gut-rasiert
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News: "Forumsedition 2021 - Handgearbeiteter Rasierpinselgriff aus Rosenholz" ==> Bestellvorgang abgeschlossen
 
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Autor Thema: Zurück in die Zukunft – Wiedereinstieg in die Hobelrasur?  (Gelesen 7080 mal)
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Tim Buktu
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Mensch sei großzügig oder stirb! K.Brenner


« Antworten #75 am: 13. M?rz 2021, 21:34:48 »

Mir gefällt wie die Shark abschneidet. Die wollte ich mir schon lange mal zulegen.
Ist die nicht identisch mit der Lord Super Stainless?
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Tranquilo - In der Ruhe liegt die Kraft...

PS: Alles nur meine persönliche Meinung, die sich durchaus beeinflussen lässt und sich deshalb gelegentlich auch ändert!
MRetro
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« Antworten #76 am: 13. M?rz 2021, 21:48:17 »

Schau mal ins Wanderpaket, da müssten noch welche drin sein.

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Das Leben könnte so einfach sein ... muss es aber nicht.
bigloeffel
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« Antworten #77 am: 18. M?rz 2021, 08:54:35 »

Hallo liebe Hobel-Freunde,

nachdem das Ranking meines Klingentests mittlerweile feststeht, möchte ich nun zur Beurteilung der eingesetzten Hobel kommen. Ich hatte innerhalb von 30 Tagen fünf unterschiedliche Hobel eingesetzt und jeden Hobel für mindestens sechs Tage im Einsatz. Für mich waren hierbei die Hautverträglichkeit und die Gründlichkeit die wichtigsten Kriterien. Das Preis-Leistungs-Verhältnis, das Handling und die Fähigkeit mit den verschiedenen Klingen gut umgehen zu können spielten ebenso eine Rolle, waren mir allerdings nicht ganz so wichtig.

Hier nun das vorläufige Ergebnis meines Hobeltests:

Top 1: Merkur 23C  (sehr gut+++)
Top 2: Gillette Adjustable (sehr gut++)
Top 3: Mühle R89 (sehr gut+)
Top 4: Rockwell 6C (befriedigend+++)
Top 5: Wilkinson TTO (befriedigend+)





Merkur 23C
Der Merkur 23C war für meinen Bart- und Hauttyp und meine Ansprüche der eindeutig geeignetste Hobel. Er kam mit jeder der eingesetzten Klingen bestens klar. Einzig der ausgelieferte Griff fühlt sich doch recht billig an und ist mir etwas zu leicht und auch zu dünn. Daher habe ich mir für den 23C einen etwas schwereren und dickeren Griff besorgt um ihn so etwas optisch und auch haptisch aufzuwerten. Siehe hier: https://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,1479.msg686209.html#msg686209
Damit kommt er jetzt schon deutlich netter rüber. Ansonsten ist der 23C für mich ein sehr gut geeigneter Einsteigerhobel, der auch als Every-Day-Hobel für eine tägliche sanfte Rasur bestens geeignet ist. Für mein Gesicht bildet er die am besten geeignete Kombination aus Gründlichkeit und Hautverträglichkeit. Er bescherte mir stets angenehme und auch gründliche Rasuren und das völlig unabhängig von der jeweils eingesetzten Klinge.
   

Rockwell 6C
Ich hatte beim Klingentest den Rockwell seinerzeit mit Platte 4 genutzt, musste aber im Verlauf der Testwoche feststellen, dass Platte 4 für mein Gesicht einfach zu hoch angesetzt war. So jedenfalls reizte der Hobel meine Haut doch deutlich über Gebühr. Allerdings ist der 6C ist von der Qualität und der Verarbeitung her ein absoluter Champion und es stehen ja noch die verschiedensten Platten-Konstellationen zur Auswahl. Daher werde mit ihm in jedem Fall noch etwas experimentieren, denn ich glaube, dass noch deutlich mehr in ihm steckt.


