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Autor Thema: YAQI-Adjustable, die Auferstehung des spanischen Vorbildes Palmera No.7  (Gelesen 2205 mal)
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Standlinie
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Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« am: 31. August 2020, 13:39:46 »

YAQI-Adjustable, die Auferstehung des spanischen Vorbildes Palmera No.7

Im „Land des Lächelns“, das ist eine Metapher für „China“, hat sich wieder etwas getan. Unter der Bezeichnung DLC-YAQI wird dort ein Rasierhobel mit einstellbarem Rasierklingenspiel hergestellt, der YAQI-Adjustable. Ich habe ihn Anfang August dieses Jahres erstmalig gesehen und mich sofort in ihn verliebt. Das fiel mir auch gar nicht schwer, da sich dieser Rasierhobel von seinem Aussehen her sehr stark an einen außergewöhnlichen Rasierhobel aus Frankreich anlehnt, hier an den GIBBS-Reglable. Tatsächlich wird er aber aufgrund seiner Rasierklingenaufnahme eher dem spanischen Palmera No.7 entsprechen. Im weiteren Text vergleiche ich den hier vorgestellten YAQI-Hobel mit dem GIBBS-Reglable, da mir der Palmera-Hobel nicht für diesen Vergleich zur Verfügung stand.

Der GIBBS-Reglable (No. 15 und No. 17) war und ist ein sehr wertig verarbeiteter Rasierhobel mit verstellbarem Rasierklingenspiel. Er erschien in Frankreich bereits 1937 und wurde dort bis in die 60er Jahre des zurückliegenden Jahrhunderts hergestellt. Er genießt unter den Nassrasurliebhabern weltweit einen sehr guten Ruf und sollte von daher in keiner Rasierhobelsammlung fehlen. Der GIBBS könnte im direkten Vergleich mit allen bisherigen verstellbaren Rasierhobeln in gewissem Sinne als Urgestein gelten. Die Verarbeitung dieses GIBBS-Rasierhobels ist hochwertig und selbst nach vielen Jahren des regelmäßigen Gebrauchs sind in der Regel nur minimale Gebrauchsspuren sichtbar. Weiterhin liegt dieser Reglable bei der Rasur sehr gut in der Hand und die mit oder besser durch ihn erzielbaren Rasurergebnisse lassen keine Wünsche nach einem „mehr“ offen. Trotz dieser herausragenden Vorzüge möchte ich ein ganz wichtiges Detail nicht unerwähnt lassen, denn der GIBBS-Reglable besitzt auch einen konstruktiven Nachteil. Da seine Nutzung ursprünglich nur auf Frankreich beschränkt war, konnten nur dort verfügbare französische Sonderklingen von GIBBS in den Hobelkopf eingelegt werden. Dies schloss die Nutzung heutiger handelsüblicher DE-Rasierklingen aus. Dieser Nachteil lässt sich allerdings relativ einfach durch die Modifizierung heutiger DE-Klingen an die Hobelkopfgeometrie des GIBBS-Reglables beheben.
Allerdings gab es in der Vergangenheit noch zwei weitere Reglables, die sich konstruktiv und von den Ausmaßen her an den GIBBS-Reglable anlehnten, im Unterschied zu diesem aber mit handelsüblichen DE-Rasierklingen bestückt werden konnten. Es war dies der spanische Palmera No.7  und der englische Personna Precision. 

Der YAQI-Adjustable entspricht von seinem Aussehen her dem spanischen Palmera; das Aussehen von beiden Rasierhobeln ähnelt sehr stark dem GIBBS-Reglable, seine technischen Konstruktion lehnt sich aber an den spanischen Palmera No.7 an. Die Kopfplatte des YAQI verfügt wie beim Palmera auch über drei Metallzapfen zur Zentrierung einer eingelegten Rasierklinge. Es sind dies ein Gewindezapfen (in der Mitte) und zwei seitliche Zentrierzapfen.

Auf den folgenden Bildern zeige ich den YAQI-Adjustable im Detail.

Der YAQI-Rasierhobel erreicht den jeweiligen Kunden sauber verpackt und in seinem Transportkarton zusätzlich noch gegen Erschütterungen geschützt.











Der YAQI auf der Transportbox erinnert von seinem Aussehen einem GIBBS-Reglable, denn dieses Aussehen ist typisch für den französischen Reglable. Und da bisher nur wenige Menschen einen spanischen Palmera-Reglable gesehen haben werden, werden sie sich kaum noch daran erinnern, dass der Palmera auch mit einer schwarzer Griffhülse ausgestattet war und von daher genauso aussieht wie der Rasierhobel auf der Transportbox im obigen Bild.




