gut-rasiert
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Autor Thema: Wochenbart oder länger nass rasieren  (Gelesen 4148 mal)
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Herne
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« am: 16. Januar 2018, 21:00:50 »

Hallo Kollegen,

wahrscheinlich können die meisten nichts mit dem Thema anfangen, aber ich weiß, daß hier es ein paar wenige gibt, die sich auch nur ca. einmal die Woche rasieren.

Gehöre ich ja schon immer zu den Mehrtagebart-Rasierern (meist so alle 2-4 Tage), so hat sich bei mir die letzen 3 Monate zusätzlich eine Art Rasurfaulheit eingeschlichen, sodaß ich mich meist nur so einmal pro Woche oder noch seltener rasiere. Schockiert Grinsend
Ich mache mir jetzt keine großen Gedanken darum, wieso, weshalb ..., sondern nehme es einfach so wie es ist - wird sich sicher auch mal wieder ändern.

Mich würde interessieren, wie ihr solchen Stoppeln/Bärten begegnet, wenn ihr sie direkt nass rasiert (also ohne vorheriges Schneiden/Trimmen), und wie eure Erfahrungen sind.
Gibt es bevorzugtes Rasurgerät (egal aus welcher Abteilung), das sich besonders gut eignet? Oder gar bevorzugte Pinsel, Software ...


Zu Messern kann ich nichts sagen, kann mir aber vorstellen, das sie am besten geeignet sind, um lange Bärte abzumähen. Ein Freund von mir (kein Rasurfreak) ist vor vielen Jahren von Systemie auf Shavette umgestiegen, da er sich grundsätzlich nur Sonntags rasiert. Grinsend

Bei mir sieht es folgendermaßen aus:

Bei meinen Hobeln ist es so, daß ich bei derartigen Bärten am liebsten zu den Torsionshobeln Ibsen bzw. Globusman greife, da diese durch ihren großen, nach unten offenen Spalt hinter der Schaumkante am besten gegen Verstopfungen durch das abgetragene Material gefeit sind.
Der Progress funktioniert weiter offen auch erstklassig, allerdings setzt sich seine tiefe 'Dachrinne' gerne schnell zu, sodaß häufiges, intensives Spülen erforderlich ist.
Der Merkur 34 (Vintage) hat den Wochenbart heute auch ohne Probleme gemeistert, allerdings fand ich ihn nicht ganz so effektiv wie die vorher genannten.
Den R41 nehme ich bei längeren Bärten trotz vieler anderer Meinungen gar nicht gerne. Er gerät bei mir durch die mehr schabende Handhabung relativ leicht ins Stocken, sodaß der erste Durchgang recht unangenehm wird. Außerdem setzt er sich zwischen den 'Höckern' (Zähne sind es ja keine) auch relativ schnell zu.

Mit dem Contour habe ich Bärte bis eine Woche entgegen aller Unkenrufe auch immer gut weg bekommen. Man muß halt öfter mal am Beckenrand abklopfen.
Letztes Jahr mußte ich mal aufgrund bestimmter Umstände einen 12-Tage-Bart mit Daddy's Fusion abmähen. Ich sag euch, das war ein Gerupfe und Gescharre. Augen rollen Nicht empfehlenswert! Grinsend

So, jetzt seid ihr dran. Wie geht ihr am liebsten, effektivsten gegen längeres Gestrüpp vor?

Eines bitte ich zu beachten, um den Thread nicht zu verwässern: Mir geht es hier nicht um die wahrscheinlich eher verbreiteten Dreitagebärte oder ähnlich, sondern wirklich um Viiiel-Tage-Bärte, also mindesten 6-7-Tage Bart aufwärts!
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Shelob
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« Antworten #1 am: 16. Januar 2018, 21:49:24 »

Also 7 Tage Bärte kommen zwar aktuell bei mir eher selten vor, aber auch ich hatte schon eine Rasurfaule Zeit mit maximal wöchentlicher Rasur.
Dafür hat sich dann bei mir das Messer als vorzüglich dafür geeignet gezeigt. Im Prinzip ist es der selbe Ablauf wie bei der täglichen Rasur, nur bevorzuge ich dann möglichst breite Klingen, da muss man dann nicht so oft abstreifen. Drei Durchgänge und das Gestrüpp wandelt sich in einen Babypopo.  Zwinkernd

