gut-rasiert
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Autor Thema: Feather Artist Club  (Gelesen 17733 mal)
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Il Barbiere AiA
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Beiträge: 1.546



« Antworten #15 am: 06. Juni 2011, 15:29:16 »

Salve Ragazzi  Zwinkernd


heute hatte ich die erste Rasur mit dem Feather Artist Club.

Der Feather Artist Club fühlt sich an wie ein RM, ist recht schwer.
Durch die extreme Schärfe fühlt es sich während der Rasur so an, als ob er "nur" die Bartstopel vom Gesicht streifen würde.
Er gleitet durch die Barthaare wie ein heißes Messer durch Butter.
Bei zwei Durchgängen (M-G) waren kaum noch Stoppel zu fühlen, der dritte Durchgang war dann die totale Vernichtung der Gesichtsbehaarung.
Zurückgeblieben ist nur noch weiche, glatte Haut.

Mann sollte etwas Erfahrung in Sachen RM oder Shavette haben bevor man sich an den Artist Club wagt, da er eben EXTREM SCHARF ist.
Haltung und Technik sind hier wichtig - Druck ist tötlich.

Was soll ich sagen? Ich bin einfach nur begeistert und sprachlos.
Der Artist Club ist natürlich pflegeleichter wie ein RM, da das ledern und schärfen wegfällt und man es nach der Rasur nicht 100% abtrocknen muss (was ich aber trotzdem mache).
Für mich ist er eine gute Ergenzung zu meinen Rasiermessern und wird definitiv in der Rotation seinen festen Platz haben.



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komplett kultur- und stillos
Drei
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Beiträge: 1.579



« Antworten #16 am: 07. Juni 2011, 05:21:46 »

... Durch die extreme Schärfe fühlt es sich während der Rasur so an, als ob er "nur" die Bartstopel vom Gesicht streifen würde.
Er gleitet durch die Barthaare wie ein heißes Messer durch Butter...
Schön beschrieben, genauso ist das!
Und weil ich von diesem Gefühl nicht genug kriegen kann, hängt die Rotation bisweilen etwas  Grinsend
Das Tolle ist, dass man an schwierigen Passagen die Zuggeschwindigkeit auf Zeitlupentempo verlangsamen kann. Da verhängt sich nix.
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lotse
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« Antworten #17 am: 12. Mai 2021, 17:51:50 »

Auch wenn der Thread schon sehr alt ist, möchte ich nicht unbedingt was Neues aufmachen, zumal das hierhin passt:
Bei den Feather Artist Club Wechselklingenmessern gibt es ein neueres Modell: Die Feather Artist Club SR.
Das Messer soll von der Kopfgeometrie zwischen der DX und der SS liegen. Also weniger Sicherheitswulst mit mehr Möglichkeiten zur Veränderung des Rasurwinkels. Da ich die SS und die DX besitze, frage ich mich, ob etwas dazwischen sinnvoll sein kann bzw. ist.
Das hübsche Ding (nur mit schwarzem Heft) gibt es direkt in Japan auch zu halbwegs annehmbaren Preisen unter der Zollgrenze.
Hat jemand schon Erfahrung damit und kann berichten?
Würde mich mal interessieren, inwieweit das Ding identisch mit der KAI Captain sein könnte.
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MRetro
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« Antworten #18 am: 09. Juni 2021, 21:58:12 »

Seit 3 Wochen und 7 Rasuren habe ich nun auch die Feather Artist Club DX mit Holzgriff zuhause und im Einsatz.

Als Spezialrasierklingen nutzte ich die Feather Professional Light, Feather Professional, Feather ProGuard und Feather Professional Super.



Und gleich vorweg: Es waren tolle Rasuren ... sanft und gründlich.  Lächelnd  Daumen hoch
Und keins meiner anderen Wechselklingen-Rasiermesser kommt dem Gefühl, ein echtes Rasiermesser in der Hand zu halten, näher. Dies ist sicherlich dem ausgewogenen Verhältnis von Edelstahlblatt und Holzheft als auch den Spezialklingen von Feather zu verdanken, die nicht nur sehr scharf sind sondern mit einer Schneide von 5 cm dem Rasiermesser sehr nahe kommen.