Wiikinson TTO
Der Wilkinson TTO war lange nicht so wertig verarbeitet wie der Rockwell 6C, aber für einen Preis von gerade einmal 6 Euro lieferte er mir durchweg mindestens genauso gründliche Rasuren ab. Seine Gründlichkeit gab für mich wirklich keinerlei Anlass zur Kritik, allerdings empfand ich den TTO nicht gerade als sanft auf meiner Haut. Als klassischer Every-Day-Hobel wäre er mir einen Tick zu harsch. Eventuell lag das am Butterfly-Mechanismus, denn ich hatte das Gefühl, dass der Verschluss gegenüber einem 3-teiligen Hobel die Klinge nicht richtig fixierte, so als ob die Klinge beim Gleiten über die Haut leicht hin und her flattern würde. Die Reinigung eines TTO-Rasierers gegenüber einem 3-teiligen Rasierer empfinde ich als etwas aufwendiger. Hier sollte man dann schon eine geeignete kleine Bürste zur Hand haben. Ansonsten kam der TTO mit den meisten der getesteten Klingen recht gut zurecht. Begeisterungsstürme löste der Hobel bei mir allerdings nicht aus.


Gillette Slim Adjustable
Ein absolutes Plus des Gillette Slim Adjustable, ist natürlich die schnelle und unkomplizierte Art und Weise, wie man den Hobel ganz nach seinen Bedürfnissen oder abhängig von der jeweiligen Tageslaune verstellen kann. Ein meilenweiter Vorteil gegenüber allen anderen Non-Adjustables Hobel. Darüber hinaus ist der Gillette Slim ist für mich ein absolutes Kult-Objekt. Schon allein seines Alters wegen und natürlich wegen seiner Rolle als Kinostar in „James Bond 007 - Goldfinger“. Der Agent mit der Lizenz zum Töten wird schließlich am besten wissen, was für ein Rasierer für einen smarten Gentleman die beste Wahl ist…


Mühle R89
Der Mühle Rasierhobel mit geschlossenen Kamm war ebenso wie der Merkur 23C für mich ein idealer Alltagsrasierer für die tägliche Anwendung. Er war recht sanft und kam mit fast allen eingesetzten Klingen sehr gut klar. Zudem ist seine Qualität und Verarbeitung sehr hochwertig und er liegt sehr gut in der Hand und sieht dabei auch noch sehr schön aus. Nein, am R89 gibt es für mich wirklich absolut nichts auszusetzen.
   

Wie wird es nun weitergehen? Zwischenzeitlich sind weitere tolle Klingen bei mir eingetroffen, die ich unbedingt testen möchte. Dabei sind die Gillette Nacet, Gillette 7 o' Clock Super Platinum (black) und die Gillette Wilkinson Sword. Außerdem würde ich gerne der Wilkinson Sword, die ich bisher nur im Merkur 23C getestet hatte, noch einmal eine Chance geben sich in meinen anderen Hobeln zu beweisen. Sie ist schließlich die einzige Klinge, die in fast jeden Drogeriemarkt in Deutschland zu bekommen ist. So eine Klinge sollte man wirklich nicht vorschnell aussortieren. Ich hatte ebenfalls das Gefühl, dass ich der Derby Extra noch einmal eine Chance geben sollte. So hätte ich dann fünf Klingen zusammen, die ich wieder in den verschiedenen Hobeln testen konnte.




Den Wilkinson TTO werde ich für die kommenden Testreihen nicht weiter nutzen. Dafür werden wohl der Feather Popular, der King C Gilette und der Kanzy/Baili Victory in die Hobel-Riege mit aufgenommen.

Die spannende und schier unendliche Reise durch die Welt der Hobel, Klingen, Seifen, Wässerchen und Aftershaves geht also weiter…

Bis demnächst

Jörg aka BigLoeffel

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TeaTime
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« Antworten #78 am: 18. M?rz 2021, 12:07:18 »

Zitat
und natürlich wegen seiner Rolle als Kinostar in „James Bond 007 - Goldfinger“. Der Agent mit der Lizenz zum Töten wird schließlich am besten wissen, was für ein Rasierer für einen smarten Gentleman die beste Wahl ist…

