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Autor Thema: Laurel Hobel Made in England  (Gelesen 9770 mal)
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Drill Instructor
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« Antworten #15 am: 18. Februar 2015, 16:40:37 »

Eine Frage an alle, die einen Laurel Hobel haben: Hat euer Exemplar auch eine leicht gekrümmte Deckelplatte? Ich habe mich gerade eben darüber gewundert, dass der Klingenspalt irgendwie so komisch aussieht, bis ich dann mal die Deckelplatte auf eine Richtplatte gelegt habe und siehe da: Der Deckel weist eine gleichmäßige, leichte Krümmung auf, während der Zahnkamm absolut gerade ist. Nach meinem Gefühl gehören Platte und Basis zusammen und sind auch nicht verbogen.

Ist das immer so?
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« Antworten #16 am: 18. Februar 2015, 17:36:31 »

Die Kopfplatte eines Hobels ist nur in eine Richtung gekrümmt: In Richtung Rasierklingenschneide. Dies gilt allerdings nur für Hobel mit geraden Schaumkanten. Bei Torsionshobeln (z.B. der amerikanische Krect) sieht es anders aus.  

etwas schlüpfrigen Rechtschreibfehler verbessert der den Textzusammenhang gestört hat
« Letzte Änderung: 18. Februar 2015, 21:38:56 von Rockabillyhelge » Gespeichert

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« Antworten #17 am: 19. Februar 2015, 00:33:48 »

...Nach meinem Gefühl gehören Platte und Basis zusammen und sind auch nicht verbogen.

Stell doch mal ein Foto ein. Die Kopfplatte hat die Laurel-typischen Markierungen?
Ich hab einen LeCoq, da hat die Kopfplatte an den Enden auf jeder Seite auch eine leichte Krümmung, vielleicht isses gewollt...
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« Antworten #18 am: 19. Februar 2015, 09:32:08 »

So, ich habe mal Fotos gemacht die verdeutlichen, wie man sich das vorstellen kann.





Die Deckelplatte macht auf mich den Eindruck aus Guss zu sein, daher fällt eine nachträgliche Verbiegung eigentlich komplett aus. Da die Krümmung absolut gleichmäßig ist, müsste man das auch mit einer Maschine machen die entsprechende Abdrücke hinterlässt.

Für mich sieht das also absolut fabrikmäßig aus. Man bemerkt die Krümmung sofort, wenn man das mit bloßem Auge sieht, da braucht es keine Richtplatte für, das ist schon auffällig.

Da die Zahnkammplatte absolut gerade ist, ist der Klingenspalt in der Mitte signifikant groß, am Rand liegt die Klinge auf den Zähnen auf.

Mich stört die Krümmung erstmal nicht, probieren werde ich den Hobel trotzdem. Vielleicht ist es ja nützlich, vielleicht auch nicht. Unabhängig davon wollte ich eben fragen, was das für ein Modell ist und ob das so normal ist.
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« Antworten #19 am: 13. August 2015, 07:50:53 »

Lange musste der Laurel warten aber heute hatte er seinen ersten Einsatz. Sicherheitshalber hatte ich eine Ölgrundierung aufgelegt uns standardmäßig die Testreihe mit einer Triton Klinge begonnen.

Der in der Mitte deutlich größere Klingenspalt macht sich wie erwartet in größerer Aggressivität bemerkbar. Da dies nicht über die gesamte Breite der Klinge erfolgt, musste ich mich daran erstmal gewöhnen, vor allem am Kinn: Während beispielsweise an der Wange die "scharfe Mitte" sehr gut zur leicht eindrückbaren Haut passt, muss man am Kinn zunächst mit dem äußeren Drittel der Klinge rasieren um das Barthaar nicht inklusive Trägermaterial abzuhobeln. Ausnahmsweise habe ich heute einen dritten Durchgang gemacht und erst in diesem war es möglich, supersanft die Mitte der Klinge gegen den Strich übers Kinn zu ziehen.

Durch den über die Klinge unterschiedlichen Klingenspalt ist das Feeling erstmal gewöhnungsbedürftig aber das Ergebnis ist hervorragend. Insbesondere seitlich am Hals passt die Klingenkrümmung perfekt zum Gesicht und zaubert prächtige BBS-Rasuren.

Mein eigentliches Ziel (einen sanften Zahnkamm) habe ich dadurch nicht wirklich erreicht, aber dafür habe ich anscheinend ein echtes Unikat erwischt. Oder hat sich inzwischen noch ein anderer Hobel mit längsseitig gebogener Deckelplatte gefunden?
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« Antworten #20 am: 13. August 2015, 15:14:27 »

Beim Material hätte ich bei Laurel ja eher auf Messing getippt, wodurch ein nachträgliches Verbiegen natürlich möglich wäre.
Aber egal, wenn's funktioniert, dann passt doch alles!

