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Autor Thema: Forumsedition Pinselgriff 2021; Möglichkeiten zum Einsatz eines Knotens  (Gelesen 1184 mal)
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Standlinie
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Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« am: 23. Oktober 2021, 18:57:41 »

GRF-Forumedition 2021, Einsetzen eines Knotens in den Rasierpinselgriff

Als Forumsedition für das Jahr 2021 wurde für unser Forum ein ausgefallener Rasierpinselgriff aus Rosenholz angefertigt. Im Gegensatz zu vielen vorhergehenden Forumseditionen wurde allerdings kein vollständiger und sofort rasurbereiter Rasurartikel angeboten sondern nur der Griff selbst. Da der Markt eine Vielfalt an unterschiedlichen Knotenmaterialen zur Verfügung stellt, wie Dachshaar, Schweineborste, Rosshaar oder synthetische Kunstfaser, war erfahrungsgemäß zu erwarten, dass jeder Erwerber ein Knotenmaterial nach seiner ganz persönlichen Vorliebe aussuchen würde. Aufgrund der geringen Stückzahl der handgefertigten Rasierpinselgriffe war es allerdings nicht umsetzbar, für jeden individuellen Wunsch auch einen entsprechenden Pinselknoten vorzuhalten. Deshalb wurde beschlossen, dass jeder Erwerber einen oder besser „seinen ganz speziellen“ Pinselknoten selber aussucht und ihn auch selber in seinen Pinselgriff einsetzt.

In diesem Beitrag beschreibe ich nun, welchen Pinselknoten ich für mich ausgesucht und wie ich ihn in den Rasierpinselgriff der Forumsedition 2021 eingesetzt habe.

Schon seit längerer Zeit verwende ich zur Erzeugung meines Rasierschaumes nur noch Rasierpinsel mit synthetischen Haaren. Sie sind für mich als bekennender Gesichtsaufschäumer wahre Hautschmeichler. Meine Dachshaar- und Schweineborstenpinsel kommen da nicht mehr mit und dürfen sich daher bis auf weiteres ausruhen. In meinen Rasierpinselgriff wollte ich deshalb einen Knoten aus synthetischem Kunsthaar einsetzen. Den Knoten habe ich über die chinesische Verkaufsplattform „Aliexpress“ erworben. Der Anbieter kann über den folgenden Link erreicht werden (Anbieter).

Nach dem Erhalt des vom Griffhersteller der Forumsedition an mich abgeschickten Päckchens habe ich dieses sofort geöffnet. Folgende Schätze konnte ich auspacken und bestaunen.




Bild 1:  Ansicht der Forumsedition 2021 in dem Zustand, wie sie an jeden Erwerber verschickt wurde.


Das folgende Bild zeigt die beiden Rasierpinselgriffe und die von mir dafür ausgesuchten 24er Knoten mit synthetischem Haar.




Bild 2:  Ansicht der Rasierpinselgriffe und der für sie vorgesehenen synthetischen Knoten.




Bild 3:  Jeder Rasierpinselgriff der Forumsedition ist an seiner Unterseite mit dem Emblem unseres Rasurforums und der diesjährigen Jahreszahl graviert und stellt somit ein Unikat dar.


Das folgende Bild gibt einen Vorgeschmack darauf, wie der spätere Rasierpinsel aussehen könnte. Die Pinselknoten habe ich für das Bild nur provisorisch eingesetzt, sie sind noch in ihrer Schutzfolie eingepackt.




Bild 4:  Rasierpinselknoten und Rasierpinselgriff, hier schon einmal für einen ersten Eindruck miteinander verbunden.