Zu Systemie Zeiten waren bei mir die Rasurintervalle fast immer mindestens 7 Tage, das hat dann nicht unbedingt für Spaß gesorgt. Mehr Zeit zum Klingenspalt wieder frei bekommen, als für die eigentliche Rasur.  Zunge
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„I spent a lot of money on booze, birds and fast cars – the rest I just squandered.“ George Best
saafespatz
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Dickhäuter !


« Antworten #2 am: 16. Januar 2018, 22:45:02 »

Ich mag zwar keinen Bart, der länger als 4 Tage alt ist, wenn es aber dochmal dazu kommt, benutze ich meist einen Zahnkamm.

Dabei meine ich echte Zahnkämme wie zB einen Gillette Old Type, der ist nicht gar so direkt, oder den Kunststoffzahnkamm „Manatee“ von shapeways, aber auch meinen geliebten Roth-Büchner Mond Extra, oder den Schrägschnitthobel aus Kunststoff, ebenfalls von shapeways.

Da ich als R41 einen der ersten garstigen Sorte besitze (schmale Deckelplatte) käme dieser nicht zum Einsatz.

Als Unterlage benutze ich dann meistens eine englische Weichseife, zB von ToOBS, GFT (aus den Schraubtieheln) oder eine Creme von Proraso.

Hartrasierseifen oder Sticks nehme ich nur bei täglicher Rasur.
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Königsblaue Grüße

saafespatz


"Hat jemand gesagt, dass Hobbys billig sein müssen ?"

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Perikles
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« Antworten #3 am: 16. Januar 2018, 22:55:32 »

in der Urlaubsphase, bei Krankheit oder Ähnlichem oder so, hab ich auch Wochenbart.

Wie kommt der runter?

Super wichtig ist eine gute Sauborste und eine taugliche Rasiercreme oder Seife für mich.

Das beste Rasiergerät ist:

die Shavette. Da muss nichts vorrasiert werden mit einem elektrischen Schneider oder so.

Wenn das Messer Lust hat:

das Messer. Es muss aber super abgeledert sein, sonst bleibt es hängen oder muss mit zu viel Druck geführt werden -> Rasurbrand

Bei den Hobeln, die ich habe:

Merkur 37c
DDR Hobel aus den 60ern von Erfa mit Breitmaul

oder ganz einfach

den Gillette Fatboy auf Stufe 9, der wird damit auch einigermaßen fertig, optimal ist er nicht.

Bei den Systemen:

Mach 3 finde ich da besser als den Fusion oder den Sensor (Contour hatte ich noch keinen), aber ich finde den Systemie in der Disziplin deutlichst unterlegen. Notfalls geht es aber.

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Onkel Hannes
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« Antworten #4 am: 16. Januar 2018, 23:04:21 »

[...]

Ich habe ein - im wahrsten Sinne des Wortes - nicht ganz alltägliches Rasurprofil: Ich rasiere mich meist nur etwa alle 5-7 Tage.

Insbesondere bei dieser Art der Rasur kommt mir eine Hybridrasur aus Rasierhobel und Systemrasierer sehr entgegen.  Zunächst wasche ich die Gesichtshaut und den Bart unter der Dusche mit normaler Waschseife. Dann schäume ich im Tiegel auf, und gehe erst dann mit dem Pinsel in den angefeuchteten Bart. Der erste Durchgang, mit dem Strich, erfolgt nach kurzer Einwirkphase mit dem Rasierhobel. Für den zweiten und einen eventuellen dritten Durchgang kommt dann der Systemrasierer zum Einsatz.

[...]

Ich könnte mir nicht vorstellen, wie ein besseres Rasurergebnis noch aussehen sollte - weder von der aufzuwendenden Zeit, noch von der Einfachkeit, noch von der Sicherheit, noch von den Kosten oder gar vom Ergebnis her. [...] außerdem ist bei mir die Nachhaltigkeit kein beachtenswertes Kriterium, laufe ich ja ohnehin meist mit Mehrtagesbart herum.

