gut-rasiert
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Autor Thema: Was habe ich hier für ein Messer?  (Gelesen 1657 mal)
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nietzschko
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Du piekst!


« am: 13. Juli 2016, 19:58:41 »

N'abend zusammen :-)

Ich bin vor kurzem auf dieses Forum gestossen, weil ich mich gründlicher mit meinem "Wilkinson irgendwas" Systemrasierer rasieren wollte. Nach kurzer Lektüre war ich davon überzeugt, dass dieser sofort ausgemustert und ein Hobel angeschafft werden müsse. Gesagt getan ;-)
Nun rasiere ich mich also seit einigen Tagen mit einem Hobel und das klappt auch schon ganz gut. :-)
Aber wie das nun manchmal so ist finde ich jetzt plötzlich Messer ganz toll :-P
Wahrscheinlich kann das der ein oder andere hier nachvollziehen. Zwinkernd

Aber langer Rede kurzer Sinn - ich will zum Thema kommen. Mir ist das unten abgebildete Messer "zugeflogen". Ich habe es kurz oberflächlich gereinigt und fotografiert.

Und nun würde ich gern etwas mehr darüber wissen. Zum Beispiel:

- wie alt ist es wohl ca.?
- woraus mögen wohl die Griffschalen sein?
- wie beurteilt ihr den allgemeinen Zustand?
- in die Griffschalen ist innen noch eine Zahl eingestanzt: 1037.4/8 was mag die bedeuten?









Ich bin gespannt ob ich etwas herausfinden kann. Einer der Vorbesitzer hat wohl seinen Namen in die Griffschalen geritzt... leider kann ich den nicht entziffern.

Einen schönen Abend aus Hamburg!

PS:
Ich hoffe das passt unter Restaurierung?
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Bengall Reynolds
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« Antworten #1 am: 14. Juli 2016, 00:20:22 »

[quote author=nietzschko link=topic=31906.msg588864#msg588864 date=1468432721

Und nun würde ich gern etwas mehr darüber wissen. Zum Beispiel:

- wie alt ist es wohl ca.?
1037 dürfte für Oktober 1937 stehen
- woraus mögen wohl die Griffschalen sein?
Könnte Bakelit sein? Kann ich nicht genau erkennen. Mit Inlay aus Metall auf jeden Fall sehr außergewöhnlich bzw. selten.
- wie beurteilt ihr den allgemeinen Zustand?
Gut
- in die Griffschalen ist innen noch eine Zahl eingestanzt: 1037.4/8 was mag die bedeuten?
Wie oben erwähnt. Zudem eine 4/8 Klingenbreite.

Ich bin gespannt ob ich etwas herausfinden kann. Einer der Vorbesitzer hat wohl seinen Namen in die Griffschalen geritzt... leider kann ich den nicht entziffern.
Ist typisch, da Hersteller oft eine Garantie gewährt haben. Das man den Kaufbeleg aufbewahren muss war eine Maßnahme um da wieder raus zu kommen. Damals haben oft sogar noch die Verkäufer das Kaufdatum eingraviert[/color=red]
[/quote]
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Rockabillyhelge
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NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #2 am: 14. Juli 2016, 00:39:42 »

1037 wird wohl eher eine Bestellnummer sein, Schalen sind aus Ebonit (Hartgummi), keinesfalls aus Bakelit, ich weis nicht warum sich dieses
Gerücht so hartnäckig hält, aber aufgrund seiner spröden Konsistenz eignet sich Bakelit nicht für Rasiermesserschalen, wer jemals eine Gillette
oder Rotbart Box versucht hat mit dem Daumen einzudrücken weis warum.
Zustand ist gut, etwas Verschliff, lässt sich aber hinbiegen, stimme da Bengall R. vollkommen zu.
4/8" ist logischerweise die Klingenbreite für welche die Hefte vorgesehen waren.

Die No.100 ist ein verbreiteter Rohling der gerne mit Kayser Ellison Stempelung daherkommt, wurde viel von Schulze verwendet in Größe von 4/8"
bis 6/8", ggf. aus dem gleichen Rohling wie die Schulzes gemacht, ist ein toller Stahl den man prima schleifen kann.
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Auch mit Bart immer gut rasiert Smiley
nietzschko
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Du piekst!


« Antworten #3 am: 14. Juli 2016, 07:33:19 »

Danke für die Hinweise.  Daumen hoch

Hartgummi passt auch gut zur Konsistenz. Der Griff ist fest aber gut zu biegen, ohne dass man Angst ahben müsste er könnte brechen.
Der Keil hinten ist weiss, allerdings ist er, glaube ich, nicht aus Metall. Dafür sieht er etwas zu stumpf aus. Kann man auf den Fotos nicht so genau erkennen.

Ich habe auch noch etwas über Carl Schmidt Sohn herausgefunden, bzw über das Logo der Firma, welches eingraviert ist. Laut dieser Seite http://since1829.net/geschichte?lang=de wurde es zwischen 1897 und 1915 benutzt.
Das würde dafür sprechen, dass die Zahl 1037 eine Bestellnummer ist. 20 Jahre im Ladenregal oder Schaufenster wären schon ungewöhnlich vermute ich.

Und schon geht es los mit den Geschichten die das Messerchen erzählt  Smiley

Dass der Stahl sich gut schleifen lässt, hilft mir hoffentlich bei meinen ersten Schärfversuchen! Prinzipiell ist der Zustand, nach der ersten Reinigung, schon so gut, dass ich von einer Restaurierung wohl absehen werde. Das kann im Orginalzustand bleiben. Wir wohl eh nicht das letzte sein was hier bei mir aufschlägt  Zunge

Noch eine Frage zur Schneide. Sie ist nicht ganz plan, muss das vor dem Schärfen korrigiert werden? Oder kann man sich auch mit eine nicht ganz geraden Klinge rasieren?
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nietzschko
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« Antworten #4 am: 05. August 2016, 19:20:48 »

So nun ist das Teil wieder scharf  Lächelnd

Nach wochenlanger Lektüre und einigen Stunden mit Steinen und Riemen konnte ich mich eben zum ersten Mal damit rasieren Smiley Da ich noch Messeranfänger bin, kann ich nicht genau sagen wie es war ,aber die Stoppeln sind ab. Gegen den Strich war etwas hakelig, aber ich denke das liegt an der Technik. Der berühmte Haartest klappt jedenfalls einigermassen über die ganze Klingenlänge, also denke ich mal die alte Klinge ist scharf.

Schon irre sich mich hundert Jahre altem Stahl zu rasieren  Schockiert

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