 
Hier habe ich den YAQI-Adjustable einmal auf die Schnelle zerlegt. Der Anblick aller Einzelteile erinnert wieder an einen GIBBS-Raglable und damit natürlich auch an den spanischen Palmera beziehungsweise an den englischen Personna.

















So sieht der Hobelkopf von innen aus. Er unterscheidet sich von seinem Aussehen nicht von anderen dreiteiligen Rasierhobeln mit geschlossener Schaumkante (z.B. Merkur, Mühle, Edwin Jagger, u.a.). Und fast genauso sieht auch der Hobelkopf des spanischen Palmera aus, allerdings sind dessen Ecken mehr gerundet.





Für dieses Bild habe ich einen normalen GIBBS-Reglable (unten) neben den YAQI-Adjustable (oben) gelegt. Trotz des ähnlichen Aussehens zeigen sich sichtbare Unterschiede:
- der Griff des YAQI ist etwas länger;
- seine Griffhülse besteht wie beim GIBBS aus Kunststoff, ist aber gegen Rutschen zusätzlich geriffelt worden;
- die Verchromung glänzt (spiegelt) mehr.











Auf eine kurze aber wichtige Besonderheit möchte ich bei diesem Bild noch eingehen. Die einzelnen Bestandteile zwischen dem GIBBS-Reglable und dem YAQI-Adjustable sind untereinander austauschbar!! Dieses besondere Detail weist auf die inzwischen erreichte Fertigungstiefe des chinesischen Herstellers hin. Die Zeiten, wo chinesische Billighobel als einfachste Rasierhobel mit vielen Fehlstellen und großen Toleranzen angeboten wurden, gehen allmählich ihrem Ende entgegen. Chinesische Rasierhobelhersteller dürften sich damit für ihre europäische Konkurrenten zu einem ernst zu nehmenden Gegenspieler entwickelt haben. Das trifft aus meiner Sicht besonders für Rasierhobel von YAQI zu.





Auf diesem Bild sieht man beide zerlegte Rasierhobel, vorne der YAQI-Adjustable und dahinter der französische Reglable.





Hier sieht man Details zu den verschiedenen Rasierhobelköpfen mit ihrer Verstellvorrichtung.





In den Rasierhobelkopf des GIBBS-Reglable (im Bild der hinten abgebildete Hobelkopf) können nur Sonderklingen von GIBBS oder auf die Kopfgeometrie angepasste DE-Rasierklingen eingelegt werden. Die Anpassung erfolgt durch Einkerbung an beiden Seiten der DE-Klinge (Super-Max-Klinge) oder durch deren seitliche Einkürzung. Der YAQI-Adjustable kommt dagegen mit ganz normalen DE-Rasierklingen aus, hier im Bild ist es eine Astra-Rasierklinge.





Hier liegen jetzt vier ähnlich aussehende verstellbare Rasierhobel nebeneinander. Der Hobel ganz links ist ein GIBBS-Reglable No.15 in der eloxierten Aluminiumausführung. Daneben liegt die verchromte Messingausführung von GIBBS. Rechts außen liegt mein Personna Precision und dazwischen der YAQI-Adjustable.





In diesem Bild sind die unterschiedlichen Rasierklingenaufnahmen der verschiedenen Rasierhobel zu sehen. Ganz vorne liegt der Personna Precision. Der Hobelkopf besteht aus Messing, das in der Vergangenheit wohl matt vergoldet gewesen ist. Dahinter sieht man den hochglänzenden Hobelkopf des YAQI. Er besteht aus Messing und Zinkdruckguss. Und so wie der YAQI-Hobelkopf aussieht, sieht auch der Hobelkopf der spanischen Variante Palmera aus. Auch der Palmera wurde aus Messing hergestellt. Ganz hinten liegt der Hobelkopf des GIBBS-Reglable. Er besteht ebenfalls aus Messing und wurde mattverchromt.











In der oben gezeigten Vergleichstabelle habe ich soweit alle relevanten technischen Daten des YAQI-Adjustable, des spanischen Palmera, der beiden Varianten des GIBBS-Reglable (Messing- und Aluminiumausführung) und des Personna Precision zusammengefasst. Die technischen Daten für den Palmera-Adjustable sind unvollständig, da mir dazu keine weiteren Angaben zugänglich waren.

