Zahnpflege, was kann man machen, was ist gut?

Begonnen von herzi, 26. Februar 2008, 16:28:24

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Honka

Zitat von: Tim Buktu am 10. Februar 2010, 07:01:38
Allerdings sollten beim Putzen mit elektrischen ZB auch die Regeln eingehalten werden. Man kann wohl alles falsch machen.

Regeln? Ich wüßte nur: Nicht zu feste aufdrücken (das kennen wir ja schon :D)

Tim Buktu

Tranquilo - In der Ruhe liegt die Kraft...

PS: Alles nur meine persönliche Meinung, die sich durchaus beeinflussen lässt und sich deshalb gelegentlich auch ändert!

Honka

lt. letzter Info: 2 Minuten, oder? (Hatte es früher nicht mal geheißen: 3 Minuten?)

Tim Buktu

2 Minuten mit meiner elektrischen Oral B Dingsbums. Ich vermute aber, dass die Dauer auch von der ZB, bzw. deren "Drehfrequenz" abhängt.
Tranquilo - In der Ruhe liegt die Kraft...

PS: Alles nur meine persönliche Meinung, die sich durchaus beeinflussen lässt und sich deshalb gelegentlich auch ändert!

vsetko

#274
Also ich putze in der Früh so ca. 1,5min, und am Abend ca. 2,5min. Und zwar verteilt sich die jeweilige Zeit in etwa so:

40% Kauflächen
45% Zahnaußenseite
15% Zahninnenseite

Ob das jetzt so superperfekt ist, weiß ich aber auch nicht. Die Zahnoberflächen spüren sich dann sehr glatt an, wenn man mit der Zunge drüberfährt, und zwar überall, auch an den Außenflächen der hintesten Zähne (dort putzts sich am schwierigsten).

Und bei einem verhält es sich ähnlich wie bei der Rasur: NICHT ZU FEST AUFDRÜCKEN!!!

Ein sanftes Drüberstreicheln führt hier zu einem genauso gründlichen Ergebnis wie starkes Pressen. Nur, dass man mit Pressen seine Zähne kaputt macht (Putzdefekte - abgeriebener Zahnschmelz). So sanft, dass die Bürste nach einem Jahr noch so aussieht, wie am ersten Tag. Wenn das der Fall ist, putzt man wirklich sanft. Ich weiß, man sollte den Bürstenaufsatz öfter wechseln, sagen Zahnarzt und Werbung, aber wenn sich die Bürste nicht verändert, warum sollte ich wechseln? Ich merke nämlich auch kein "Ermüden" des Materials. Aber wie auch immer, da soll jeder so oft wechseln, wie er es für richtig hällt.

Und was die Andruckkontrolle bei elektr. Bürsten betrifft: Die ist meiner Meinung nach bei allen von mir getesteten Modellen viel zu hart "eingestellt".
Wenn die Bürste hupt oder blinkt, oder beides, dan sage ich schon längst: "Ciao ciao, Zahnschmelz!" und putze lieber wirklich sanft (und zugleich gründlich).

kriklkrakl

Zitat von: vsetko am 10. Februar 2010, 15:24:38
Und was die Andruckkontrolle bei elektr. Bürsten betrifft:
Die ist meiner Meinung nach bei allen von mir getesteten Modellen viel zu hart "eingestellt".
Wenn die Bürste hupt oder blinkt, oder beides, dan sage ich schon längst: "Ciao ciao, Zahnschmelz!"
und putze lieber wirklich sanft (und zugleich gründlich).

Die Empfehlung bei Handputzbürsten geht ja in Richtung weich/"sensitive",
weil die Leute sonst Zahnfleisch und Zahnschmelz kaputtschubbern.
Bei den elektrischen Schrubbern gibts normal keine Wahlmöglichkeit,
da muss man die Bürstenköpfe nehmen die dazugehören, egal wie hart..

Lösung:
man kann die Elektrobürste vorher in heissem Wasser "aufweichen",
kurz abtrocknen, Zahnpasta drauf und losputzen - funktioniert ganz gut bei meiner Ultrasonex.
Ausserdem gibts Sensitiv-Zahnpasta mit besonders sanften Putzkörpern,
um den Schmelz dran zu lassen.



"Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,..
Es müsse sich dabei doch auch was denken lassen."
Faust I,Mephistopheles

burschi

Bei den Oral-B gibt es Soft Bürsten, die kosten auch nicht wesentlich mehr als die normalen Aufsätze.
"Das Dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie echt sind." - Leonardo da Vinci

quickiekuchen

Viel zu viel nutzlose Wissenschaft mit den verschiedenen Bürsten-Köpfen bei den Elektrischen. Ich bin VOLLSTENS zufrieden mit der Elektrobürste. Und in normalgebliebenen Märkten, die ebenfalls keine Wissenschaft daraus machen, gibts eh nur nur die Standard-Bürstenköpfe (Precision-Clean), fertig aus. Dann kaufe ich mir ein 5er-Pack und habe wieder für eine halbe Ewigkeit Ruhe. Hervorragend finde ich, wie man genau den richtigen Druckpunkt beim Putzen halten kann und auch Hinten um die letzen Zähne herumkommt.

Wer mehr braucht, nimmt eben eine Station mit Mundusche. Man hat halt die Wahl. :)

Michel

Zum Thema Fluor: http://www.cb-forum.com/Forum/index.php/topic,2366.0.html

Warum ich drauf gekommen bin: ich habe im Urlaub einen Zahnarzt kennen gelernt.Der putzt sich seine Zähne niemals
mit Fluoridhaltiger Zahncreme.
Vereinfacht meinte er,Fluor härtet und was hart wird,wird spröde.
Ich habe gleich mal nach Rückkehr meinen ehemaligen und aktuellen Zahnarzt angerufen.
Keiner von beiden benützt fluoridhaltige Zahnpasten.
Ich habe dann schon mal recht verärgert gefragt,warum sie ihre Patienten dann nicht aufklären.
Die Antwort war ähnlich: lebenslange Propaganda seitens Industrie,hat eh keinen Sinn,Leute glauben jeden Sch....usw.
Ach ja,was nehmen die Herren selbst: einer eine Weleda-Zahnpasta und deiner eine billige aus dem DM-Markt,fluorid und SLS-frei.

Adler1

#279
Zitat von: vsetko am 10. Februar 2010, 15:24:38
...
Und bei einem verhält es sich ähnlich wie bei der Rasur: NICHT ZU FEST AUFDRÜCKEN!!!

Ein sanftes Drüberstreicheln führt hier zu einem genauso gründlichen Ergebnis wie starkes Pressen. Nur, dass man mit Pressen seine Zähne kaputt macht (Putzdefekte - abgeriebener Zahnschmelz). So sanft, dass die Bürste nach einem Jahr noch so aussieht, wie am ersten Tag. Wenn das der Fall ist, putzt man wirklich sanft. Ich weiß, man sollte den Bürstenaufsatz öfter wechseln, sagen Zahnarzt und Werbung, aber wenn sich die Bürste nicht verändert, warum sollte ich wechseln? Ich merke nämlich auch kein "Ermüden" des Materials. Aber wie auch immer, da soll jeder so oft wechseln, wie er es für richtig hällt.


Mein Zahnarzt sagt, man muss sehr fest aufdrücken und eher festere Zahnbürste nehmen um Zahnfleisch zu massieren. Seiner Meinung nach ist die schlechteste Bürste überhaupt die, die  "nachgibt". Und es wäre nur ein Werbetrick, Zahnfleisch hat mit einer Tomate gar nichts zu tun.
Die erste Zeit blutet das Zahnfleisch, aber schon nach kurze Zeit ist das sehr robust und wird von der Farbe hell. Es blutet nicht mehr egal wie stark man aufdrückt.
Wenn jemand eine professionelle Zahnreinigung machen lassen hat (ich mache es regelmässig), dann weiß man wie stark da aufgedrückt wird und wie fest die Bürsten sind.

