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Autor Thema: Merkur 34C Klingenposition ist nicht reproduzierbar  (Gelesen 3041 mal)
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Klabauter
Neuling

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« am: 29. Dezember 2017, 15:52:56 »

Hallo,

ich habe seit einer Woche meinen ersten Hobel, den Merkur 34C.

Mir ist aufgefallen, das sich die Klinge nach dem zuschrauben nie an der selben Stelle befindet. Die Klinge hat bei leicht gelockerter Verschraubung sehr viel Spiel. Ich dachte, das man die Klinge einlegt, zudreht und sich die Klinge von selbst justiert. Bei meinem 34C ist das leider nicht so. Ich benutze die ASP, habe aber auch Feather und Personna.
Nach einer "reizenden" Rasur habe ich mir danach die Klinge angeschaut und sie war an der einen Seite 1mm weiter zur Schaumkante raus als auf der anderen Seite. Wenn ich die Verschraubung etwas löse kann ich die Klinge an den überstehenden Flügeln in alle Richtungen um etwa 1mm verschieben. Sogar ein verdrehen ist möglich, so das die Klinge nicht mehr parallel zur Schaumkante verläuft.

Meine Frage an Euch: Muss man bei Hobeln (Merkur und Mühle interessieren mich besonders) generell die Klinge penibel manuell ausrichten? Habe ich ein Montagsmodell oder eine Fälschung erworben?

Leider habe ich in der Nähe kein Rasurfachgeschäft mehr um sich verschieden Modelle anzuschauen. Zum Vergleich hab ich den Wilkinson Classic für 4€ geholt. Bei dem sitzt die Klinge bombenfest.

Gruß
Kai
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rotie74
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« Antworten #1 am: 29. Dezember 2017, 16:05:07 »

Hallo Kai,

ich habe auch einen Merkur 34c. Bei meinem Modell sitzt die Klinge bombenfest und gerade vor den beiden Schaumkanten.
Allerdings habe ich auch das Gefühl, dass die eine Seite des Hobels etwas aggressiver ist als die andere Seite. Beide Seiten rasieren aber dennoch absolut top.
Die Klinge hat auch bei meinem Hobel beim Einlegen minimal Spiel zu den Seiten. Wenn man sich konzentriert, bekommt man es aber passend hin, dass beide Schaumkanten gleich zur Klinge stehen.

Ja, in diesem Punkt ist der WC tatsächlich besser.

Gruß aus Ahaus
Stefan
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ElDirko
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« Antworten #2 am: 29. Dezember 2017, 16:17:46 »

Bei einigen meiner Merkur Hobel muss ich die Klinge bewusst einlegen und darauf achten das sie auch zentriert sitzt.

Wenn man es wie folgt macht sitzt die Klinge fast immer optimal:

- Deckel auf einen Tisch legen
- Klinge rauf legen
- Mittelteil auflegen und sauber direkt nach unten fest drücken
- Griff aufschrauben

Meine Mühle Hobel zentrieren alle sehr gut.
Meine Fattip zicken wie einige der Merkur Hobel etwas rum.
Der Rochwell 6C zentriert sauber.

Gruß
Dirk
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rotie74
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« Antworten #3 am: 29. Dezember 2017, 16:32:19 »

@ElDirko: Genau so lege ich die Klingen auch ein. Das hat bisher immer gut gepasst und man kann so die Mitte ziemlich genau treffen.

Bei meinem Merkur Futur habe ich das Problem nicht. Der hat aber auch eine andere Verschlusstechnik  Zwinkernd.
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947
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« Antworten #4 am: 29. Dezember 2017, 16:59:10 »

Ich habe auch zwei Merkur Köpfe. Einmal CC bzw. OC. Mit beiden Köpfen habe ich keine Probleme...und würde die vom Thread-Ersteller
geposteten Probleme auch nicht akzeptieren. Wenn das bei einem 4 Euro-Hobel funktioniert....sorry, aber dann würde ich dieses Montags-Modell
umtauschen. Ohne Wenn und Aber.
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Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben der Glut.
Klabauter
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« Antworten #5 am: 29. Dezember 2017, 17:51:43 »

Dann werde ich den Merkur umtauschen. Hoffentlich wandert der nicht zum nächsten Kunden.  Traurig
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Standlinie
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Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« Antworten #6 am: 29. Dezember 2017, 18:52:07 »

Bei manchen Merkurhobeln liegen zum Teil nicht unerhebliche Qualitätsschwankungen vor. Hier im Forum wurde verschiedentlich darüber gesprochen. Also ist es fast schon normal, dass es beim ein oder anderen Hobelmodell Streuungen gibt.
Ich würde Merkur direkt ansprechen. Vielleicht ist die Firma so kulant und tauscht den Hobel aus. Ich hatte diese Probleme mit einem 37c und einem Reisehobel. Ich bin dann nach Solingen gefahren und habe Merkur meine Problemfälle gezeigt. Innerhalb von zwei Wochen bekam ich Ersatz, der keine Fehler aufwies. An Deiner Stelle würde ich auch so vorgehen.