Allgemeine Handhabung und Rasureigenschaften
Der YAQI-Adjustable ist leicht zu bedienen, eigentlich nicht anders als man es von einem GIBBS-Reglable her kennt und sicherlich genauso, wie der Palmera zu handhaben wäre. Der Kopf  lässt sich leicht aufschrauben und eine Rasierklinge einlegen. Die Rasierklingenspieleinstellung muss jeder Anwender für sich kennenlernen. Ich habe mich auf der Stufe „N“ rasiert, was dem Einstellgrad „3“ auf der Einstellskala entspricht und mir vollkommen ausreichte. Für den Anfänger dürfte das im Vergleich zu dreiteiligen Rasierhobeln höhere Gewicht dieses Adjustable anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sein.
Der Rasierhobel liegt bei der Rasur allein schon wegen seines Gewichtes und des im Vergleich zum GIBBS-Reglable längeren Hobelgriffes sehr gut in der Hand. Bei der Rasur stellt sich der zugehörige Rasurwinkel fast schon automatisch ein. Dank des höheren Rasierhobelgewichtes musste ich den Hobel an keiner Stelle im Gesicht aufdrücken, der Hobelkopf schien sich geradezu an der jeweiligen zu rasierenden Stelle festzusaugen. Die Rasur selbst verläuft sanft und auch ein wenig direkt, aber nicht unangenehm, es rupfte oder kratzte an keiner Stelle im Gesicht, nicht auf geraden Flächen und auch nicht in Kurvenbereichen (z.B. Kinnlade, Kinn). Über die Einstellung „N“ führten meine Rasuren zu einem babypopoglatten Rasurergebnis. Das anschließend aufgetragene Aftershave biss auch nicht, was unterstreicht, dass meine Rasuren sehr hautschonend abgelaufen sind.

Sollte jemand diesen verstellbaren Rasierhobel einmal vollständig zerlegen, was irgendwann einmal bei einer Grundreinigung unerlässlich ist, muss man beim Wiederzusammenbau auf die genaue Stellung der Klingenauflageplatte im Hobelkopf achten. Im Gegensatz zum Palmera und auch zu den Gibbs-Hobeln ist das Zusammenfügen dieser Teile hier nicht eindeutig festgelegt. Falsch zusammengebaut beginnt die kleinste Einstellung für das Rasierklingenspiel sonst nicht bei der „1“ sondern schon bei „N“, was der Einstellung „3“ auf dem Einstellring entspricht. Auf die richtige Stellung für den Zusammenbau wurde hier im Forum bereits sehr oft beim Merkur Futur hingewiesen.

Der YAQI-Adjustable ist aus meiner Sicht an einer Stelle verbesserungswürdig. Der Hersteller sollte die bestehende Toleranz zwischen der Klingenauflageplatte, die die Verstellfeder aufnimmt und dem Führungsrohr (das ist der Kopfplattenteil mit der Einstell-Skalierung) verringern. Bei meinem Rasierhobel war hier etwas Spiel vorhanden. Durch dieses Spiel ließ sich der Kopfbereich mit den beiden Schaumkanten leicht auf und ab bewegen.
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« Antworten #1 am: 31. August 2020, 21:25:54 »

Grandios, Vielen Dank für dieses tolle Review!!  Lächelnd Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch

Mir fehlen die Worte, den Hobel will ich  Lächelnd
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« Antworten #2 am: 31. August 2020, 21:39:49 »

Danke Standlinie! Sehr schön berichtet, wie immer.
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« Antworten #3 am: 31. August 2020, 21:50:38 »

@Standlinie

Meinen ersten Aufschlag deinen Bericht zu lesen, musste ich unterbrechen, da ich nicht genug Zeit hatte, alle deine Informationen in Ruhe aufzunehmen. Im zweiten Anlauf muss ich sagen, WOW, selten so wertvolle Informationen und Bilder zu einem so ehrwürdigen Hobeln wie den Gibbs gesehen.  Smiley  Daumen hoch  Daumen hoch
Nur bei deinem Preisrahmen für Gibbs-Hobel möchte ich den Finger erheben: Wenn du jemanden kennst, der einen gut erhalten Gibbs 15 oder 17 für diesen Preis abgeben will, dann bitte hier!  angel
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Standlinie
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« Antworten #4 am: 16. September 2020, 18:34:19 »

Ich habe meinen Fotovorrat einmal durchgesehen und zum Palmera ein Foto gefunden, auf dem dieser Hobel übersichtlich dargestellt wird. Die Griffform weicht vom ursprünglichen Original ab, da die Griffhülse nachträglich montiert wurde. Ansonsten entspricht der Hobelkopf dem des Gibbs, hier allerdings mit der aus drei Zentrierstiften bestehenden Rasierklingenaufnahme. Die Hobelkopfecken sind ebenfalls leicht gerundet, was ihn vom YAQI-Adjustable unterscheidet.


