gut-rasiert
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Autor Thema: Geerbte Rasiermesser wieder trotz Rost brauchbar machen - was geht, was lohnt?  (Gelesen 4069 mal)
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Tigerfox
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« am: 20. Januar 2018, 18:52:48 »

Hallo,

ich hab mich extra für diese Frage hier angemeldet. Mein Opa, der mittlerweile sieben Jahre tot ist, hat vor dem Krieg eine Friseurlehre gemacht, konnte den Beruf dann aber nach dem Krieg nicht mehr ausüben. Ich habe von ihm zunächst schon einen hochwertigen Rasierpinsel samt dazugehöriger Seifenschale geerbt. Ich hatte immer vermutet, dass er auch Rasiermesser gehabt haben muss und habe ich kürzlich im Keller tatsächlich eine große Zigarrenkiste (er hat absolut alles in Zigarrenkisten aufbewahrt) mit sieben Messern gefunden.

Ich kann es nur vermuten, aber ich denke, mein Opa wird aufgrund seiner Ausbildung schon Ahnung gehabt haben, was ein gutes Rasiermesser ist. Allerdings war er sein Leben lang alles andere als gut betucht. Daher hätte ich gerne von euch eine Einschätzung, welche von den Messern was taugen. Bei immerhin drei kann man erkennen, dass sie aus Solingen kommen.

Leider sind sie alle nicht mehr in gutem Zustand. Nur zwei sind nahezu rostfrei, zwei oder drei hingegen ziemlich bis stark mit oberflächlichem Rost behaftet. Hier wüsste ich gerne, welche man wieder in einen benutzbaren Zustand bekommen kann und was ich da selbst machen kann bzw. wol vielleicht eher ein Prof ransollte.

Nun die Bilder:














« Letzte Änderung: 20. Januar 2018, 19:01:18 von Tigerfox » Gespeichert
titanus
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« Antworten #1 am: 20. Januar 2018, 19:01:42 »

Ich kann nur das untere sehen. (benutz doch lieber Picr.de)
Das ist ein RUGRA (Rudolf Grah).
Wie tief der Rost geht, kann ich nicht sehen, aber es lohnt sich es zu versuchen.
Der Rost ist von den Ausdünstungen der Griffschalen.

titanus
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Epikur
Tigerfox
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« Antworten #2 am: 20. Januar 2018, 19:04:33 »

Ja, jetzt müsstest du alle sehen. Wenn du schon beim letzten Messer, das am schlimmsten aussieht, sagst, dass es sich lohnt, dann lohnt es bei allen.

Wie gehe ich da vor? Ich hab fürs Auto Autosol da, evtl. auch einen Edelstahlreiniger für die Küche und WD40, alles andere müsste ich besorgen.

RUGRA/ Rudolph Graph kann ich noch selbst lesen, das sagt mir aber als absolutem Laien nichts, deshalb frag ich ja hier. Ist das was anständiges?
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Rockabillyhelge
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NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #3 am: 20. Januar 2018, 19:28:58 »

Das Gimpel und das Gradköpfige in der Mitte sehen gut aus, die kriegt man beide hin, die anderen kann man zum Schelifen/Ledern üben nehmen und das Rugra ist unwiderbringlich weg, kann man versuchen nochmal hinzubekommen, die Arbeit würd ich mir angesichts einer 5% Chance das man Glück hat nicht machen, zumal es neu beschalt werden müsste.
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Shelob
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« Antworten #4 am: 20. Januar 2018, 20:01:38 »

Sehe das auch so, das Ruga könnte man optisch vieleicht wieder hinbekommen. Allerdings kann es dann passieren, dass du nie eine saubere Facette setzten kannst, weil es ständig kleine rostbedingte Ausbrüche bekommt.
Wären es meine Erbstücke, würde ich versuchen alle wieder in einen vernünftigen Zustand zu bringen, alleine aus emotionalen Gründen. Aber ich Frickes ja auch zum Spaß an Messern rum, ohne einen persönlichen Hintergrund  Zwinkernd
Ob es klappt steht auf einem anderen Blatt.
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Tigerfox
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« Antworten #5 am: 20. Januar 2018, 20:08:04 »

@helge: Welches in der Mitte? Zähl einach von oben runter, ist es das dritte, vierte oder fünfte?

