gut-rasiert
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Autor Thema: Klingenbreite......Ein Mysterium für sich?  (Gelesen 11036 mal)
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Bengall Reynolds
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« am: 27. November 2007, 00:13:21 »

Was ist eigentlich mit den unterschiedlichen Klingenbreiten ( 3/8-8/8, auch 9/8 wurden schon gesehen  Huch ) ?

Was gibt´s da eigentlich noch an überliefertem Wissen über die Anwendungsempfehlungen?

"Je stärker der Bartwuchs um so breiter die Klinge" = ist totaler Quatsch in meinen Augen!
Bei den Franzosen stand/steht auf fast jeder, jemals hergestellten Klinge "für starken Bart" oder "für den stärksten Bart" (auf französisch natürlich!).
Total egal ob es sich um ein 3/8 oder 7/8 Messer handelt, Hauptsache es steht auf der Klinge, dass man nen starken Bart haben muss um sich damit gut rasieren zu können  :Smiley

Mir kommt´s vor als wäre das so eine Symbiose aus typisch, männlichem Macho-Gehabe und Marketing-Strategie?

Kommt ja auch keiner in die Apotheke und verlangt lautstark nach einer Packung Kondome in Extra-Klein  Grinsend


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harrykoeln
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Können diese Augen lügen?


« Antworten #1 am: 27. November 2007, 09:02:22 »

Überliefert weiss ich da nix, da ich (meines Wissens) der erste in meiner Familie bin, der sich mit dem Messer rasiert. Ich glaube, mein Papa hatte mal nen Hobel, aber ansonsten kann ich mich nur noch erinnern, das die des Sonntags immer mit Unmengen Klopapier im Gesicht rumgerannt sind. Da war der Samstag und/oder Sonntag immer der Großkampftag in Sachen Körperpflege und Rasur. Ansonsten hats dann beim rasieren immer gebrummt.

Ich kann jedenfalls von meiner Sicht her folgendes dazu sagen:
anfänglich hatte ich schon Angst, mir so ein großes, scharfes Stück Metall durchs Gesicht zu ziehen. Mein erstes Messer, mit dem ich mich auch wirklich rasieren konnte war ein 3/8 Kronenberg, das in gute Hände abgewandert ist. Das erste Rasiermesser überhaupt was ich bekam war ein Best Brand. Gottseidank hab ich nix dafür bezahlt sondern es als kostenlose Zugabe zu meinem ersten Riemen bekommen. Das zweite Messer auf meinem Wohnzimmertisch war das DOVO Madreperlato. Ebenfalls (zunächst) rasuruntauglich. Da war ich schon nicht mehr weit davon weg, alles in die Ecke zu feuern.
Doch dann kam das Kronenberg, ein Elliot und die Einladung zu oskar. Der zeigte mir das mit dem Schleifen und worauf ich überhaupt achten muss. Mittlerweile, nach mehr als einem halben Jahr Messerrasur, kann ich ein Messer ohne große Verstümmelungen anzurichten einigermassen sicher führen. Vom "mit dem Messer rasieren können" bin ich noch weit weg. Ich bekomme das Gestrüp aus dem Gesicht gekratzt. Mehr nicht. Wenn ich kurz hochrechne, rasiere ich mich seit Mai (fast) täglich - macht rund 210 Rasuren. An 20 Tagen geschlabbert (Urlaub auf dem Boot und am schon mal am WE) rd 50 Hobelrasuren dann reden wir von von 140-150 Messerrasuren. Insgesamt! Das heißt, ich habe meinen Gebrauchspool von (derzeit) 20 Messern jedes erst 7 oder 8 mal durch - hab mich also erst 7 oder 8 mal mit jedem Gebrauchsmesser rasiert. Da von rasieren können zu sprechen wäre vermessen. Ich komme zurecht - mehr nicht.
Aber- ich habe eine Vorliebe entdeckt. Irgendwann hatte ich dann mal meine Lady in der Hand. Ganz vorsichtig war die Rasur und ich musste feststellen, dass das wirklich besser ging als geglaubt. So wurden die Messer immer breiter und mittlerweile rasier ich mich mit breiten Messern, von 6/8 an aufwärts, lieber als mit schmaleren - sie erscheinen mir einfacher zu führen, gründlicher und sanfter. Ohne das ich es näher begründen könnte.
« Letzte Änderung: 27. November 2007, 09:04:50 von harrykoeln » Gespeichert

"The two most common things in the universe are hydrogen and stupidity.
There is more stupidity around than hydrogen, and it has a longer shelf life."
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Lacky
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« Antworten #2 am: 27. November 2007, 14:16:56 »

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen dass ich mit jedem "scharfen" Messer zurecht gekommen bin. Mit dem einem mehr mit dem anderen weniger. Das hatte bei mir mit dem Messer selbst was zutun gehabt nicht mit der Breite. Mit einigen 4/8 komme ich etwas besser klar als mi anderen 4/8... und das zieht sich durch alle Klingenbreiten durch.

