gut-rasiert
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Autor Thema: Lernen durch Leeren  (Gelesen 2944 mal)
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Weihschäumer
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« am: 03. Januar 2020, 12:08:44 »

Im Juni 2019 habe ich erstmalig einen Rasierhobel (Merkur 34c) benutzt, um mich zu rasieren. Rasch begann dann eine Zeit des Entdeckens, Kaufens und Probierens. Dadurch hat sich einiges an Hardware und Software angesammelt in meinem Bad.
Stand Januar 2020:
5 Rasierhobel
25 Rasierseifen und -cremes
6 Rasierpinsel
Klingen für ein Jahr
4 Aftershaves
2 Pre-Shaves

In 2020 will ich keine weitere Hardware oder Software kaufen. Ein Sabbatical eben.
Angeregt durch einen Thread bei Badger&Blades (3017) möchte ich meine Seifen und Cremes besser kennenlernen, meine Aufschäumtechnik verbessern und meine Pinsel und deren spezifischen Charakter verstehen.
Folgendes Setting will ich in 2020 durchhalten:
- Eine Seife / Creme wird solange durchgehend benutzt, bis sie aufgebraucht ist.
- Dazu werden pro Seife / Creme zwei Pinsel benutzt (ein Naturhaar im Wechsel mit einem Synthetikpinsel, damit der Naturhaarpinsel gut trocknen kann)
- Ein abgestimmtes Aftershave, passend zum Schaumduft, wird benutzt
- Abwechslung geschieht durch Rotation bei den Hobeln und Klingen

Starten werde ich hiermit:



Die Extro Cosmesi Barroco ist noch zu einem Drittel gefüllt. Der wunderschöne Mühle Synthetik und mein Neuerwerb, die Semogue SOC Thaj Borste werden den Rest wegschäumen. Das AS Tüff No. 2 rundet das Erlebnis ab.

Ich werde zwischendurch von meinen Erfahrungen und Erkenntnissen berichten, wenn es euch recht ist.
Gerne könnt ihr euch beteiligen, wenn ihr eine Seife / Creme in Angriff nehmen wollt, um sie restlos zu verbrauchen.


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heiron
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« Antworten #1 am: 03. Januar 2020, 12:43:57 »

Mir ging es anfangs genau so.
Ich habe mich damals (ist das auch schon wieder 9 Jahre her  Schockiert ) durchs Forum gelesen,
alle Infos begierig aufgesogen und konnte gar nicht schnell genug die Erfahrungen sammeln
und mir die nötigen Produkte für (m)ein Setup zulegen.
Im Lauf der Jahre trennte sich dann die Spreu vom Weizen.
Einerseits ist es gut, wenn dann das für einen richtige Zubehör gefunden ist,
andererseits fehlt mir diese "Sturm- und Drang-Zeit" mittlerweile schon auch.

Ich muss aber auch sagen, dass mir gewisse Hobbies mittlerweile auch zu kostspielig geworden sind.
Insbesondere Hobbies mit Sammelcharakter.
Ein paar Hobel sind mittlerweile in finanzielle Sphären abgehoben, die den Nutzen nicht rechtfertigen.

Mittlerweile beschränke ich mich auch auf ein eingeschränktes Sortiment und stocke nur auf,
wenn ich im Ausland einheimische Produkte finde, die dort seit Jahr und Tag gebräuchlich sind.
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---
heiron

Merkur Progress, Merkur 39C
herzi
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« Antworten #2 am: 03. Januar 2020, 12:56:25 »

Seitdem ich den Palmolivestick Ende Oktober eingetiegelt habe nutze ich quasi nur noch den. Es sind seitdem ca 5 Rasuren ohne ihn gemacht worden. Meist sind sie dann ausgefallen. Die Seife gibt nicht auf. Aber ich brauche den Tiegel. Somit bleib ich erstmal dabei.
Oftmals stehe ich vor der Rasur vor dem Tiegel, blicke hinein und denke zur Seife "Du Depp, wann gibst Du auf". Laut sage ich es nicht, weil wenn das jemand mitbekommt, dass ich mit Seifen spreche, dann gibts vielleicht die weisse Jacke Zwinkernd
Oftmals schäume ich die Seife im Gesicht auf und freue mich über ihre Eigenschaften. Braucht man eine Andere?

Ich habe festgestellt, wenn ich ausschließlich eine Seife verwende weil ich sehen will wie lange sie reicht oder sie einfach weg soll, dann entwickelt sich eine Art Hassliebe zwischen uns.

