gut-rasiert
05. August 2020, 04:42:20 *
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Autor Thema: Einbettungstiefe der Klingen im Klingenblock: Abzug? Aufdrücken?  (Gelesen 2835 mal)
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Onkel Hannes
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« am: 03. M?rz 2016, 01:24:30 »

Im Fusion ProGlide-Thema ging es unter anderem um die Verlängerung der Standzeit der Klingen durch Abzug auf Handballen oder einem Ledergürtel. Einen mir anläßlich dieser Überlegung gekommenen Gedanken möchte ich hier gesondert weiterspinnen.

--

Vor der Rasur den Klingenblock abziehen (inzwischen an einem ausgedienten Gürtel)

Darf ich fragen, Hans, was Dich zum Gürtel bewegt? Empfindest Du es als sicherer gegenüber dem Handballenabzug, oder siehst Du andere Vorteile?

Natürlich darfst Du. Der Gürtel (übrigens aus dem Besitz von Madame Neter) hatte ausgedient und blickte mich aus seinen fünf Löchlein so flehend an, daß ich ihn kurzerhand seiner gewichtigen Schnalle beraubte und mittels eines dieser Löchlein an der Badezimmertür aufhakte. Seither verrichtet er freudig und zufrieden seinen Ablederdienst. Und meine Handballen danken es ihm. Das war mir Vorteil genug.

Ich möchte Deine Technik mangels Erfahrung mit Systemies nicht unbedingt in Frage stellen, Hans - aber doch ein Gedanke dazu:

Sowohl beim Mach 3 als auch beim Fusion ProGlide sind mir links und rechts der Klingen die beiden blanken Metallclips aufgefallen, die oberhalb der Klingenebene liegen und wohl die Klingen irgendwie fixieren. Bei den mir bisher bekannten Systemrasierern gab es nur Kunststoff, aber das Material ist nebensächlich. Viel wichtiger ist, daß die Klingen eine plane Oberfläche nicht berühren, wenn der Klingenblock auf dieser aufliegt. Ein ein parallel zu den Klingen aufgelegtes Stahllineal, das ganze gegen eine Lichtquelle gehalten, bestätigt dies: Licht scheint durch, und man kann zwischen Lineal und Klingen hindurchsehen.

Ein für den Abzug verwendeter Gürtel muß also schon sehr flexibel sein, wenn er die Klingen überhaupt, beziehungsweise nicht nur in der Mitte berühren soll. Wenn Du den Klingenblock auf dem Gürtel abziehst, dürfte darunter der Schein einer Taschenlampe nicht mehr sichtbar sein. Andernfalls wäre das ein Zeichen, daß die Klingen nicht oder nicht vollständig die Oberfläche des Gürtels berühren - und somit kein Abzug stattfindet.
Unter diesem Gesichtspunkt dürfte der Abzug auf dem doch sehr flexiblen Handballen zumindest theoretisch von Vorteil sein. Sind Deiner Erfahrung nach dennoch beide Varianten gleichwertig, Hans?

Den Gedanken weiterführend, komme ich zu dem Schluß, daß dieser Abstand aus konstruktiven Gründen eigentlich bei jedem Systemrasierer vorhanden sein muß, da ja die Klingen irgendwie in den Klingenblock "eingebettet" werden. Mit einem alten, verbrauchten Klingenblock, bei dem es auf eine Beschädigung des Grats nicht mehr ankommt, könnte man diesen Abstand, ich nenne ihn mal Einbettungstiefe, zum Beispiel mittels Glasplatte und Fühlerlehre näherungsweise ermitteln.

Zumindest allen hier bei mir vorhandenen Systemrasierern gibt es diese Einbettungstiefe, wie eine Prüfung mit dem Stahllineal ergibt: Bei Fusion und Mach 3, ebenso wie bei den hervorgeholten Contour, GII, Dorco 3-Klinger (Norma King Shave) und 3-Klinger (Lidl GBellini) und 5-Klinger (Real) von Eisfeld. Bei letzterem ist sie übrigens bemerkenswert gering im Vergleich zu den anderen genannten Modellen.

