gut-rasiert
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Autor Thema: Hefte verschrauben - nicht nieten  (Gelesen 14415 mal)
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Lord Vader
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Dunkle Seite der Macht


« Antworten #30 am: 24. Dezember 2008, 11:22:42 »

irgendwie finde ich den gedanken nicht so toll, das loch im messer aufzubohren. nicht, dass ihr das fals versteht, mich schreckt nicht der aufwand, sondern die aktion ansich. irgendwie finde ich es nicht richtig, keine ahnung. wie gesagt, ich hatte mir damals darüber auch schon gedanken gemacht und der weg, den buddel ging, schied deshalb aus. allerdings fand ich gewindestangen mit muttern druff auch net soo pralle. ich habe mir damals überlegt, dass man sich eine schraubniete basteln könnte. sprich, man nimmt ein messingrohr (wie z.b. das was buddel vorgeschlagen hat) oder alternativ ein vollmaterial in stangenform und schneidet da ebenfalls ein gewinde rein. das stück müsste so ca. 2 -3 mm lang sein. nun ritzt man an einer seite einen kleinen schlitz die so erstellte gewindehülse und schneidet die gewindestange so zu, dass sie auf jeder seite ca. 1 mm übersteht. anschließend wird alles verschraubt (dank der schlitze geht das mit einem schlitzschraubendreher) und irgendwie mit kleber etc. stabilisiert, damit sich da nix lösen kann. nun schleift man den überstand auf ca. 1 mm runter und hat eine verschraubungsform, die einer niete ähnelt. der vorteil dabei wäre, dass man so auch kleinere durchmesser realisieren könnte, falls die entsprechende gewindestange vorhanden ist. falls 1mm nicht ausreichend ist, so könnte man auch noch ein kleines stück ins heft bohren und die schraubniete so etwas einlassen (allerdings von außen). alternativ könnte man auch komplett durch die schale bohren und die filierung dann mit einer klassischen unterlegscheibe realisieren. wäre natürlich dann noch näher an der niete dran.

wegen kronischem zeitmangel habe ich diesen weg leider noch nicht ausprobieren können, werde das aber bestimmt bald mal tun. halte euch dann natürlich auf dem laufenden!

aber buddel, dir nochmals ein recht herzliches dankeschön für deine bestätigung und die anleitung, wie du das genau machst. so wird dem ein oder anderen doch ein fehlkauf erspart geblieben sein. zudem finde ich deine methode optisch auch ansprechend (durch die torxschrauben wirkt das ganze sehr edel) (übrigens gibts die torxschrauben auch in verschiedenen farben. interessant wäre auch schwarz oder gold oder so, vielleicht auch für deine selbstgemachten klingen). damit hast du etablierte hersteller wie dovo schon in den schatten gestellt, die ihre messer ja mit normalen schrauben dranklatschen.

die verschiedenen schraubenformen stellen für mich eine gute alternative zum nieten dar. zudem bereichern sie den heftbau durch zielgerichtete akzente, die eingebracht werden können. allerdings finde ich nach wie vor die klassische niete stilvoller. trotzdem ist es schön, auch alternativen zu haben.

liebe grüße und ein frohes fest

lord vader
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Buddel
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« Antworten #31 am: 24. Dezember 2008, 12:14:10 »

irgendwie finde ich den gedanken nicht so toll, das loch im messer aufzubohren.

Vielleicht hab ich mißverständlich ausgedrückt oder ich verstehe deinen Post gerade falsch, aber bei der von mir vorgestellten Lösund muss man das Loch im Messer nicht aufbohren, da das 2mm Rohr eigentlich fast immer passt. Bei der vorgefertigten Lösung wäre das aber der Fall, da dort der Durchmesser des Rohres zu groß ist.
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Mit dem Messer, rasiert sichs besser.
Senser
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« Antworten #32 am: 24. Dezember 2008, 13:42:03 »

@ Buddel
Danke dir vielmals für die Preisgabe deines Betriebsgeheimnisses.
Du hast übrigens PM
Gruß Senser
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Lord Vader
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Dunkle Seite der Macht


« Antworten #33 am: 25. Dezember 2008, 14:47:14 »

irgendwie finde ich den gedanken nicht so toll, das loch im messer aufzubohren.

