gut-rasiert
22. April 2019, 23:23:23 *
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Autor Thema: Düfte, die der Nassrasierer kennen sollte  (Gelesen 25040 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
baknip
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« Antworten #60 am: 08. April 2019, 21:51:33 »


S.A.C.K.Y heißt die Marke und Qaaid der Duft. Punkte im Namen ohne Not finde ich doof – weshalb ich hier einfach Sacky schreibe. Zu mir gekommen ist der Duft als Weihrauchempfehlung. Und als solche, das darf ich vorwegnehmen, hat Sacky kaum Potenzial. Ein Weihrauchlangweiler, wenn es um Weihrauch oder Harz gehen soll. Dafür hat mich der Duft anderweitig fasziniert. Da wären Rauch und Rasierwasser – und das macht die Sache für den geschätzten Nassrasierer Einstandsalter 35 interessant. Darunter dürfte man meine Begeisterung wenig nachvollziehen und Sacky vermutlich allenfalls ein Schulterzucken abgewinnen können.

Den Beginn markiert eine fulminante Rauchnote wie ein Live-Bericht aus dem Buchenholzheißräucherofen für Schwarzwälder Schinken. Eine bittere Zitrone schmückt den Kokelrauch im Hintergrund, erst verhalten, dann stärker werdend. Aus dem Ascheschafott erhebt sich langsam und an Fahrt gewinnend eine schöne Rasierwassernote im Barbershop-Style. Die bringt Frische, grüne Würze und eine Spur freundliche Süße. Das wirkt ätherisch und männlich. Endstadium: Dicker Kaminzimmerqualm weg, Rasierwasser da.




Sacky ist von Anfang bis Ende eher hautnah als laut.
« Letzte Änderung: 08. April 2019, 22:06:23 von baknip » Gespeichert

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herzi
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« Antworten #61 am: 10. April 2019, 08:58:45 »

Obwohl ich über 35 bin ist der Duft wohl nichts für mich. Aber Deine Vorstellungen lese ich immer gern.
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Gruß,
Stefan
Tim Buktu
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Mensch sei großzügig oder stirb! K.Brenner


« Antworten #62 am: 11. April 2019, 06:14:00 »

Die Mischung aus Barbershop und Räucherofen fällt mir schwer vorzustellen. Der einzige Duft der eine Rauch- und Saubernotenmischung bereit hält und mir bekannt ist: Jacomo de Jacomo, EdT.
Den finde ich zwar altbacken (80er) aber ich mag ihn immer noch und nutze ihn auch gelegentlich.
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Tranquilo - In der Ruhe liegt die Kraft...

PS: Alles nur meine persönliche Meinung, die sich durchaus beeinflussen lässt und sich deshalb gelegentlich auch ändert!
lotse
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« Antworten #63 am: 11. April 2019, 19:31:44 »

Danke baknip für diese Vorstellung - den hätte ich nie bemerkt ohne Deine kleinen und feinen Duftkolumnen hier.
Mich macht der Verlauf neugierig und ich kann mir schwer vorstellen, wie ein Rauch sich eher verzieht als ein Zitrusduft. Meistens sind es ja diese frischen Anteile, die sich zuerst verabschieden, die schweren Nuancen zurücklassend. Und Rauch bleibt meist lange kleben. Auch an der Kleidung. So gesehen ist es ein auf dem Kopf stehender Duft - wenn ich deine Zeilen richtig interpretiere. Interessant!
Wie steht es denn mit der Haltbarkeit. Ein Extrait de Parfum ist ja schon ein Versprechen...
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baknip
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« Antworten #64 am: 14. April 2019, 10:38:11 »

Möglicherweise habe ich mit der Zitrone eine leicht falsche Fährte gelegt. Qaaid eröffnet mit Rauch und Zitrone. Der Rauch ist gegenüber den zitrischen Tönen so vorlaut, dass von der Zitrone in den ersten Minuten nicht viel präsent ist. Es dauert ein wenig, bis sich die Zitrone behaupte kann. Oder anders ausgedrückt: Es braucht in meiner Nase etwas, bis die Riechrezeptoren nicht nur das Kokelige, sondern auch das Zitrische warhnehmen.

