gut-rasiert
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Autor Thema: "Wir kochen uns mal schöne Messer"  (Gelesen 16627 mal)
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Stefan T.
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« Antworten #15 am: 31. Oktober 2014, 13:48:48 »

Was Werkzeug betrifft bin ich wirklich bei weitem besser ausgestattet. Mir geht es hier ja darum zu zeigen wie man mit nur beschränkten Mitteln ein schönes Heft zaubern kann. In Zuge dessen werde ich auch zeigen wie man eine Raspel zum Abrichten auf zum Beispiel 5mm benutzen kann. ;-) Und wenn es sich ergiebt noch ein paar andere Tricks und Kniffe.
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"Jeder tut was er am besten kann. Ich mache nichts"
Iltis
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« Antworten #16 am: 31. Oktober 2014, 14:17:42 »

Da du ja alles per Hand schleifen willst/musst, wäre evtl eine Shinto Feile bzw eine so genannte Sägeraspel was für dich gewesen.
Damit kann man echt super und vor allem schnell gerade Flächen machen.

Das ist schon ein tolles Werkzeug, aber ist es nicht etwas riesig für Messerschalen, oder gibt es sie auch in klein? Vor ich mir ein Bandschleifer angeschafft habe benutzte ich eine Surformhobel wie Diesen.

Gruß

Iltis
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de gustibus, aut bene aut nihil
harrykoeln
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Können diese Augen lügen?


« Antworten #17 am: 31. Oktober 2014, 23:54:54 »

Was Werkzeug betrifft bin ich wirklich bei weitem besser ausgestattet. Mir geht es hier ja darum zu zeigen wie man mit nur beschränkten Mitteln ein schönes Heft zaubern kann. In Zuge dessen werde ich auch zeigen wie man eine Raspel zum Abrichten auf zum Beispiel 5mm benutzen kann. ;-) Und wenn es sich ergiebt noch ein paar andere Tricks und Kniffe.

Hochinteressant. Bitte die Fotos nicht vergessen.
Auf die Tricks und Kniffe bin ich echt gespannt. Wenn Leute mit viel Erfahrung aus dem Nähkästchen plaudern, sitze ich gerne in der ersten Reihe.
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"The two most common things in the universe are hydrogen and stupidity.
There is more stupidity around than hydrogen, and it has a longer shelf life."
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Stefan T.
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« Antworten #18 am: 01. November 2014, 00:10:57 »

@ Iltis: tolles Werkzeug dass du da gepostet hast. Vor allem um den Preis ist es wirklich eine kluge Anschaffung.Muss ich mal antesten. Ich muss aber zugeben dass ich Werkzeug dass ich gut mit zwei Händen führen kann bevorzuge da damit für mich die besseren Ergebnisse heraus schaun. Aber das ist auch nur meine eigene Empfindung. Und bevor ichs nicht versucht hab will ich mich da bestimmt nicht festlegen.

@harrykoeln: Fotos mach ich, versprochen! Wenn nichts dazwischen kommt werde ich morgen wieder weiterbasteln und euch den weiteren Verlauf des Projekt präsentieren.
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"Jeder tut was er am besten kann. Ich mache nichts"
warrior
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« Antworten #19 am: 01. November 2014, 11:25:25 »

Auf Tipps mit der Raspel bin ich auch gespannt denn ich versaue mir in letzer Sekunde immer alles mit der Raspel.
Deshalb hab ich mir ja auch so eine Feile geholt  Grinsend.


Die sollte es wie jede Feile in zig Größen geben.Gibt ja nicht nur den Hersteller Stanley,wobei das die bekanntesten sind.
Im Süden oder etwas höheren Norden sind die Teile wohl in jedem Baumarkt zu finden.
Hier bei mir hatte ich echt Schwierigkeiten eine zu bekommen.
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Stefan T.
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« Antworten #20 am: 05. November 2014, 00:01:22 »

So nachdem ich am Wochenende wieder einmal die Küche zweckendfremdet habe, kanns nun weitergehn.


...erwischt Zwinkernd Da ich meine Rundraspeln an einen Freund verliehen habe musste dann doch die Laubsäge herhalten. Die beiden Griffhälften habe ich mit kleinen Streifen gewebeverstärtkem Doppelklebeband verbunden und einmal grob ausgesägt. Und gleich wieder voneinander getrennt um sie bevor ich die Innenseiten abrichtete auf Risse und oder andere Schäden zu kontrollieren.


