gut-rasiert
06. Dezember 2019, 19:31:41 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit E-Mailadresse, Passwort und Sitzungslänge
News: Wir geben einen GRF-Kalender 2020 heraus!: "Zur Aktion"
 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren Impressum  
Seiten: 1 [2]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Saiver Hobel aus Russland  (Gelesen 4919 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Rockabillyhelge
Globaler Moderator

Offline Offline

Beiträge: 6.075


NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #15 am: 30. November 2013, 16:24:30 »

Soo, nach mehrmaliger Nutzung des Saiver Hybrid möchte ich mal ein kleines Feedback wagen.

Die Verarbeitung ist grundsätzlich gut und für dieses Preissegment schon fast überragend gut,
vergleicht man ihn mit den gängigen China, Indien und was weis ich Billigmist (Yuma, Flying Eagle, Orak
und wie sie alle heissen) sticht der Saiver durch ordentliche Verarbeitung, guter Passgenauigkeit
und durchdachter Technik hervor, er ist wesentlich besser als sein Preis andeutet (in Relation zu den
anderen Hobel dieses Segmentes).

Die Technik ist simple und einfach, wobei die geriffelte Unterlegplatte sowohl beim Doppel- als auch im
Singelmodus unerlässlich ist, hierfür muss man sich einmal die Lage der Klinge ohne Verwendung der
Zwischenplatte anschauen und wird ziemlich schnell erkennen das die Klinge sich zu den Seiten hin
verbiegt, was sicherlich nicht im Sinne des Erfinders war, selbstredend kann man sich trotzdem trefflich
damit rasieren, nur das dies halt so nicht gedacht war.

Der Winkel ist streng vorgegeben, was ich aber auh von einem durchdachten Hobel erwarte, die quasi
idiotensichere Anwendbarkeit ist für mich eher ein Qualitätsmerkmal denn Makel, auch wenn dieses auf
Kosten des individuellen Abenteuers geht.
Habe ihn als Doppelwhopper als sanft und gründlich, als Singeluse als etwas bissiger aber ebenso gründlich
empfunden, wobei bissig hierbei nicht wirklich aggressiv sondern allenfalls etwas mehr zupackend bedeutet.
Das Gewicht ist recht niedrig, ein paar Gramm mehr (z.B. durch eine Metallunterplatte) hätten nicht geschadet,
aber sind wahrscheinlich ein elementarer Grund für den niedrigen Preis, wer mit Bakelithobel zurecht kommt,
wird auch mit dem Saiver zurecht kommen denke ich, nach etwas Eingewöhnung hatte ich zumindest keine
Probleme und der Wunsch nach etwas höherem Gewicht ist eher der Vorliebe als der technischen Notwendigkeit
geschuldet.

Der Hybrid macht für mich, anders als andere Hybrid Rasierer (z.B. Emir & Punktal) seinen verschiedenen Schaumkanten
mehr Ehre, kann man doch, wenn man aufpasst einen deutlichen Unterschied wahrnehmen.
Meine Vermutung ist, dass der kleine fühlbare Unterschied der beiden Hobelseiten durch die doch recht üppige Auflage-
fläche der Schaumkantenseite bedingt wird, wobei die Auflagefläche der Zahnkammseite bedeutend kleiner ist.

Resumé: Der Cadillac unter den Preiswert-Hobeln mit viel Herz und Fleisch, ein Hobel mit Charakter, vielleicht etwas
friemelig als Doppelwhopper, aber auch mit einer Klinge zuverlässig einsetzbar.
Als Reiserasierer spielt er optisch wie praktisch auf gleicher Höhe mit vergleichbaren Kunststoffrasierern teurerer
Hersteller mit, aber auch der Hybrid überzeugt mich vollends, ein Hobel den ich als Einsteigerhobel, ohne großes
finazielles Risiko eingehen zu müssen nur jedem ans Herz legen kann, aber nicht nur der Einsteiger, auch der versierte
Hobeler kann seinen Spaß daran haben  Lächelnd
Gespeichert

Die Feder ist mächtiger als das Schwert.
saafespatz
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 2.000


Dickhäuter !