Die breiten Messer lassen sich meiner Meinung nach ruhiger führen, ist wohl durch das höhere Gewicht so. Jedoch genauso gut rasieren kann ich mich mit dem 4/8 und 5/8 Puma sowie mit den breiteren TI-s.

Die Frage, was wofür, wird sich leider nicht klären lassen, vermute ich.
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Drei
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« Antworten #3 am: 28. November 2007, 14:44:12 »

Bei mir persönlich geht Schärfe über Breite. Allerdings muss ich zugeben, dass ich breitere Messer besser ledern kann. Ich finde, man spürt sie scharf werden, die Klinge saugt sich dann regelrecht am Spannriemen an. Bei schmäleren Messern ist mir dieser Effekt noch nicht aufgefallen.
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Bartisto
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« Antworten #4 am: 28. November 2007, 15:03:30 »

Die Klingenbreite ist nach ca. 9500 Rasuren bei mir nicht das Thema, wohl aber die Hohlung.
Die weniger gehohlten bis hin zu derb liegen mir einfach besser.
Klar, mit einem 3/8 zu rasieren, das ist schon witzig. Es macht nach einer Phase, in der man sich mit den breiten rasiert hat, einfach Spaß, so ein filigranes in der Hand zu haben.

Gruß
Bartisto



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Senser
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« Antworten #5 am: 28. November 2007, 19:08:12 »

Die Frage nach der optimalen Breite wird wohl nie geklärt werden. Obwohl sich 5/8" bei den letzten noch verbliebenen Herstellern als Standard Breite durchgesetzt hat, würde ich immer ein 6/8" vorziehen, und auch jedem Neuling empfehlen.
Die Rasur mit möglichst breiten Messern scheint mir aus zwei Gründen einfacher zu sein, als mit den feinen 3/8" Messerchen:
1. Bei einer breiten Klinge ist der Rücken weiter vom Drehpunkt entfernt, und somit muss die Hand auch eine größere Bewegung ausführen, um den Winkel zu verändern, was ja möglichst vermieden werden soll.
2. Psychologie. So ein Breitschwert nimmt man sich nicht mal eben und legt los. Da achtet man schon auf den Winkel, bevor man das Messer überhaupt auf die haut aufsetzt. Und auch alles Andere macht man mit mehr Respekt. Irgendwie nutzt  man diese Dinger viel bewusster.

Ob hohl oder derb, da kann ich mich nie festlegen. Muss ich auch nicht, weil ich mich sowieso immer mit 2 Messen rasiere. 1er Durchgang > hohl, 2ter Durchg. > derb .
Müsste ich allerdings auf eine Insel und dürfte nur ein Messer mitnehmen, dann wäre es vermutlich ein derbes. damit könnte ich dann auch noch Feuerholz machen Grinsend

Gruß Senser
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henning
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« Antworten #6 am: 08. Dezember 2007, 07:52:29 »

Auf http://www.rasorshop.com/index.php?id=39 habe ich folgendes gefunden:
Zitat
3/8" derb oder 1/2" hohl --> für Salon- u. Klinikbedarf, Augenbrauen

4/8" derb oder 1/2" hohl --> für Salon- u. Klinikbedarf, schwachen Bart

5/8" 1/2" hohl oder 1/1" hohl --> für universelle Bartrasur

6/8" Gradkopf oder Spitzkopf --> für den erfahrenen Rasierer

7/8" oder 1/1 hohl mit Doppelansatz --> für sehr starken Bartwuchs

Da steht aber auch nicht wo die das her haben.
Ciao
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Bengall Reynolds
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« Antworten #7 am: 08. Dezember 2007, 13:06:56 »

Das ist aus dem DOVO-Katalog bzw deren Heimseite.
Ist mir aber irgendwie zu oberflächlich geschildert  Unentschlossen
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UbuRoy
Gast
« Antworten #8 am: 21. Dezember 2007, 09:04:40 »