Mag diese Einbettungstiefe ein Grund dafür sein, daß man mit dem Systemrasierer dazu neigt, oder sogar gezwungen ist, stärker aufzudrücken als mit dem Hobel? Zumindest erscheint mir der Gedanke plausibel, denn zumindest beim gängigen Rasierhobel gibt es diese Einbettungstiefe nicht - nur der Winkel muß einigermaßen stimmen.
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Onkel Hannes
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« Antworten #1 am: 03. M?rz 2016, 01:32:41 »

Noch ein Gedanke: Es gibt ja, wenn ich mich recht erinnere, für relativ viel Geld eine kleine Abzugseinrichtung für Systemrasierer zu kaufen. Auch hier liegt die Überlegung nahe, wie es wohl konstruktiv gelöst sein worden mag, daß die Klingen die Oberfläche des Abziehmaterials berühren.
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kriklkrakl
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« Antworten #2 am: 03. M?rz 2016, 01:56:13 »

Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten für Vollkontakt..
entweder der Abzieher ist silikonartig /weich zum nachgeben,
oder er ist so breit wie die pure Klinge (ca 33 mm):
Ledergürtel mit 30mm Breite wäre also ok.

Und man kann die Klongen auch kaputt machen beim Abzug,
zumindest hatte ich das mit Jeans + Polierpaste geschafft  Grinsend
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« Antworten #3 am: 03. M?rz 2016, 02:25:47 »

Hallo,

ich hatte heute ein ganz anderes Problem....auch angeregt durch Eugen Neter, habe ich heute meine Fusion Klinge an einem Abziehleder für RM abgezogen und musste leider sehen, das der "Gleitstreifen" des Klingenblocks durch's Leder'n etwas zerstört wurde...es waren auch Lederspuren darauf zu sehen?
Auch waren anhaftungen vom Leder auf den Klingen zu sehen (nein, ich habe nicht in Schneidrichtung gezogen)....was habe ich falsch gemacht?
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Wer meine Rechtschreibung schon schrecklich findet, der sollte mich erstmal reden hören!


Gruß, Stefan
Eugen Neter
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« Antworten #4 am: 03. M?rz 2016, 05:14:16 »

1. Die Breite des Ledergürtels darf die pure Klingenbreite nicht überschreiten.
2. Beim Abziehen gilt wie auch beim Rasieren selbst: Nicht zu stark aufdrücken.
3. Ein weiterer Vorteil des Abziehens am Gürtel: Der Glibberstreifen löst sich ziemlich rasch in Wohlgefallen auf. (Ich pflege allerdings erst nach der 10. Rasur abzuledern.)
PS: Das Abziehen sollte an der Gürtelrückseite erfolgen. Empfohlenes Material: Weiches, bereits gealtertes Wildleder.
PPS: Auch der Balea Precision 5 (mit der 5fach-Klinge von Personna) hat - dank dieser Methode? - inzwischen fast 90 Rasuren hinter sich.
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AndreasTV
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« Antworten #5 am: 03. M?rz 2016, 07:49:28 »

Moin Smiley.
Hans hat ja schon Alles wirklich Wichtige Diesbezüglich geschrieben Daumen hoch.

Die "Einbettungstiefe" der Klingenbei den Klingenköpfen dürfte sich im Bereich - je nach Fabrikat / Hersteller & -modell so im Bereich von ca. 0,2 - 0,4 mm bewegen schätze ich mal. Der exakte Wert dürfte nicht wirklich nutzbringend sein wenn eben die Breite passt beim Abziehen.

MfG

Andreas
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Onkel Hannes
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« Antworten #6 am: 03. M?rz 2016, 09:54:34 »

An einen entsprechend schmalen Gürtel hab ich gar nicht gedacht - wäre zu einfach gewesen! Paßt. Das ist dann sicher auch besser als der Handballenabzug.

Was haltet Ihr vom Gedanken des Aufdrückens? Im Gesicht meine ich.
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rheinhesse
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« Antworten #7 am: 03. M?rz 2016, 10:30:44 »

An dieser Stelle möchte ich doch mal den EUREKA Rasierklingen Schärfer ins Spiel bringen. Die Breite des Abziehleders soll hier nicht breiter sein als die Klingen.
http://www.amazon.de/EUREKA-Rasierklingen-Sch%C3%A4rfer-bestem-Abziehleder/dp/B00UYS8VWW/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1456992851&sr=8-1&keywords=klingensch%C3%A4rfer
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"Sollten wir uns daher in den Kopf setzen, unsere Rasierseife von Grund auf selber zu machen, müssten wir erst das Universum erfinden." (frei zitiert nach Carl Sagan, Astrophysiker)
Onkel Hannes
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« Antworten #8 am: 03. M?rz 2016, 10:40:42 »

Genau den meinte ich oben, fand aber den Namen nicht.
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nero
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« Antworten #9 am: 03. M?rz 2016, 11:29:40 »

Was haltet Ihr vom Gedanken des Aufdrückens? Im Gesicht meine ich.

