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Autor Thema: Mulcuto Schrägschnitt & Gradschnitt Hobel  (Gelesen 38268 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
egmac
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Relaxed


« am: 05. August 2011, 23:18:01 »

Heute hatte ich die große Freude, von meinem lieben Freund ein wahrhaft großzügiges Geschenk entgegen nehmen zu dürfen:

Einen fabriksneuen, originalverpackten Mulcuto Schrägschnitthobel aus den 30er Jahren. Neben dem Zustand stellen für mich vor allem die federnden Passstifte im Kopfdeckel und der bauchige Griff eine Besonderheit dar, da diese in späteren Auflagen sichtlich weggelassen bzw. verändert  wurden. Beigepackt befinden sich auch ein Dutzend spezieller Mulcuto-Klingen mit jeweils 2 unterschiedlichen Schneiden für eine "Vor- und Nachrasur"....... Teuflisch

Ich hoffe, dass Euch meine Fotostrecke alle gewünschten Informationen über dieses Juwel der historischen deutschen Hobelproduktion gut veranschaulicht und freue mich schon auf die morgige Rasur der besonderen Art (wie ich sie schon seit geraumer Zeit mit einem Schwestermodell genießen darf)! Grinsend




































« Letzte Änderung: 06. Juni 2016, 22:33:17 von Rockabillyhelge » Gespeichert

"....das Schicksal setzt den Hobel an und hobelt alles gleich." (Ferdinand Raimund: "Der Verschwender")
Siegfried Sodbrenner
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« Antworten #1 am: 06. August 2011, 00:00:38 »

Ein sehr schönes Stück, Glückwunsch!
 Daumen hoch
Gibt es irgendwo ein Nest, wo noch mehr solche Hobel rumliegen? So einen hätte ich auch gerne.
Es ist aber kein Vorkriegsmodell, ich schätze Mitte bis Ende 50er Jahre.
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egmac
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Relaxed


« Antworten #2 am: 06. August 2011, 07:05:40 »

Das mit dem Alter ist so eine Sache.... da gibt es große Spannen. Wenn es nicht eine eindeutige Klassifizierung, wie bei den Gillettes gibt, bedarf es eines Hobel-Historikers, um da VIELLEICHT Gewissheit zu bekommen. Leider kann man gewisse Dinge nicht einmal über das allmächtige Internet herausfinden...... Weinen
Wahrscheinlich wird er eher in die Region Ende 40er Jahre passen, aber wer weiß?
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"....das Schicksal setzt den Hobel an und hobelt alles gleich." (Ferdinand Raimund: "Der Verschwender")
Floid_Maniac
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« Antworten #3 am: 06. August 2011, 07:15:27 »

Wow...sehr schönes Stück. Echt toll. Vor allem die dazugehörige Plastikbox so noch nie gesehen vorher.

Will auch haben... Grinsend

Gruß, Floïd_Maniac.
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Cordy
Globaler Moderator

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« Antworten #4 am: 06. August 2011, 07:52:46 »

Kinners, wenn das Set komplett zusammen gehört, kann es nur aus der Nachkriegszeit stammen. Die Preise lauten auf Deutsche Mark, also 1948 und später.....
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SLB04
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« Antworten #5 am: 06. August 2011, 08:01:19 »

Sehr schönes Teil. Alleine schon die Außenverpackung ist ein Schmuckstück.

Ich glaube ich bekomme auch wieder Lust meinen Mulcuto auszupacken.
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Lieben Gruß
Alex
Siegfried Sodbrenner
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« Antworten #6 am: 06. August 2011, 08:07:17 »

Wahrscheinlich wird er eher in die Region Ende 40er Jahre passen,

Den für die Box verwendeten Kunststoff gab es wohl erst ab den 50ern aufwärts...
Der Papp-Umkarton erinnert schwer an die 30er...
Vielleicht ist es ein "Franken-Set"?
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Bennyloop
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« Antworten #7 am: 06. August 2011, 08:22:51 »

Mal eine Frage zu den Mulcutos: Gibt es die auch als Torsionshobel?

gestern Abend ist nämlich in der Bucht einer rausgegangen, der mir eher nach Torsionshobel als nach reinem Schrägschnitt aussah

hier der Link (Auktion ist ja beendet Zwinkernd ):

http://cgi.ebay.de/Mulcuto-Schragschnittrasierer-Nassrasierer-D-R-P-49330-/330593601440?pt=Haushalt_K%FCche&hash=item4cf8ea07a0

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henning
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« Antworten #8 am: 06. August 2011, 08:23:50 »

Der Hobel und seine Verpackung sind in keinster Weise ein Frankenset. Den hatte ich genau so selber einmal vorgestellt (scheint aber wieder kaum jemand gelesen zu haben) und andere hatten die Box oder ähnliche Umverpackungen. In "Zeigt her eure Hobel" wird die Box mindestens dreimal gezeigt:

