen Hobel gespannt, beachtlich wie scharf sie ist, die wird definitiv demnächst im Gesicht ausprobiert.



Achja, und wer denkt das war schon alles, für die noch nicht abgerockte Klinge befindet sich auch der Oberseite des Klingenboy auch noch ein Fach samt feuchtigkeitsbindender Pappe:



Wirklich schade das es die Dinger heute nicht mehr gibt, das auf dem Dispenser angegebene Patent lautet noch auf D.B.P. damit gehe ich mal von den 50er Jahren aus, eindeutig ein Produkt welches dem Credo "Fortschritt durch Technik" folgte  Smiley
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Die Feder ist mächtiger als das Schwert.
MudShark
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« Antworten #3 am: 03. September 2014, 11:51:45 »

Die Mindestabnahmemenge bei Standardklingen aus dem regulären Sortiment beträgt genau EINE Klinge...da kann man nicht meckern.
Helge, das ist ja mal wirklich was! Da hat sich ja tatsächlich jemand richtig Gedanken gemacht!

Auf der Lutz-webseite steht auch, dass die auf Wunsch der Klinge jeden erdenklichen Schliff verpassen können. Nach 3 Rasuren mit der Standard-Lutz DE-Klinge kann ich das nur begrüßen.
Sie ist nicht so toll wie ich das anfangs, im Vergleich mit der heftigen 3-Loch, empfunden hatte. Man erhält zwar ein gutes Ergebnis, aber die meisten Klingen, die man so im Bad rumliegen hat,
sind doch deutlich komfortabler und rupfen weniger. Als ich nach einer New LC-Rasur mit der Lutz-Klinge noch einen letzten Ausputzer mit einer Leresche/Lord-Kombi nachfolgen ließ,
hatte ich sofort den Eindruck, dass sanfte Schärfe tatsächlich existiert! Da ging noch gut was weg, und das mit angenehmer Sanftheit.
Die Lutz spürt man auf der Haut, gegen den Strich wahrscheinlich mehr als einem lieb ist. Vielleicht wäre eine Dicke von 0,08mm auch schon die Lösung, aber die gehört nicht zum Standard-Programm, leider.
Aber wie gesagt, im Vergleich zur 3-Loch ist das alles Babynahrung!

Ich schreibe dem netten Herrn bei Lutz mal ne mail mit meinen Erfahrungen...
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herzi
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« Antworten #4 am: 03. September 2014, 11:53:43 »

Kannst Du ihn auhc fragen für wieviele Klingen der "Spender" gedacht ist? Nur interessehalber.
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Gruß,
Stefan
MudShark
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« Antworten #5 am: 03. September 2014, 11:54:55 »

100 würde ich sagen...aber ich frage doch lieber mal, bei so was verschätzt man sich leicht!
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Mark Twain
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