Also Meint Ihr, dass auch ein Profi das RUGRA nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit wieder in einen brauchbaren Zustand bekäme? Wie sieht es mit den beiden von Helge genannten aus, krieg ich die ohne bisherige Erfahrung mit Hausmitteln wieder hin oder sollte ich das lieber jemanden anderen mchen lassen?

Was ist mit dem Rest, wieso kann ich die maximal zum üben nehmen? Und wie sieht es nun mit der Qualität der Messer aus? Das RUGRA scheint ja von besonderem Interesse zu sein, Gimpel auch kein unbekannter Name, der Rest scheint euch nichts zusagen.
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Rockabillyhelge
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NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #6 am: 20. Januar 2018, 20:10:34 »

Das mit den verzierten Schalen (Blumenmuster?), das muss nur ein bischen entrostet werden (keine große Sache, ist nur Flugrost) und dürfte soweit die Schneide unbeschädigt ist ein erste Sahnemesser werden, die Klingen dieser Gattung sind Klasse. Ist es ein Engels?
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Shelob
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« Antworten #7 am: 20. Januar 2018, 20:24:17 »

Das Tückmar ist auch ein bekannter Hersteller, alle meine Tückmar Messer sind vorzügliche Rasierer.
Ich glaube was Helge meint, ist das die Messer recht runtergeschliffen sind und dadurch halt nicht mehr in Top Sammler Zustand. Sie können aber durchaus noch gut rasieren.

Kaufen würde ich solche Messer nicht, aber als Erbstücke wären sie es mir wert.

Autosol ist auf jeden Fall mal ein gutes Mittel um dem Flugrost zu Leibe zu rücken. Geht gut mit einem Korken.
Lies dich einfach mal im Restaurations Thread ein wenig ein, da wirst du viele hilfreiche Tipps finden.
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titanus
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« Antworten #8 am: 20. Januar 2018, 20:32:43 »

So eins wie das Rugra habe ich auch schon wieder hinbekommen.
Kommt halt darauf an, wie tief die Narben sind.
Und natürlich wäre es das letzte der Messer um es aufzuarbeiten.
Ev. muss man ja auch die Schneide um 0,5 mm zurücknehmen.
Ich würde alle erst mal ölen. Oder WD30...

titanus
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« Antworten #9 am: 24. M?rz 2018, 00:21:25 »

Das Rugrah scheint das breiteste Messer zu sein und ist mit Abstand das am stärksten Betroffene. Wie schon gesagt, die Schalen müssen so schnell wie möglich runter, da sie die Klinge auch weiterhin schädigen. Du scheinst noch nicht viel Erfahrung mit der Restauration von Rasiermessern zu haben (bitte verzeihe, wenn ich Dir zu nahe treten sollte). Dieses Messer sollte meiner Meinung nach in richtig erfahrene Hände, wenn das noch was werden soll. Und es wird nicht einfach, diese Klinge zu retten. Professionelles Gerät wär da von erheblichem Vorteil, weil da ordentlich Material runter muss.
Pragmatischer Vorschlag: Frage mal vorsichtig bei Herrn Wacker in Solingen an. Erzähle ihm die Historie der Messer und frage ihn, ob er es Dir netterweise die Klinge des Messers Deines Großvaters vernünftig abpliestert und ein neues schönes Heft dranbaut. Wenn das Messer zu retten ist, dann kann er es mit Sicherheit retten. Und wunderschöne Hornhefte hat er auch. Und ich bin mir sicher, Du wirst einen fairen Preis bekommen!
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titanus
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« Antworten #10 am: 24. M?rz 2018, 10:04:37 »

Das kann man machen,
wäre für mich allerdings nicht erste Wahl.
Klinge bearbeiten geht mit einfachsten Mittelnselbst .
Und neue Griffschalen kann man sich im MH besorgen, auch Montage ist ja kein Problem.

Grüße

titanus
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