Die für die Aufnahme des Pinselknotens vorgesehene und in den Pinselgriff eingelassene Bohrung ist bei diesem Rasierpinselgriff aus Rosenholz geringfügig größer als der Durchmesser eines 24er Pinselknotenfußes. Deshalb besteht zwischen der Griffwandung und dem von mir ausgewählten und einzusetzenden Knoten ein geringer Ringspalt oder Ringraum. Da ich in meine selbst- oder umgebauten Pinselgriffe den Pinselknoten in der Regel nur ungern einklebe (zum Erhalt einer etwaigen Wechselmöglichkeit), muss ich jeden einzusetzenden Pinselknoten auf andere Weise fixieren. Ich bevorzuge dafür eine Art Klemmverbindung. Dazu muss der Knotenfuß mit dafür geeigneten Mitteln soweit verbreitert werden, dass er sich nur mit einem gewissen Kraftaufwand in den Rasierpinselgriff einschieben lässt und hierbei den freien Ringraum ausfüllt. Eingeschoben ist der Sitz des Pinselknotens im Griff dann so fest, dass man den Rasierpinsel nach der Rasur gefahrlos ausschlagen kann, ohne dass sich der Knoten herauslöst.

Für die Umsetzung der Klemmwirkung verwende ich zum Beispiel kleine Gummischlauchstückchen, die ich zuvor aus einem Fahrradschlauch herausgeschnitten habe. Der Schlauch ist von seinem Durchmesser kleiner als der Durchmesser des Knotenfußes. Übergeschoben auf das Fußstück des Pinselknotens muss er sich dann stärker dehnen, so dass das Schlauchstück den Knotenfuß sehr fest umschließt.




Bild 5:  Ansicht der Gummischlauchstücke zur Fixierung eines Pinselknotens im Pinselgriff.


In dem nachfolgenden Bild sind die Schlauchstücke bereits über die Fußstücke der beiden Pinselknoten geschoben. Die Schlauchstücklänge sollte hierbei so gewählt werden, dass sich unterhalb des Knotenfußes eine Verjüngung bilden kann, was es im Bild 6 gut zu erkennen ist. Aufgrund des geringeren Durchmessers entsteht so eine Art von „Führung“, über die der Pinselknoten einfacher in den Pinselgriff geschoben werden kann.




Bild 6:  Vorbereitung des Knoteneinschubes in den Pinselgriff durch Schlauchstücke, die über den Knotenfuß geschoben werden.


In Abhängigkeit von der Breite des auszufüllenden Ringraumes beim Rasierpinselgriff kann man anstelle eines Gummischlauchstückchens als Alternative auch eine einfache Kunststoff- oder Metallhülse für die Ausfüllung des Ringraumes verwenden. Als Ausgangsmaterial für diese Hülsen dienen mir nicht mehr benötigte Tablettenröhrchen aus Kunststoff oder Aluminium (siehe hierzu auch Bild 7). Von diesen Röhrchen wird einfach ein Stück abgeschnitten, wobei die Länge des abgeschnittenen Stückes von der Tiefe der Griffbohrung bestimmt wird. Die spätere Klemmhülse soll von ihrer Länge her schließlich mit dem oberen Rand des Pinselgriffes abschließen und nicht überstehen. In der Regel wird die abgeschnittene Hülse von ihrem Durchmesser her nicht sofort in die Griffbohrung passen, denn der Durchmesser der Hülse ist meistens zu groß oder zu klein. Hier ist also noch eine gewisse Anpassung erforderlich. Zur Anpassung des Durchmessers der Klemmhülse an die Griffbohrung schlitze ich die Klemmhülse daher an einer Seite auf und entferne etwas von der Hülsenwandung, wodurch ein kleiner Spalt entsteht. Im Bild 8 ist die so angepasste Klemmhülse gut zu erkennen (weiße Hülse). Die Klemmhülse wird dann einfach über den Pinselfuß geschoben und dieser dann in den Pinselgriff eingesetzt. Für den Fall, dass keine echte Klemmverbindung entsteht, muss die Hülse anschließend noch mit dem Knotenfuß und dem Pinselgriff verklebt werden. Als Klebstoff verwende ich Pattex Kraftkleber.




Bild 7:  Anpassung des Pinselknotenfußes an den Rasierpinselgriff über eine Hülse, die einem Tablettenröhrchen entnommen wird.