Details im zitierten Beitrag.

Ich bin nach nun fast zwei Jahren wie vor beim M34/ASP und beim Systemie überwiegend beim Fusion, und dabei wird es wohl auch bleiben. Der Merkur kommt mit dem Wochenbart gut klar, allerdings muß ich nach jedem Zug natürlich gewissenhaft ausspülen. Ein Progress z.B. wäre da sicher praktischer, aber ich besitze außer dem 34c, dem 933 und einem WC keine weiteren Hobel mehr.

Wäre es ein Systemrasierer allein, würde ich zum Mach 3 oder zum Slalom/Sensor greifen, wegen des großen Klingenabstandes.

Messer oder Shavette sind natürlich auch gut passende Werkzeuge für solche Aufgaben, aber zu denen greife ich nur noch selten. Sie verlangen mir zu viel Konzentration ab.
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maki72
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« Antworten #5 am: 16. Januar 2018, 23:10:07 »

Da möchte ich mich voll und ganz @shelob anschließen.

Die Grütze nach jedem Zug aus den Zwischräumen des Systemies zu fingern war die Hölle. Bei der Länge sind die auch nicht ansatzweise auszuspülen gewesen.

Ein RM erfüllt ohne irgendeinen Verdruss prima seinen Zweck. Fast eine Rasur wie andere auch Grinsend .

Grüßle
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Herne
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« Antworten #6 am: 17. Januar 2018, 00:14:41 »

Das habe ich mir fast so gedacht. Grinsend
Kürzlich kursierte hier ein Video, wo einer einen wirklich vollen Rauschebart mit dem Messer abgemäht hat. War imposant.

Bei den Hobeln, die ich habe:

Merkur 37c
Gut, daß Du mich erinnerst. Daumen hoch Hatte ich schon fast vergessen, da ich ihn schon vor längerer Zeit aussortiert habe, weil er mir unter der Nase nicht getaugt hat. Aber durch lange Bärte hat er sich unbeeindruckt und souverän durchgepflügt wie kein anderer. Habe ihn an anderer Stell glaube ich sogar mal als 'Weltmeister' der Mehrtagebärte oder so bezeichnet.

P.S. Freut mich, daß doch gleich ein paar Antworten kamen. Von Onkel Hannes hatte ich es in Erinnerung, daß er sich in ähnlichen Intervallen rasiert, aber ansonsten hatte ich kurz die Befürchtung, daß ich hier als totaler Außenseiter alleine gelassen werde. Grinsend
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Tim Buktu
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« Antworten #7 am: 17. Januar 2018, 08:04:39 »

Auch wenn ich mich nicht daran erinnern kann, wann ich zum letzten Mal einen Wochenbart zu rasieren hatte, müsste ich nicht überlegen welches Instrument ich dafür nehmen sollte. Auf jeden Fall ein Messer mit mindestens 6/8.

Bei der Seife würde ich sicher eine Creme wählen die von Hand in den feuchten Bart eingerieben und dann mit einer Omega Schweineborste geschäumt würde.

So weit die Theorie. Wie es bei mir dann tatsächlich vonstatten gehen würde werdet Ihr vermutlich so schnell nicht erfahren.  Grinsend
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PS: Alles nur meine persönliche Meinung, die sich durchaus beeinflussen lässt und sich deshalb gelegentlich auch ändert!
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« Antworten #8 am: 17. Januar 2018, 08:19:39 »

Ist der Bart
lang und hart
geht es besser
mit dem Messer!

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herzi
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« Antworten #9 am: 17. Januar 2018, 09:02:51 »

Ich habe eine ähnliche Theorie wie Tim mit seiner Creme. Ich finde, dass die Pinsel bei längerem Barthaar nicht mehr richtig zur Haut durchkommen. Somit würde ich die Creme nur in die Haare massieren. Einen Rauschebartschaum bekomme ich bei längerem Barthaar eh nicht hin und für etwas Schaum sorgt die Widerspenstigkeit des Barthaares.
Oder gleich eine brushless nehmen.