So, nochmal was fachliches. Bei mir ist endlich ein sehr sehr schöner Mulcuto eingetrudelt, der die Familie dieser Marke sicherlich bereichert. Der Hobel ist absolut neu, war noch in Cellophan eingewickelt, mit Pappschachtel und Plastikbox, sowie Beipackzettel in englischer Sprache versehen. Eine wunderbare Sache. Besonders an ihm, sind zwei geschlitzte Messinghülsen über den sonst üblichen Zentrierstiften im Kopfoberteil. Deren Zweck kann eigentlich nur darin liegen, die Klinge absolut zentriert festzuhalten und das hier öfter mal geäußerte Verdrehen der Klinge im Kopf zu vermeiden. Das schafft der Hobel zwar. Die Klinge wird aber sehr stramm gehalten und muß hinterher mit leichter Gewalt abgezogen werden. Auf Dauer würde ich so erstmal eine mögliche Abnutzung der Hülsen aus weichem Messing, durch die wesentlich härteren Stahlklignen befürchten.
Aber hier erstmal die Fotos des Hobels, der ansonsten ein ganz normaler Mulcuto - Schrägschnitt ist.




















Andere ähnliche Sets, oder nur Mulcutos in entsprechender Box, wurden später immer wieder mal gezeigt. Trumpf - Hobel aus DDR - Fertigung wurden dort in solch ähnlichen Kartons noch lange lange Zeit verkauft. Und auch Apollos und mancher Merkur wurde bis weit in die 50'er und teilweise 60'er mit solchen Umverpackungen verkauft.

Ciao
« Letzte Änderung: 06. August 2011, 08:30:25 von henning » Gespeichert
Brauer
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« Antworten #9 am: 06. August 2011, 08:26:11 »

Ich kann da einem schweren Irrglauben unterliegen, aber meines Wissens nach gab es zweisprachige, Deutsch/Englisch Beiblätter-Bedienungsanleitungen erst nach Ende des zweiten Weltkrieges Augen rollen Sigi hat auch recht den
Kunstoff gab es in den 30ern noch nicht, feines Teil egmac, ,meiner mit anderem Griff ist nicht so hübsch, rasieren tun die hervorragend Daumen hoch
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henning
Gast
« Antworten #10 am: 06. August 2011, 08:33:05 »

Mal eine Frage zu den Mulcutos: Gibt es die auch als Torsionshobel?

gestern Abend ist nämlich in der Bucht einer rausgegangen, der mir eher nach Torsionshobel als nach reinem Schrägschnitt aussah

hier der Link (Auktion ist ja beendet Zwinkernd ):

http://cgi.ebay.de/Mulcuto-Schragschnittrasierer-Nassrasierer-D-R-P-49330-/330593601440?pt=Haushalt_K%FCche&hash=item4cf8ea07a0



Scheint in der Tat ein Torsion-Mulcuto zu sein. Den habe ich so noch nicht gesehen. Glückwunsch.

Ciao
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Bennyloop
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« Antworten #11 am: 06. August 2011, 08:36:39 »

Ist aber leider nicht meiner geworden, auch wenn es mich in den Fingern gejuckt hat...Verdammt, wenn es von dir schon ein "Glückwunsch" gibt, dann muss das Ding ja gut sein....Man lernt nie aus Zwinkernd
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henning
Gast
« Antworten #12 am: 06. August 2011, 08:40:08 »

Klar ist der gut. Aber der Glückwunsch bezog sich auf "so noch nicht gesehen"!
Hier die restlichen Fotos meines damaligen Mulcuto-Sets:







Hier sieht man die Messinghülsen:















Ciao
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Eugen Neter
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« Antworten #13 am: 06. August 2011, 08:48:45 »

Die Preisangabe in DM sowie der Schriftzug auf der Pappverpackung lassen eindeutig darauf schließen, daß das abgebildete Exemplar aus der Zeit nach 1948 stammt. Frühere Verpackungen wiesen den typischen Schriftzug der NS-Zeit auf.
Mulcuto:





Ein klassischer Schrägschnitthobel aus Solingen. Stammt aus den 1930er Jahren. Nicht zu verwechseln mit einem Torsionshobel (z.B. Merkur 37c oder Liese [siehe oben]), wo die Klinge praktisch verdreht wird. Ein Liebhaberstück. Selten.
Bezug: Nur noch antiquarisch, über Internet oder Privathandel.
Preis: Ab ca. 15,– Euro aufwärts.
Eigenschaften: Überaus präziser und zugleich sanfter Hobel, dessen Handhabung allerdings einiger Übung bedarf. Klingenempfehlung: Eher sanfte Klingen wie rote Personna, Lord oder Streamline.
Prädikat: Sehr empfehlenswert.
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Siegfried Sodbrenner
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« Antworten #14 am: 06. August 2011, 08:54:14 »

Der Hobel und seine Verpackung sind in keinster Weise ein Frankenset. Den hatte ich genau so selber einmal vorgestellt (scheint aber wieder kaum jemand gelesen zu haben)

Entschuldigung, lieber Henning.
Ich lese mir gleich alle Deine 7.000+ Postings nochmal durch, damit mir eine solche Entgleisung nicht noch mal passiert.
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