Vielleicht hab ich mißverständlich ausgedrückt oder ich verstehe deinen Post gerade falsch, aber bei der von mir vorgestellten Lösund muss man das Loch im Messer nicht aufbohren, da das 2mm Rohr eigentlich fast immer passt. Bei der vorgefertigten Lösung wäre das aber der Fall, da dort der Durchmesser des Rohres zu groß ist.

ahh so, das ist natürlich nicht schlecht. ja, meistens sind die erllöcher, so sie mal 1,6 mm waren, im laufe der zeit dicker geworden. bei den sheffield-klingen ist das recht häufig so, bei einer passte sogar fast ein 3mm niet. bei anderen klingen kann ich da noch nicht so viel zu sagen.
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Peder
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« Antworten #34 am: 04. Mai 2011, 02:20:14 »

Hallo,
das Verschrauben lässt mich irgendwie auch nicht los, habe mal ein paar Alternativen ausprobiert, hier mal die Ergebnisse, leider sind die Bilder nicht so schön geworden:

1. Schalldeckenschrauben:
sehr praktisch, passen aber meiner Meinung nach nicht so ganz ins Gesamtbild


2. umgebaute Schalldeckenschrauben:
Material: 2 Hülsen von Schalldeckenschrauben, 1 Madenschraube 2mm, 1 Schraube 2mm, Tesa, Uhrmacherschraubendreher mit Schaftdurchmesser unter 2mm, Dremel mit flachem Schleifsteinaufsatz und Trennscheibe.
Vorgehen: eine Hülse über den Schraubendreher stecken. Diese lässt sich über den Schaft schieben, da der Schaft ja kleiner ist als der Innendurchmesser der Hülse, und fällt bis auf den Übergang Griff-Schaft . Darüber den Schaft mit Klebeband abkleben, damit die Hülse nachher beim Schleifen nicht nach oben wegdreht und abhaut. Mit dem Schleifsteinaufsatz den Durchmesser des Hülsenkopfes von der Seite von den ~4mm auf ~3mm herunterschleifen, halt so, daß der Kopf noch geringfügig breiter als der Hülsenschaft ist. Da sich die Hülse auf dem Schraubendreher mit dem Dremel mitdreht, wird der Kopf gleichmäßig verschmälert. Dann die Hülse vom Schraubendreher abnehmen, auf die Schalldeckenschraube stecken und von oben den Kopf flach herunterschleifen. Die Hülse leicht schief auf den Stein halten, dabei dreht sie sich im Gewinde und es gibt eine schöne gleichmäßige Rundung. Noch schön polieren und im besten Fall sieht es jetzt aus wie ein imitierter Nietkopf. Die Länge der Hülse dem Heft anpassen, sowie die Madenschraube auf die gewünschte Länge zuschneiden. Die Madenschraube auf einer Seite mit einer Hülse verkleben, damit auch Zug draufkommt. Fertig! Hätte eigentlich lieber der Einfachheit wegen eine Niethülse mit Innengewinde genommen, habe aber leider nichts passendes gefunden, daher halt im Eigenbau mit Schalldeckenschrauben.




3. meiner Ansicht nach die eleganteste Methode:
2 original Nietrosetten, 1,4mm Schraube, kleine Sternchenrändelmutter 1,4mm Innendurchmesser. Kopf von Schraube verkleinern wie oben, Mutter mit Tröpfchen Sekundenkleber sichern.




