gut-rasiert
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Autor Thema: Rocnel Single Edge Razor  (Gelesen 4851 mal)
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karsten
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« Antworten #15 am: 07. November 2016, 15:10:12 »

Kann mir jemand eine Bezugsquelle nennen? Das gute Stück kann ja leider nicht direkt auf der Herstellerseite bestellt werden.
Ich habe nur die Seite www.extrashaving.com gefunden. Gibt es noch andere, oder ist das die offizielle Bezugsquelle?

www.yourshaving.com
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heikok
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Frisch, fromm, fröhlich, frei!


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« Antworten #16 am: 08. November 2016, 10:06:08 »

Kann mir jemand eine Bezugsquelle nennen? Das gute Stück kann ja leider nicht direkt auf der Herstellerseite bestellt werden.
Ich habe nur die Seite www.extrashaving.com gefunden. Gibt es noch andere, oder ist das die offizielle Bezugsquelle?

www.yourshaving.com

Danke (immerhin EU  Daumen hoch), aber dort ist er ausverkauft.
Schön zu sehen, das es dort wohl auch demnächst die anderen Modelle geben wird.
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chillies
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Wer sich nicht nass rasiert ist selber schuld


« Antworten #17 am: 15. Februar 2017, 20:52:24 »

Liebe Forumsfreunde,
mir ist bewusst, dass ich mit diesem Bericht nicht in jedem Punkt der gleichen Meinung wie meine Vorschreiber bin, aber es ist MEIN Bericht und es sind meine Eindrücke und ich wünsche Euch viel Spaß dazu!

Eine beschädigte Klinge sollte zum Einsatz kommen. Die ausgebrochene Seite entfernt und die heile Seite in den ROCNEL SE. Er flößt einem ja gehörigen Respekt ein, mit der weit vorstehenden Klinge. Bei meinen Versuchen mit dem Bevel habe ich mir eine besonders leichte Führung an trainiert, dies ließ mich Mut fassen und ich legte los.

Viertagebart
RS Monsavon, traumhafter Schaum wie immer, ordentlich einmassiert.
RP Mühle Stylo Micro Fibre
RH ROCNEL SE
RK Rotbart Platinveredelt, ich vermute dass es die unter Gillette-Ägide hergestellte Klinge ist
m/g/q
Danach Golddachs Pflegetonicum und Proraso-Reparaturgel, weil ich an einer Stelle die leichte Führung vergaß

Das Geräusch ist einzigartig, fast ein Klingeln in dem massiven Metallkörper. Die Klinge sitzt gerade fest genug um nicht zu flattern. Die ersten Züge waren vielversprechend, erstaunlich gründlich, wie ich es eigentlich nicht erwartet hatte. Die Rotbartklinge hat auf den ersten Blick unter der Einschlaglupe den gleichen Schliff wie die Bevel-Originalklinge, die im gleichnamigen Hobel zwar sehr sanft, aber nicht sehr gründlich auftrat.
Der Hobel verhält sich gutmütig, knattert ordentlich durch die Viertagestoppeln, ohne sich zu zu setzen, wie man es angesichts der Schaumkantenform erwarten könnte.

Einfache Handhabung. Der Winkel ist schnell gefunden, die 30° wie sie auch für viele anderen Hobel empfohlen werden, sind ein guter Anfangswert. Mit der Monsavon-Seife konnte ich ohne weiteres vier Züge machen, bevor Ausspülen angesagt war.

Er ist mein gründlichster Hobel, ohne Bissigkeit. Meines Erachtens gerade noch sanft zu nennen. Mit wenigen Zügen fertig, keine Nacharbeit. Nach der Kaltwasserbehandlung und der Anwendung des Golddachs-Tonicums, ist alles blitzeblank. Ein wenig abgeschabte Haut, ABER kein Rasurbrand  fest zu stellen. Alles im grünen Bereich. Ein Pünktchen, wo ich zu fest aufdrückte.

Mein Lieblingshobel wird er nicht. Die überstehenden Klingenkanten, die an Nase und Ohren unangenehm sind und das umständliche Vorbereiten der Klinge verhindern das, aber wenn mal wieder eine Klinge beschädigt ist und geteilt werden muss, freue ich mich schon darauf, ihn wieder ein zu setzen. Ich werde ihn nun eine Woche lang benutzen, wie ich mir das für alle Hobel angewöhnt habe und ihn genauer kennen lernen. Ich bin mir sicher, er wird mir Freude bereiten.