« Antworten #16 am: 30. November 2013, 20:17:14 »

Schön, dass er Dir Spaß macht !

Mir war er nix... Zwinkernd Dann hat er ja ein gutes Herrchen gefunden Zwinkernd
Gespeichert

Königsblaue Grüße

saafespatz


"Hat jemand gesagt, dass Hobbys billig sein müssen ?"

"Herr Kuzorra, warum trugen Sie damals so lange Hosen beim Fußball?" "Weil wir so lange Dödel hatten!"
Standlinie
FAQ-Team

Offline Offline

Beiträge: 2.348


Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« Antworten #17 am: 01. Dezember 2013, 12:02:36 »

Sehr gute Vorstellung, Helge. Macht richtig Lust auf eine Anschaffung, wenn ich die nicht schon vor längerer Zeit getätigt hätte. Deine Erfahrungen decken sich mit meinen. Marke empfehlenswert. Und Weihnachten ist ja auch nicht mehr weit entfernt.  Daumen hoch
Gespeichert

Die Nachhaltigkeit einer gründlichen Nassrasur zeigt sich 24 Stunden später an nur gering und gleichmäßig nachgewachsenen Bartstoppeln.
mikri
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 2.905


Ich kann mit allen R41 rasieren


WWW
« Antworten #18 am: 24. Dezember 2013, 09:58:14 »

Nun denn, ich dachte schon, ich hätte die Gelegenheit, euch einen NEUEN vorzustellen... weit gefehlt, aber wie könnte es auch anders sein, sind wir hier doch bei der deutschsprachigen Rasur-Wiki.

Aus Versuchslaune heraus wollte ich einen Feldversuch wagen und habe mir den "Saiver Travel kit" Razor (keine Ahnung, wie das auf Russisch heisst) bestellt.
Gerade frisch aus der Verpackung geschält habe ich Bilder geschossen. Nach dem Motto, man kann nie genug Bilder haben Grinsend







Bin gespannt, ob ich zum selben Resultat komme, wie meine Vorredner.
Gespeichert

Mit Verarzten dauert's länger

http://nassrasieren.blog
herzi
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 8.255



« Antworten #19 am: 15. Januar 2015, 09:39:51 »

Mein ProfiMed kam neulich an. Gestern habe ich ihn ausgepackt. Einem Nickeltest unterzogen und dann genauer betrachtet. Als ich eine Klinge einlegte kam der erste Aha Effekt. Die Klinge wird mittig anscheinend nicht richtig mitgespannt und machte einen Bogen nach oben Richtung Deckel. Also schraubte ich nochmals auf, legte die Edelstahlplatte unter die Klinge und es wurde besser. Allerdings bemerkte ich bei meinem Exemplar einen Produktionsfehler. Auf der geschlossenen Seite hat die Unterplatte im Freiraum zwischen der Leiste und der Platte einen Kunststoffrest. Dieser drückt eine Ecke der Klinge nach oben. Die Rasur wird dadurch recht gefährlich. Mal sehen was ich damit mache.
Gespeichert

Gruß,
Stefan
herzi
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 8.255



« Antworten #20 am: 24. Januar 2015, 19:06:53 »

Ich habe jetzt die Produktionsreste mit einem Teppichmesser rausgeschnitten und habe dadurch einen gut zupackenden günstigen Hobel bekommen.  Daumen hoch
Hat eigentlich schon jemand versucht eine halbe Klinge einzulegen anstatt der Zwei? Ich dachte daran auf der geschlossenen Seite eine zweite Klinge einzulegen und auf der Zahnkammseite keine.
Gespeichert

Gruß,
Stefan
Seiten: 1 [2]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.21 | SMF 2006, Simple Machines Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS