gut-rasiert
21. Mai 2022, 14:02:51 *
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Autor Thema: Hensonshaving  (Gelesen 3105 mal)
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Standlinie
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Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« Antworten #15 am: 29. M?rz 2022, 08:45:47 »

Eine kleine unscheinbare Bemerkung am Rande.
Die Medium-Variante erzeugt bei mir (habe harte und dicke Bartstoppeln) immer für nachhaltige Rasuren, das heißt, das Rasurergebnis ist überaus gründlich. Trotz des geringen Hobelgewichtes arbeitet der Henson ohne Fehl und Tadel.

Man kann den Henson im Übrigen auch als einen Pseudo-Adjustable betrachten. Bei meinem brauche ich etwas Kraft, um den Hobelkopf fest zuzuschrauben. Würde ich den Griff dann wieder etwas aufschrauben, sagen wir mal nur eine Vierteldrehung, beinflusst dies das Rasierklingenspiel. Die Lage der hervorstehenden Klingenschneiden ändert sich. Sie richten sich auf. Könnt ihr mal testen.

Nun noch etwas zum Werkstoff selbst. Aluminium ist nicht gleich Aluminium. Aluminium wie das für den Henson eingesetzte Material ist hochwertiges Aluminium, so genanntes Flugzeugaluminium, das über eine höhere Härte und Zähigkeit verfügt. Für die Herstellung von Bauteilen für Flugzeuge und Raketen wird eine Art Dur-Aluminium verwendet, aus dem das spätere Bauteil herausgefräst wird. Durch diese Bearbeitung bleibt das spätere Bauteil spannungsfrei, was die Festigkeitseigenschaften erhöht. Manche Bauteile könnten wesentlich einfacher gegossen werden, was aber nicht gemacht wird, weil dann die gewünschte Festigkeit nicht erreicht wird. Das für den Henson verwendete Flugzeugaluminium ist also ein sehr hochwertiger Werkstoff. Die Oberflächen werden durch eine zusätzliche Beschichtung oder Eloxierung gegen Korrosionseinflüsse geschützt. Das sollte ein Hobelleben lang halten, zumal wir als Rasurliebhaber unsere jeweils eingesetzten Rasierhobel doch sehr pfleglich behandeln.
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Die Nachhaltigkeit einer gründlichen Nassrasur zeigt sich 24 Stunden später an nur gering und gleichmäßig nachgewachsenen Bartstoppeln.
Teg
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« Antworten #16 am: 29. M?rz 2022, 19:00:22 »

Mein gebrauchter Henson ist heute eingetroffen. Ein federleichtes Teil und meines Erachtens auch hübsch anzusehen.
Der Farbton "tan" sieht dem braun metallic von den Fotos auf der Herstellerseite gar nicht so ähnlich. Für mich ist das eher olivgrün, trifft damit aber genau meinen Geschmack.



Die Fotos habe ich gerade im Bad mit relativ gutem Sonnenlicht gemacht. Trotzdem wirkt die Farbe irgendwie seltsam.
Der Hobel gefällt mir soweit ausgesprochen gut. Jetzt muss er nur noch anständig rasieren.
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MRetro
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« Antworten #17 am: 30. M?rz 2022, 17:35:21 »

@Teg
Ok, für mich sieht das auf dem Foto/ Monitor jetzt nicht gerade nach olivgrün aus, eher so stahl-hellblau.
Aber mit dem „tan“ hat es jetzt tatsächlich wenig zu tun und das am selben Monitor.  Zwinkernd
Aber egal, Hauptsache dir gefällt es.  Smiley  Daumen hoch
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bigloeffel
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« Antworten #18 am: 07. Mai 2022, 16:19:37 »

Hallo zusammen,
mir ist der Henson AL13 nun vor ein paar Tagen bei ebay-Kleinanzeigen auch über den Weg gelaufen. Er wurde dort in der Version Medium (++) und der Ausführung Aircraft Aluminium für einen guten Preis angeboten und da konnte ich einfach nicht widerstehen  Augen rollen



