Giesen & Forsthoff - Zahnkamm

Begonnen von KäptnBlade, 26. April 2014, 15:18:00

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MRetro

Ich hatte die Möglichkeit diesen G&F Zahnkamm-Rasierer mit einem kurzen und langen Edelstahlgriff über die Rasuthek zu testen. Hierfür vielen Dank an Tim Buktu.  :)  dh:

Mein Bart ist altersbedingt bereits stellenweise grau und eher hart. Üblicherweise rasiere ich nur mit und gegen den Bartwuchs. Bei Bedarf putze ich an meinen Problemstellen nach.

Als Rasierklingen genutzt habe ich: Personna Platinum, Gillette Bleue Extra, Kai Stainless Steel, Feather Hi Stainless und Voskhod Teflon Coated.

Aber nun zur Rasur:

Mein erster Eindruck nach zwei Zügen war: Oha, das ist ein direkter Bursche.
Aber dann wurde schnell klar, dass es nur die sehr eckigen Zähne sind, die ich so direkt gespürt habe.

Tatsächlich ist der Kopf sehr mild. Nur mit der Kai habe ich mir einen Mini-Blutpunkt eingehandelt, der aber nach dem Abschrecken mit kaltem Wasser schon wieder weg war.

Das Rasurergebnis ist gut (aber nicht BBS), wenn ich noch ordentlich nachputze (mehr als sonst üblich). Nur die Kai und die Feather haben weniger Nachputzen gebraucht (dennoch nicht BBS). Hautirritationen gab es trotz (mehr) Nachputzen keine. Aber es reichte mir aus, um mich einen Arbeitstag lang rasiert zu fühlen. Die Nachhaltigkeit war jedoch eingeschränkt, am späten Nachmittag waren wieder deutlich überall Stoppel zu fühlen.

Bzgl. der Länge der Edelstahlgriffe (8 und 10 cm) hatte ich jetzt keine Präferenz, da ich alles Mögliche in Nutzung habe. Hier muss jeder für sich selbst entscheiden und vielleicht auch das Mehrgewicht beim 10 cm-Griff bedenken.

Fazit:

Ein solider, milder und auch sicherer Rasierer, den ich damit besonders für Anfänger geeignet halte. Wahrscheinlich werden auch Kollegen:innen mit weicherem Haar glattere Rasurergebnisse erzielen. Das Design spricht in jedem Fall für den Rasierer und sieht man so nicht allzuoft.
Das Leben könnte so einfach sein ... muss es aber nicht.

El Hopaness Romtic

Zitat von: MRetro am 25. Juli 2021, 10:35:41
Das Rasurergebnis ist gut (aber nicht BBS), wenn ich noch ordentlich nachputze (mehr als sonst üblich). Nur die Kai und die Feather haben weniger Nachputzen gebraucht (dennoch nicht BBS). Hautirritationen gab es trotz (mehr) Nachputzen keine. Aber es reichte mir aus, um mich einen Arbeitstag lang rasiert zu fühlen. Die Nachhaltigkeit war jedoch eingeschränkt, am späten Nachmittag waren wieder deutlich überall Stoppel zu fühlen.

So ist auch meine Erfahrung mit meinem noch neuen Timor. Angenehm trotz Nachputzen und stellenweise auch etwas mehr Druck in der Führung, aber nicht so gründlich wie z.B. mein R41 V4 von Mühle. Bei der nächsten Rasur werde ich dann auch mal die Feather einlegen.

Mit dem kurzen und glatten Edelstahlgriff komme ich aber eher nicht gut zurecht, damit ist er mir irgendwie zu rutschig. Weswegen ich ihm noch einen Super Knurl 90mm Griff von RazoRock spendiert habe. Damit klebt er förmlich an den Fingern.

Zitat
Ein solider, milder und auch sicherer Rasierer, den ich damit besonders für Anfänger geeignet halte. Wahrscheinlich werden auch Kollegen:innen mit weicherem Haar glattere Rasurergebnisse erzielen. Das Design spricht in jedem Fall für den Rasierer und sieht man so nicht allzuoft.

Würde ich so unterschreiben. :)
Wanderer, es gibt keinen Weg, der Weg bahnt sich beim Gehen.

MRetro

Zitat von: El Hopaness Romtic am 25. Juli 2021, 10:54:01
...
Mit dem kurzen und glatten Edelstahlgriff komme ich aber eher nicht gut zurecht, damit ist er mir irgendwie zu rutschig. Weswegen ich ihm noch einen Super Knurl 90mm Griff von RazoRock spendiert habe. Damit klebt er förmlich an den Fingern.
...

,,Rutschig" ist ein gutes Stichwort, da hier öfters von die Rede ist.
Bei meinen sechs Rasuren hatte ich nicht das Gefühl, dass die Griffe rutschig sind, obwohl sie und meine Hand auch oftmals nass waren. Aber bei Dauereinsatz können sich auch sicherlich andere Eindrücke ergeben.
Deswegen den Griff austauschen zu müssen, wäre aus meiner Sicht eine ,,Vollkatastrophe" für ein Pro zum Rasierer, da diese Griffe m.E. maßgeblich das Design (mit) ausmachen.  :-\
Das Leben könnte so einfach sein ... muss es aber nicht.