Bei sehr schmalen Ringräumen, so wie bei dem Rasierpinselgriff der Forumsedition, verwende ich zum Ausfüllen ein schmales Kunststoffband, wie es gerne zum Verschnüren größerer Pakete verwendet wird. Im Bild 8 sind alle Materialien zum Ausfüllen des Ringraumes zu sehen. Rechts neben der weißen Klemmhülse liegt das Gummischlauchstück und darunter ein graues Kunststoffband. Was man letztendlich verwendet, hängt von der Größe des auszufüllenden Ringraumes und der Phantasie des Pinselumbauers ab. Man könnte genausogut ein Stück Bindfaden, Schusterzwirn oder sogar ungewachste Zahnseide verwenden.




Bild 8:  Der Ringraum eines Rasierpinselgriffes kann mit einem Schlauchstück oder einer Klemmhülse oder mit einem schmalen Kunststoffband ausgefüllt werden.


Der Ringraum zwischen dem von mir eingesetzten Pinselknoten und dem Rosenholzpinselgriff der diesjährigen Forumsedition war so gering, dass nur noch ein schmales Kunststoffband dazwischen passte. Die Länge dieses Bandstückes kann man zum Beispiel durch „scharfes“ Hinsehen festlegen, wobei die Gefahr besteht, dass es dann auch einmal zu kurz ausfällt. Man muss dann ein neues und etwas längeres Bandstück zurechtschneiden und anpassen. Man kann es auch einfacher handhaben und dazu als Werkzeug die Mathematik einsetzen. Die Länge L des einzusetzenden Bandstreifens wird über den Durchmesser D der Bohrung festgelegt. Der mathematische Beziehung dafür lautet:  L = pi · D.

Im folgenden Bild 9 ist deutlich zu erkennen, wie sich der auf seine exakte Länge zurechtgeschnittene Kunststoffstreifen der Pinselknotenbohrung des Pinselgriffes anpasst.




Bild 9:  Ansicht des in den Pinselgriff eingelegten Kunststoffbandes.


Im nachfolgenden Bild 10 habe ich den Einschub des Pinselknotens in den Pinselgriff festgehalten. Das den Ringraum ausfüllende Kunststoffband ist auch hier deutlich zu erkennen.




Bild 10:  Ansicht des schon teilweise in den Pinselgriff eingeschobenen Knotens, wobei ein Kunststoffband den Ringraum ausfüllt.


Bevor nun alle drei Komponenten endgültig zusammengefügt werden (Pinselknoten, Kunststoffband und Pinselgriff), wird die Unterseite des Kunststoffbandes beidseitig mit Pattex bestrichen. Danach erfolgt der vorsichtige Einschub in den Pinselgriff, wobei der exakte Sitz des Kunststoffbandes gegebenenfalls noch leicht korrigiert werden muss, damit es nicht am Oberrand der Griffbohrung übersteht. Das Ergebnis dieser Arbeit zeigt sich im Bild 11. Nach einer Trocknungszeit von einem Tag (und auch mehr) kann der nun fertige Rasierpinsel zum Aufschäumen der Rasierseife oder der Rasiercreme verwendet werden.




Bild 11:  So sieht mein Forumspinsel im Endzustand aus. Der Rasur steht nun nichts mehr im Wege.
« Letzte Änderung: 24. Oktober 2021, 12:18:41 von Standlinie » Gespeichert

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alvaro
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Mit sanfter Schärfe glatt!


« Antworten #1 am: 24. Oktober 2021, 10:48:41 »

Herzlichen Dank für diese ausführliche Beschreibung.
Wieder einmal ein klasse Bericht von dir.
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baknip
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« Antworten #2 am: 24. Oktober 2021, 13:17:53 »


Die Klemmtechnik finde ich spannend. Ich hatte mal eine Zeit lang einen Bienenkorbrasierpinsel mit gummifixiertem Knoten verwendet. Er fiel dann immer wieder raus und mir war nicht wohl bei der Vorstellung, dass sich unter dem Knoten Wasser sammeln könnte. Da habe ich den Knoten eingeklebt. Deine Variante schaut deutlich robuster aus als mein Versuch.