Ich wünsche dir viel Ausdauer bei Deinem Vorhaben. Du wirst sie brauchen Lächelnd
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Gruß,
Stefan
947
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« Antworten #3 am: 03. Januar 2020, 16:35:31 »

Das Gros der Vorräte wird definitiv nicht benötigt. Und letztlich habe ich bei vielen Dingen bemerkt, dass sie auch nicht besser sind als viele andere Sachen vorher auch. Meine wichtigsten Rasurartikel kenne ich mittlerweile und dünne inzwischen auch wieder aus. Getreu dem Motto: Weniger ist mehr.
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Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben der Glut.
Tim Buktu
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Mensch sei großzügig oder stirb! K.Brenner


« Antworten #4 am: 03. Januar 2020, 22:25:33 »

...
Ich werde zwischendurch von meinen Erfahrungen und Erkenntnissen berichten, wenn es euch recht ist.
...
Klar ist es uns recht. Wir sind an Erfahrungen interessiert!  Daumen hoch
Ein Plan, den ich nicht verfolgen könnte. Das fiele mir vermutlich zu schwer.
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Tranquilo - In der Ruhe liegt die Kraft...

PS: Alles nur meine persönliche Meinung, die sich durchaus beeinflussen lässt und sich deshalb gelegentlich auch ändert!
Burlador
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« Antworten #5 am: 03. Januar 2020, 23:48:04 »

Ich bin rasurtechnisch so gar nicht monogam veranlagt. Grinsend
Ich brauche die Abwechslung von (guten) Komponenten.

Wenn ich im Urlaub oder beim Kuraufenthalt nur ein minimales Equipment zur Verfügung habe,
dann fehlen mir mit zunehmender Dauer:
- die Rotation von Hobeln/Klingen und Systemies
- die Duftvarianten bei RC, RS, AS
- die Auswahl zwischen Borste, Dachs und Synthetikpinseln.

Natürlich wurden diese Bedürfnisse hier geweckt. Diese Abwechslung möchte ich aber nicht mehr missen.
« Letzte Änderung: 04. Januar 2020, 00:00:41 von Burlador » Gespeichert

"Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt..." (Büchner, Woyzeck)
MRetro
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« Antworten #6 am: 04. Januar 2020, 00:54:07 »

Ich befürchte dein Vorsatz wäre auch zu hart für mich.  Huch
Das Sabbitacal-Jahr (also 1 Jahr nichts Neues anzuschaffen) kann ich ja noch nachvollziehen. Aber nur 1 Seife/ Creme bis zum Ende aufzubrauchen ... Respekt.   Schockiert  Daumen hoch
Ich bin schon gespannt auf deine Berichte!
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Das Leben könnte so einfach sein ... muss es aber nicht.
Weihschäumer
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« Antworten #7 am: 04. Januar 2020, 22:26:27 »

Heute eine Rasur mit dem Rockwell 6s und Platte 4, gefüttert mit einer Treet Platinum. Geschäumt wurde mit der Semogue SOC-Borste.
Ein Blick in den Seifentiegel sagt mir, dass die Barroco den Februar nicht erleben wird. Und da bin ich schon beim ersten Punkt meines Lernweges:

1. Wieviel Seife brauche ich für eine Rasur?
Am Beginn meiner "Hobelkarriere" war ich in Allem sehr vorsichtig. Ich brauchte vollste Konzentration und viel Zeit und Spucke beim Einlegen der Klinge, vor lauter "du darfst nicht drücken.. bloß keinen Druck ..du darfst nicht drücken!" waren die ersten Rasuren kaum lustvoll, sondern erinnerten mich an meine ersten Fahrstunden.
Und meinen Tiegel Speick Men behandelte ich wie eine  Schüssel Kaviar - nur nicht zuviel, sonst ist sie bald leer; (ganz vergessend, dass das gute Stück gerade einmal 7,99 € bei DM gekostet hat.) das Resultat war viel zu wenig Materialaufnahme und Quälereien beim Aufschäumen mit viel zu wenig Wasser.
Inzwischen habe ich den Genuss im Anblick und Handling einer überquellenden Rasierschale erlebt und seitdem bin ich äußerst großzügig in der Portionierung. Da ich, nach anfänglichem Gesichtaufschäumen, von meiner Tochter mit einem Scuttle und einer Rasierschale von Fine bedacht wurde, schäume ich nur noch im Mug.
Bei den Extro-Croaps nehme ich einen guten Teelöffel voll als Ausgangsmaterial. Die Seife verträgt viel Wasser, so bekomme ich in 2 Minuten einen schönen Yoghurtschaum hin, wie ich ihn mag. Von der Menge her viel zu viel, da ich nur zwei Durchgänge mache, aber wie schon geschrieben, ich liebe den Anblick von Schaumbergen und mehr Schaum heißt ja auch mehr Duft.
Seither handhabe ich es so: lieber ein wenig zuviel Ausgangsmaterial, als knauserig sein ("use it like you hate it" sagen die Engländer).