Ich bin der Meinung, dass man bei einem Systemrasierer etwas aufdrücken muss, damit man sich gründlich rasieren kann, denn nur so bekommt man die Haut auch an die Klingen.
Der Clou, dass die Haut eine konvexe Gestalt, durch die Geometrie des Klingenblocks und ohne Zugabe von externem Druck annehmen soll, halte ich für sehr fragwürdig. Das würde ja nur gehen, wenn der Klingenblock eine Art Sog auf die Haut ausübt, wie das bei einem offenen System funktionieren soll ist mir schleierhaft.

Interessant wäre doch mal ein Fusion Proglide Flexball Proshield Vacuum Rasierer. Dieser hätte dann eine hinter dem Klingenblock luftdicht abschließende Vakuumpumpe inklusive einer kleinen Barthaarauffangstation montiert, dann klappt´s auch ohne Druck  Grinsend
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Herne
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« Antworten #10 am: 03. M?rz 2016, 13:34:47 »

Was haltet Ihr vom Gedanken des Aufdrückens? Im Gesicht meine ich.

Ich bin der Meinung, dass man bei einem Systemrasierer etwas aufdrücken muss, damit man sich gründlich rasieren kann, denn nur so bekommt man die Haut auch an die Klingen.
Ich möchte grundsätzlich nicht widersprechen und mir leuchtet Hannes Erklärung mit der Einbettungstiefe ein. Ich denke mal die Dinger werden auch mit der obersten Prämisse entwickelt, daß sich der Massenkunde bei seiner morgendlichen Schnellrasur auf keinen Fall schneiden darf, sonst kauft er das Ding bzw. die Klingen nicht weiter.

Allerdings tue ich mir mit dem Begriff Drücken beim Fusion etwas schwer, wie ich unlängst im Flexball-Thread beschrieben habe. Ein wirkliches Drücken mit Widerstand wie z.Bsp. mit Contour, GII ..., wo man direkt von hinten kontrolliert Druck ausüben kann, ist bei der weich gefederten Fusionaufhängung eigentlich gar nicht machbar. Gut, man kann das Ding soweit umklappen, bis der Griff quasi 90° vom Kligenbrett weg steht, das liegt aber meiner Meinung nach dann schon außerhalb gängiger Rasurpraxis.

Eine entsprechend auf sanft getrimmte Kopfgeometrie bei Hobeln hat für mein Empfinden aber einen ähnlichen Effekt wie die beschriebene Einbettungstiefe. Beim EJ z.Bsp. mußte ich an manchen Stellen extrem Drücken, um an Stoppeln in gewissen Mulden und Nischen heranzukommen. Und ich habe es trotzdem nicht geschafft mich zu schneiden.
Und machen wir uns nichts vor, auch wenn beim Hobeln immer von 'auf keinen Fall aufdrücken' gesprochen wird, muß bei allen Hobeln irgendwie mit Druck gearbeitet werden, auch bei einem R41. Die Legenden von 'nur durch das Gewicht des Hobels' usw. halten der physikalischen Realität wohl kaum stand, oder? Grinsend
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AndreasTV
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« Antworten #11 am: 03. M?rz 2016, 17:20:29 »

... und ich ahnte doch das ich Was (= Druck) vergessen hatte .... Augen rollen.

Persönlich "mache ich so-viel Druck" das der Schwenkmechanismus gerade funktioniert = Mehr ist weder Nötig noch Gut Zwinkernd.
Und "Ja": die "Klingenbretter" "saugen" sich sinnbildlich an die Haut aufgrund des die Klingen haltenden & umgebenden Rahmens Zwinkernd, aufgrund eben das die einzelnen Klingen eben etwas "zurück-liegend" / Tiefer-liegend (in Bezug zum umgebendem Halterahmen Zwinkernd) und sich die Klingen bzw. dann der ganze Klingenkopf durch das zuerst stattfindende "an den Bartstoppeln einhaken" quasi an die Haut gezogen wird und dann die restlichen Klingen das Barthaar Direkt an der Hautoberfläche schneiden.
Ich weiß - Das tönt im erstem Moment doch recht seltsam, aber ... Zwinkernd.

MfG

Andreas
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humbug
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« Antworten #12 am: 07. April 2016, 03:55:35 »

Also ich finde ja den ganzen Thread seltsam. Auswechselbare Klingen wechsle ich aus, Punkt. Hatte nie den Drang da etwas abzuziehen. Ex und hopp. Vielleicht auch weil ich die günstigeren DORCO überwiegend verwende und 20 - 30 Rasuren mir weit ausreichend sind.
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