gut-rasiert
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Autor Thema: Vom Elektro zum Hobel - Zwischenschritt über Systemie? (Haut)  (Gelesen 7063 mal)
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ctrl
Neuling

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Beiträge: 5



« am: 08. Januar 2018, 16:40:49 »

Hallo zusammen,

vor einer Woche habe ich mit dem Hobeln begonnen und gebe mir und meiner Haut Zeit, um sich daran zu gewöhnen.

Allerdings verwende einen relativ aggressiven Hobel mit sehr scharfen Klingen (Merkur Futur + Feather-Klingen). Daher wurde mir unter anderem Nahe gelegt, weniger scharfe Klingen und sanftere Hobel auszuprobieren, um Hautirritationen und Schnitte zu vermindern.

Wenn ich es richtig verstehe, braucht die Haut von Systemie-Benutzern ebenfalls eine gewisse Zeit, um sich an einen Hobel zu gewöhnen.

Da ich mich seit über 15 Jahren nur noch trocken rasiere (Elektrorasierer) überlege ich, einen Systemie zu kaufen, damit sich meine Haut besser an die Nassrasur gewöhnen kann. Auch wenn ich mich am Wochenende rasiere, haben die Kollegen und Kunden am Montag immer noch etwas von meinem roten Gesicht.  Teuflisch

Ist das ein sinnvoller Schritt oder führen Systemies genauso schnell zu Rasurbrand?


Im Forum habe ich übrigens keinen ähnlichen Thread zum Thema gefunden (Elektrorasierer > Nassrasur (Systemrasierer) > Nassrasur (Hobel))
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herzi
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Beiträge: 8.107



« Antworten #1 am: 08. Januar 2018, 17:13:55 »

Ich glaube nicht, dass es ein Systemrasierer eine Umstellung von trocken auf nass erleichtert, bzw. weniger Rasurbrand verursacht.
weniger scharfe Klingen hingegen können schon helfen wenn man sich trotzdem daran hält nicht aufzudrücken. Mir selber passiert es schon, dass ich mangelnde Schärfe mit Druck zu kompensieren versuche. Das erzeugt auch Rasurbrand.
Prinzipiell ist es doch so, dass je öfter man über eine Stelle rasiert sich die Chance für einen Rasurbrand erhöht. Somit sehe ich dahingehend keinen Vorteil in den Systemrasierer.
Ansonsten kommen die meisten Systemrasierer dem Anwender entgegen indem sie mit ihrem beweglichen Kopf und sonstigen technischen Raffinessen Fehlverhalten (z.B. Druck oder Auflagewinkel) in Stück weit kompensieren können. Das kann ein Vorteil sein, andererseits glaube ich hast Du mit so einem Zwischenschritt nur eins erreicht, nämlich zwei Umgewöhnungsphasen. Systemrasierer mit starrem Kopf bringen gar nichts. Da kannst Du auch beim Hobel bleiben.

Ich würde bei der Vorbereitung anfangen. Volles Programm mit warmen Kompressen usw. kann auch kontraproduktiv sein. Ich komme am Besten mit kalten bis lauwarmen Wasser bei der Vorbereitung zurecht. Wie machst Du die?




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Gruß,
Stefan
Perikles
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« Antworten #2 am: 08. Januar 2018, 17:18:49 »

Hallo Ctrl,

das wird auch jeder anders sehen. Wie die anderen finde ich auch den Futur mit Feather als etwas gewagt für den Anfang. Kauf Dir im Supermarkt/Drogerie einen Wilkinson Classic Hobel für 2,45 Euro und übe erstmal damit. Wenn das gut klappt, nimmst Du wieder Deinen Futur. Das Umweg über den Systemie würde ich nur machen, wenn es mit dem Wilki Classic nicht klappen sollte. Du investierst dabei so gut wie nichts. Ansonsten weiterüben mit Futur und Feather Zwinkernd Lächelnd

Mach einfach, wie Du denkst, das wird schon. Nicht drücken, nicht quer ziehen, den Hobel. Einseifen, warten, rasieren. Nochmal seifen, nochmal warten, nochmal rasieren. Erstmal nur mit dem Strich. Übung und Technik finde ich wichtiger als das Gerät.