Beim Zuschrauben eines Hobels muss sich eine Rasierklinge gewissermaßen selber ausrichten. Dazu dienen die beiden äußeren Zentrierzapfen. Das funktioniert in der Regel auch bei den meisten Hobeln. Und von einem neuen Hobel der zudem noch in Deutschland produziert wird, kann und muss ich das auch erwarten.
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Die Nachhaltigkeit einer gründlichen Nassrasur zeigt sich 24 Stunden später an nur gering und gleichmäßig nachgewachsenen Bartstoppeln.
wiese
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« Antworten #7 am: 29. Dezember 2017, 20:48:54 »

Bei Hobeln aus Zinkdruckguss sind Abweichungen in Form und Abmessungen sehr unwahrscheinlich. Das Gussverfahren ist äußerst genau.
An der Chrombeschichtung kann es auch nicht liegen, die ist zu dünn.
Bei meinem 23er hat die Klinge beim Einlegen auch recht viel Spiel. Nach dem Zuschrauben liegt die Klinge aber richtig. Allerdings sehe ich da auch nicht
so genau hin. Beim WC sitzt die Klinge dagegen wirklich press. 1 mm Unterschied kommt mir recht viel vor. @Klabauter kannst du mal ein Bild davon einstellen?
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Wombat
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« Antworten #8 am: 29. Dezember 2017, 21:13:18 »

Ich habe den Merkur 34 G wie Gold. Ich benutze ihn aktuell nur mit ASP Klingen.

Ich fädele die Klinge immer zuerst auf den Kopf auf, so dass sie satt in den beiden dicken runden Zentrierstiften sitzt. Dann stecke ich von oben den Griff auf und schraube zu. Die Klinge sitzt immer bombenfest und absolut gut reproduzierbar.

Guido
WOMBAT
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Klabauter
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« Antworten #9 am: 30. Dezember 2017, 01:00:23 »

Ich habe mal Fotos gemacht. Bei allen Bildern ist der Hobel fest verschlossen. Die Unterschiede kann man an der linken Seite gut erkennen.

Klinge nach links verschoben:


Klinge nach rechts verschoben:


Klinge verdreht:
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wiese
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« Antworten #10 am: 30. Dezember 2017, 10:07:35 »

Also wenn ich beim 23er die Klinge bewusst auf eine Seite ziehe und dann zudrehe, dann kann ich sie auch etwas aus der Mitte bringen. Wenn sie aber locker liegt, kommt sie immer in die Mitte. Ob ein Zehntel Millimeter mehr links oder rechts ist mir egal. Beim Rasieren habe ich jedenfalls noch nie was bemerkt.
Bau doch mal wie von Wombat beschrieben zusammen, dann sollte das stimmen.
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Onkel Hannes
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« Antworten #11 am: 30. Dezember 2017, 11:44:47 »

Ich nehme, seit ich meinen 34C habe, also seit mittlerweile 8 Jahren, beim Klingenwechsel die Kopfplatte an den schmalen Seiten zwischen Daumen und Zeigefinger, so daß die Schraube von der Hand wegzeigt. Dann lege ich die Klinge auf, und fixiere sie ebenfalls seitlich mit Daumen und Zeigefinger, bevor ich den Hobel zuschraube, ohne mir irgendwie Gedanken über die Ausrichtung zu machen.

Vielleicht hilft dieses Verfahren, die Klinge zu zentrieren.

Wenn ich nun absichtlich die Klinge etwas schief mit den Fingern fixiere, kann auch ich mit meinem 34C das beschriebene Verhalten in gewissen Grenzen nachvollziehen. Das mögliche Spiel zwischen Kopfplatte des Hobels und der Klinge hängt auch von der Klinge ab, mit einer Personna kann ich mehr Asymmetrie provozieren als mit einer Astra. Wie gesagt hat mich dieser Umstand aber nicht davon abgehalten, mich mit dem 34C trefflich zu rasieren. Im normalen Betrieb stellt sich mir dieses Problem nicht.

Edit: Der Wilkinson Classic hat längere Zentrierstege anstatt Zapfen, in der Tat ist das mögliche Spiel um die Achse daher geringer.
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2017, 11:52:34 von Onkel Hannes » Gespeichert

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nudelnrasieren
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« Antworten #12 am: 30. Dezember 2017, 22:27:50 »

Mir ist aufgefallen, das sich die Klinge nach dem zuschrauben nie an der selben Stelle befindet. Die Klinge hat bei leicht gelockerter Verschraubung sehr viel Spiel. Ich dachte, das man die Klinge einlegt, zudreht und sich die Klinge von selbst justiert.

Das ist schon krass viel Spiel. Meiner hat nicht soviel Spiel und er dreht die Klinge ohne Probleme ziemlich zentriert zu.
Vielleicht noch ein Bild wo die Klinge im Deckel liegt ohne Griff, so von Oben.

Würde es Umtauschen.

Gruss
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