Meine anfängliche Euphorie, nun endlich DEN ultimativen, sanften Daily-Rocker gefunden zu haben, hat sich allerdings schnell verflüchtigt. Von der Haptik her, fühlt sich der Hobel durch sein minimales Gewicht wirklich richtig billig an. Da fasst sich sogar mein Mach-3-Griff noch wesentlich hochwertiger an. Gegen die Verarbeitung ist dann allerdings nicht viel einzuwenden, wenngleich ich die relativ weiche und dazu noch matt-raue Oberfläche doch als sehr anfällig für Kratzer empfinde, selbst wenn der Hobel angeblich nach „Weltraum-SuperDuper-NASA-Standards“ hergestellt sein soll. Durch die Kopfgeometrie ist der ideale Winkel beim Rasieren schnell und intuitiv gefunden und der eigentümlich gerändelte und recht dünne Griff liegt einigermaßen in der Hand. Aber selbst rasurtechnisch konnte mich der Henson nicht abholen. Von der Aggressivität würde ich ihn als etwas unter meinen Timor CC einordnen, bei allerdings deutlich schlechterer Gründlichkeit. Ein wirklich glattes Gesicht war nur dadurch erreichbar, dass man mit der Klinge zigmal über die gleiche Stelle gehen musste, was meine Haut dann aber auch mit einem deutlichen Nachbrennen quittierte.







Ich möchte nicht behaupten, dass der Henson Medium ein schlechter Hobel ist und es ist erfreulich, dass offensichtlich eine ganze Reihe anderer Benutzer mit dem Hobel gut klar kommen, aber für mich hat sich die Investition insgesamt jedenfalls nicht gelohnt. Für einen Neupreis von immerhin um die 84,00 Euro, bietet der Henson meiner Meinung nach einfach zu wenig. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl etwas Hochwertiges in Händen zu haben, sondern eher auf ein überteuertes Billigprodukt hereingefallen zu sein. Mit Hobeln um die 25,00 bis 35,00 Euro kann man sich mindestens ebenso mild und meist sogar noch deutlich gründlicher rasieren und es macht dabei dann auch noch mehr Spaß. Hätte man für 84,00 Euro wenigstens noch etwas wertiges, massives, stabiles, schönes, solides oder besonderes in der Hand, wäre für mich der Preis sogar noch o.k., aber so blieb der Hanson AL13 doch insgesamt deutlich hinter meinen Erwartungen zurück. Schade eigentlich!

Beste Grüße
BigL
« Letzte Änderung: 07. Mai 2022, 16:23:57 von bigloeffel » Gespeichert
MRetro
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« Antworten #19 am: 08. Mai 2022, 09:15:12 »

Danke für deinen Rasurbericht, Bigloeffel. Daumen hoch
Es ist immer schade relativ viel Geld auszugeben und dann passt der Hobel nicht zu einem.
Falls das aber die erste Rasur war, dann gib ihm noch eine Chance und/ oder eine andere/ aggressivere Klinge. Welche hast du denn genutzt?
Bei Köpfen, die die Klingen biegen, ist, wie oben Standlinie schon schrieb, das leichte Aufdrehen des Griffes auch eine Wahl.

@alle
Irgendwie habe ich den Überblick verloren. Zwinkernd
Ist der Medium jetzt schon die aggressivste Variante?
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Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« Antworten #20 am: 08. Mai 2022, 11:35:13 »

Die Medium-Variante ist die zupackendere Variante.

Ich habe die Rasurerfahrung mit diesem leichten Hobel gemacht, dass er sich nicht mit allen Rasierklingen verträgt. Feather und Astra sind dagegen gut einsetzbar. Der Hersteller legt ja selbst ein Päckchen Astra-Rasierklingen bei mit der Begründung, dass der Henson mit diesen Klingen hervorragend rasieren soll. Meine eigene Erfahrung bestätigt dies dann auch.