El Hopaness Romtic

Zitat von: MRetro am 25. Juli 2021, 11:41:46
Deswegen den Griff austauschen zu müssen, wäre aus meiner Sicht eine ,,Vollkatastrophe" für ein Pro zum Rasierer, da diese Griffe m.E. maßgeblich das Design (mit) ausmachen.  :-\

Ach, ich kenn da nix. :) Vorrausgesetzt, das passt auch optisch, und ich finde, der Super Knurl steht dem Timor ausgezeichnet.

Kann aber auch sein, dass ich das in einem Jahr wieder ganz anders sehe.
Wanderer, es gibt keinen Weg, der Weg bahnt sich beim Gehen.

Tim Buktu

Hmm, bin gar nicht sicher ob ich den Zahnkamm schon mit einer Feather getestet habe. Das muss ich nach seiner Rückkehr mal nachholen.
Tranquilo - In der Ruhe liegt die Kraft...

PS: Alles nur meine persönliche Meinung, die sich durchaus beeinflussen lässt und sich deshalb gelegentlich auch ändert!

MRetro

Probiere ruhig mal eine Feather oder Kai aus. Bei mir hatten sie aber hauptsächlich das Nachputzen verkürzt. Das Rasurergebnis war ähnlich gut, aber bei mir eben kein babypopoglatt zu erreichen.
Das Leben könnte so einfach sein ... muss es aber nicht.

Teg

Passend zu den oben angesprochenen Themen Klingenwahl und rutschiger Griff gebe ich auch mal meinen Senf dazu.
Seit November letzten Jahres nenne auch ich einen Timor mein eigen und zwar das Modell 1353_K mit Zahnkamm und kurzem Edelstahlgriff (80 mm). Auf dem Foto ist er noch klingenlos.



Die Verarbeitung ist meines Erachtens nicht zu beanstanden. Der Griff ist schick, vollkommen rutschsicher und auch in längerer Ausführung zu haben (100 mm).
Abhängig davon, wie gut man den Winkel erwischt, kann man sich gut rasieren, eine deutliche Schaumschicht im Gesicht zurückbehalten oder auch nur ein Zahnkammmuster in den Schaum ziehen.

Weil nahezu zeitgleich der langersehnte Rocca ins Haus kam, schenkte ich dem Timor nicht sofort die verdiente Aufmerksamkeit. So kam er bisher erst mit einer Voskhod und einer Ladas zum Einsatz, und das auch nur in Teilzeit.
Inspiriert von diesem Thread legte ich gestern eine Feather ein, mit der ich in Kombination mit meinen Lieblingen R41 und R94 nicht gut zurechtkomme. Das bescherte mir eine wunderbare Rasur. Am Übergang Kiefer/Hals war zwar nachputzen nötig, dafür blieb ich aber von Rötungen und gereizter Haut verschont. Das hat mit Featherklingen noch nie so gut funktioniert. Möglicherweise habe ich doch noch einen geeigneten Hobel für die zuletzt verschmähte Feather gefunden. Das werden die nächsten Tage zeigen.

Rockabillyhelge

 dh:
Freut mich, dass du mit dem G&F so gut zurecht kommst, in meiner gesammten Sammlung ist er zur absoluten Referenz geworden, allerdings mit Ikon Griff, da mir der Original nicht so zugesagt hat (ist schon etwas her).
Auch mit Bart immer gut rasiert :)

Teg

Nächste Woche wird er im Dauereinsatz sein, zumindest an den Werktagen.

Bisher habe ich mich immer zu recht unterschiedlichen Zeiten am Abend rasiert. Das wollte ich schon lange ändern, habe es aber immer wieder aufgeschoben.
Ab Montag stehe ich früher auf und rasiere mich morgens. Dann kann ich auch die Nachhaltigkeit tagsüber besser kontrollieren.

Rockabillyhelge

Da wünsche ich Dir viel Erfolg, habs jahrelang versucht mit Morgens und inzwischen aufgegeben, so zwischen zehn und zwölf wäre gut, leider bewilligt mir mein Chef kein ordentliches Bad  ;D
Auch mit Bart immer gut rasiert :)

El Hopaness Romtic

Ich hatte meinen Timor letzte Woche das dritte mal im Einsatz, und diesmal hat er bei mir für erstaunlich gründliche Rasuren gesorgt. Die Ergebnisse waren irgendwo zwischen "Damn Fine Shave" und "Baby Butt Smooth". Das, und die Tatsache, dass die Rasuren vor allem am Hals absolut reizfrei waren, hat nun dafür gesorgt, dass er wieder seinen festen Platz in der Rotation hat. Da war er nämlich nach dem zweiten Wocheneinsatz vorerst mal raus. Sogar mit dem glatten Griff komme ich auch immer besser zurecht, und ich spiele gerade mit dem Gedanken, mir noch den Timor mit der geschlossenen Kante, und dem gleichen, aber längeren Griff zu holen. :D
Wanderer, es gibt keinen Weg, der Weg bahnt sich beim Gehen.