gut-rasiert
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Autor Thema: Anfängerfragen zu älterem Messer  (Gelesen 1517 mal)
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tim78
Neuling

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« am: 05. Februar 2019, 14:28:47 »

Hallo

Ich bin noch neu hier im Forum und auch beim Thema Messerrasur. Daher muss ich jetzt mal ne doofe Frage stellen.

Aktuell nutze ich noch ein Shavette, will aber eigentlich umsteigen auf ein richtiges Rasiermesser.
Heute habe ich mir daher ein älteres, aber wirklich schönes Messer angesehen. Vollhohl mit Rundkopf. Die Schneide sah soweit ganz gut aus, also ohne Macken, Rost oder Ausbrüche. Etwas dunkel zwar aber Ich denke mal das gehört bei älteren Messern dazu und ließe sich zur Not auch polieren. Ich glaube allerdings nicht das es wirklich so scharf war wie es mir der Verkäufer erzählt hat, aber das ist ja ein anderes Thema.

Was ich von der Shavette her allerdings anders kenne: Die Klinge hat sich sehr leicht bewegen lassen bei dem Messer. Also beim auf und zu machen. Seitlich hat sich da nichts bewegt, darauf hab ich geachtet. Von meinem Wechselklingenteil kenne ich das anders. Das mache ich auf und ich würde sagen wenn ich es im 90°Winkel öffne und so am Kopf halte, dann bleibt das so. Das Messer hat sich da aber so leicht bewegt das ich davon ausgehe, dass es von alleine zugehen würde wenn ich es kippe.
Ist das bei Messern so normal das es zwischen Klinge und Griffschalen so leichtgängig ist oder hat da der nette Verkäufer etwas zu gut geölt?

Vorab schon vielen Dank für die Antworten
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Matthias R.L.
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« Antworten #1 am: 05. Februar 2019, 14:36:48 »

Ich habe bisher nur vier Messer, aber bei jedem ist das anders.
Das ist das letzte worüber ich mir bei einem alten Messer Gedanken machen würde Zwinkernd
Es gibt hier sicher erfahrene Messerer (und Bastler) die das Heft neu nieten würden damit es straffer schliesst, aber wenn die Klinge scharf ist wäre mir das Schliessen ziemlich egal, solange es mittig im Heft schliesst.
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Gruss aus dem Hunsrück, Matthias
Perikles
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« Antworten #2 am: 05. Februar 2019, 16:18:04 »

Für übermäßige Leichtgängigkeit eines Messers im Heft ist meist der Niet verantwortlich. Nehme einen kleinen Haushaltshammer, lege das Messer auf eine feste Unterlage mit Kraftschluss zum Niet, und gebe einen leichten Schlag auf die andere Seite des Niet. Dann dürfte es besser sein. Wenn nicht, dann ist der Niet hinüber oder das Heft oder vielleicht hat auch wirklich jemand zu sehr an der Stelle geölt, wo man nicht ölen oder fetten, sondern nur penibel trocknen sollte (Klopapier).

Trotzdem sollte man auch bei straffer Nieung immer vorsichtig sein, vorsichtiger als mit der Shavette, was die Finger angeht.
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tim78
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« Antworten #3 am: 05. Februar 2019, 16:42:31 »

Ich befürchte einfach auch das ich da was beschädigen würde mit dem Hämmerchen. Zumal das Heft wirklich schön ist.
Es würde mich aber auch ärgern wenn ich das Messer geschlossen nur am Heft, mit der Klinge nach unten halte und es dann von alleine aufgehen würde.

Naja, bis jetzt habe ich es noch nicht gekauft. Da kann ich ja auch noch überlegen. Ich müsste es ja vermutlich eh erst zum schärfen weggeben.

Noch die ein oder andere Frage:

Wo/wie lege ich das Messer während der Rasur am besten ab? Zwischendurch braucht man ja doch mal beide Hände. Die Shavette ist da ja zum Glück recht unempfindlich, die lege ich einfach auf den Waschbeckenrand...

Die Klinge ist relativ dunkel. Das kommt sicher vom Alter des Messers, wobei er mir dazu nichts sagen könnte. Lässt man das, oder poliert man lieber damit es wieder schön glänzt?
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Perikles
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« Antworten #4 am: 05. Februar 2019, 17:39:41 »

Wenn Du das Messer weglegen möchtest, klappe es ins hoffentlich nicht zu lose Heft und lege das Messer auf eine stabile Unterlage, wo es nicht runterfallen oder wegrutschen kann. Immer bekleidet und mit geschlossenen Schuhen rasieren Zwinkernd Das Messer verlangt sehr viel mehr Können und Aufmerksamkeit als die Shavette. Diese wird auch anders geführt, viel sanfter, leichter. Jedes messer ist im Vergleich sehr viel stumpfer als eine Shavette, außerdem länger, wodurch man mit etwas Druck rasieren muss, auch die Winkel und die Handhabung sind anders.

Du brauchst v.a. auch einen Riemen. Am Anfang wird die Schwierigkeit sein, das Messer mithilfe des Riemes per Abzug überhaupt scharf halten zu können. Das ist schon nicht ganz ohne, ein bisschen wie Rad fahren lernen. Es sieht so leicht aus und man denkt, man kann es, aber bis man es wirklich kann, muss man viel üben...
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Matthias R.L.
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« Antworten #5 am: 05. Februar 2019, 19:28:07 »

Ich lege das Messer (z.B. während des erneuten Aufschäumens für den nächsten Durchgang) auf den Waschbeckenrand, der aber 12cm breit und waagerecht ist und da liegt das sehr stabil.
Alternativ auf das neben dem Waschbecken stehenden Unterschränkchen.
Auf jeden Fall so, dass es nicht runterfallen kann.
Und ja, zumindest die Unterhose solltest du anhaben  Augen rollen
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Gruss aus dem Hunsrück, Matthias
alvaro
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Mit sanfter Schärfe glatt!


