gut-rasiert
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Autor Thema: Experimente..  (Gelesen 4891 mal)
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kriklkrakl
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« am: 07. September 2008, 16:50:58 »

Heut hab ich mal probehalber/ zum erstenmal (Glycerin-)Seife "umgebaut":
also verflüssigt, überfettet und als  Rasierseife in einen Tiegel gepackt..

Material:
83g Honig-Glycerin-Seife/ Kappus (hautfreundlich)
15g Babydream-Öl vom Rossmann (mit Jojoba- und Mandelöl, Vitamin E, Kamille, Ringelblume)
plus  2 EL Florena-RC (geruchsneutral) als "Emulgator", damit sich alles besser vermischt..

Erhitzen:
Seife erstmal kleinreiben (Küchengerät),
dann abwechselnd:
ganz kurz in die Mikrowelle und
anschliessend im Wasserbad/ auf Herdplatte verrühren.

Resultat:
Die Seife war ziemlich "spröde" zu verarbeiten,
so richtig glatt wurde das erst mit dem Öl, und zum Schluss die RC:
danach wars etwa wie weiche Butter.
zum Schluss nach in nen Tiegel abgefüllt, und jetzt trocknets erstmal aus...

kurz nochmal reingeschaut: sieht immer noch aus wie Butter und riecht leicht nach Honig :O))

 
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"Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,..
Es müsse sich dabei doch auch was denken lassen."
Faust I,Mephistopheles
kretzsche
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« Antworten #1 am: 07. September 2008, 17:19:09 »

Das soll aber keine Rasierseife werden, oder...? Bis jetzt hast Du Seife pilliert und "veredelt", aber eine Rasierseife ist das noch nicht. Etwas Tonerde zB. erhöht die Gleitfähigkeit der Klinge...

Uwe
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kriklkrakl
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« Antworten #2 am: 07. September 2008, 17:34:18 »

Das war erstmal wegen dem Prozedere, der Verarbeitung..
ich hab noch mehr Seifenstücke da, und genug Testmaterial ;O))

Tonerde soll ja die Haut eher austrocknen, das werd ich erstmal hinten anstellen.

zuerst wollte ich mal mit Kieselsäure (extrem feines staubiges Zeug aus der Apotheke..)  probieren:
das ist ein mineralischer Gelbildner, der aus dem Öl zuerst ein Ölgel macht.
bin mal gespannt, wie sich das beim Rasieren auswirkt..

ausserdem gibts Kieselsäure z.T. schon in Rasiercremes:

Zitat
Inhaltsstoffe Lavera Men Care Rasiercreme:
Wässrig-alkoholischer Schachtelhalmauszug*, Natriumpalmitat, Kaliumstearat, Kokosfettsäure,
pflanzliches Glycerin, Myristinsäure, Jojobaöl*, Aloe Vera Gel*, Lanolin, Hamamelishydrolat*,
Calendulaextrakt*, Echinaceaextrakt*, Bio-Meersalz "Flor de Sal"*, Kieselsäure, Glycerylstearate, Bisabolol,..



 



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kimeter
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« Antworten #3 am: 07. September 2008, 17:41:19 »

Vieleicht sind dir bei deinen Experimenten diese Seiten hilfreich... http://www.die-aufruehrer.de/forum/
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kriklkrakl
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« Antworten #4 am: 07. September 2008, 17:58:48 »

ich seh grad,
die verwenden ja auch silicea/ kieselsäure:
http://www.die-aufruehrer.de/forum/viewtopic.php?f=21&t=3044&sid=ba4b28434f1d018819a329d682883ca3

Zitat: "Die Rasierklinge "zieht durch wie nix"...
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Gesichtsschnitzer
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« Antworten #5 am: 07. September 2008, 18:21:41 »

Sehr spannend! Ich hoffe Du berichtest weiter!!!
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Honka
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« Antworten #6 am: 07. September 2008, 18:23:00 »

Und falls Du mal nicht mehr weiter weißt, bin ich mir sicher, daß Dir *** oder Nikita sicher gerne weiter helfen.
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So-ein-Bart
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« Antworten #7 am: 07. September 2008, 19:49:04 »

Diese Kieselsäure, die Du verwendest, könnte sog. Aerosil sein. Mit dem Zeug würd ich etwas aufpassen, der Staub ist sehr lungengängig (Stichwort Silikose).