Nun noch meine Meinung, welche Klinge mir in der Artist Club DX am besten gefallen hat.

Die Professional Light lugt mit 0,6 mm am wenigsten hervor, was sie sanfter und sicherer machen soll. Bei mir war es eher so, dass sie im „normal“ geführten Winkel zwar sanft aber auch nicht gründlich war. Letzteres konnte ich verbessern, wenn ich den Winkel steiler führte, was sich aber auch wiederum „merkwürdig“ anfüllte. Nach zwei Rasuren ist sie nicht mein Favorit für die Artist Club DX. Sie erhält daher nur den Platz vier.

Die Feather Professional und Feather ProGuard haben sich mit einem Klingenüberstand von 1,2 mm recht ähnlich in der Winkelführung, und auch „natürlich“, angefühlt. Dass die ProGuard mit ihrem zusätzlichen Schutz spürbare Vorteile brächte, habe ich nicht so empfunden. Beide Klingen sind meine Favoriten in der Artist Club DX. Bedenkt man dass die ProGuard teurer als die Professional ist, landet sie hinter der Professional auf dem zweiten Platz.

Die Feather Professional Super mit einem Klingenüberstand von 1,45 mm hatte mir anfangs Respekt eingehaucht. Schlussendlich hatte sie sich, etwas flacher geführt, auch nicht anders verhalten als die letzten beiden Klingen. Dennoch hat sie damit in der Artist Club DX für mich nur den dritten Platz erreicht, da ich in ihr keinen Vorteil sehen konnte.

Für alle Klingen gilt: wenn man Obacht walten lässt, muss man die scharfen Feather-Klingen nicht „fürchten“. Insgesamt fühlt sich die Artist Club DX mit diesen Klingen eher wie ein nicht vollhohles Rasiermesser an, da sie spürbar steifer ist. Mir hat es aber aufgrund meines mittlerweile härterem Barthaares gefallen. Hier noch ein Link zu den Feather-Klingen.
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Das Leben könnte so einfach sein ... muss es aber nicht.
Paula
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« Antworten #19 am: 20. Dezember 2021, 12:16:49 »

Seit einigen Wochen befindet sich diese Schönheit in meinem Besitz.

Es handelt sich dabei um das neueste Modell "SR" der Artist Club Serie. "SR" steht dabei lt. Feather für "Super Razor". Grinsend

Als ich sie nach dem Auspacken zum ersten Mal in die Hand nahm, war ich begeistert. Rein optisch finde ich die SR äußerst gut gelungen.


optische Merkmale:

* sanft geschwungene Linien.
* sich zur Mitte hin verjüngende Schalen.
* starker optischer Akzent durch die markante Erlschraube.
* Schwung der Schale um die Schraube herum als Hingucker.
* schlanke, nicht zu langen Angel.


Ich verstehe nicht viel davon, für mich strahlt das einfach moderne Dynamik aus und es macht mich an.



Getestet habe ich bisher die std.- "professional" und die "professional light" Klingen. Durch MRetros Beitrag vorgewarnt, habe ich mit der "professional" angefangen. Nach kurzer Gewöhnung an das neue Rasurinstrument, waren die Rasuren perfekt. Super scharf und sanft, konnte ich fast garnicht spüren, wie leichtgängig eine neue Klinge durch die Haare gleitet. Die hohe Anfangschärfe nahm zwar nach und nach langsam ab, aber die Klinge blieb über einen sehr langen Zeitraum konstant sanft.

"Professional":


Im direkten Vergleich die "Light" Version:


Da die "light" Klinge kaum aus der Halterung herausragt, erfordert sie eine für mich ungewohnte Handhabung und Technik. Häufigen Wechsel z.B. zwischen einem Messer und der SR mit "light" Klinge würde ich (mir selbst) nicht empfehlen. Es fällt mir schwer, reproduzierbar gute und gründliche Ergebnisse zu erreichen. Ich stimme MRetro zu, diese Klinge ist nicht mein Favorit.