Und ich bin leider fündig geworden wie man auf Bild 3 rechts im Bild ganz gut sieht. Also habe ich erst einmal den Sägeschnitt an der Innenseite der Griffe auf 60er Schleifpapier abgerichtet. Dabei bin ich ähnlich wie beim Abrichten von Schleifsteinen vorgegangen. Zuerst habe ich das Schleifpapier mit dem so nützlichen Doppelklebeband auf meine Arbeitsplatte aus Karosseriesperrholz (Reststück von meinem Arbeitsplatz) geklebt. Um zu verhindern dass ich meine Finger am Schleifpapier blutig scheuere habe ich die Griffschalen einzeln auf meinem Schleifklotz fixiert (ratet mal womit...) und solange geschliffen bis die Flächen eben und der Riss entfernt war. Danach noch schnell damit über einen Bogen 100er Schleifpapier und sie waren "bredleben" (vergleiche Bild 1/Bild 4).


Nachdem die beiden Schalen innen schön plan waren sollten sie auf außen gerade und vor allem gleich dick werden. Wieder kam das Doppelklebeband zum Einsatz um die Hälften ca. 7cm vom Rand auf meiner Arbeitsplatte zu fixieren. Dann war die modifizierte Raspel an der Reihe. Mit Malerklebeband wurden 4mm dicke Holzstücke als Anschlag an Spitze und Ende der Raspel befestigt und dann solange geraspelt bis beide Anschläge beim über die Griffe fahren nicht mehr von der Arbeitsplatte abhoben (Tipp nebenbei: schleift vorher die Kante der Arbeitsplatte rund  Unentschlossen...)


Nun habe ich die beiden Schalen wieder miteinander verbunden (ganz schmale Doppelklebestreifen) sie eingespannt und begonnen die Konturen mit 60er Schleifpapier in Form zu bringen.


Dann war das Erlloch an der Reihe. Dafür habe ich mir zuerst aus einem Reststück eine Bohrschablone gebastelt. Einfach ein Loch durchgebohrt und mit dem durchgesteckten Bohrer und meinem Schleifklotz kontrolliert ob ich auch wirklich gerade gebohrt habe (dafür geht alles was 90° hat wie zb, Geodreieck, ein Papierblatt...). Zuvor habe ich schon die Position des Erllochs mit Hilfe der Klinge und meinem Lieblingsklebeband definiert und mit dem Bohrer ganz leicht markiert und hinterher das Messer wieder entfernt. Danach habe ich den Bohrer wieder durch die Schablone geschoben, ihn in das kleine Loch in den Griffschalen gesteckt und zusammen in den Schraubstock gespannt. Das Erlloch selbst war dann die leichteste Übung. Lächelnd


Und das ist die Klinge die beim erste Mal probesitzen. Das ist im Moment der Stand der Dinge. Sobald wieder mal etwas Luft ist werde ich weitermachen. Ich hoffe es war bis jetzt der eine oder andere hilfreiche Tipp dabei.
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Rasoir
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A shave a day keeps the beard away!


« Antworten #21 am: 05. November 2014, 11:11:35 »

Gratuliere zum Projektfortschritt, sieht vielversprechend aus.  Daumen hoch Bin schon auf das Ergebnis gespannt.

Wenn das so weiter geht, dann muß ich doch glatt überlegen mir auch noch ein wenig Werkzeug anzuschaffen und erste Bastelversuche zu starten.

Persönlich finde ich die Schalen etwas dick und würde Dir empfehlen sie an den Enden noch etwas dünner zu machen bzw. etwas stärker abzurunden.. würde das Messer gesamt etwas schlanker erscheinen lassen und zudem habe ich die Erfahrung gemacht, daß dicke/wuchtige Schalen beim wenden am Lederriemen etwas hinderlich sein können.

Rasoir
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"The first thing we do, let's kill all the lawyers"
(William Shakespeare, Heinrich VI, 2.Teil, 4.Akt)
Stefan T.
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« Antworten #22 am: 05. November 2014, 13:24:29 »

Die Schalen sind im Moment noch etwas über 4mm dick. Aber keine Sorge, die specken rund um die Hüfte sicher noch ab. Am Ende sollen sie dann einen ehr ovalen Querschnitt haben und auch am Erlende noch etwas dünner werden. Mal sehn wann ich zum weiterbasteln komme.
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"Jeder tut was er am besten kann. Ich mache nichts"
Cadewer
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« Antworten #23 am: 05. November 2014, 18:52:45 »

 Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch Weiter so.