Danke für eure Anmerkungen, Ermutigungen und Kommentare. Vielleicht dienen diese und folgende festgehaltenen Beobachtungen von mir anderen Neulingen auf ihrem Weg in dieses wundervolle Hobby.
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Onkel Hannes
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« Antworten #8 am: 05. Januar 2020, 11:33:06 »

Sicher ein sinnvolles Vorhaben! Ich habe vor einigen Jahren ähnliches versucht, wenn auch aus einer anderen Motivation heraus. Allerdings erfolgte die Beschränkung langfristig eher beim Werkzeug, als ich durch Zufall erkannte, daß die Kombination aus lange geschmähtem Fusion zusammen mit einem 34c das Beste für mich ist. Meine Abwechslung gibt es bei den Seifen und sehr eingeschränkt eingeschränkt beim AS und EdT.

Anderherum geht das bestimmt genauso. In dem Zusammenhang kannst Du ja mal einen Blick in Drei's exzellente Dauertests werfen. Am besten findest Du die, indem Du von der Kurzvorstellung von RS aus den entsprechenden Links folgst. Ich bin mir recht sicher, daß an weiteren solchen Darstellungen großes Interesse besteht.  Zwinkernd
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Hungrig vom schlafen und müde vom essen.
Weihschäumer
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« Antworten #9 am: 05. Januar 2020, 16:59:29 »

Punkt 2 auf meinem Lernweg: Rasurzeit

Früher mit dem Elektrohobel machte ich in 7 Minuten eine Komplettrasur, knallte mir ein Nivea-AS-Balsam ins Gesicht und das war es.
Heute brauche ich 30-45 Minuten. Zeitverlust? Zeitgewinn!
Natürlich, unter der Woche muss ich die Mehrzeit durch etwas früheres Aufstehen aufbringen. Aber gewonnen habe ich die Zeit für mich, bevor der Alltagsstress beginnt.
Am Abend präpariere ich den Hobel für den nächsten Morgen.
Ich fahre nicht das volle Rasurprogramm. Für mich hat sich als optimal erwiesen:
- Gesichtswäsche
- Pinsel eventuell vorwässern (Pferd, Schwein)
- Preshave mit Bartöl (einziehen lassen beim Zähne Putzen)
- Aufschäumen
- Rasur (zwei Durchgänge, mit und gegen die Wuchsrichtung der Stoppel)
- Gesicht mit kaltem Wasser abgeschreckt
- Reinigung von Hobel, Pinsel, Rasierschale
- Aftershave
- gegebenenfalls nach einigen Minuten eine Pflegecreme oder Gesichtswasser

Heute wusste ich, dass die Zeit knapper ist. dafür habe ich den One Blade Hybrid. Der gibt mir auch mit einem Durchgang eine unkomplizierte, gute, wenn auch nicht super gründliche Rasur.


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Tim Buktu
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Mensch sei großzügig oder stirb! K.Brenner


« Antworten #10 am: 05. Januar 2020, 22:55:44 »

... Zeitverlust? Zeitgewinn!
...
Sehr gut beschrieben finde ich. Genau so erlebe ich das auch. Ein perfekter Start in den Tag beginnt für mich, wenn ich früh genug aufstehe um mir im Bad selbst genügend Zeit zu widmen. Es hat etwas meditatives.
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Tranquilo - In der Ruhe liegt die Kraft...