Wobei der James Bond in den Büchern einen Hoffritz bevorzugt, also einen umgelabelten Merkur (34c oder 37c - wobei ich meine, die waren damals noch versilbert und aus gestanztem Messing oder Messingdruckguss). Allerdings nicht, weil er besser rasiert als ein Gillette, sondern weil der Griff sich besser dazu eignet, etwas zu verstecken.
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bigloeffel
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« Antworten #79 am: 21. M?rz 2021, 08:49:53 »

Meine vergangene „Experimentierwoche“ war ein sinnvolles und nützliches Unterfangen, denn die Woche brachte für mich Interessante und wichtige Ergebnisse zu Tage:

I. Rasuren

Merkur 23C mit neuem Griff und Wilkinson Klinge
Zunächst hatte ich geplant, den 23C mit dem Griff vom Kanzy-Victory etwas aufzuwerten, dernn der ausgelieferte Griff vom 23C war mir zu dünn, zu leicht und fühlte sich in der Hand irgendwie billig an. Auch mit dem griff vom Kanzy verhielt sich der 23C wie immer total sanft und angenehm! Es gab keinerlei Irritationen und kein großartiges Nachbrennen. Dazu war die Haut auch noch super glatt. Top Rasur! Da ich zwischenzeitlich aber entschieden hatte, den Kanzy als Ganzes zu behalten (siehe unten), musste ein alternativer Austauschgriff her. Da die Woche ein 4-teiliges Set von Mühle Rytmo (Ständer, Pinsel, R89 mit xxx Griff) eingetroffen war und ich bereits einen R89 Kopf habe, setzte ich den 23C-Kopf kurzerhand auf den schönen Mühle-Griff aus schwarzem Edelharz. Auch auf diesem Griff, lieferte der 23C ein völlig zufriedenstellendes Rasurergebnis ab.




King C Gillette mit Wilkinson Klinge
Auch der King C. war supersanft. Er kommt hierbei gleich nach den 23C. Für den Preis von gerade einmal knapp 15 Euro ist der Hobel absolut top! Er ist gut verarbeitet und liegt mit über 100 Gramm schön schwer in der Hand und fühlt sich sehr wertig an. Bei den Kopf des King C. soll es sich ja angeblich um ein Bauteil von Mühle handeln. Von seiner Geometrie ist der Kopf des King C. dem des R89 zumindest sehr ähnlich, nur rasiert er noch ein ganzes Stück sanfter als der R89. Auch das im Auslieferungszustand eingelegte Hinweisschild in deutscher Sprache, spricht dafür dass der Kopf eine Deutsche Heimat hat. Der Griff wird meines Wissens wiederum in China gefertigt. Wie auch immer, der Gillette King C. ist in meinen Augen ein Top-Rasurgerät insbesondere zu den tollen Preis.

Feather Popular mit Feather Klinge
Und noch eine völlig unerwartete Überraschung. Der Feather Popular mit eingelegter Feather Klinge
har hammermild! Softer geht wohl nicht mehr! Trotzdem war er überaus gründlich. Dem Leichtgewicht aus Japan hätte ich so etwas nie zugetraut. Er gab zwar kaum akustische Rückmeldung, da er aus Kunststoff hergestellt ist, ansonsten war aber alles top: Wellness für die Haut!

Kanzy mit Wilkinson Klinge
Da der Kanzy nun schon einmal als Griffspender da war, wollte ich höflicherweise zumindest auch einmal den Kopf ausprobieren. Was ich jetzt allerdings erleben durfte, war der absolute Hammer! Der Kanzy Victory bescherte mir eine Rasur von nie dagewesener Sanftmütigkeit…

>>> siehe Bericht: https://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,35176.msg686255.html#msg686255
 
Rockwell 6C und Wilkinson Klinge
Da ich mit den Ergebnissen des Rockwell in meinem Klingentest mit Platte 3 und auch mit Platte 4 nicht zufrieden war. Testete ich den Hobel mit verschiedenen anderen Platten-Kombinationen durch.
3/1, 3/2 sowie 4/3. Egal in mit welchen Platten-Kombis ich den Rockwell auch benutzte, es gelang ihn nicht eine für mich zufriedenstellende Rasur hinzulegen. Entweder war das Ergebnis nicht gründlich genug, oder meine Haut war gestresst und gereizt. Letztendlich hatte ich mit einem billigen 10 oder 20 Euro Hobel bessere Rasur-Ergebnisse als mit diesem, immerhin mit 65 Euro nicht gerade preisgünstigen Schwergewicht. Ich werde mich daher wieder von den Hobel trennen, denn ich hatte kein Interesse daran, ihn nur wegen seiner guten Verarbeitung und seines guten Aussehens in der Garage zu behalten.