Als Rasurgerät würde ich einen Hobel nehmen und öfters ausspülen. Wahrscheinlich den Merkur Bakelit. Ich hab auch nicht viel Auswahl.

Allerdings muss ich sagen, dass ich solche Rasuren nicht mag. Die werden dann zur Pflichtveranstaltung.

EDIT: Als Unterlage geht natürlich auch eine Seife in die Hand zu nehmen, Seifenlauge in der Hand erzeugen und dieses Gemisch in den bart einmassieren.
« Letzte Änderung: 17. Januar 2018, 09:07:42 von herzi » Gespeichert

Gruß,
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« Antworten #10 am: 17. Januar 2018, 12:04:35 »

Bei meinem durchaus dichten und festen Wochenbart ist das kein Problem. Weder mit Mühle Black Fibre oder STF, und natürlich erst recht nicht mit der Omega-Borste, wie Tim Buktu schon vorschlägt.

Es ist also keine besondere Prozedur notwendig. YMMV
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Herne
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« Antworten #11 am: 17. Januar 2018, 12:39:45 »

Bei mir auch nicht.
Ich habe mit keinem meiner Pinsel (alles Dachse) ein Problem dabei. Wobei ich bei längeren Bärten bevorzugt die einfachen Graudachse nehme - von den weichen Silberspitzen spürt man im ersten Durchgang eh nichts. Grinsend

Ich habe eine ähnliche Theorie wie Tim mit seiner Creme. Ich finde, dass die Pinsel bei längerem Barthaar nicht mehr richtig zur Haut durchkommen.
Kann ich in der Praxis so nicht feststellen. Man muß halt gut einmassieren und nicht nur kurz drüber streichen.

Obwohl sonst eher RC-Fan, greife ich bei längeren eigentlich lieber zu RS. Ich habe zumindest den Eindruck, daß da der Mix aus Schaum und abgetragenem Material nicht so pampig wird. Ist aber letztendlich wahrscheinlich alles eine Frage des Wassermanagements. Zu cremiger/trockener Schaum ist auf jeden Fall kontraproduktiv bezüglich Verstopfungen bei Hobel oder Systemie.
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ElDirko
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« Antworten #12 am: 17. Januar 2018, 17:59:12 »

Richtig super funktioniert der Merkur OC, da kann nichts verstopfen und der Hobel ist trotzdem sanft wie ein Lamm.

Der Merkur geht auch noch bei Bartlängen bei denen selbst R41 oder Progress langsam aber sicher in die Knie gehen, also schon wirklich sehr lange Haare.
IMHO geht es selbst mit einem Messer oder einer Shavette nicht besser.
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Tim Buktu
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« Antworten #13 am: 17. Januar 2018, 20:30:35 »

... Man muß halt gut einmassieren und nicht nur kurz drüber streichen.

Obwohl sonst eher RC-Fan, greife ich bei längeren eigentlich lieber zu RS. Ich habe zumindest den Eindruck, daß da der Mix aus Schaum und abgetragenem Material nicht so pampig wird. ...

Der Unterschied ist vermutlich auch, dass es sich bei meinem Vorgehen um ein theoretisches handelt und bei Dir eher um Erfahrungswerte.  Grinsend
Wie es aussähe, würde meine Theorie durch mich erprobt - keine Ahnung. Wahrscheinlich würden wir's aber trotzdem unterschiedlich empfinden und machen.  Zwinkernd
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« Antworten #14 am: 17. Januar 2018, 21:03:27 »

Richtig super funktioniert der Merkur OC, da kann nichts verstopfen und der Hobel ist trotzdem sanft wie ein Lamm.

Der Merkur geht auch noch bei Bartlängen bei denen selbst R41 oder Progress langsam aber sicher in die Knie gehen, also schon wirklich sehr lange Haare.
IMHO geht es selbst mit einem Messer oder einer Shavette nicht besser.



Dem kann ich nur zustimmen. Habe da die gleichen Erfahrungen gemacht.
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