Bei mir ist es so, das die Reisemesser 2 oder 3/8" am schwierigsten zu handhaben sind. Einfach weil man bei der Rasur mit Ihnen das wenigste Feedback bekommt. Sehr starr, extrem leicht, fast kein Hohlschliff. Der Kleinste Fehelr führt hier sofort zu einem Schnitt. Und direkt neben den Ohren damit blutlos zu rasieren ist schon hohe Schule ;-)
Dafür sind sie unter der Nase unschlagbar.
Andererseits habe ich mit 7/8" und noch breiteren Wedge Messern manchmal das Problem, das sie bei mir extrem sanft rasieren und ich auch wirklich Babypopo im Gesicht hab, aber trotzdem sind sie bei mir nicht so gründlich wie Voll- oder Halbhohle 5-6/8 Messer.
Hat alles viel mit der Gesichtsform, Falten, Geschmack, Handling, Übung zu tun.

Grundsätzlich denke ich, kann sich jeder mit jedem Messer mehr oder weniger gründlich gut rasieren. In erster Linie sind die Unterschiede aber eher subjektiver Natur und von der Tagesform abhängig.
Ich wechsele jeden Tag auf ein anderes Messer. Da heisst bei mir, jedes Messer meiner Sammlung kommt nur 2-4 Mal pro Jahr zum Einsatz. Da ist es relativ schwer, sich auf ein spezielles Messer einzurasieren. Aber das will ich auch gar nicht, da ich gemerkt habe, das selbst mit dem gleichen Messer das Rasurergebnis von Tag zu Tag unterschiedlich sein kann.
Also nehme ich das Messer meiner jeweiligen Wahl, freue mich auf den nächsten Morgen und fertig. Ist immer wie Weihnachten, am Vortag ein Wunschmesser zu wählen ;-)
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Lacky
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« Antworten #9 am: 21. Dezember 2007, 12:03:26 »

Es gibt aber auch sehr hohle 3/8 und 4/8 Rasiermesser. die verhalten sich dann auch anders!
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Bartisto
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« Antworten #10 am: 26. Dezember 2007, 00:34:58 »

Bei mir ist es so, das die Reisemesser 2 oder 3/8" am schwierigsten zu handhaben sind. Einfach weil man bei der Rasur mit Ihnen das wenigste Feedback bekommt. Sehr starr, extrem leicht, fast kein Hohlschliff....


Stell mal ein Bild von einem 2/8 Reisemesser ein. Das interessiert mich.

Gruß
Bartisto
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Jos
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« Antworten #11 am: 14. Juni 2010, 13:20:18 »

Hallo,

letztens hatte ich mal Langeweile, und da habe ich mir diese Tabelle zur Bestimmung der Klingenbreite gebastelt:
http://docs.google.com/viewer?a=v&pid=sites&srcid=ZGVmYXVsdGRvbWFpbnxqb3NwZmVpZmVuc2VpdGV8Z3g6NmQxNDA1NzMyOWE4NTBjNw

Ich finde sie ganz praktisch - kein Messen und umrechnen mehr, einfach Messer an der oberen Linie anlegen, und dort, wo's die rote Linie schneidet, ablesen. Vielleicht hat noch jemand Verwendung dafür... Download: http://sites.google.com/site/jospfeifenseite/Home/diverses/rasur/Tab.Klingenbreite.pdf?attredirects=0&d=1
Beim Ausdrucken bitte unbedingt die Originalgröße beibehalten, sonst wird's unbrauchbar.

Gruß, Jens
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"Geh Deinen Weg und lass die Leute reden!" Dante Alighieri
eTom
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« Antworten #12 am: 14. Juni 2010, 14:20:17 »

Gute Idee, Jos!
Da gibt es keinen Streit um Klingenbreiten mehr, wenn wir ein Messer vorstellen.
Gruß
Tom
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Adler1
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« Antworten #13 am: 14. Juni 2010, 15:07:55 »

Hallo Jos,
ich finde generell dass es sehr gut Idee ist!
Würde aber in die Tabelle für die bessere Verständnis Reinschreiben:

Messer mit Rücken an der oberen schwarzen Linie anlegen, und dort, wo's die rote Linie schneidet, ablesen.

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_____      ,  ,       _____
Gruß, ^^(°v°)^^ Adler1
eTom
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« Antworten #14 am: 14. Juni 2010, 15:10:51 »

He Adler1,
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