Für mich liegt der besondere Reiz bei diesem Duft um Umstand, dass die normalerweise lange haltbaren Raucharomen mit der Zeit verblassen und dem Rasierwasser Platz machen.


Wie steht es denn mit der Haltbarkeit. Ein Extrait de Parfum ist ja schon ein Versprechen...

... das meinem Empfinden nach gebrochen wird. Fühlt sich eher wie ein Eau de Parfum an. Der Duft ist kein Krachmacher, der Zimmer füllt. Die Rasierwassernote bleibt den ganzen Tag auf der Haut.

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baknip
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« Antworten #65 am: 14. April 2019, 11:06:59 »


Das weiter vorne erwähnte Orange Sanguine von Atelier Cologne ist eine schön-frische Orangen-Fruchtbombe – Ambre Pamplemousse Rose von L'Atelier des Bois de Grasse deckt dagegen das holzig-florale-pudrige Terrain zitrischer Düfte ab.

Der Name ist bei diesem Duft wenig einfallsreich, dafür aber aussagekräftig, denn er beschreibt ganz gut, was nach dem Aufsprühen zu Riechen ist: Milde Grapefruit, ein nicht näher definierbares Rosemix-Blumensträußchen und irgendeine moderate dosierte Ambermischung. Dazu kommt gegen später noch was Holziges. Das alles zusammen wirkt rund und ausgewogen.





Das Amber macht den Duft trocken-warm und ein wenig pudrig. Die Blumennoten geben dem insgesamt jung erscheinenden Parfüm einen charmant altmodischen Touch und auf die heutzutage übliche Süße wurde verzichtet. Die Haltbarkeit mit einigen Stunden geht für mich in Ordnung.

Interessant könnte auch der günstige Anschaffungspreis sein: Ich habe den Duft seinerzeit in Frankreich für um die 20 Euro/200ml bestellt. In der Zwischenzeit ist er für weniger auch hierzulande über Amazon zu bekommen.


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baknip
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« Antworten #66 am: 14. April 2019, 11:11:51 »

Jacomo de Jacomo, EdT. Den finde ich zwar altbacken (80er) aber ich mag ihn immer noch und nutze ihn auch gelegentlich.

 Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch Freue mich jedes Mal wie ein Kind, wenn die Deckelkappe beim Öffnen so gebremst nach oben klappt.
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baknip
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« Antworten #67 am: Heute um 10:49:43 »


Lust auf einen weißen Blumenstrauß für den Mann? Acqua di Parma - Chinotto di Liguria und auch Jasmin Angélique von Atelier Cologne sind genau das: ein seifig-herb-angebittertes sommerliches Blütenbouquet. Im Hintergrund Orange/Zitrone und ein paar Grünnoten. Riecht zunächst recht ungewohnt und für mich irgendwie angenehm männlich-südländisch. Und ziemlich modern – und damit ganz anders als die traditionellen englischen Floradüfte für den Herrn mit pudrigem Veilchen oder Rose als Hautthema. Gäbe es Campari- oder Angostura-Blüten, dann könnten sie vielleicht so wie das riechen, was Acqua di Parma und Atelier Cologne in Flakonform anbieten.

Beide Düfte gehen in eine ähnliche Richtung und es reicht, einen davon zu kennen. Einfach mal ausprobieren, beides sind Hop- oder Top-Düfte. Nach dem Aufsprühen die Nase am besten nicht direkt auf der Haut versenken, das Ganze wirkt besser aus einiger Entfernung.




BTW: Für mich riecht der Duft von Acqua di Parma nicht nach dem Italo-Spezi Chinotto von San Pellegrino.


Heute mal Bildermachen mit Zuschauern




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