Herzliche Grüße

Michael
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Man hat immer zwei Hobel zu wenig
mikri
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Ich kann mit allen R41 rasieren


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« Antworten #18 am: 16. Februar 2017, 13:12:40 »

Lieber chillies
Es gibt auch halbe Klingen zu kaufen.
Mein Liebling ist er auch nicht. Ich habe ebenfalls moniert, dass ich mir mit den seitlichen Klingenüberständen die Nase perforierte.
Ich bin auch nicht selber drauf gekommen, aber - die lassen sich sehr einfach und leicht abbrechen.
Klinge einspannen, ausrichten, festziehen und mit dem Daumen klack links, klack rechts von oben gegen unten die Flügel abbrechen.

LG mikri
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Mit Verarzten dauert's länger

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Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« Antworten #19 am: 16. Februar 2017, 13:22:31 »

Ich neheme als Hilfsmittel immer eine kleine Blechschere und eine Kreditkarte, Führerschein, o.ä..
Mit der Blechschere schneide ich die Klinge zurecht, damit nichts übersteht, schiebe sich teilweise in den Schlitz des Rocnelhobels und drücke sie sanft mit der Kreditkarte in die richtige Position im Hobelkopf. Das ist für mich kein Aufwand und der Hobel ist einsatzbereit. Mit einer alten Klinge schiebe ich eine aufgebrauchte Klinge aus dem sehr schmalen Schlitz des Hobelkopfes heraus, bevor eine neue Klinge wieder eingelegt wird.
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Die Nachhaltigkeit einer gründlichen Nassrasur zeigt sich 24 Stunden später an nur gering und gleichmäßig nachgewachsenen Bartstoppeln.
Ocrana
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« Antworten #20 am: 16. Februar 2017, 14:45:02 »

Irgendwie erinnert mich der Hobel an einen Hammer mit diesem riesigen Kopf. Gut, dass ich mich ohnehin auf DE-Hobel spezialisiert habe Zwinkernd.
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Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« Antworten #21 am: 05. Dezember 2017, 22:47:27 »

Meine Erfahrungen mit dem Rocnel-SE-Hobel

Ich besitze einen Rocnel-SE-Hobel, sogar noch ein aus der ersten Serie stammendes Exemplar. Und ich kenne inzwischen auch alle Einwände, die in den verschiedenen Rasiererforen gegen diesen Hobel erhoben wurden und wohl immer noch werden. Viele dieser Einwände mögen dabei rein subjektiver Natur sein und ich stimme dem zu, dass das Bauchgefühl dann den inneren Widerstand gegen diesen Hobel verstärken kann. Mir ging es anfangs ähnlich. Die gegen den Rocnel erhobenen Einwände lauten beispielsweise:

- das Aussehen des überaus massiv konstruierten und somit recht unförmig aussehenden Hobelkopfes (Thors Hammer) ist eine Zumutung;
- der Hobelkopf hat ein sehr hohes Gewicht von mal nur 59 Gramm;
- der Edelstahlgriff ist überaus massiv gehalten und auch schwer;
- das Gesamtgewicht des Hobels beträgt satte 139 Gramm, und er zählt damit zu den absoluten Schwergewichten (der Mühle Rocca wiegt 75 Gramm);
- die Hobelführigkeit wird durch das hohe Gewicht des Hobels eingeschränkt;
- der Klingenaufnahmespalt erschwert das Einlegen der halbierten DE-Rasierklinge;
- der recht schmal gehaltene Hobelkopf lässt die Rasierklinge überstehen und trägt zu einem Verletzungsrisiko bei an Ohrläppchen, Nase und an den 
   Halszonen;
- der richtige Rasurwinkel soll aufgrund des Hobelgewichtes nur schwer zu finden sein;
- zuletzt bildet das Hobelgewicht für jede Bodenfliese ein Bruchrisiko, falls der Hobel einmal auf den Boden fallen sollte.

Man kann – zusammengefasst - schon so einiges in den deutsch- und englischsprachigen Rasiererforen über diesen Hobel nachlesen und das, was man so liest, trägt nicht unbedingt dazu bei, dass man sich für diesen Hobel erwärmen könnte. Trotz aller Unkenrufe zeichnen diesen Hobel aber auch einige Vorteile aus, die bei all den nachlesbaren weniger positiven Eigenschaften naturgemäß weniger in den Vordergrund treten. Diese Vorteile möchte ich hier der Vollständigkeit halber einmal aufführen, denn ich habe mehr als ein Jahr lang über viele Rasuren ausreichende Erfahrungen mit meinem Rocnel sammeln können. Letztendlich ist es mit diesem Hobel auch nicht anders als auch mit einem Mühle 41 oder dem Wuttig oder dem Nadelspitzen-Mulcuto. Man muss den Hobel erst einmal kennenlernen. Dann kann man ihn auch beherrschen und erzielt sehr befriedigende Rasurergebnisse. Regelmäßige Übung führt zur Meisterschaft.