Also mit "NICHT ZU FEST AUFDRÜCKEN" bin ich absolut NICHT einverstanden!!!! dr:
_____      ,  ,       _____
Gruß, ^^(°v°)^^ Adler1

Siegfried Sodbrenner

Da ich immer neugierig bin, habe ich neulich ein Stück "Siwak" = Zweig vom Zahnbürstenbaum und Siwak Zahnpasta erworben (gab es bei einem marokkanischen Händler). Man kaut auf dem Zweig solange rum, bis eine Art Bürste entsteht und putzt damit die Zähne...
Ich habe es aber noch nicht ausprobiert, hat schon jemand Erfahrung mit so einer natürlichen Zahnbürste?
Spalten statt versöhnen:
Pro Bono - Contra Malum

vsetko

Zitat von: Adler1 am 18. November 2010, 09:00:23
Wenn jemand eine professionelle Zahnreinigung machen lassen hat (ich mache es regelmässig), dann weiß man wie stark da aufgedrückt wird und wie fest die Bürsten sind.

Tja, was soll man dazu sagen? 2 Zahnärzte, 2 konträre Meinungen;

Verschiedenes ist jedoch klar:

1.: Eine professionelle Zahnreinigung (eigentlich Mundhygiene) macht man (ich auch) vielleicht ein bis zweimal pro Jahr. Wenn da dann fester aufgedrückt wird, fällt das nicht ins Gewicht. Wenn Deine Zähne täglich zweimal so fest gereinigt würden, wäre vermutlich nach 3 Jahren kein Schmelz mehr da.

2.: Wenn bei meinem leichten Aufdrücken die Zähne nach dem Putzen auch völlig glatt (=sauber) sind, funktioniert das vermutlich auch bei anderer Leuten Zähnen, und schabt den Zahnschmelz sicher nicht so ab.

3.: Mit dem Massieren des Zahnfleisches hast Du recht. Das blutet möglicherweise bei den ersten kräftigen Zahnbürsten-Massagen, aber dann wird es gekräftigt und gesund. Nur müßte es gelingen, wirklich nur das Zahnfleisch fest zu "putzen", und nicht auf die Zähne zu kommen. Möglicherweise hat sich das Zahnfleisch schon ein bißchen zurückgezogen (bei über 40jährigen normal) und die Zahnhälse sind schon ein Stückchen freigelegt, gerade so wenig, dass man keine "Frontplombe" machen läßt. Dann putzt man nicht mehr am Schmelz, der ja noch sehr hart ist, sondern am Zahnbein, was weicher, und demnach noch anfälliger ist. Und dieses "exakt-am-Zahnfleisch-putzen-und-die-Zähne-nicht-berühren" kann nicht gelingen.

Honka

Zitat von: Siegfried Sodbrenner am 18. November 2010, 18:29:03
Da ich immer neugierig bin, habe ich neulich ein Stück "Siwak" = Zweig vom Zahnbürstenbaum und Siwak Zahnpasta erworben (gab es bei einem marokkanischen Händler). Man kaut auf dem Zweig solange rum, bis eine Art Bürste entsteht und putzt damit die Zähne...
Ich habe es aber noch nicht ausprobiert, hat schon jemand Erfahrung mit so einer natürlichen Zahnbürste?

ja - ICH  :D
Den nehme ich immer mit, wenn ich Off-Road unterwegs bin. Fühlt sich zumindes gut an.

Wissenschaftliche Studien dazu kenne ich nicht - ist aber sicher einer sehr männermäßige, atavistische Veranstaltung  ;D

Adler1

Zitat von: vsetko am 18. November 2010, 21:15:22
Zitat von: Adler1 am 18. November 2010, 09:00:23
Wenn jemand eine professionelle Zahnreinigung machen lassen hat (ich mache es regelmässig), dann weiß man wie stark da aufgedrückt wird und wie fest die Bürsten sind.