LG Periklés
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nudelnrasieren
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« Antworten #3 am: 08. Januar 2018, 17:19:54 »

Warum so ein Gedanke?

Bleib am Ball, du kannst dir einen anderen Hobelgesellen besorgen und damit weiter machen.
Du wirst Erfahrungen sammeln müssen. Und ein paar verschiedene Klingen. Ist ein ernstgemeinter
Rat. Schau dich im Mitgliederhandel um.

Gruss

Rasiersystemerasuren sind schon anders als Hobelrasuren.
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Obihörnchen
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« Antworten #4 am: 08. Januar 2018, 17:28:25 »

Hallo,

also das mit der Umgewöhnung glaube ich persönlich nicht. Bin damals direkt vom Elektrorasierer zum Messer gewechselt,
habe mich nicht umgebracht (anscheinend^^) und die Haut hat sich doch auch relativ schnell erholt, als ich den richtigen Druck
etc. nach ein paar Wochen raus hatte.
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rotie74
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« Antworten #5 am: 08. Januar 2018, 17:35:47 »

Hallo ctrl,

auch ich würde dir nicht empfehlen, jetzt noch einen Systemie zu kaufen. Du kannst dir das Geld defintiv schenken.
Mit dem Wilkinson Classic (kurz "WC") kannst du nicht viel falsch machen - der Hobel funktioniert und kostet fast nichts. Zum Erlernen der Technik reicht der völlig.

Wenn du etwas mehr Wert auf Haptik legst, würde ich dir den Merkur 23c oder 34c empfehlen. Dann hast du eben kein Federgewicht aus Plastik in der Hand  Zwinkernd.
Ansonsten hast du mit dem Futur schon einen sehr ansprechenden Hobel - aus meiner Sicht aber eher etwas für Fortgeschrittene. Üben, üben, üben... und vor allem nicht drücken.  Daumen hoch

Gruß
Stefan
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alvaro
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Mit sanfter Schärfe glatt!


« Antworten #6 am: 08. Januar 2018, 20:19:22 »

Systemi bringt nichts.
Ich bin damals von Systemi auf Hobel gewechselt und hatte trotzdem mehrere Wochen das Problem mit brennender Haut und kleinen Schnitten.
Ob WC oder Futur zugedreht macht, für mich, auch keinen großen Unterschied.
Einzig die Feather ist, für mich, ein Problem.
ich nutze diese Klinge nur im feather DS 1 Hobel.
In allen anderen Hobeln ist sie mir zu aggressiv.
(Ich müsste sie aber einmal testen)
Im Supermarkt oder im Drogeriemarkt ein paar (weniger scharfe) Klingen gekauft und im Futur, im zugedrehten Zustand weiter testen.
Nach 1-2 Wochen wirst du kaum noch, oder keine, Probleme mehr haben.
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Hellas
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« Antworten #7 am: 08. Januar 2018, 21:08:18 »

Ich kann alvaro nur zustimmen. Der Futur wäre zwar nicht meine Einstiegsempfehlung für einen Anfänger, aber er ist ohne Zweifel ein toller Hobel und da du ihn jetzt nun mal hast, ist es Sinnlos, den wegzulegen und sich als "Alternative" nach einem Systemie umzusehen. Eher mal eine sanftere Klinge nehmen (Personna Platinum, Astra, Lord z.B, oder Klimgensampler bestellen), Futur auf 1-1,5 runterdrehen, "Arschbacken zusammenkneifen" und durch. In 1-2 Wochen hat sich das Thema erledigt und dann kannst du den Futur auch (langsam) aufdrehen, bis deine Idealeinstellung zwischen Gründlichkeit und Sanftheit gefunden ist. Alles andere fände ich jetzt ziemlichen Mumpitz..