Hat denn keiner sonst hier einen Laurel-Zahnkamm?
Verwunderlich...
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« Antworten #21 am: 13. August 2015, 15:27:42 »

Dass hier weder ein solcher Zahnkamm noch andere Hobel mit dieser Eigenart bekannt sind, wundert mich auch. Aber ich nehme das Ding einfach so wie es is, ist schon mal was anderes.

Das Material schätze ich sehr eindeutig als Guss ein und die Krümmung ist auf beiden Seiten genauso identisch wie präzise. Das bekommt man nach dem Verchromen garnicht mehr ohne Beschädigung hin. Und sowohl Deckel als auch Basis sind mit Laurel gemarkt.
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« Antworten #22 am: 13. August 2015, 17:34:18 »

Auch Laurel-Hobel sind englische Qualitätsrasierer. Ich vermute, dass er aus Messing hergestellt wurde, so wie fast alle englischen Hobel. Wenn Du Dir die Grundplatte des Hobels an derjenigen Stelle ansiehst, wo sich der Griff und diese Platte beim Zuschrauben berühren, wird der Griff normalerweise die Oberflächenbeschichtung entfernt haben. An dieser Reibstelle müßte das Grundmaterial sichtbar sein. Sieht es da grau aus, kannst Du von Zinkdruckguss ausgehen. Sieht es da messingfarben aus, ist es Messing. So kannst Du auch gleich den Griff überprüfen. Wie schimmert das Gewinde? Messingfarben oder grau? Und so müßten sich auch der Gewindezapfen zeigen. Außerdem schaben die Rasierklingen beim Einlegen immer an den beiden Zentrierzapfen der Kopfplatte. Dort müßte es auch nach Messing schimmern, wenn Messing der Grundstoff der Kopfplatte ist. Schimmert es dagegen mattgrau, handelt es sich um Zinkdruckguss.
Du könntest zur Kontrolle auch einen Magneten an die Kopf und Grundplatte halten. Wäre Stahl der Grundwerkstoff, würde er dann magnetisch reagieren. Ich gehe aber nach wie vor davon aus, dass es sich um Messing handeln wird.
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« Antworten #23 am: 13. August 2015, 17:45:02 »

Laurel sollte aus Messing sein, ähnlich wie sein enger Verwandter der Velvet https://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,16338.0.html(ggf. stammen beide sogar vom gleichen Hersteller).
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« Antworten #24 am: 14. August 2015, 14:05:53 »

Tja, jetzt habe ich ein echtes Problem - keine der genannten Stellen ist abgeschabt  Grinsend das Teil ist leiderleider viel zu gut erhalten. Nur oben auf dem Deckel sind an zwei minikleinen Stellen das Chrom etwas aufgeplatzt und das sieht mir eher grau aus als messingfarben. An der Rückseite der Deckelplatte sind einerseits im Material Marmorierungen die ich eher von Guss kenne, andererseits Schleifspuren in Längsrichtung (parallel zur Facette) das deutet eher auf Messing hin.

Im Grunde ist mir ja auch herzlich egal ob das Teil aus Guss, Messing oder metallisiertem Leberkäse besteht - ich finde die nachträglich weder beschädigungsfrei noch exakt machbare Krümmung den außergewöhnlichen Punkt und den scheint es sonst nirgendwo zu geben ?

Übrigens taugt mir die Krümmung schon am zweiten Tag äußerst gut, wenn man das erstmal als Feature nimmt kann man wirklich Spaß an der Rasur damit haben! Umso mehr frage ich mich: Warum gibts sowas anscheinend nirgends?
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« Antworten #25 am: 14. August 2015, 14:15:14 »

Habe mehrere Laurel,Material ist Messing!Die Kopfplatte ist sehr filigran,könnte man aus Druckguss nicht herstellen.
Auf jeden Fall,sehr gute Hobel und relativ preiswert.Werden in letzter Zeit,allerdings nicht oft angeboten.

Zitat Fynn  Optisch kaum vom Old Type Gillette zu unterscheiden, rasurtechnisch aber gründlicher ohne unsanft zu werden.

dto! Smiley
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« Antworten #26 am: 16. August 2015, 14:34:57 »

Hervorragend - und haben denn irgendwelche deiner Laurel Hobel auch diese gebogene Kopfplatte und den dadurch in der Mitte deutlich größeren Klingenspalt?
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aleister
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« Antworten #27 am: 16. August 2015, 14:58:09 »

Bei meinen nicht. Smiley
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« Antworten #28 am: 16. August 2015, 15:41:00 »

Sehr seltsam das ist, ist es nicht?
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MudShark
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« Antworten #29 am: 17. August 2015, 17:07:33 »

Lustiger-, interessanter- oder dummerweise, je nach Standpunkt, habe ich gerade eben bemerkt, dass die Kopfplatte meines Spadson-Schaumkantenhobels (Zinkdruckguss) ebenfalls
gebogen ist, aber genau anders herum, d.h. sie liegt in der Mitte stärker auf der Schaumkante als an den Rändern.
Seltsam, ich könnte schwören, dass das vorher nicht der Fall war...
Voodoo?
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