Weil bei der Messerei die Hand den Unterschied macht und nicht das Material, werde ich mich weiter mit der "light" Klinge beschäftigen, bis es passt. Man kann nur Lernen dabei.


Wie für die meisten Leser wohl bekannt sein wird, ist der einfach zu bedienende Mechanismus zur Klemmung der Klinge äußerst praktisch, sicher und wie erwartet, sauber verarbeitet.

Die drei beidseitigen Vertiefungen zwischen Erl und Klingenbereich sind für mich, als Selbstrasierer von keinerlei Nutzen. Wahrscheinlich erhöhen sie die Griffsicherheit bei Verwendung durch Barbiere oder die SR hat WiFi-Anbindung, wie ein Mitglied in B&B meinte.

So wie bei der SS und der DX auch, wird für das Material der Schalen in der "Folding Razor" Version ein “Super engineering resin” verwendet. Besonders für die Verwendung des Rasierers durch Barbiere ist dieser besondere Harz wärme- u. chemikalienbeständig. Man hat dabei die Wahl zwischen Schwarz, Hellblau und Rosa.

Der gesamte Metallkorpus ist aus sandgestrahltem (-> griffsicher) Edelstahl SUS316 / 1.4401 gefertigt und somit "sorglos".

Mit einer Länge der Klinge von 50mm, des Edelstahlkorpus von 143mm, der Schalen von 128mm und einem Gewicht von 51g gehört sie vergleichsweise eher in die Kompaktklasse ist aber spürbar schwerer als die üblichen Shavetten. Der Schwerpunkt der SR liegt leicht auf Seite des Stahlkorpus, was sich bei der Rasur aber durchaus gut anfühlt.


Fazit: Die Produktdesigner haben hier großartiges Gespür für Ästhetik bewiesen. Meine Erwartungen sind erfüllt. Die "SR" ist aber nicht nur optisch ein richtig scharfes Ding, sie ist auch qualitativ hochwertig und einwandfrei verarbeitet. In Kombination mit der std. Professional Klinge kann ich bei Schärfe, Sanftheit und Gründlichkeit keinerlei Kritikpunkte finden. Mit etwas Übung sollte eigentlich jeder, auch Einsteiger, in der Lage sein, sich sanft und gründlich mit ihr zu rasieren. Wenn jemand ein richtig gutes Messer mit austauschbaren Klingen sucht, wird er mit der "SR" sicherlich keinen Fehler machen und lange Freude dran haben.
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herzi
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« Antworten #20 am: 20. Dezember 2021, 13:55:30 »

Tolle Vorstellung. Danke
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Gruß,
Stefan
MRetro
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« Antworten #21 am: 20. Dezember 2021, 15:08:08 »

Schöner Bericht.  Daumen hoch
Und ich musste feststellen, dass meine Artist noch kein WiFi hatte.  Zwinkernd
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alvaro
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Mit sanfter Schärfe glatt!


« Antworten #22 am: 20. Dezember 2021, 16:55:22 »

Sehr schöner Bericht.
Jetzt wird der "Haben Wollen Virus" was dieses WKM betrifft noch mehr befeuert.
(Du gehörst eh schon zu denen denen ich ein neu erwachtes Interesse an WKM´s zu verdanken habe)
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Paula
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« Antworten #23 am: 20. Dezember 2021, 19:23:36 »

..."Haben Wollen Virus" ...ein neu erwachtes Interesse an WKM´s zu verdanken habe)
Gegen dieses Virus kann man sich leider nicht impfen lassen und es bricht immer wieder neu aus. @Standlinies Vorstellung der LDL Shavette hatte mit Sicherheit einen gewissen Anteil daran, das in mir latent vorhande WKM-Virus wieder zu wecken.