Da Du wohl nur kleine Mengen benutzt, will ich Dir jetzt keine Staubmaske einreden, aber ich würds jetzt nicht großartig schütteln und dann dran riechen oder so.
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Schöne Grüße,
Stefan
kriklkrakl
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« Antworten #8 am: 07. September 2008, 20:13:44 »

Danke, wusst ich schon beim Einkauf:

das staubt aber vor allem beim 1. Öffnen der Dose, danach klumpt es bisschen zusammen wg. der Luftfeuchtigkeit.

ist übrigens derselbe Grundstoff wie die überteuerten Kieselsäuregels aus Apotheke u. Reformhaus, nur halt ohne Wasser
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Gillette
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« Antworten #9 am: 08. September 2008, 11:45:51 »

Leute, seid vorsichtig:

Aus dem Sicherheitsdatenblatt

Kieselsäure, amorph

Gefahren für Mensch und Umwelt   
Einatmen von Staub kann zu Gesundheitsschäden führen. Kann Atemwege und Augen reizen. Kann Lungenschaden verursachen.
Reagiert unter heftiger Wärmeentwicklung z.B. mit Vinylacetat-Dämpfen.

Schutzmaßnamen und Verhaltensregeln
Bei Stäuben Absaugung einschalten und in ihrem Wirkungsbereich arbeiten. Gefäße nicht offen stehen lassen! Reaktionsfähige Stoffe fern halten bzw. nur kontrolliert zugeben. Beim Ab- und Umfüllen bzw. beim Mischen Staubentwicklung vermeiden. Sackentleergeräte verwenden und entleerte Säcke in Sackverdichtungsanlage geben.
Nicht Essen, Trinken, Rauchen oder Schnupfen. Einatmen von Stäuben vermeiden! Berührung mit Augen, Haut und Kleidung vermeiden! Nach Arbeitsende und vor jeder Pause Hände und andere verschmutzte Körperstellen gründlich reinigen. Hautpflegemittel verwenden! Straßenkleidung getrennt von Arbeitskleidung aufbewahren!
Beschäftigungsbeschränkungen beachten!

Augenschutz: Gestellbrille mit Seitenschutz!

Handschutz:  Bei ausschließlichem Kontakt: gegen mechanische Beanspruchung beschichtete Handschuhe. Bei Bedarf; gerbstoffhaltige Hautschutzmittel verwenden. In Gummi-Mischereien: Handschuhe aus Nitril- oder Butylkautschuk. Tragezeiten von Schutzhandschuhen beachten! Bei längerfristigem Tragen von Schutzhandschuhen: spezielle Hautschutzmittel vor der Arbeit verwenden.

Atemschutz:
Partikelfilter P___ (weiß)
Körperschutz: Staubdichte Schutzkleidung!

Allerdings gilt dies nur für beruflichen Umgang mit diesem Stoff (8 h täglich). Trotzdem würde ich zumindest eine einfache Staubschutzmaske tragen und gut lüften.
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kriklkrakl
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« Antworten #10 am: 08. September 2008, 13:50:34 »

"Durch langjähriges Einatmen dieser Stäube kann eine chronische, irreversible Lungenerkrankung, die Silikose, entstehen.
Besonders gefährdet sind Beschäftigte, die im Bergbau, im Tunnelbau, in der Mineral-/Steingewinnung und -verarbeitung,
als Former und Gussputzer in der Metallindustrie oder in der keramischen Industrie beschäftigt sind bzw. waren."


mal abgesehn davon, dass die normale Luft sowieso viel Feinstaub enthält:
"rund 8500 Tonnen Abrieb von giftigem Feinstaub aus Bremsbelägen werden 
pro Jahr im deutschen Straßenverkehr erzeugt und in die Atemluft abgegeben."

die einfachste Vorsichtsmassnahme mit Kieselsäure amorph:
den Behälter zuerst im Freien öffnen und stehen lassen,
die Kieselsäure ist hygroskopisch und saugt sich mit der Luftfeuchtigkeit voll.