Gruß

Andy
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Shelob
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« Antworten #24 am: 05. November 2014, 21:54:17 »

Wirklich eine schöne Dokumentation eines schönen Projektes! Danke fürs teilhaben lassen.
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„I spent a lot of money on booze, birds and fast cars – the rest I just squandered.“ George Best
Stefan T.
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« Antworten #25 am: 17. November 2014, 00:04:53 »

So, heute gings nach einer zweiwöchigen Zwangspause endlich einmal mit meinem handmade Rasiermessergriff weiter. Leider kann ich heute nicht ganz so ausführlich beschreiben wie ich was gemacht habe da mir dafür die Zeit fehlt. Aber falls Fragen auftauchen, stellt sie nur. Ich werde dann baldmöglichst antworten.  Smiley


Um die Griffschalen gleichmäßig zu runden habe ich zuerst mit Hilfe eines dünnen Holzplättchens und einem Bleistift eine Linie rund um die Schale gezogen. Dann habe ich damit begonnen mit Schleifpapier Körnung 60 gleichmäßig (an beiden Schalen abwechselnd) die Kanten zu runden und den Griff einen ovalen Querschnitt zu verpassen. Danach wurden die Innenseiten der beiden Hälften bis Körnung 360 geschliffen.


Weiter gings mit dem Keil aus Horn. Wieder kam das Doppelklebeband gemeinsam mit meinem Schleifpackerl zum Einsatz. Nach ein paar Positionswechsel war der richtige Winkel schnell gefunden und auf 60er, 100er, 150er und 280er Schleifpapier zuerst die eine, dann die andere Seite schräg geschliffen. Das Schleifpackerl diente als Führung und Auflagefläche um zu verhindern dass der Keil ungleichmäßig und schief wird.


Danach wurden die Löcher für die Nieten durch Griffschalen und Keil gebohrt und der Keil mit zwei Nägel vorrübertgehend fixiert um ihn grob an die Griffform anzupassen.
Aus zwei dünnen Messingblechen und mit Hilfe einer Feile wurden die Unterlegsscheiben für die Nieten gefertigt.
Vor dem Vernieten des Keilendes habe ich den Griff in diesem Bereich noch bis Körnung 360 geschliffen.
Mithilfe eines Hammers und einem Stück Reststahl wurden dann die beiden Nieten (zwei geköpfte Messingnägel) festgeklopft und danach überschliffen um das etwas korrodierte Messing zum glänzen zu bringen.


Ganz ähnlich bin ich bei der Vernietung des Erlniets vorgegangen.
Bis auf die Oberflächenbehandlung mit Öl und dem Schärfen ist der Griff heute fertig geworden. Ich bin ja schon mal gespannt wie es sich im Gesicht anfühlt.

Und das nächste Projekt scharrt auch schon in den Startlöchern. Ein Horngriff will gebastelt werden...
« Letzte Änderung: 17. November 2014, 00:37:40 von Stefan T. » Gespeichert

"Jeder tut was er am besten kann. Ich mache nichts"
Klaasianer
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Querdenker


« Antworten #26 am: 17. November 2014, 10:46:28 »

Meine Wertung für dieses handwerkliche Doku-Projekt ohne Einsatz eines gesamten Maschinenfuhrparks:

 Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch
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Rasito ergo sum!
BastlWastl
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« Antworten #27 am: 17. November 2014, 19:15:00 »

Sehr gut weiter so!   Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch

Gefällt mir ausserordentlich gut!

Btw. Beim Horn ist man ohne Maschinen eh besser bedient, wegen dem Gestank!

Grüße Wastl.
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Stefan T.
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« Antworten #28 am: 17. November 2014, 19:19:38 »

Hm beim Horn wird wohl zumindest der Dremel zum Einsatz kommen da der Griff doch etwas extravaganter werden soll... Grinsend  Wie ich meiner Freundin den penetranten Geruch schmackhaft machen soll ist mir aber nich ein Rätsel.  Schockiert Eventuell wirds dann doch das Schnitzmesser und scharfe Stemmeisen wenns zu schlimm wird.  angel
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"Jeder tut was er am besten kann. Ich mache nichts"
BastlWastl
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« Antworten #29 am: 17. November 2014, 19:21:15 »

Mache es einfach so wie ich, da hat die Frau weder in Werkstatt noch in der Küche was verloren.

Na gut Spülmaschine ausräumen darf sie schon.....

Grüße Wastl.
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