« Antworten #6 am: 05. Februar 2019, 19:31:39 »

Wenn sich das Messer wirklich zu  leicht öffnet kann das sehr störend sein.
Ich würde erst einmal testen ob Öl am Lager ist (ggf. mit Toi Papier rein gehen), und dann den Niet etwas fest klopfen.
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Grosser
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« Antworten #7 am: 05. Februar 2019, 20:46:12 »

Sollte am Erl kein Öl sein, wird das Messer einfach zu leicht vernietet sein. Leichte Schläge auf abwechselnd beide Seiten (damit die Klinge in der Mitte der Schalen bleibt) sollten da Abhilfe verschaffen. Lieber 10 leichte Schläge (und immer wiieder kontrollieren) als 1x zu feste drauf gehauen!
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Viele Grüße, Christoph
Tim Buktu
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Mensch sei großzügig oder stirb! K.Brenner


« Antworten #8 am: 05. Februar 2019, 23:03:59 »

Das Festklopfen des Niets ist eigentlich kein Problem. Der Hammer sollte aber wirklich leicht sein. Lieber viele leichte "Schlägchen" als ein zu starker Schlag!

Hier steht was zu den Hämmern:
https://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,28975.0.html

Und zum klopfen der Nieten:

https://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,20054.msg367615.html#msg367615

Da gibt es im Messerbereich aber sicher noch mehr zu finden.
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Tranquilo - In der Ruhe liegt die Kraft...

PS: Alles nur meine persönliche Meinung, die sich durchaus beeinflussen lässt und sich deshalb gelegentlich auch ändert!
tim78
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« Antworten #9 am: 07. Februar 2019, 21:08:01 »

So, es ist dann doch ein anderes Messer geworden. Ein älteres Puma Spezial. Angeblich aus den 40er Jahren.
(Bei Gelegenheit mach ich mal ein Bild und lade es hoch)

Angeblich sei das Messer rasurfertig (laut Verkäufer) was ich aber noch bezweifle. Den Haartest hat es schonmal nicht bestanden.
Naja, ein wirklicher Liebhaber war der Verkäufer vermutlich nicht, da er zwar super tolle Bilder eingestellt hatte, aber der Sand welcher auf den Bildern als Deko zu sehen war, war leider auch noch teilweise am Heft des Messers zu finden.
(wenigstens hat es gezeigt das es gut geölt war)

Dummerweise hatte ich mich heute schon rasiert bevor das Päckchen kam und da ich mich nur alle 2 Tage rasiere, hat das Messer noch eine Schonfrist bis Samstag (ob ich das durchhalte?)
Streichriemen liegt schon bereit, so das ich dann Samstag loslegen kann.

Bin ja mal gespannt ob es klappt, falls nicht werde ich aber recht schnell wieder zur Shavette wechseln und das Messer erstmal zum Schärfen geben.
Ich hab schon gelesen das es hier im Forum eine versierte Schleifkünstler gibt.

Meldet sich jemand freiwillig?   Grinsend
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tim78
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« Antworten #10 am: 09. Februar 2019, 13:59:56 »

So, heute war es dann soweit. Die erste Rasur mit einem richtigen Messer.

Ich war doch etwas überrascht, da es doch nochmal etwas ganz anderes ist mit dem Messer, als bisher mit der Shavette.
Ich muss mich wohl doch erst noch an die Größe des Messers gewöhnen, da die Klinge doch deutlich länger und schwerer ist, aber alleine das Geräusch der Klinge beim rasieren ist ein Traum  Lächelnd

Allerdings musste ich leider feststellen, das die Rasur nicht ganz so gründlich war wie mit der Wechselklinge und das Messer auch eher mal gerupft hat. Daher sehe ich meinen Verdacht bestätigt, dass das Messer doch nicht ganz so scharf ist, wie es sein könnte.
Ich habe dann nochmal mit der Shavette nachrasiert, da einige Stellen nicht wirklich geklappt haben. Vor allem am Kinn und zwischen Oberlippe und Nase hatte ich das Gefühl das es mit dem Messer irgendwie gar nicht geht, da es mehr an den Stoppeln gezogen hat, statt sie zu schneiden. Was mich jetzt aber nachdem das Messer den Haartest nicht bestanden hat, nicht wirklich wundert. Dafür habe ich mich mit dem Messer deutlich weniger (praktisch gar nicht) geschnitten. Ich hoffe mal das liegt nicht nur daran das es nicht so scharf ist, sondern auch etwas an der höheren Flexibilität eines Rasiermessers?


Da ich die Rasur mit dem Messer trotz der mangelnden Schärfe als angenehmer als mit der Shavette empfunden habe und der Spassfaktor nochmal gestiegen ist, werde ich mich also noch nicht entmutigen lassen und weiterhin die Rasur mit dem Messer zelebrieren.

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tim78
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« Antworten #11 am: 09. Februar 2019, 22:04:58 »

Ich hab es dann auch geschafft endlich ein Bild hochzuladen:




Grüße Tim
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