Ein mögliches Wasserproblem siehst Du nicht?
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« Antworten #3 am: 24. Oktober 2021, 15:02:45 »

Ein Wasserproblem hatte ich noch nie. Und beim Forumspinsel habe ich ja zusätzlich noch verklebt. Bei guter Pinselbehandlung sollte er schon eine lange Standzeit haben.
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Pirx
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« Antworten #4 am: 26. Oktober 2021, 15:18:06 »

Ganz herzlichen Dank für diese ausführliche Beschreibung des Vorgehens. Daumen hoch
Die praktische Umsetzung muss bei mir noch warten, da mein Schweinchen noch nicht eingetroffen ist.
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baknip
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« Antworten #5 am: 26. Oktober 2021, 17:58:17 »

Mit Rosenholz habe ich dahingehend keine Erfahrungen: Ist Einölen nötig?

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« Antworten #6 am: 26. Oktober 2021, 20:23:32 »

Wie bei jedem Holz ist eine regelmäßige Pflege sicherlich empfehlenswert. Einmal um den Pinselgriff gegen Wasser/Feuchtigkeit zu schützen und zweitens, um ihn vor dem Austrocknen zu bewahren. Holz, das austrocknet, unterliegt einem natürlichen Schrumpfungsprozess, in dessen Folge Risse entstehen. Eine Behandlung des Holzes mit Wachs oder Öl hält es dagegen geschmeidig. Ich habe meinen Pinselgriff deshalb vor der ersten Benutzung mit Olivenöl eingeölt. Damit habe ich bisher immer gute Erfahrungen gemacht.

Wenn Du Dir den Pinselgriff genau ansiehst, Baknip, wird Dir sicherlich aufgefallen sein, dass der obere Teil des Griffes (das ist der Bereich, in den der Knoten eingesetzt wird) relativ dünnwandig ausgefallen ist. In Abhängigkeit von der Maserung sind in jedem Holz ganz natürliche Trennfugen vorhanden (Jahresringe, Astansätze, Bruch- und Verletzungsstellen), die aber solange nicht aufreißen, solange das Stammholz nicht austrocknet oder durch irgendeine "Krafteinwirkung" in Maserungs- oder Faserrichtung belastet wird. Ein sehr gutes Beispiel für eine einwirkende Kraft bildet das Spalten von Holz zur Gewinnung von Holzscheiten für den Kaminofen. Ich möchte ein Holzscheit spalten und damit zerkleinern. Hierbei treibe ich die Schneide meiner Axt parallel zur Holzfaserrichtung, weil hier der Kraftaufwand wegen der natürlichen Trennfugen gering ist.

Als unsere Pinselgriffe produziert wurden, wurde in den vorgefertigten Griffblock aus Vollmaterial eine Bohrung eingelassen. In Abhängigkeit von der Dicke und Verlaufsrichtung der Holzmaserung und von der im Holz vorhandenen Feuchte kann diese Holzbearbeitung in einem denkbar ungünstigen Fall schon ausreichen, um einen Mikroriss in der Holzwandung des Pinselgriffes vorzuprägen. Das lässt sich auch kaum verhindern, denn Holz ist ein natürlicher Werkstoff und von seinem Aufbau her nicht homogen. Damit kann man aber leben, wenn man akzeptiert, dass Holz einfach Holz ist und kein Stahlträger. Wenn Du Dir den rechten Pinsel im 11. Bild ansiehst, wirst du vielleicht im linken Drittel der Pinselwandung einen vorhandenen Rissansatz erkennen. Bei meinem Rasierpinselgriff traf Murphys Gesetz zu: "Anything that can go wrong will go wrong." Bei meinem Griff war dieser Riss ursprünglich nicht zu sehen obwohl eine Vorprägung vorhanden gewesen sein muss. Der Riss trat erst nach dem Einsetzen meines Pinselknotens auf, wobei ich den Knoten noch nicht einmal mit erhöhtem Kraftaufwand in den Griff eingeschoben habe. Der Riss stört mich aber nicht, denn er fällt kaum auf. Ich akzeptiere ihn, da so etwas bei Holzprodukten auftreten kann. Der Riss kann sich jedoch nicht weiterentwickeln, da ich den Knoten im Pinselgriff verklebt habe. Der Klebstoff hat den Riss auf der Innenseite des Pinselbohrung versiegelt.
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« Antworten #7 am: 27. Oktober 2021, 06:22:16 »