II. Neuanschaffungen

After Shaves

Floid
Von After Shaves konnte man nie genug haben. Mir fehlten im Bestand immer noch die Klassiker von Floid, die zwischenzeitlich eingetroffen waren. Pfff… die sind leider so gar nicht mein Ding. Zu süß, zu pudrig und zu Oldschool. Die sind wirklich schon sehr, sehr Oldschool. Eigentlich mag ich Barbershop Düfte ja, aber die Floids sind schon sehr extrem. Die würde ich nur auflegen, wenn ich zuhause bleibe und nicht die Absicht habe unter Leute zu gehen. Also eigentlich genau das Richtige für den Lock-Down ;-)

Quorum
Der Klassiker Quorum AS steht ebenfalls seit dieser Woche wieder im Regal. Leider hatte ich diesen Duft aus früheren Zeiten völlig anders in Erinnerung. Irgendwie viel kräftiger und maskuliner und nicht so puderig. Also, flux ein Bundle geschnürt und ab mit den neuen Aftersaves in den Mitgliederhandel



https://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,36555.0.html


Hobel

Gillette Tech
Aktuell befindet sich mit dem Gillette Tech ein weiterer Hobel im Zulauf. Das gute Stück trägt den Datumscode K4 und stammt somit aus 1965. Außerdem ist er mit „Made in Germany“ geprägt. Ich freue mich auf dieses schöne alte Teil und werde selbstverständlich berichten.

Lord L.6
Weiterhin ist ein Hobel der Firma Lord im Zulauf. Ich war in meinem ersten Klingentest ja total von der Lord Platinum Klinge begeistert und nun musste auch ein Hobel von diesem Hersteller her. Leider stellt Lord nur sehr einfache und nicht gerader hochqualitative Hobel her. Sie sollen jedoch trotzdem recht mild und auch gründlich sein und so viel meine Wahl dann auf den Lord Safty Razor Modell L.6, einen 3-teiligen Billig-Hobel aus Ägypten. Ich bin gespannt…

Brooklyn Soap Company
Ferner ist noch der Hobel der Brooklyn Soap Company im Zulauf. Diesen 10 Euro Hobel, der offenbar aus Edelstahl bestehen soll, muss ich unbedingt ausprobieren, schon allein deshalb, weil die Brooklyn Soap Company in Hamburg in der Paulinenallee, zwischen Schanzenviertel und Univiertel ansässig ist. Da kann ich als Lokalpatriot natürlich nicht nein sagen und bin auch auf diesen Hobel sehr gespannt. Insgesamt bin ich von den „Billig-Hobeln“ noch nie richtig enttäuscht gewesen. Ganz im Gegenteil. Der 10 Euro Hobel von Kanzy, der 15 Euro teure King C. Gillette und der Feather Popular machen ihren Job ganz hervorragend. Es muss also keinesfalls immer teuer sein.

Wie ihr seht, wird es auch in Zukunft genügend zu berichten geben. Zunächst werde ich mich aber an meinen zweiten Klingentest machen und die die Gillette Nacet, Gillette 7 o' Clock Super Platinum, die Gillette Wilkinson Sword und die Derby Extra in verschiedenen Hobeln ausgiebig testen und und für jeden den es interssiert die Ergebnisse hier gerne einstellen.

Bis dann – Viele Grüße
Jörg aka BigLoeffel
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MRetro
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« Antworten #80 am: 21. M?rz 2021, 11:56:32 »

...
Brooklyn Soap Company
Ferner ist noch der Hobel der Brooklyn Soap Company im Zulauf. Diesen 10 Euro Hobel, der offenbar aus Edelstahl bestehen soll, ...
...