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Weihschäumer
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« Antworten #11 am: 06. Januar 2020, 22:52:56 »

Punkt 3 auf meinem Lernweg: die anfängliche Disziplin
Als ich mir bei Amazon im letzten Jahr meinen ersten Hobel bestellte, legte ich noch einen Klingen-Sammlungs-Pack mit 7 verschiedenen Klingenmarken in den Warenkorb (zu dem Zeitpunkt hatte ich dieses Forum schon entdeckt und den Ratschlag an Anfänger gefunden).
Was für Namen! Astra, Sputnik, Lord, Voskhod, Feather, Supermax .....
Ich habe also fröhlich nach jeder Rasur eine neue Klingenmarke eingeschraubt .. schlechte Technik + ständig wechselnde Hardware= Hobeln ist doof, ist nicht gut, tut weh.
Ok, weiterlesen bei den alten Hasen im Forum: am Anfang die Ausrüstung nicht wechseln; wenn, dann immer nur eine Komponente ändern.
Ich habe dann alle Klingenpakete nebeneinander gelegt, "Ehnemehnemuh" gemacht und bin bei der Treet Platinum gelandet. Ich habe dann konsequent das Päckchen aufgebraucht, brav den Merkur 34c , meinen Isana-Pinsel und meine Speick Men Activ-Seife genutzt.
Und siehe da, nach drei Wochen die erste Rasur ohne Schnitte, Blutpunkte und vor allem ohne Reststoppel.
Ich habe dann (und praktiziere es immer noch so) die Treet Platinum als meine Referenzklinge bestimmt, um neue Klingen einschätzen zu können.
Heute hatte ich z. B. meine erste (und vorerst letzte) Begegnung mit der Timor-Klinge. Harsch, wenig scharf, unangenehmes Hautgefühl nach der mühsamen Rasur. Diese Marke und meine Gesichtshaut wollen sich scheinbar nicht mögen; da quäle ich mich nicht und lege das Päckchen ganz nach hinten in die Schublade.
Diese Erkenntnis übertrage ich nun auf mein gesamtes Rasurgedöns. Eine Referenz für Klingen habe ich gefunden, einen Referenzhobel (Executive Shaving Braveheart) auch.
Und dieses Jahr nun Seife / Creme. Da will und muss ich mir Zeit nehmen, um meine Fragen (auch mit eurer Hilfe) für mich zu beantworten:
  • Tallow oder Vegan?
    Schlotziger, dicker Schaum oder Joghurtsauce? (derzeit tendiere ich zu Joghurt)
    Welche Seife / Creme kann ich als Referenzpunkt für mich entdecken in Perfomance, Schutz, Duft, Pflege, Verträglichkeit und Nachrasurgefühl?
    Verändern sich die Eigenschaften der Seifen in der Langzeitbenutzung auf meiner Haut?
    Wie beeinflusst die Wahl des Pinsels die Eigenschaften der Seife / Creme?
Ich hoffe, mit meiner Jahresaktion "Lernen durch Leeren" (und euren Kommentaren dazu) diese Fragen für mich beantworten zu können.
Ach, was für ein schönes Hobby ist die Nassrasur! Es ist lecker, macht nicht dick und man lernt was für's Leben  Grinsend
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godek
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One man's magic is another man's engineering


« Antworten #12 am: 07. Januar 2020, 01:40:38 »

Ich habe ja eher Spass an Abwechselung aber als Refenrenzen werfe ich mal folgendes in den Raum

Seife: tabac original oder Arko

Creme:  Palmolive oder SPEICK

Sollte man lokal bekommen und sind gut. Wobei ich mich bei Cremes nicht so auskenne, weiss nicht ob es da nicht noch viel bessere gäbe.

Ich bin da vielleicht auch nicht genug Auskenner oder aufmerksam, aber für mich spielt bei den Seifen eher der Duft eine Rolle. Leidlich rasieren (mit Hobel oder SE) kann ich mich mit allen kommerziellen Seifen, die ich besitze. Ob die alle Messergeeignet sind weiss ich nicht. Einige Seifen bei denen das kaum ging waren selber gesiedet nach Rezepten die eben keine sinnvoll funktionierende Seife ergeben.

Aber ein spannendes Thema, ob du für dich andere Parameter findest und unterscheiden kannst.

INCIs könnten auch noch interessant sein.

mfg
godek
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trendskater
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« Antworten #13 am: 07. Januar 2020, 12:41:55 »

Welche Seife / Creme kann ich als Referenzpunkt für mich entdecken in Perfomance, Schutz, Duft, Pflege, Verträglichkeit und Nachrasurgefühl?
Wie beeinflusst die Wahl des Pinsels die Eigenschaften der Seife / Creme?[/li][/list]

Tabac Rasierseife +1 > Ich bin ja auch Neuhobler und finde diese Seife phantastisch: Einfach aufgeschlagen, pflegend, angenehmer Duft, sehr ergiebig. Ist mein Basic-Setup zusammen mit dem 34c und der ASP / Red Personna.