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« Antworten #5 am: 04. April 2021, 11:06:39 »

Bei mir ist auch der Yaqi Adjustable vor einer Woche eingetrudelt.
Und da es der chromfarbene ist, stelle ich ihn ebenfalls mal mit ein paar Bildern vor:





Hier noch ein Kuriosum. Die Zahlenfolgen am Einstellring lautet: 1-2-3-6-5-4
Das wird den Wert dieses Hobels später „garantiert“ verdreifachen.   Teuflisch  angel
Ansonsten ist die Qualität/ Verarbeitung einwandfrei.

      

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« Antworten #6 am: 04. April 2021, 14:44:36 »

Bei der Reihenfolge bin ich auf die technische Umsetzung gespannt,  springt der dann beim verstellen zwischenzeitlich von mild auf hart auf weniger hart  Huch
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« Antworten #7 am: 04. April 2021, 20:49:51 »

Nein, nein, kein technischer Kniff. Einfach nur in der Zahlenfolge vertan.  Grinsend
Darauf wurde beim Verkauf aber auch fairerweise hingewiesen.  Daumen hoch

Also warten wir mal auf die Version 3.
In der ersten Version gab es ja das „N“ an der Stelle der „3“ (was vollkommen ok ist), bei der Version 2 der Zahlendreher ... mal schauen, was dann folgt.   angel
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« Antworten #8 am: 07. April 2021, 16:10:30 »

Nun hatte ich ausreichend Zeit den Yaqi Adjustable Testen zu können. Und ich darf nach vier Rasuren sagen, er gefällt mir außerordentlich gut.  Smiley  Daumen hoch

Ich habe ihn auf den Stufen 3 und 4 ausprobiert und mich mit und gegen den Bartwuchs rasiert. In beiden Fällen gab es ein vergleichbar gutes Rasurergebnis, das mit Nachputzen an den mir bekannten Stellen zu einem sehr guten Ergebnis führte ... nur gaaanz knapp vorbei an „babypopo“.
Da ich bei Stufe 4 gegen den Bartwuchs zwei Miniblutpunkte abbekam (nach dem Abschrecken mit kaltem Wasser schon wieder weg), ist die Stufe 3 aus meiner Sicht völlig ausreichend.
Das Feedback ist immer gut wahrnehmbar und bei Stufe 4 wird der Yaqi schon ordentlich direkt. Ansonsten scheint er mir ein problemloser Geselle zu sein, der bei Stufe 3 angenehm und sicher seinen Dienst versieht.

Sehr angenehm, finde ich, ist die Möglichkeit diesen Adjustable komplett auseinander nehmen zu können. Dies erleichtert die Pflege sehr, da alle Stellen erreichbar sind.
Etwas fummelig ist dafür das Verstellen des Klingenspalts, falls man beim Rasieren von mit dem Bartwuchs auf quer oder gegen den Bartwuchs die Stufe verändern möchte. Dann muss man zuerst unten den Knauf lösen, der auch den Griffmittelteil einklemmt, dann den Griffmittelteil aufschrauben, der die Rändelschraube oben blockiert, um hierüber dann die Stufe des Klingenspalts zu verändern ... und natürlich alles wieder umgekehrt festzurren.  Zwinkernd

Fazit:
Ein schön aussehender und wertig erscheinender Adjustable, der bei mir eine sehr gute Rasurleistung liefert. Bei knapp 22,50 € inklusive Versand (direkt bei Yaqi) hat er ein m.E. klasses Preisleistungsverhältnis.
Wer nicht bereits einen historischen Hobel, wie Standlinie oben auch vorstellte, im Bestand hat, kann den Yaqi ruhig mal in Betracht ziehen ... falls ausreichend verfügbar. Daran haperte es nämlich in den letzten Monaten.
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Tim Buktu
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« Antworten #9 am: 01. Mai 2021, 17:50:44 »

Nachdem ich kürzlich diesen Hobel (V2.0) geschenkt bekommen habe, war es mir ein Bedürfnis ihn gründlich auf Herz und Nieren zu prüfen.
In meinem Fall bedeutet dies nicht, dass ich mich wochenlang auseinandersetze. Dafür mag ich die Abwechslung zu sehr. Doch ein mehrtägiger Test mit verschiedenen
Klingen die ich mag lag schon an.

