gut-rasiert
08. April 2020, 11:22:19 *
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Autor Thema: W. J. Myatt  (Gelesen 2696 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Tim Buktu
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Mensch sei großzügig oder stirb! K.Brenner


« Antworten #15 am: 23. M?rz 2020, 07:43:10 »

Die Hobel finde ich wirklich schön!


...
Und eine Nagelschere übersteht auch das Beschneiden von Rasierklingen?  Huch

Ob sie Nägel (noch) schneidet kann ich nicht beurteilen, weil sie dazu nie verwendet (noch) nie verwendet wurde.
Wenn ich mal wieder was an einer Klinge zu schnippeln habe, werde ich sie aber wieder nehmen. Ich denke aber sehr oft wird das nicht gehen.
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Tranquilo - In der Ruhe liegt die Kraft...

PS: Alles nur meine persönliche Meinung, die sich durchaus beeinflussen lässt und sich deshalb gelegentlich auch ändert!
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« Antworten #16 am: 23. M?rz 2020, 07:54:38 »

...
Ob sie Nägel (noch) schneidet kann ich nicht beurteilen, weil sie dazu nie verwendet (noch) nie verwendet wurde.
Wenn ich mal wieder was an einer Klinge zu schnippeln habe, werde ich sie aber wieder nehmen. Ich denke aber sehr oft wird das nicht gehen.

Danke für die Antwort. Wir haben da eine ausgediente Nagelschere. Sie wäre dann mein Kandidat Nr. 2.  Smiley
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Das Leben könnte so einfach sein ... muss es aber nicht.
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Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« Antworten #17 am: 23. M?rz 2020, 21:04:43 »

Hier kommen jetzt Bilder von meinen drei Myatt´s, alles Originale, wie sie für die myatttypischen Originalklingen vorgesehen sind und weitere Bilder dieser Rasierhobel mit den von mir vorgenommenen "Anpassungen", um eine handelsübliche DE-Rasierklinge einlegen zu können.

Ich bin im übrigen kein Liebhaber der Fotografie und habe auch nicht das Händchen dafür, um aus einfachen Ablichtungen Kunstwerke mit entsprechender Schärfentiefe, Ausleuchtung, usw. herauszuholen. Das wollt ihr mir bitte nachsehen.

Beginnen wir mit dem Myatt Daymark, meines Wissens nach des ersten und sehr edel ausgeführten Myatt-Hobels in Metall. Diese Ausführung ist im Original nicht für DE-Rasierklingen geeignet, allerdings kann man diese Einschränkung mit einem einfachen Trick umgehen, indem man die originale Myatt-Kopfplatte gegen die Kopfplatte eines Spenderhobels (bei mir war es ein Globusmann) austauscht. Die anschließenden Rasuren ähneln denen mit dem Merkur 34c. Sanft und sehr gründlich.

Das erste Bild zeigt den Hobel in seiner Originalbox. Im zweiten Bild sind die originale Kopfplatte des Daymark (links im Bild) neben der originalen Grundplatte und die von mir für meine Rasuren verwendete Globusmann-Kopfplatte (rechts im Bild) zu sehen. Beim dritten Bild sind die originale Grundplatte und die Globusmann-Kopfplatte zusammengefügt. Die Gewinde sind übrigens identisch, sonst würde diese Adaption nicht funktionieren.










Als nächsten Hobel zeige ich meine beiden Myatt Minor. Bei diesem Hobel bestehen die Kopfplatte und der Griff aus Messing. Die Grundplatte ist aus Kunststoff. Der Griff ist außergewöhnlich griffig. Egal ob die Finger nass sind oder in Rasierschaum baden, der Griff wird unverrückbar festgehalten. Die Kunststoffgrundplatten wiesen verschiedene Farbtöne auf, ich vermute, dass es da verschiedene Serien gegeben haben könnte. Meine Hobel haben eine dunkelrote und eine dunkelgrüne Grundplatte.

