gut-rasiert
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Autor Thema: Bart unhygienischer als Hundefell?!  (Gelesen 511 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Burlador
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« am: 02. Mai 2019, 21:37:59 »

Ich (als ehemaliger Kinnbartträger) bringe euch einen Hinweis auf eine Studie, die zumindest einigen Diskussionsstoff bieten könnte:
https://derstandard.at/2000102375524/Baerte-sind-unhygienischer-als-Hundefelle
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"Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt..." (Büchner, Woyzeck)
Faust des Nordsterns
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« Antworten #1 am: 02. Mai 2019, 22:07:48 »

Interessanter Artikel. Bei den untersuchten Bartträgern hätte vielleicht eine Unterteilung in Hipster und nicht-Hipster Sinn gemacht. Bei den ersteren dürfte die Keimbelastung niedriger sein, nehme ich mal an. An jeder Ecke gibt es Pflegeprodukte wie Bartpomade, -wachs, -öl, -seife, -wichse, -shampoo, -serum, uvm.

Was das Problem mit der Bakterienbelastung bei den MRI- und anderen medizinischen Geräten angeht: das liesse sich sowas von günstig beheben. Mir unbegreiflich, weshalb man sich selbst in Mitteleuropa (!) seit Ewigkeiten mit sowas rumschlagen muss.
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Onkel Hannes
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« Antworten #2 am: 02. Mai 2019, 22:17:00 »

Ganz unten im Artikel ein Link auf eine weitere Untersuchung:
https://derstandard.at/2000015309373/Studie-Der-Bart-als-Bakterienschleuder
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« Antworten #3 am: 03. Mai 2019, 09:40:58 »

Bin nicht sicher, ob die Untersuchung oder der Artikel darüber überflüssiger sind.  Augen rollen
Wären die Proben bei den Hunden nicht zwischen den Schulterblättern, sondern ebenfalls im Bereich der Schnauze genommen worden, wie würden die Ergebnisse dann wohl ausschauen...?
Darüber hinaus sollte man sich mal die Frage stellen, wie die Keime im Bart landen. So als Tipp: es hat was mit Handhygiene zu tun. Und die ist nicht nur bei Bartträgern oftmals mehr als mangelhaft...
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Onkel Hannes
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« Antworten #4 am: 03. Mai 2019, 09:54:58 »

Vermutlich wurde zwischen den Schulterblättern untersucht, weil die Hunde dort fixiert werden; das wäre eine mögliche Erklärung. Aber ob die Barträger auch am Bart fixiert werden?  Grinsend
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NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #5 am: 05. Mai 2019, 12:30:57 »

Naja, viel sagt der Test erstmal nicht aus, nur den Fund unwesentlich mehr Keime im Bart von Menschen als zwischen den Schulterblättern ungenannter Hunderassen.
Durchschnittliche Fellstärke, Bartlänge bleiben ungenannt und erlauben keine Prüfung ob hier nicht Äpfel und Birnen miteinander verglichen wurden, auch die Stichprobenzahl
erlaubt keine wirklich nur einen tatsächlichen Trend markierende Aussage da sie nicht nur viel zu gering sondern zudem wharscheinlich nicht auf einheitlichen Testgruppen basiert.

Der Fund einer gewissen Anzahl Keime wäre auch unabhängig von einem Vergleich mit Hunden keine Besonderheit gewesen, man muss nicht Essen wie ein Zwerg im Hobbit um
unabhängig von der Bartlänge Anteile von Schweiss, ggf. Nahrungsmittelresten, Stäube, Fusseln, Hautschuppen und / oder Talg, kurzum, alles was auch auf der Haut zu finden
ist / könnte nur in erhöhtem Maße. Diese Dinge bieten einen hervorragenden Nährboden für Bakterien jeder Art und lassen sich auch durch häufiges Waschen nicht vollendes
eliminieren, die auffindbaren Keime spiegeln hierbei vorwiegend die auf unserer Haut eh schon vorhandenen Keime wieder, ergänzt möglicherweise durch häufig verschleppte
Fäkalkeime. Die wichtige Erkentnis, dass bei angemessener Barthygiene dieser keine höhere Keimbelastung aufweisen muss und schon gar keine "infektiöse" oder krankheitsrelevante,
wird leider ausgespart, interessanterweise ein Fakt welches Anfang der 1900er zwecks Bewerbung der Selbstrasur ähnlich ausgelassen wurde, ich denke aber nicht, dass dies im
zitierten Artikel bewusst geschehen ist, da dieser wohl eher ein Hingucker mit möglichst interessant klingender Überschrift sein sollte.

Vielleicht diente deswegen auch der Nacken eines Hundes als Vergleich, ein Vergleich mit dem Schauzenbereich wäre wahrscheinlich ungleich unspaktakulärer ausgefallen, wenn
würde die Keimbelastung im Maulbereich eines Hundes schließlich wundern?
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Die Feder ist mächtiger als das Schwert.
Lu-Ku
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« Antworten #6 am: 05. Mai 2019, 13:48:42 »

Unhygienischer als Hundefell?
Das impliziert ja schon mal, das Hundefell per se unhygienisch ist.
Also, ich hab jetzt gerade mal mit einem Fachmann gesprochen (siehe unten)
Seine Meinung: Helge hat vollkommen recht. Observer allerdings auch.
Viel interessanter wäre allerdings ein Vergleich zwischen Rinder- und Schafspansen,
und überhaupt könne man das so genau alles gar nicht sagen...

 
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Faust des Nordsterns
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« Antworten #7 am: 05. Mai 2019, 16:11:10 »

Darüber hinaus sollte man sich mal die Frage stellen, wie die Keime im Bart landen. So als Tipp: es hat was mit Handhygiene zu tun. Und die ist nicht nur bei Bartträgern oftmals mehr als mangelhaft...

Ein ungemein wichtiger Punkt. Ich bin da insbesondere in öffentlichen Verkehrsmitteln äusserst penibel. Das Wichtigste ist, dass man die Hände vom Gesicht fernhält oder halt eine kleine Menge Desinfektionsmittel bei sich hat.
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