 Schockiert  Uii, den schau dir dann mal ganz kritisch an, wenn er da ist. 10 € und aus Edelstahl? Aber auf ihrer Internetseite behaupten sie das.  Huch
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bigloeffel
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« Antworten #81 am: 25. M?rz 2021, 12:54:42 »

Hallo zusammen,

hier geht es nun weiter mit dem Ergebnissen aus meinen Klingentest Teil 2. Der erste 5-Tage-Testlauf fand im Merkur 23C mit Mühle Edelharz-Griff statt:

1. Wilkinson Sword
Hautverträglichkeit ++
Gründlichkeit +++
Leichte Reizung am Hals (Problemstelle). Scharf und sehr gründlich!

2. Gillette Nacet
Hautverträglichkeit +++
Gründlichkeit  ++
Sehr milde Rasur, aber nicht ganz so gründlich wie die Wilkinson.

3. Derby Extra
Hautverträglichkeit +++
Gründlichkeit +
Ebenfalls sehr mild, aber deutlich ungründlich. Besonders am Hals noch Stoppeln gegen den Strich sichtbar/spürbar.

4. Gillette 7 o‘ Clock Platinum
Hautverträglichkeit +++
Gründlichkeit +++
Vielleicht ein Hauch ungründlicher als die Wilkinson Sword aber dafür milder als diese! Insgesamt auch besser als die Nacet.

5. Gillette Wilkinson
Hautverträglichkeit  +++
Gründlichkeit +++
Ausgesprochen gute Gründlichkeit. Dazu sehr sanft und gutmütig! Platz 1




Ergebnis Klingentests 2 im Merkur 23C (mit Mühle-Griff):

Top 1: Gillette Wilkinson (sehr gut+++)
Top 2: Gillette 7 o' Clock  (sehr gut++)
Top 3: Wilkinson Sword (Sehr gut+)
Top 4: Gillette Nacet (gut+++)
Top 5: Derby Extra (gut+)

Richtig umgehauen hat mich keine der neu getesteten Klingen. Ob eine dieser Klingen wirklich das Potenzial hat, mein Top-Ranking aus den ersten Teil meines Klingentestes durcheinander zu bringen, bleibt also weiter spannend.

Für die kommenden fünf Tage werde ich meinen supersanften Kanzy Victory für den Klingentest nutzen und schauen, ob sich in diesem Hobel eine Klinge besonders hervortuen kann. Ich werde berichten…

Bis dann
Jörg aka BigLoeffel
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« Antworten #82 am: 18. April 2021, 17:42:35 »


Hallo zusammen und willkommen zum Ergebnis meines zweiten Klingentests.

Folgende Klingen standen bereit:

•   Gillette Wilkinson
•   Gillette 7 o' Clock
•   Wilkinson Sword
•   Gillette Nacet Stainless
•   Derby Extra


Jede Klinge wurde in den folgenden vier Hobeln getestet:

•   Merkur 23C
•   Kanzy Victory
•   Gillette Tech 1965
•   King C Gillette


Bei dem Test konnte ich zusammenfassend feststellen, dass sich die getesteten fünf Klingen wirklich nur minimal voneinander unterscheiden. Die Nacet empfand ich allen anderen Klingen gegenüber als etwas ungründlicher, dafür war sie dann aber wiederum extrem sanft zu meiner Haut. Ich stand bei meiner Entscheidung wieder einmal vor dem altbekannten Dilemma: Was war nun wichtiger für mich, Gründlichkeit oder Hautverträglichkeit? Welche Klinge bekam hier am besten den Spagat hin und brachte die für mich besten Ergebnisse zustande? Hier nun das Endergebnis:




Ich möchte ausdrücklich noch einmal betonen: Die getesteten Klingen unterschieden sich wirklich nur minimalst voneinander. Ein echter Unterschied kaum wahrnehmbar. Keine Klinge stieß irgendwo besonders hervor oder aber schnitt richtiggehend schlecht ab. Alle Klingen waren weitestgehend gründlich und hinterließen eine glatte Haut, reizten aber auch leider immer wieder meine bekannten Problemstellen am Hals. Richtig glücklich würde ich auf Dauer wohl mit keiner der Klingen werden. Zumindest brachte keine der Klingen mein bisheriges TOP-Ranking durcheinander, oder stieß dort eine meiner bekannten Favoriten vom Thron. (siehe hier >>> )
Insoweit empfand ich den Vergleich der Hobel zueinander dann auch fast wesentlich interessanter, denn dabei ergaben sich für mich folgende Erkenntnisse:

Kanzy Victory
Gute Verarbeitung, gutes Handling, guter Preis. Extrem milder Hobel. Eine richtig gründliche Rasur konnte ich jedoch nur mit drei Durchgängen und reichlich Ausputzen erreichen. Selbst für meine sehr empfindliche Haut fast schon einen Tick zu soft. Man musste halt deutlich häufiger über die Haut rüber. Allerdings produzierte er dabei keinerlei nennenswerte Irritationen. Verletzungsrisiko gleich null. Ein Hobel, der allein schon wegen meiner doch recht empfindlichen Haut unbedingt bei mir bleiben muss.




Gillette Tech 1965
Ein leichter, kleiner, kultiger Vintage-Hobel, ideal für die Reise. Leider aber nicht wirklich gründlich und auch etwas ruppig. Er hinterließ gerne blutige Spots an meinem Hals, daher darf er wieder weiterziehen (siehe hier: >>> )


 

King C Gillette
Ein sehr solider, schwerer Hobel in sehr guter Verarbeitung. Gut und gründlich und seinen Preis unbedingt wert! Leider kam er mit keiner der Klingen mit meinen bekannten Problemstellen gut klar und setzte dort gerne deutliche Reizungen. Er hat mich daher bereits wieder verlassen…




Brookly Soap Companie
Relativ sanft und dabei gründlich. Qualitativ hochwertige Verarbeitung zu einem sehr tollen Preis. Aber auch er war leider nicht so sanft, wie ich ihn mir gewünscht hätte.




Auch mein zweiter Klingentest brachte für mich somit wichtige neue Erkenntnisse zu Tage und es waren wieder einmal sehr interessante Wochen für mich. Sieben meiner 12 Hobel hatten mich aufgrund der gesammelten Erkenntnisse bereits wieder verlassen oder standen zum Verkauf und so hatte sich mein Bestand an Hobeln wieder auf ein übersichtliches Maß reduziert, auf Hobel die für meinen Haut- und Barttyp am besten geeignet erschienen. Folgende Hobel sind im Ergebnis bei mir geblieben:

•   Merkur 23C
•   Mühle R89
•   Gillette Slim Adjustable
•   Kanzy Victory
•   Brookly Soap Company


Über drei Monate hatte ich mich jetzt jeden Tag ausschließlich mit DE Hobeln rasieret. Insgesamt hatte ich so über 100 Hobelrasuren hinter mich gebracht. Zeit also für ein Resümee…

Wir fortgesetzt…

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« Antworten #83 am: 28. April 2021, 20:52:10 »

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Über drei Monate hatte ich mich jetzt jeden Tag ausschließlich mit DE Hobeln rasieret. Insgesamt hatte ich so über 100 Hobelrasuren hinter mich gebracht. Zeit also für ein Resümee…
...

Hallo Jörg,
mich würde in deinem Resümee auch noch ein kleiner Rückblick auf die Systemi-Rasuren interessieren.
Hat sich für dich etwas wesentlich verbessert und wenn ja, was?
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bigloeffel
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« Antworten #84 am: 27. Mai 2021, 13:02:25 »

Hallo meine lieben Liebgewonnenen!

Nach weit über 100 Testrasuren habe ich mittlerweile meine umfangreichen Klingen- und Hobeltest abgeschlossen und auch endlich mein Lieblings-Setup für die Hobel-Routine gefunden. Dabei nutze ich las Standard-Setup mittlerweile den Kopf vom Merkur 23C, den ich auf einem Edelstahl-Griff vom RazoRock Bulldog Handle montiert habe. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an MRetro für den äußerst angenehmen Deal. Mit dem Bulldog-Griff liegt der 23C gut, griffig und wertig in der Hand und sieht auch deutlich besser aus als mit dem leichten und dünnen Standardgriff. Als Klinge habe ich zwischenzeitlich die Derby Premium kennen und lieben gelernt. Sie ist schön scharf und rasiert ausgesprochen gründlich und dabei sanft und ist zudem auch noch recht preiswert. Das Setup 23C/Bulldog-Griff/Derby-Premium beschert mir stets die gründlichsten und reizfreiesten Rasuren und das sogar an meinen Problemstellen.