Deine Erfahrung spricht tatsächlich für eine Verklebung des Knotens.  Daumen hoch
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« Antworten #8 am: 27. Oktober 2021, 13:23:55 »

Ich füge hier einmal ein paar Detailbilder ein, die meinen erläuternden Text besser erklären können.




Im oberen Bild ist die Rissbildung gut zu erkennen. Die Verlaufsrichtung habe ich mit Pfeilen kenntlich gemacht. Die Rissbildung wird von der Maserung des Rosenholzes vorgegeben. Der eigentliche Riss verläuft von der Oberkante des Pinselgriffrandes aus (linker Pfeil) in Richtung zum Handgriff (rechter Pfeil).  

Danach betrachten wir den gesamten Pinselgriff im nachfolgenden Bild. Der Verlauf der Maserung, innerhalb der der Riss entstanden ist - allerdings nur im oberen Teil des Holzgriffes -, ist als dunkle Linie gut zu erkennen. Ich habe sie zusätzlich noch über Pfeile gekennzeichnet. Die Linie verläuft vom Oberrand aus bis zum Pinselboden, also der Aufstandsfläche des Pinselgriffes.

Die Rissbildung ist in gewisser Weise ärgerlich, aber ich kann sie nur als gegeben hinnehmen. Denn das für den Pinselgriff verwendete Rosenholz ist ein Naturprodukt und dieser Werkstoff verfügt im Vergleich zu einem Pinselgriff aus Aluminium über kein homogenes Gefüge. Auch wenn bei meinem Rasierpinselgriff Murphys Gesetz zutraf, macht das diesen Griff ja nicht schlechter. Bezogen auf die gesamte diesjährige Forumsedition (bisher) dürfte dieser Pinselgriff daher ein ganz besonderes Unikat darstellen.


« Letzte Änderung: 27. Oktober 2021, 13:36:31 von Standlinie » Gespeichert

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« Antworten #9 am: 27. Oktober 2021, 15:22:28 »


Der Riss - wie schade.
Und danke für die Ölerläuterung.
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MRetro
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« Antworten #10 am: 27. Oktober 2021, 18:12:37 »

Mann oh Mann, so gut wie auf deinem letzten Bild war der Riss ja vorher gar nicht zu erkennen.  Schockiert
Auf dem Foto in deinem Eingangsbericht schien der Riss ja oben am Knoten zu enden.
Ich denke dann werde ich meinen Pinselgriff wohl doch noch direkt einölen.
Danke fürs Zeigen.  Daumen hoch
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Pirx
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« Antworten #11 am: 05. November 2021, 14:28:46 »

Heute habe ich meinen "Puschel-Spender" erhalten:
Ein Omega-Borstenpinsel 10066.
Entstinken muss ich nichts - da kommt er recht sauber herüber. Ich werde die Borste vor der Transplantation aber noch ein wenig einarbeiten. Gut Ding will Weile haben. Smiley - Dabei bin ich eigentlich kein übermäßig geduldiger Zeitgenosse.
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Pirx
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« Antworten #12 am: 06. November 2021, 10:24:17 »

Ich muss mich korrigieren:
Ein bisschen müffelt er doch mit dem bekannten Mottenkugel-Aroma.
Das ist aber kein Problem, mit dem die Arko RS nicht fertig würde.
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