Das erste Bild zeigt eine schon ziemlich alte und abgegriffene Transportbox aus Pappe und Papier, möglicherweise noch eine Vorkriegsproduktion. Davor liegen meine beiden Minor-Hobel. Den Hobel mit der dunkelroten Grundplatte habe ich im Original belassen. Er konnte nur die originalen Myatt-Rasierklingen aufnehmen. Den Hobel mit der dunkelgrünen Grundplatte aus Kunststoff habe ich modifiziert, damit eine handelsübliche DE-Rasierkinge eingelegt werden kann. Um diese Grundplatte entsprechend "anzupassen", habe ich die originalen sechseckigen Zapfen der Klingenaufnahme mit einer Feile soweit "gerundet". Das ist auf den Fotos auch zu sehen. Zur Veranschaulichung habe ich eine Derby-Rasierklinge auf die Grundplatte gelegt. Die Rasureigenschaften dieses Hobels sind famos. Er rasiert auch auf dem Niveau eine 34c. Bemerkenswert ist aber der Griff, der sich in der Hand bei der Rasur einfach nur gut anfühlt. Die mit diesem von mir modifizierten Hobel ausgeführten Rasuren waren für mich immer ein Genuss, zumal mir gerade dieser Hobel vermitteln konnte, auf welch hohem Niveau die Tommy´s schon in den 30er und 40er Jahren des zurückliegenden Jahrhunderts gefertigt haben. Messinghobel waren damals einfach wertiger als die damals sonst üblichen Zinkdruckgusshobel. Verglichen mit der heutigen Zeit würde dieser alte Myatt Minor einem heutigen Hobel aus Edelstahl gleichzustellen sein. Wie sich die Zeiten so ändern ....














Nun kommen wir zum letzten meiner drei Myatt-Hobel. Er trägt keinen eigenen Namen mehr wie zuvor "Daymark" oder "Minor" sondern hat nach dem Aufdruck auf dem Originalkarton nur noch eine Baunummer, hier P 570. Ich habe diesen Hobel in Frankreich erworben. Vom Zustand her handelt es sich um einen NOS-Hobel, der noch im ursprünglich eingefetteten oder eingeölten Zustand in Pergamentpapier eingewickelt war. Die auf den Fotos teilweise sichtbaren dunklen Streifen (besonders an der Kopf- und Grundplatte) sind Reste dieses uralten Korrosionsschutzes. Auf der Unterseite der Grundplatte ist eine Gravur sichtbar, "English Made". Das letzte Bild zeigt den Zahnkammhobel mit eingelegter DE-Rasierklinge. Vom Aussehen her erinnert dieser Hobel ein bißchen an den Gillette Old Type. 

Alle Einzelteile dieses Myatthobels bestehen aus Metall (Messing). Und dieser Hobel ist erstmals ein echter Zahnkammhobel. Das Myatt-Exemplar kann mit handelsüblichen DE-Rasierklingen bestückt werden. Allerdings werde ich mich nicht mit diesem Hobel rasieren, er soll in meiner Sammlung so bleiben, wie ich ihn bekommen habe. Ein altes Original im NOS-Zustand.


























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Die Nachhaltigkeit einer gründlichen Nassrasur zeigt sich 24 Stunden später an nur gering und gleichmäßig nachgewachsenen Bartstoppeln.
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« Antworten #18 am: 24. M?rz 2020, 09:25:30 »

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Als nächsten Hobel zeige ich meine beiden Myatt Minor. ... Den Hobel mit der dunkelgrünen Grundplatte aus Kunststoff habe ich modifiziert, damit eine handelsübliche DE-Rasierkinge eingelegt werden kann. Um diese Grundplatte entsprechend "anzupassen", habe ich die originalen sechseckigen Zapfen der Klingenaufnahme mit einer Feile soweit "gerundet".
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Nun kommen wir zum letzten meiner drei Myatt-Hobel. Er trägt keinen eigenen Namen mehr wie zuvor "Daymark" oder "Minor" sondern hat nach dem Aufdruck auf dem Originalkarton nur noch eine Baunummer, hier P 570. ... Vom Aussehen her erinnert dieser Hobel ein bißchen an den Gillette Old Type.
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Sehr schöne Hobel. Danke fürs Zeigen.  Smiley  Daumen hoch  Daumen hoch

Die Zapfen meines Minors rund zu feilen, erscheint mir dann aber doch ein bisschen zu „brutal“ ... oder man hat eben zwei davon.  Zwinkernd  Meiner bleibt aber so, wie er ist, und ich suche weiter eine andere Lösung. Ansonsten ist er halt ein sehr schönes Vitrinenstück.

Ja, beim P 570 springt einem die Ähnlichkeit zum Gillette Old Type geradezu an. Eigentlich schade, da der Daymark und Minor m.E. sehr schön aussehen und auf ihre Art ein unverwechselbares Gesicht haben. Aber gesehen habe ich den P 570 bisher noch nicht in der Bucht.  Daumen hoch
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Das Leben könnte so einfach sein ... muss es aber nicht.
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