Der Hobel ist nicht so konstruiert, dass per Drehung am Einstellring ohne Weiteres der Klingenspalt verändert werden kann. Damit sich der Einstellring leicht drehen lässt
muss zuerst die Griffhülse gelockert werden. Ist die richtige Einstellung gefunden, kann mit der Griffhülse der Einstellring arretiert werden, so dass auch eine versehentliche
Verstellung beim Klingenwechsel nicht mehr möglich ist. Das geht bei anderen Adjustables zugegebenermaßen einfacher. Für mich aber kein Problem, da ich die Einstellung
während der Rasur nicht verändere. Wer zu Vor- und Nachrasur eine abweichende Einstellung bevorzugt, wird es mit dem YAQI nicht so einfach haben wie z.B. mit einem
Progress von Merkur.
Übrigens: Beim Zusammenbauen des ich glaube 7 Teile des Hobels ist darauf zu achten, dass die geschlossene Seite des Verstellrings in Richtung Kopf zeigt und dass die Justierplatte richtig eingesetzt wir. Ist die Platte und 180° verdreht lässt sich der Hobel zwar ohne weiteres gut verstellen, die Zahlen passen aber nicht mehr wie gedacht.

Der Progress ist hier ein für mich passender Vergleichshobel, da sich während des Tests herausgestellt hat, das die beiden Geräte auf sehr ähnlichem Niveau rasieren.

Einstellung:
Progress wie oben genannt im Vorsprung

Griffigkeit:
Der YAQI schlägt den Progress eindeutig

Gründlichkeit und Nachhaltigkeit:
Hier konnte ich kaum Unterschiede feststellen. Der YAQI rasiert mich auf mittlerer Stellung so gründlich und nachhaltig wie der Progress auf mittlerer Stellung.
Aaaaber: meine Problemstelle direkt unter der Nase ist mit dem YAQI deutlich einfacher sauber und glatt zu bekommen. Der Punkt geht deshaln aus meiner Sicht eindeutig
an den YAQI.

Die sanftesten, gründlichsten und nachhaltigsten Rasuren habe ich mit der Gilette Nacet Stainless erzielt. Mit im Test waren Lord Super Stainless (alte und neue Version) und die Shark.

Ein empfehlenswertes Rasurgerät zu einen sehr guten Preis! Hätte ich den zum Test hier gehabt und nicht geschenkt bekommen müsste ich ihn jetzt kaufen!  Cool Danke nochmals!




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« Antworten #10 am: 01. Mai 2021, 18:14:52 »

Ha, Du als Beschenkter hast leicht reden. Grinsend Wenn du uns verrätst, wo wir ihn 'kaufen' können, bist du der Held! angel

Nee im Ernst, wie zuvor bereits angedeutet, seit längerem nicht mehr erhältlich, wirklich nirgendwo. Und auf der Yaqi-Seite bei Aliexpress ist er schon gar nicht mehr gelistet.
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Tim Buktu
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« Antworten #11 am: 01. Mai 2021, 18:29:22 »

 Schockiert Das hab ich natürlich nicht bemerkt!  angel
Schade. Zum Testen kann man ihn aber bald entleihen. Kann ja sein, dass er wieder erwerblich wird.
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« Antworten #12 am: 02. Mai 2021, 12:44:21 »

Der Yaqi Adjustable hat auch einen passenden Ständer, der zwischenzeitlich auch bei mir eingetroffen ist.

Hier mal zwei Fotos:



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gbkon
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« Antworten #13 am: 03. Mai 2021, 12:38:13 »

Wie macht sich der Yaqi adjustable so im Vergleich zum Gillette adjustable, z.b. dem Slim? Falls da jemand vergleichsmöglichkeiten hat...
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Tim Buktu
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« Antworten #14 am: 04. Mai 2021, 07:03:53 »

Ich bekomme mit den YAQI im Vergleich zu Slim und Fat Boy deutlich sanfter und auch leichter (ohne langes nachputzen) gründliche und nachhaltige Rasuren hin.
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