Vielleicht hat ja jemand mal Lust das auszuprobieren, das lässt sich bestimmt noch perfektionieren

Viele Grüße
Peter

 
« Letzte Änderung: 04. Mai 2011, 02:39:10 von Peder » Gespeichert
popelbremse
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« Antworten #35 am: 31. Mai 2012, 01:38:22 »

hallo,
sind die "buddelschrauben"  Zwinkernd inzwischen auch in deutschland erhältlich?

oder ähnliches?
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Grosser
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« Antworten #36 am: 09. September 2013, 18:26:25 »

Da hoffentlich bald ein, zwei Gold Dollars ankommen werden bin ich auch auf der Suche nach Schrauben, um das Heft zu befestigen.
Ich habe im Forum quergelesen und hoffe, dass ich nun die richtigen Sachen herausgesucht habe:

Schrauben:  M2X3 Senkkopfschrauben DIN 965 V2A mit Torx
Rohr: Messingrohr (Außendurchmesser=?, Innendurchmesser=?)
Gewindeschneider M2
Halter für Gewindebohrer (Windeisen)

Passt das so?
Welche Durchmesser muss das Rohr haben (Außen, Innen)?
Ist der Halter für den Gewindebohrer nötig oder nicht?
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Viele Grüße, Christoph
Zocker2104
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« Antworten #37 am: 09. September 2013, 19:50:53 »

Hallo

dieser tread wundert mich jetzt, ich habe vor etwas 1-2 Jahren Messerhefte mit Schrauben hier präsentiert, damals bin ich dafür fast gerupft worden. Jetzt auf einmal wollen die leute das....

Meine Kreation könnt ihr in meinem Tread (Zockers aufarbeitungen) anschauen.
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rasierbänsel
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« Antworten #38 am: 09. September 2013, 21:44:19 »

Ich habe am Anfang auch Schrauben benutzt (der Einfachheit halber) aber muss sagen mir gefallen Schrauben überhaupt nicht!
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harrykoeln
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Können diese Augen lügen?


« Antworten #39 am: 10. September 2013, 14:40:18 »

Wenn das mit kleinen Schräubchen und gut gemacht ist, gefallen mir verschraubte Heft sehr, sehr gut.

Doch ist hier der Grat des "auf mich Wirkens" zwischen grobmotorisch klötzern hingestümpert und filigran und angenehm anzusehen, ausgesprochen schmal. Bei M2 geht das schon los, ich hab da durchaus schon schön anzuschauende Lösungen gesehen, aber ne M2 Gewindestange und zwei Muttern ...na, das würd ich jetzt eher nicht in "filigran angenehm" einordnen - wenn ihr versteht was ich meine.
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"The two most common things in the universe are hydrogen and stupidity.
There is more stupidity around than hydrogen, and it has a longer shelf life."
Frank Zappa (1940-1993)
Piraten-Papa
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« Antworten #40 am: 10. September 2013, 14:54:15 »

Wenn schon Schrauben, dann sollten sie auch zum Alter des Messers passen. Torx- oder PZ-Köpfe haben mMn nichts an einem Meser zu suchen, das 100 Jahre oder mehr auf dem Buckel hat. So eine Mischung passt optisch einfach nicht zusammen. Wenn solche Schrauben aber bei neuen Messern wie z.B. die von Buddel oder Koorat verwendet werden, dann spricht für mich nichts dagegen.
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torel
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« Antworten #41 am: 10. September 2013, 19:36:04 »


Welche Durchmesser muss das Rohr haben (Außen, Innen)?
Ist der Halter für den Gewindebohrer nötig oder nicht?

Für M2-Gewinde muss der Innendurchmesser des Rohres 1,6mm betragen. Der Außendurchmesser muss zur Erlbohrung des Rasiermessers passen. Oder die Erlbohrung muss passned gemacht werden auf die verfügbaren Rohre mit passendem Innendurchmesser.

Ohne Windeisen ist das Gewindebohren schwierig bis unmöglich.

