gut-rasiert
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Autor Thema: Charles Hake, Remscheid-Haddenbach (Charlex, u.a.)  (Gelesen 3563 mal)
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mich
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« Antworten #15 am: 15. August 2016, 11:53:32 »

Mir ließ die Herkunft dieser Messer keine Ruhe, insofern habe ich mal weiter gesucht. Das Bild des deutschen Herstellers, der für den belgischen bzw. französischen Markt in der Nähe von Solingen produzierte, gerät durch diese Quelle etwas ins wanken: http://www.mot.be/fr/v1/resource/smithsign/12
Offenbar wurde die Marke Charlex von einem Charles Hake mit Sitz in Brüssel von 1900-1949 registriert. Die Frage ist, war das in Brüssel nur eine Verkaufsniederlassung und es wurde grundsätzlich in Remscheid produziert, oder war Herr Hake ein deutscher Auswanderer in Belgien, der sein Handwerk dorthin mitbrachte? Dann würde Remscheid-Haddenbach lediglich für die Herkunft des Meisters, nicht der Messer stehen.
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Rockabillyhelge
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NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #16 am: 21. August 2016, 18:37:17 »

Markenregistrierungen zur damaligen Zeit mussten u.U. in verschiedenen Ländern auf die gleiche Marke erfolgen, da es kein mit unserem heutigen internationalen Markenrecht vergleichbares Recht gab. Ich glaube bei Hoppe (entweder Eugen oder Eugenio oder auch Guilliermo) gabs die Frage auch schonmal, wahrscheinlich war Eugen Hoppe Aevos für den deutsprachigen Bereich, Eugenio Hoppe für den spanischen Vorgesehen, mit je einer Markeneintragung in DE wie ESP, so könnte man sich das bei Charles Hake auch vorstellen. Alternative wäre natürlich das er gar nicht selbst geschliffen hat, sondern als in Brüssel ansässiger Geschäftsmann in einem eigenen Betrieb in Solingen hat herstellen lassen, was aber umständlich erscheint da i.d.R. Rohlinge/Halbzeugnisse oder fertige Messer in Solingen eingekauft und in anderen Ländern weiterverarbeitet wurden. Zwei Betriebe in zwei Ländern = 2 x Steuern + Zölle für Endprodukte, für mich etwas unwahrscheinlich beim doch eher kleinen Hersteller/Produzenten Charkex.
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Die Feder ist mächtiger als das Schwert.
mich
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« Antworten #17 am: 22. August 2016, 09:37:52 »

Auf die Idee, dass Charles Hake tatsächlich in Brüssel ansässig gewesen sein muss, kam ich vor allem, weil die Quelle seine Adresse in Brüssel (Rue de la Rivière 45) nennt. Ob das jetzt natürlich eine Produktionsstätte, eine Handelsniederlassung oder eine Briefkastenfirma war, dürfte heute schwer festzustellen sein.

Interessant finde ich auch, dass der Zeitraum 1900-1949 genannt wird, die Marke Charlex aber erst 1908 eingetragen wurde. Das könnte erklären, warum auf meinem Messer keine Spur eines Charlex-Logos zu finden ist (am Erl ist auch kein Platz dafür vorgesehen - ob die Klinge mal eine Ätzung hatte, kann ich allerdings nicht sagen) - das würde dafür sprechen, dass es vor 1908 hergestellt wurde. Es unterscheidet sich von den anderen gezeigten Charlex auch darin, dass es keinen Doppelansatz aufweist und (meinem ungeschulten Blick nach) halbhohl geschliffen ist. Kann natürlich auch sein, dass das einfach eine Billig-Linie neben den teureren Charlex war. Jedenfalls habe ich im Netz sonst ausschließlich Fotos von vollhohlen Charlex gefunden, und kein einziges Hake ohne Charlex-Prägung.
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Styleoutlaw
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« Antworten #18 am: 25. Dezember 2017, 13:29:08 »

Ich hab vor wenigen Wochen ein Charlex No 60 von einer guten Freundin geschenkt bekommen. Sie hatte es von ihrem Großvater, der im ersten Weltkrieg Kurierfahrer war, sich also vermutlich schon rasieren mußte. Auf dem Messer hätte man reiten können. Da ich vor ca. 2 Monaten erst mit der Messerrasur begonnen habe mit einem Böker Waldorf dachte ich mir, dass dies doch eine prima Gelegenheit sei mich im Schleifen des Messers zu versuchen. Da ich die Körnungen des Schleifsteines, des synthetischen "Wetzstahls" und der Schleifpaste nicht kenne und auf diesem Gebiet noch recht unerfahren bin kann ich augenblicklich lediglich sagen, dass es mir gelungen ist das Messer so scharf zu machen wie das Böker, die Rasur recht angenehm ist auch oder vielleicht gerade weil das Charlex nicht ganz so hohl ist und es sich für mich ziemlich cool anfühlt sich mit einem vermutlich ca. 100 Jahre alten Messer zu rasieren.

Entspannte Grüße, schöne Feiertage und nen guten Rutsch
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Tim Buktu
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Mensch sei großzügig oder stirb! K.Brenner


« Antworten #19 am: 27. Dezember 2017, 08:10:04 »

... Da ich die Körnungen des Schleifsteines, des synthetischen "Wetzstahls" und der Schleifpaste nicht kenne und auf diesem Gebiet noch recht unerfahren bin kann ich augenblicklich lediglich sagen, dass es mir gelungen ist das Messer so scharf zu machen wie das Böker, ...

Wie hast Du denn den synthetischen "Wetzstahl" eingesetzt?
Was für ein Teil ist das denn genau? Ein Keramikstab?
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« Antworten #20 am: 27. Dezember 2017, 22:20:56 »

Yepp, ein Keramikstab, Hersteller weiß ich nicht mehr. Ist ca. 25 cm lang und dunkelrot. Ich hoffe das hilft.
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Tim Buktu
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Mensch sei großzügig oder stirb! K.Brenner


« Antworten #21 am: 27. Dezember 2017, 22:35:53 »

Styleoutlaw also auch beim Schärfen der Rasiermesser!  Zwinkernd
Rücken aufgelegt und einfach drüber geschoben, oder wie hast Du es gemacht?

Um hier nicht weiter Off-Topic zu werden könne man auch in diesem Thread weitermachen:
https://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,4525.msg93433.html#msg93433
« Letzte Änderung: 27. Dezember 2017, 22:43:48 von Tim Buktu » Gespeichert

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« Antworten #22 am: 27. Dezember 2017, 22:53:57 »

Ich werde dem OT-Hinweis folgen.
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