Es verklumpt dann etwas und fliegt nicht mehr so in der Luft rum.
Ein einfacher Atemschutz aus dem Baumarkt ist auch hilfreich /zu empfehlen.


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Nikita
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Arbeit ist die Seife des Herzens.


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« Antworten #11 am: 08. September 2008, 13:57:26 »

Das hört sich an wie in der Großindstrie. Grinsend

Aber wir reden hier von Einheiten, die sich wohl unter 1g bewegen dürften für diesen Zweck. Oder?
Wenn ich es verarbeite, bekomme ich es in Tütchen abgepackt. Schön sacken lassen, an der Tüte eine kleine Ecke abschnippeln, dann mit einem Meßlöffel vorsichtig etwas herausholen und verarbeiten.
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Calani-Seifenmanufaktur
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« Antworten #12 am: 08. September 2008, 14:15:57 »

Hallo kriklkrakl, es geht nicht um Feinstaub, es geht um chemische aktive Kieselsäure. Beim Stichwort >>langjährig<< würde ich mich nicht drauf verlassen. Es ist mindestens ein Fall bekannt, wo aus einmaligem Einatmen von Zementstaub eine manifeste Silikose wurde.

Nachtrag: Ob Feinstaub wirklich so gefährlich ist, ist keineswegs bewiesen, dazu ist das Gemisch auch noch inhomogen. Laut RP Karlsruhe entsteht Feinstaub übrigens meist in umweltfreundlichen Holz -(Pellet)-Heizungen. Aber sage mal dem Otto-Normalbürger, er soll seine Pelletheizung abschalten wg. Feinstaub! Lieber sinnlose Fahrverbote als die Quelle des Übels anpacken. Aber ich schweife ab.

Richtig, feuchte Kieselsäure ist weniger gefährlich, aber bitte nicht niesen  Grinsend
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kriklkrakl
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« Antworten #13 am: 08. September 2008, 14:22:07 »

allgemein gesagt:

mit Respekt, Vorsicht und Sachverstand arbeiten,
wie sonst auch, wenn man Chemikalien verarbeitet.




(in meiner Selbsthilfegruppe hab ich jetzt schon nen
Allgemeinmediziner,
Apotheker,
Seifenrührfachpersonal,
Technisches Hilfswerk,
plus mein geballtes Halbwissen,
dann kann ja nix mehr schiefgehn:   
« Letzte Änderung: 08. September 2008, 14:37:33 von kriklkrakl » Gespeichert

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Arnfried
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« Antworten #14 am: 28. September 2008, 00:46:13 »

Auch ich möchte in nächster Zeit mal Rasierseife selber machen. Allein schon weil ich absulut kein Parfüm vertrage und selbst die eigentlich parfümfreien RS, die es bei Seifenmanufakturen zu kaufen gibt, durch die Lagerung dort einen Parfümgeruch bekommen.

Als erste Fingerübung habe ich heute mal eine normale Seife gemacht. Wenn aus Öl und Lauge beim Rühren eine cremige, "mayonaisige" Masse wird, fühlt man sich wie der Zauberlehrling persönlich!

Da ich für den schnellen Erfolg das Heißverfahren genutzt habe, konnte ich mir heute abend schon mit selbstgemachter Seife die Hände waschen. Was für ein Gefühl! Schaum gibt es im ersten Moment keinen, aber dann schäumt es doch ganz ordentlich. Morgen versuch ich mal, ob das Zeug sogar schon zum Rasieren taugt.

Was ich eigentlich fragen wollte: Reift eine Rasiercreme schneller als eine Rasierseife? Ich bin da etwas ungeduldig und möchte nicht wochenlang auf die erste Rasur warten...

Oder taugt das Heißverfahren auch für Rasierseife? Parfüm kann bei mir dabei ja keines verdunsten.
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