Mittlerweile scheint sich meine Haut an die Hobelei gut gewöhnt zu haben und so rasiere ich mich nicht wie bisher nur in zwei Durchgängen, sondern so wie es sich gehört in drei Durchgängen. Dieses allerdings in der Reihenfolge m/g/q weil diese Reihenfolge einfach besser zu meinem Bartwuchs passt und mir gründlichere und nachhaltigere Ergebnisse liefert.

Zwischenzeitlich haben auch wieder die Systemis in meinen Rasur-Alltag Einzug gehalten. An normalen Arbeitstagen, morgens um 4:45 Uhr wenn es im Bad schnell gehen muss, greife ich wieder gerne auf meinen Mach3 oder den Fusion5 zurück. Diese Rasuren sind natürlich komplett Spaßbefreit, liefern meiner Gesichtshaut aber dermaßen sanfte Rasuren, wie sie noch kein Hobel auch nur annähernd gebracht hat. Im Ergebnis rasiere ich mich an vier Tagen die Woche (Wochenende und Homeoffice-Tage) mit dem Hobel und an den derzeit drei Bürotagen in der Woche mit dem Systemi.




Neben dem 23C besitze ich aktuell noch den Edwin Jagger D89, den Gillette Slim Adjustable, sowie den Hobel von der Brookly Soap Companie. Von allen anderen, meiner zwischenzeitlich auf 18 Hobel angewachsenen kleinen Sammlung, habe ich mich zwischenzeitlich wieder getrennt. So besitze ich nur noch Hobel, die mit meinem Haut- und Barttyp wirklich 100% kompatibel sind. Selbst der Mühle R89 hat mich wieder verlassen, denn im Vergleich D89 zu R89 gefällt mir der Edwin Jagger einfach einen Tick besser, da ich ihn als angenehmer auf meiner Haut wahrnehme. Das mag zwar ein Stück weit Einbildung sein, da die beiden Köpfe ja absolut identisch sein sollen, ich nehme es mit meinem subjektiven Empfinden allerdings so war und dass bildet ja letzten Endes den entscheidenden Maßstab.

Ein paar Neuanschaffungen stehen auch schon wieder auf meiner Wunschliste. Der G+F Timor 1351 CC steht ja ebenfalls im Ruf ein sehr sanfter Hobel zu sein, daher werde ich mir den wohl als nächstes anschaffen. Der goldene Merkur 34G kommt in jedem Fall auf meine Weihnachts-Wunschliste und als einen weiteren Adjustable würde ich gerne einmal den Parker Variant genauer unter die Lupe nehmen.

Als mein Lieblingspinsel hat sich mittlerweile der Simpsons A. E. Simpson Trafalgar T2 mit 24er Synthetik-Knoten behauptet. Er liefert sich allerdings aktuell noch ein enges Kopf-an-Kopf Rennen mit dem Razorock Barber Handle, ebenfalls mit 24er Synthetik-Knoten. Die modernen Synthetik-Borsten liegen mir wesentlich besser als jede Naturborste. Einfach zu nutzen, angenehm weich, preiswert und liefern sehr gute Ergebnisse.




Aktuell hat sich mein Fokus wieder etwas auf das Thema Düfte verschoben. So bin ich dabei mein recht großes Arsenal an Eau de Toilettes, Parfüms und Aftershaves etwas zu konsolidieren und umzustrukturieren unter den Gesichtspunkt mehr Klasse statt Masse. Neben einem schönen glatten Gesicht, ist für mich die Post-Shave-Routine mit Aftershave, Gesichtspflege und Duft ohnehin immer der Punkt, welcher mir am meisten Genuss und Freude an dem gesamten Rasurerlebnis bereitet und welcher für mich auch zwingend zu einer guten Rasur als deren krönender Abschluss dazugehört.




Vielen Dank für’s Reinschauen - Bis die Tage

Herzliche Grüße
Jörg


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