Anfangs habe ich einen günstigen Balea-Dachshaar benutzt, mit dem ich gut klar kam. Aber seit Weihnachten schäume ich mit einem Müller Silberspitz, der Qualitätsunterschied macht sich für mich bemerkbar in der noch schnelleren Schaumerzeugung bei größter Leichtigkeit und Sanftheit in der Handhabe. Ich schäume damit im Gesicht und im Mug, je nach Laune ... auch RC (hier Palmolive) ist mega-easy aufgeschäumt.

Cool, dass Du Deinen Werdegang hier niederschreibst. Ich teile Deine Erfahrungen bisher und wünsche weiterhin viel Spaß  Grinsend
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Weihschäumer
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« Antworten #14 am: 07. Januar 2020, 21:05:59 »

Punkt 4 auf meinem Lernweg: Kenne dein Gesicht!
Meine ersten Rasuren machte ich als Kopien von zuvor gesehenen Youtube-Videos von Männern, die sich in aller Öffentlichkeit Schaum ins Gesicht pinselten und losrasierten. (Kommentar meiner Göttergattin beim Zuschauen: Versprich mir: Du machst sowas niemals!“)  Einmal von Oben nach Unten einmal von Außen nach Innen, einmal von Unten nach Oben. Das oft propagierte Drei-Gänge-Menü der Nassrasur. (Mich würde interessieren, seit wann dies zum Standard wurde; mein Vater und mein Opa kannten das noch nicht.)
Rasurbrand war neben Schnitten das Ergebnis meiner Versuche, es ihnen gleichzutun.
Aber verdammt, diese YouTuber lächelten nach ihrer Rasur immer mit glücklichem Gesicht („Excellent Shave! Boah! Great!“) mit aalglatten Gesichtern in die Kamera.
OK, dachte ich mir, deine Haut muss sich sicherlich an die Nassrasur gewöhnen, also weitermachen! Doch leider (oder zum Glück, sage ich heute) zeigte mir meine Haut, dass ich sie viel zu viel malträtierte. Als ich mich dann drei Tage nicht rasieren konnte, weil mein Gesicht schon beim Anblick des Badezimmerschranks rot anlief, nutzte ich diesen wunderbaren Erfahrungsschatz „Gut-Rasiert“ und las mir durch, was langjährige Nassrasierer zum Thema schonende Rasur schrieben. Denn ich wollte nicht der Versuchung folgen, mir andere Hobel, Klingen, Seifen oder Pinsel zur Lösung meines Problems zu kaufen.
Aha, Bartwuchsrichtung beachten. Da ich ja einen Drei-Tage-Bart hatte, schnappte ich mir ein Wattepad und fuhr alle Stellen meines Gesicht ab, zeichnete mir ein Gesicht auf ein Papier und da hinein mit langen oder kurzen Pfeilen die Wuchsrichtung meiner Barthaare.
Und genau an den Partien, an denen ich bisher beim Rasieren immer mehrmals drüberfuhr und die Stellen mit den stärksten Rötungen hatten eine Wuchsrichtung der Haare, die ich dort nicht vermutet hatte.
Bei mir ist der Bereich am Übergang Kiefer/Hals so, dass die Barthaare vom Kinn zu den Ohren wachsen. So war also mein zweiter Durchgang (eigentlich quer zur Wuchsrichtung) hier gegen die Wuchsrichtung. Direkt auf dem Kinn wachsen die Barthaare direkt waagerecht. Da kann ich als gar nicht gegen die Wuchsrichtung rasieren und kann die für meine Haut schonenste Variante wählen.
Danach beachtete ich konsequent den Laufweg des Hobels, verzichtete auf Ausputzen („hier nur noch einmal rüber, da muss ich nochmal ran, da sind zwei Stoppel“). Mit dem Ergebnis, dass Rasurbrand seitdem kein Thema mehr für mich ist. Inzwischen brauche ich nur noch zwei Durchgänge (m/g) um eine stets gute, manchmal auch sehr glatte Rasur hinzubekommen. Und weniger Durchgänge bedeutet weniger Hautirritationen.

Habt ihr auch einen „Gesichtsatlas“ von euch angefertigt?
Gibt es bei euch auch Zonen, bei denen ihr das Nichtperfekte akzeptiert, weil mehrfaches Drüberrasieren sich rächen würde?
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