Die Verarbeitung des Henson ist untadelig. CNC-Verarbeitung eben. Und eine Besonderheit wurde hier noch nie erwähnt. In der Grundplatte sind einige Flächen so abgeschrägt, dass darüber der Rasierschaum ideal abgeführt wird. Habe ich so noch bei keinem anderen Rasierhobel gesehen. In der Regel weisen andere Hobel einfach nur große Schlitze auf, durch die der Rasierschaum abgeführt wird. Das reicht an sich aus, da der jeweilige Hobelkopf gewichtsmäßig viel schwerer ist im Vergleich zum Henson. Wegen des geringen Hobelkopfgewichtes des Henson darf der Rasierschaum nicht zu steif sein, um gut abgeführt zu werden.

Nach meiner Erfahrung rasiert mich mein Henson am besten mit einer sehr scharfen Rasierklinge und mit weichem Rasierschaum. Die Griffhaltung entscheidet über ein gutes oder weniger gutes Rasurergebnis, da die Rasierklingenschneiden nur sehr gering hervorstehenden und in Verbindung mit dem geringen Kopfgewicht des Aluminiumhobels nur dann vorhandene Bartstoppeln abkappen, wenn der richtige Rasurwinkel eingehalten wird. Das musste ich anfangs auch erst einmal einüben. Richtig bewusst wurde mir diese Tatsache aber erst, nachdem ich mir die chinesische Edelstahlkopie angeschafft hatte. Dieser schwerere Hobelkopf rasierte gleich besser wegen seines höheren Kopfgewichtes. Allerdings auch nur dann, wenn man den Hobel ganz flach über die zu rasierenden Gesichtsflächen führt. Denn auch hier stehen die Rasierklingenschneiden nur gering hervor. Hier gestatte ich mir den Hinweis für euch, dass die chinesische Kopie gegenüber dem Henson nicht der bessere (und auch billigere) Rasierhobel ist.

Die Chinesen haben den Hensonkopf schamlos kopiert und bieten ihn in Edelstahl für gut die Hälfte des Preises eines Henson an. Die Verarbeitung ist durch die CNC-Bearbeitung gut, kommt aber nicht an die Verarbeitung des Henson heran. Bei der Entscheidung, den Henson einfach zu kopieren und ihn in Edelstahl auszuführen ist den dafür Verantwortlichen ein eklatanter Konstruktionsfehler unterlaufen. Sie haben den Hensonkopf zwar kopiert, ohne allerdings darüber nachzudenken, welche Funktion die abgeschrägten Flächen innerhalb der Hobelkopfgrundplatte haben. Diese Schrägen dienen der gezielten Abführung des Rasierschaumes. Bei der chinesischen Kopie fehlen diese Abschrägungen!  Den Unterschied merkt man allerdings auch erst bei der Rasur. Der Schaum wird nicht richtig oder einfacher ausgedrückt nur unzureichend abgeführt. Die Folge ist, dass der Hobelkopf der chinesischen Kopie bereits nach kurzer Zeit auf einem Rasierschaumkeil gleitet und die Rasierklingenschneiden den Kontakt zur Gesichtshaut verlieren. Dieser Zustand lässt sich zum besseren Nachvollziehen mit entstehendem Aquaplaning beim Autofahren vergleichen. Damit der chinesiche Hobelkopf ein vorzeigbares Rasurergebnis erzeugen kann, muss man ihn sehr oft ausspülen und den Rasierschaum abspülen.
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« Antworten #21 am: 08. Mai 2022, 12:11:35 »



Nach meiner Erfahrung rasiert mich mein Henson am besten mit ... weichem Rasierschaum.

Ich verstehe nicht, was du damit meinst. Ich kenne die Gegensätze  wässrig-sahnig, dünn-dicht usw. Huch
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"Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt..." (Büchner, Woyzeck)
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Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« Antworten #22 am: 08. Mai 2022, 19:53:09 »

Weicher Rasierschaum ist bei mir ein von seiner Konsistenz her sahneartiger Rasierschaum. Der darf bei mir drei Minuten lang einwirken. Würde er länger einwirken, beginnt er anzutrocknen und dann wäre er auch nicht mehr weich. Es sei denn, dass ich ihn unter Wasserzugabe wieder auffrische.
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