Ein Rocnel-SE-Hobel kann folgende positive Eigenschaften vorweisen:

- dieser SE-Hobel ist sehr gut verarbeitet und aus einem 316er Edelstahl hergestellt;
- der Rocnel ist im Vergleich zu einigen anderen Konkurrenzprodukten bezahlbar;
- als Rasierklinge können einfach halbierte DE-Rasierklingen eingelegt werden und Spezialklingen scheiden aus;
- das Gewinde der Gewindeschraube ist metrisch ausgelegt, so dass alle gängigen Griffe von Merkur, Mühle und Co. aufgeschraubt werden können;
- die Gewindeschraube für den Griff kann herausgeschraubt werden, damit lassen sich die schöneren Griffe alter SE-Hobel anschrauben (z.B. von Star, Gem
  oder Ever Ready)
- wenn man ihn zu führen versteht, ist der Rocnel bei der Rasur ein führiger und leicht zupackender Rasierhobel;
- das mit diesem SE-Hobel erzielbare Rasurergebnis lässt bei mir keine Wünsche offen;

Hier folgen zwei Bilder, denen zu entnehmen ist, wie ich meinen Rocnel bei der Rasur anfasse und wie ich die Rasierklinge im Hobelkopf einsetze. Ich positioniere die genaue Lage der Klinge mit einer Plastikkarte (Führerschein, Scheckkarte, etc.), die die Klingenschneide nicht beschädigt.

 

Abbildung 1:  Sichere Hobelführung bei der Rasur durch eine kopfnahe Hobelhaltung.

 

Abbildung 2:  Vermeidung von Schnittverletzungen durch eine verkleinerte Rasierklinge.


Ich habe an meinen Rocnel auch die unterschiedlichsten Griffe (gewichts- und längenmäßig) angeschraubt und mich damit rasiert. Ich erhoffte mir davon, denjenigen Hobelgriff zu finden, der mit zu einer optimalen Rasur verhelfen würde. Letztendlich reicht aber der werkseitig vorgesehene schwere Originalgriff aus, um auch damit ein gründliches und reizfreies Rasurergebnis zu erzielen. Beim Rocnel musste ich dazu nur meine Rasurtechnik etwas abändern. Ich fasse den Griff wie in der Abbildung 1 gezeigt dazu ungefähr einen Zentimeter hinter dem Hobelkopf an. Das reicht bei mir schon zur Verbesserung der Hobelführung. Damit wird der Hobel trotz seines recht hohen Gewichtes beherrschbar. Dann habe ich noch die beiden Enden der festen Schaumkante mit feinem Schmirgelpapier gebrochen. Jetzt kratzt nichts mehr auf meiner Gesichtshaut. Und die Rasierklinge beschneide ich an ihren Seiten so, dass sie von ihrer Breite ein wenig schmaler ist als der Hobelkopf (Abbildung 2). Damit fielen auch von mir erlittene leichte Verletzungen weg, die von den seitlichen Rändern der hervorstehenden Rasierklinge hervorgerufen wurden.

Inzwischen ist mir mein Rocnel-SE-Hobel so vertraut geworden, dass ich guten Gewissens ein weiteres Exemplar angeschafft habe, das ich einem sehr guten Freund zum sechzigsten Geburtstag schenken werde. Für diesen besonderen Anlass habe ich den zu verschenkenden Rocnel zusätzlich ein wenig überarbeitet. Dazu wurden von mir alle eckigen Kanten des Hobelkopfes geglättet und der Kopf selbst leicht poliert. Auf den Hobelkopf habe ich zur Erinnerung an den besonderen Geburtstag noch den Vornamen meines Freundes und die Jahreszahl seines diesjährigen Geburtstages einlasern lassen. Diese persönliche Widmung wird bei späteren Rasuren immer im Spiegel sichtbar sein, was die Freude des späteren Hobelnutzers bestimmt heben wird. Aber Geschmack ist natürlich immer eine individuelle Angelegenheit. Den Hobelgriff habe ich hinter dem Hobelkopf mit einem O-Ring aus Gummi versehen. Dort wird der Hobel während der Rasur angefasst.

Hier folgen noch einige Bilder von meinem und dem modifizierten Rocnel-SE-Hobel.





















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Oxylomorph
Neuling

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« Antworten #22 am: 24. Dezember 2017, 01:39:56 »

Bei mir ist heute der ROCNEL safey razor open comb SE (P) angekommen.

Das überstehende Stück der Rasierklinge an den Seiten habe ich einfach nach unten geknickt, somit kann es auch nicht mehr sonderlich stören.

Verglichen mit meinen anderen erheblich leichteren Hobeln ist dies eine Umstellung, aber mit der Gründlichkeit hatte ich nun bei der ersten Rasur soweit keine größeren Schwierigkeiten.

Anbei noch ein paar Bilder:




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