Selbst wenn die Rasuren ausgezeichnet sind, habe ich bei meinen anderen WKM immer einen Kritikpunkt. Zu klein, zu leicht, zu kippelig oder billig verarbeitet, etc.

Das trifft alles auf die Feather nicht zu.
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alvaro
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Mit sanfter Schärfe glatt!


« Antworten #24 am: 20. Dezember 2021, 20:03:43 »

Stimmt, Standlinie ist ein weiterer Schuldiger  Grinsend
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Tim Buktu
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« Antworten #25 am: 03. M?rz 2022, 08:26:14 »

Nach 3 nahezu perfekten Rasuren mit der DX (an dieser Stelle herzlichen Dank an den Verleiher!), muss ich meine bisherige Meinung zu "Shavetten" wohl anpassen.
Selten war ich an 3 Tagen nacheinander so sanft, sicher, genussvoll und nachhaltig rasiert. Sehr nahe am perfekten Messer.
Etwas Vorsicht sollte man, zumindest in Kombination mit der PB20, schon walten lassen. Die schneidet alles was ihr in den Weg kommt.
So ein Teil kommt mir ins Haus obwohl die Dinger nicht billig sind!
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PS: Alles nur meine persönliche Meinung, die sich durchaus beeinflussen lässt und sich deshalb gelegentlich auch ändert!
lotse
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« Antworten #26 am: 03. M?rz 2022, 20:20:14 »

Die DX ist mir immer noch die liebste Feather. Die SS habe ich auch und benutze sie auch ganz gerne - allerdings ist die nicht ganz so nah am Kamisori. Die SR finde ich auch sehr gelungen, da ich aber die Kai Standard habe, wäre die SR redundant.
Das Problem bei den Dingern ist, dass ich an mir eine gewisse Messerfaulheit bemerke und aus Bequemlichkeit gerne zur Feather greife.
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Tim Buktu
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« Antworten #27 am: 04. M?rz 2022, 08:10:22 »

...
Das Problem bei den Dingern ist, dass ich an mir eine gewisse Messerfaulheit bemerke und aus Bequemlichkeit gerne zur Feather greife.
Das könnte tatsächlich eine Gefahr nach der Beschaffung darstellen. Ich lasse mir also bis Ostern Bedenkzeit.
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Tranquilo - In der Ruhe liegt die Kraft...

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Paula
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« Antworten #28 am: 04. M?rz 2022, 20:11:13 »

Wer weiß, was noch alles kommen wird, aber weder die Feather noch ein anderes WKM haben bisher bei mir zur Messerfaulheit geführt. Wenn ich im Moment noch zu einem WKM greife, dann greife ich bewusst zu einem WKM, weil ich das will und nicht, weil ich vielleicht zu faul für ein RM wäre.

Wenn ich wirklich mal abends zu müde, zu faul oder im Urlaub/unterwegs zu bequem für ein RM bin, dann benutze ich eher einen Hobel oder einen Sensor Excel.

... da ich aber die Kai Standard habe, wäre die SR redundant....
Redundanz??? Wer bedenkt denn in einem Forum, in dem es sich um nichts anderes dreht, als um Rasierutensilien, ob eine ins Auge gefasste Neuanschaffung möglicherweise redundant wäre?

Ich kann mir zwar ungefähr vorstellen, was Du meinst, aber was redundant ist, liegt im Auge des Betrachters. Jemand könnte auch z.B. eine DX mit Kunststoff- und eine zweite mit Holzschalen besitzen wollen, weil er Wert auf diese Unterschiede legt. Und jemand, der sich gar nicht für das Thema interessiert, ist mit einem einzigen Sensor Excel voll bedient und jedes weitere Rasurgerät, gleichgültig welcher Art, wäre in den Augen dieser Person schon überflüssig.


... obwohl die Dinger nicht billig sind!
Das war so der Punkt, der mich von der DX mit Holzschalen, die mir optisch und von den Beschreibungen doch sehr gut gefallen hat, abgeschreckt hat. Smiley
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