Vor allem: Nicht audrücken, niemals aufdrücken, keinesfalls aufdrücken Teuflisch
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Onkel Hannes
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« Antworten #8 am: 09. Januar 2018, 00:29:41 »

+1

Wenn Du Dich an den Futur gewöhnen willst, dann kannst Du das auch gleich mit dem Futur machen, auch wenn Du in der Tat eine etwas anspruchsvollere Kombination gewählt hast. Ständig was wechseln aber kannste später, auch das ist in gewisser Weise anspruchsvoll. Am Anfang nicht eine zu hohe Erwartungshaltung haben, und aufdrücken sollte man vor allem nicht (letzteres wurde bisher nur unzureichend erwähnt Grinsend)
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That's my secret, Cap. I'm always angry. (Dr. Bruce Banner, The Avengers)
herzi
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« Antworten #9 am: 09. Januar 2018, 08:51:54 »

Wenn Du Dich an den Futur gewöhnen willst, dann kannst Du das auch gleich mit dem Futur machen, ...

Klingt logisch Grinsend

Unter ständig wechseln fällt auch den Futur nicht verdrehen. Laß ihn anfangs "zu". Auch wenn die Versuchung groß ist.
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Gruß,
Stefan
Kraxel
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« Antworten #10 am: 09. Januar 2018, 08:59:30 »

Mit einem Systemrasierer wird man anders umgehen als mit einem Merkur Futur. Die Systemrasierer sind leicht und vor allem die Schwingkopfgeräte mit Gleitstreifen verführen zum "wild im Gesicht herumfuhrwerken" und Aufdrücken.
Es spricht jedoch nichts dagegen, beides parallel zu probieren. Versuch macht kluch  Grinsend
Allerdings führen Systemies nicht sofort zwingend zum Überwinden eines Rasurbrandes.
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equest
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« Antworten #11 am: 14. Februar 2018, 23:36:11 »

Ist das ein sinnvoller Schritt oder führen Systemies genauso schnell zu Rasurbrand?

Systemies reizten meine Haut schon immer stärker als Hobel. Ich denke mal, das geht vielen so, sonst gäbe es Hobel heute vielleicht nur noch im Museum zu bestaunen. Fazit: ich würde es lassen mit dem Zwischenschritt.
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equest
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« Antworten #12 am: 14. Februar 2018, 23:42:46 »

Noch bzgl. Rasurbrands: rasiere dich mit deinem Hobel nicht zu lange. Nicht zu oft über die gleichen Stellen. Lebe lieber damit, dass Deine Rasur die ersten Wochen an Problemstellen etwas ungründlich ist. Übung macht den Meister.
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BaRe81
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« Antworten #13 am: 15. Februar 2018, 09:24:48 »

Obs gut ist  / funktioniert oder nicht kann ich nicht beurteilen, ich habe nur schon gehört, dass es auch helfen soll, die Gleitwirkung des Schaums zu erhöhen...
Was zum Beispiel so zu bewerkstelligen ist: wenn nicht eh schon gegeben, dann Haut und Haare nass machen, etwas Öl ein massieren und dann erst ein schäumen...
Evtl. ja ein Versuch wert....
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equest
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« Antworten #14 am: 15. Februar 2018, 10:31:30 »

Obs gut ist  / funktioniert oder nicht kann ich nicht beurteilen, ich habe nur schon gehört, dass es auch helfen soll, die Gleitwirkung des Schaums zu erhöhen...
Was zum Beispiel so zu bewerkstelligen ist: wenn nicht eh schon gegeben, dann Haut und Haare nass machen, etwas Öl ein massieren und dann erst ein schäumen...
Evtl. ja ein Versuch wert....

Stimmt. Auch Nivea-Creme kann man dazu mal ausprobieren. Versucht macht kluch. ;-)
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