Tja, was soll man dazu sagen? 2 Zahnärzte, 2 konträre Meinungen;

Verschiedenes ist jedoch klar:

1.: Eine professionelle Zahnreinigung (eigentlich Mundhygiene) macht man (ich auch) vielleicht ein bis zweimal pro Jahr. Wenn da dann fester aufgedrückt wird, fällt das nicht ins Gewicht. Wenn Deine Zähne täglich zweimal so fest gereinigt würden, wäre vermutlich nach 3 Jahren kein Schmelz mehr da.

2.: Wenn bei meinem leichten Aufdrücken die Zähne nach dem Putzen auch völlig glatt (=sauber) sind, funktioniert das vermutlich auch bei anderer Leuten Zähnen, und schabt den Zahnschmelz sicher nicht so ab.

3.: Mit dem Massieren des Zahnfleisches hast Du recht. Das blutet möglicherweise bei den ersten kräftigen Zahnbürsten-Massagen, aber dann wird es gekräftigt und gesund. Nur müßte es gelingen, wirklich nur das Zahnfleisch fest zu "putzen", und nicht auf die Zähne zu kommen. Möglicherweise hat sich das Zahnfleisch schon ein bißchen zurückgezogen (bei über 40jährigen normal) und die Zahnhälse sind schon ein Stückchen freigelegt, gerade so wenig, dass man keine "Frontplombe" machen läßt. Dann putzt man nicht mehr am Schmelz, der ja noch sehr hart ist, sondern am Zahnbein, was weicher, und demnach noch anfälliger ist. Und dieses "exakt-am-Zahnfleisch-putzen-und-die-Zähne-nicht-berühren" kann nicht gelingen.

Hallo vsetko!

Die Abrasistoffe in der Zahnpaste sind viel weicher als Zahnschmelz und können die eigentlich nicht beschädigen. Mein Vater macht das schon seit fast 70 Jahren so ohne sichtbaren Zahnschmelzverlust.

Was mit den Zahnhälsen beim aufdrücken passiert weiß ich nicht genau. Ich sehe aber eine Logik in dem was du sagst.

Man könnte dann das Zahnfleisch vielleicht ohne Zahnpaste kräftig massieren? Vielleicht mit der Salzsohle?
Ich glaube nicht, dass die Bürste selbst, ohne Abrasivstoffe etwas einrichten kann. Und die Kaufläche dann wie gewohnt mit einer Zahnpaste?
_____      ,  ,       _____
Gruß, ^^(°v°)^^ Adler1

gonzofant

#284
Zitat von: Honka am 18. November 2010, 21:49:25
Zitat von: Siegfried Sodbrenner am 18. November 2010, 18:29:03
Da ich immer neugierig bin, habe ich neulich ein Stück "Siwak" = Zweig vom Zahnbürstenbaum und Siwak Zahnpasta erworben (gab es bei einem marokkanischen Händler). Man kaut auf dem Zweig solange rum, bis eine Art Bürste entsteht und putzt damit die Zähne...
Ich habe es aber noch nicht ausprobiert, hat schon jemand Erfahrung mit so einer natürlichen Zahnbürste?

ja - ICH  :D
Den nehme ich immer mit, wenn ich Off-Road unterwegs bin. Fühlt sich zumindes gut an.

Wissenschaftliche Studien dazu kenne ich nicht - ist aber sicher einer sehr männermäßige, atavistische Veranstaltung  ;D

ich öffnete den fred hier eben, um ebenso danach zu fragen, da es diese Zweige immer in diesem Öko Katalog gibt, welöcher Zeitschriften beiliegt, wie heißt der doch gleich... ??? mir fiel es wieder ein http://www.waschbaer.de/

wo kauft ihr diese Zweige? ich habe sie noch nirgendwo gesehen - in nichtindustrialisierten Ländern werden diese Zweige wohl seit Ewigkeiten zur Zahnpflege genutzt und ich kann mir vorstellen, dass Zahnbürste / Zweig verhältnismäßig sich so verhalten wie Systemie / Hobel - wir sind wieder mal alle werbeverseucht von dewn Konzernen - die guten alten Sachen kennt man nicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Miswak

http://miraclebrush.com/
"Was es alles gibt, das ich nicht brauche."
(Aristoteles)