Vernietungen - abgesehen von den mit dekorativen Unterlegscheiben - wirken nach meinen Empfinden billig und lieblos. Verschraubungen wirken i. d. R. wertiger und erleichtern die Reinigung der Rasiermesser an der kritischsten Stelle (dem "Gelenk"), an die man bei Vernietungen so gut wie nicht herankommt.

Wenn man auf historische Authentizität großen Wert legt, empfehlen sich Schrauben für ältere Rasiermesser eher nicht.
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Grosser
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« Antworten #42 am: 10. September 2013, 19:47:50 »

Danke torel!
Falls das Rohr mit Außendurchmesser (!) 2mm nicht in die Erlbohrung des Messers passt, vergrößere ich die Bohrung halt!  Schockiert




...
ich plane übrigens meine Gold Dollar in Plexiglas-Schalen zu stecken und dann zu verschrauben!
Ich will also kein altes W+B oder TI mit Schrauben "verschandeln", wie vielleicht der ein oder andere hier befürchtet ;-) Also keine Sorge.  Cool
Das Ganze ist auch eher aus Spaß an der Freude und des Testens/ Selbermachens gedacht. Wer weiß, vielleicht kommt nach dem ersten Messer noch ein zweites, drittes, viertes...... Man kann ja nie wissen  Grinsend Cool


PS: Die Schrauben sind auch die Richtigen, oder? Dann bestelle ich mal flux ein paar!
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Viele Grüße, Christoph
nisse
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Re:
« Antworten #43 am: 23. Februar 2015, 11:41:30 »

Hallo zusammen.

Bei der Suche nach geeigneten Schrauben bin ich auf die Seite screws and more gestoßen. (screwsandmore.de) (Ich bin mit dem Betreiber nicht bekannt und mache auch keine Werbung in seinem Auftrag.)

Da gibt es auch relativ bezahlbar gewindeeisen und torx-schrauben mit einem M1.6 Gewinde.
Andere schicke Köpfe gibt es da bestimmt auch, aber so weit hab ich noch nicht reingeguckt.
Leider habe ich im Moment aus familiären Gründen doch keine Zeit, meine eigenen Hefte zu bauen. Deswegen habe ich selber keine Ahnung von der gelieferten Qualität, wollte euch aber trotzdem am Fund teilhaben lassen. Vielleicht kann ja ein anderer dann was dazu sagen Huch?
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Rapax
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« Antworten #44 am: 02. September 2019, 10:46:52 »

Ihr seit echte Nervensägen  Zwinkernd Grinsend Also gut, weil Weihnachten ist, hier also die Anleitung und Bezugsquellen für eine auch optisch ansprechende Verschraubung:

Die Schrauben gibt es hier (und auch an anderen Stellen in den USA):
http://www.knifekits.com/vcom/product_info.php?cPath=60_81_228&products_id=445

Dazu benötigt man dann noch einen Gewindeschneider:
http://www.knifekits.com/vcom/product_info.php?cPath=49_211_119&products_id=586
und den entsprechenden Halter:
http://www.knifekits.com/vcom/product_info.php?cPath=49_211_120&products_id=315

Bei Conrad besorgt man sich dann ein 2mm Messingrohr, Art.-Nr.: 222329

Dort schneidet man das Gewinde rein und kürzt das Rohr auf die entsprechend benötigte Länge. Dann schneidet man auch noch von der anderen Seite das Gewinde und verschraubt dann von beiden Seiten. Die Schrauben unter Umständen vorher noch mit dem Seidenschneider auf die richtige Länge bringen.

Sooo....jetzt ist es also raus. Mal sehen wie sich das entwickelt  Augen rollen
Frohes Fääääst
Leider funktionieren die Links nicht mehr alle. Buddels Methode und die Utensilien würden mich aber brennend interessieren. Nach etwas Suche habe ich auf Bildern gesehen es müssten Thorx- Schrauben sein? Was für welche und sind das M2 oder M1,6? Und welcher Gewindeschneider? Fragen über Fragen..  Smiley Danke schonmal!

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