gut-rasiert
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Autor Thema: Messer Verchromung?  (Gelesen 3519 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
schwabenchris
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« am: 25. Januar 2018, 20:39:05 »

Hallo,

Ich habe aus den USA ein Messer erhalten. Was daran merkwürdig ist, es scheint sich eine Beschichtung? Verchromung vom Messer zu lösen.



Hersteller ist:
Coronet Razor works New York USA

Jemand so etwas schon mal gesehen? Wie bekomme ich das ab?

Grüße
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Tim Buktu
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Mensch sei großzügig oder stirb! K.Brenner


« Antworten #1 am: 26. Januar 2018, 08:25:27 »

 Unentschlossen Also mir ist noch kein verchromtes Rasiermesser untergekommen. Auf dem Bild kann ich auch nicht gut erkennen was es sonst für eine Beschichtung sein könnte. Da kann ich nicht weiterhelfen.
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Tranquilo - In der Ruhe liegt die Kraft...

PS: Alles nur meine persönliche Meinung, die sich durchaus beeinflussen lässt und sich deshalb gelegentlich auch ändert!
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Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« Antworten #2 am: 26. Januar 2018, 13:38:16 »

Die Art der Heftschalen weist auf einen älteren Zeitabschnitt hin. 30er oder 40er Jahre des letzten Jahrhunderts. Die Klingenkörper der damaligen Rasiermesser bestanden meines Wissens nach überwiegend aus nicht rostfreien Kohlenstoffstahl. Ausnahmen bildeten lediglich Edelstahlmesser, die aber in erster Linie für den medizinischen Bedarf hergestellt wurden. Sie mußten dafür geeignet sein, in einem Sterilisator keimfrei gemacht zu werden. Hier im Forum gibt es dazu einen eigenen Thread.

Eine Verchromung des gesamten Klingenkörpers wäre ein zusätzlicher Aufwand gewesen, der einen nachträglichen Abzug auf entsprechenden Schleifsteinen nahezu unmöglich gemacht hätte. Denn die Chrombeschichtung hätte auch die Facette des Rasiermessers überzogen.

Die Möglichkeit einer Verchromung der gesamten Rasiermesserklinge schliesse ich deshalb aus.
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Die Nachhaltigkeit einer gründlichen Nassrasur zeigt sich 24 Stunden später an nur gering und gleichmäßig nachgewachsenen Bartstoppeln.
schwabenchris
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« Antworten #3 am: 26. Januar 2018, 14:49:39 »

Also, nach dem entschalen und erstem Entfernen von Rost auf der Klinge kann ich sagen, dass der Erl und der Rücken mit einer silbrigen Beschichtung, ob Chrom oder Nickel - ich weiß es nicht, überzogen ist.

Auf Badger and Blade wurde mir zum Sandstrahlen geraten, was ich aber eher nicht machen werde. Da die Beschichtung beschädigt ist, werde ich erstmal mit einem Ultraschallbad probieren, habe gelesen bei beschädigter Beschichtung kann das helfen.
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Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« Antworten #4 am: 26. Januar 2018, 15:34:38 »

Egal von welcher Art diese Beschichtung auch sein wird, würde ich sie nicht entfernen. Immerhin ist sie Teil der Geschichte dieses Rasiermessers. Und diese Geschichte, die sich als Abnutzungsspuren oder als Patina zeigt, würde ich belassen und erhalten. Ein sauberes, fleckfreies und spiegelblank poliertes Rasiermesser kann man an vielen Stellen erwerben. Dein Rasiermesser ist dagegen ein ganz individuelles Rasiermesser.

Hast Du Dir die Stellen mit Beschichtung und ohne Beschichtung einmal mit einer stark vergrößernden Lupe angesehen? Das könnte schon zu Hinweisen führen, dass tatsächlich ein Materialauftrag vorgelegen haben könnte. Es könnte sich aber auch eine Fehlstelle aus dem Schmiedeprozess zeigen, an der es zu einer hauchdünnen Stahlablösung gekommen ist.
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schwabenchris
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« Antworten #5 am: 27. Januar 2018, 22:27:24 »

Ist definitiv eine Beschichtung.  An einigen Stellen stark angerostet.

Keine Angst, es wird nicht spiegelblank, ebenso sind genug Narben vorhanden. Einen Dremel habe ich nicht, daher wird es nur mit feinen Schleifpapier "aufpoliert"
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Rockabillyhelge
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NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #6 am: 07. Juni 2018, 22:24:03 »

Verchromung denke ich nicht, aber es könnte Manganstahl sein, der kriegt manchmal Muster als wäre er feuerverzinkt, habe ein EA Berg bei dem das ziemlich ausgeprägt ist.
Man kann diese "Patina" bzw. Oxidschicht auch wieder abschmirgeln, ist nur wie bei allen Patinas die Frage wie tief sie ins Material vorgedrungen ist.
Bei einem amerikanischen Messer mit diesen Schalen besteht durchaus eine hohe Wahrscheinlcihkeit, dass es sich um Mangan oder Wolfram legierten Stahl handelt.
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Auch eine Dose kann glücklich machen.
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