gut-rasiert
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Autor Thema: Rasierseife selbst gemacht  (Gelesen 13449 mal)
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Adler1
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« Antworten #15 am: 11. Oktober 2012, 10:36:55 »

Danke ron!
In der Beschreibung von "Kerzenstearin" steht "rein pflanzlich". Parafin wäre aber aus Erdöl?

Edit: ich habe jetzt rausgefunden, dass es eine Mischung aus Stearinsäure und Palmitinsäure wäre.
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2012, 10:43:47 von Adler1 » Gespeichert

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ron
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"Sapere Aude!"


« Antworten #16 am: 13. Oktober 2012, 07:45:21 »

Nur Versuch macht kluch! Grinsend

Aber, weils hier gut rein passt, bitte Vorsicht!
Als oller Laborant kann ich jedem wirklich nur empfehlen, die hier gegebenen Hinweise peinlich genau zu beachten.
Beim Betreten des Raums, in dem mit der Lauge (NaOH, KOH) hantiert wird, Brille auf die Nase. Die kommt erst wieder runter, wenn auch alle benutzten Geräte gespült wurden (auch diese dämlichen Spülwasserspritzer habens uU. in sich), oder der Raum verlassen wird.
Als ich gesiedet hab, hatte ich auch ständig Einmalhandschuhe, auch unter den normalen Gummihandschuhen an. Gummihandschuhe sind Pflicht - auf jeden Fall. Wenn ihr ne Gummischürze habt, klasse, wenn nicht, tuts ein Labor-, oder Meisterkittel oder Blaumann oder Kesselanzug auch.
Unterschätzt Laugen nicht - niemals!
Auch beim einwiegen der Laugenplätzchen oder -schuppen ist die Brille auf der Nase. Ins Auge gekommener Laugenstaub löst sich in der Tränenflüssigkeit - ganz ganz unangehneme Geschichte. Zur Kenntnisnahme, da Laugen Eiweiße spalten, können sie einem Auge sehr übel mitspielen - um einiges schlimmer als Säuren! Verätzungen sind überall sehr schmerzhafte und schlecht heilende Verletzungen - die man wirklich durch Hirn einschalten sehr leicht vermeiden kann.
Augendusche mit Boraxlösung (sofern vorhanden) wär toll. Spritzer auf der Haut SOFORT mit Essigwasser abwaschen. Kommt was ins Auge - Wasser, Wasser, Wasser, einige Minuten spülen und ab zum Arzt.

Aber: es macht nen Heiden-Spaß! (das Seife sieden, nicht Verätzungen haben ;-))
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Adler1
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« Antworten #17 am: 15. Oktober 2012, 15:49:44 »

Deine Zitat hat mich überzeugt! Schockiert
Ich mache keine Experimente!  Grinsend
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strawinski
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« Antworten #18 am: 11. November 2012, 11:18:38 »

also ich habe mir auch mal überlegt Rasierseife herzustellen. Ich würde jedoch immer die uralten Rezepte benutzen, die es in den alten Büchern gibt. Es sind da hervorragende Anleitungen zu finden, was die Kredenzien betrifft. Warum sollte ich mit irgendwelchen neumodischen Dingen experimentieren, wenn die Grundlage einer Rasierseife seit Jahrhunderten bekannt ist.
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Das Licht kam in die Finsternis. Doch die Finsternis begriff es nicht.
ron
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"Sapere Aude!"


« Antworten #19 am: 11. November 2012, 11:50:39 »

Die da Deiner Ansicht nach wäre?
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strawinski
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« Antworten #20 am: 11. November 2012, 12:10:51 »

also zum Beispiel findet man hier eine genaue Anleitung zur Barbierseifenherstellung.

http://books.google.de/books?id=SGpHAAAAYAAJ&pg=PA306&dq=barbierseife&hl=de&sa=X&ei=m3ifULPSKo6Pswa44oDADQ&ved=0CDkQ6AEwBA#v=onepage&q&f=false
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strawinski
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« Antworten #21 am: 11. November 2012, 12:19:26 »

ich stelle noch ein paar Bücher als PDF rein, weil das Interesse doch sehr hoch scheint. Also die richtig alten Anleitungen und Rezepturen
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ron
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"Sapere Aude!"


« Antworten #22 am: 11. November 2012, 14:41:04 »

Ich gebe zu, ich hab jetzt nicht alles gelesen. Wär evtl. einen Versuch wert. Wobei ich glaube, dass Du entäuscht sein wirst, wenn Du von einer heutigen RS gewohnte Schaumkonsistenz erwartest.

Zu dieser Zeit wurde eben verseift was zur Verfügung war. Das waren meist tierische Abfälle. Und meines wissens war es kein Vergnügen Seife zu sieden. Aufgrund des Gestanks und der langwierigen Arbeit ohne elektr. Helfer. Zwinkernd Noch dazu wurde wenig wert auf Stöchiometrie gelegt. Also die Lauge eher Pi mal Daumen (wie mann ja sehr gut heraulesen kann) bemessen. Das kann mitunter arg ins Auge gehen.

Was sich mir nicht ganz erschließen will ist, was meinst Du mit "modernen" Zuaten in heutigen Seifen?
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strawinski
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« Antworten #23 am: 11. November 2012, 16:28:32 »

so, ich habe mal einige Bücher raufgeladen unter "Barbierseife machen".....ich finde die Anleitungen sehr gut. Es geht ja nur um das Prinzip was die da reingemacht haben. Das sieden, naja man ist ja keine Manufaktur, sondern nur für den Selbstgebrauch. Außerdem kann man das Tierfett ja mit Olicenöl ersetzen. Ich denke, es sollte so funktionieren, wie es beschrieben wurde. Vielleicht finde ich noch paar alte Bücher.
Ich würde mich freuen ob es jemand ausprobiert hat und wie es funktioniert....

http://www.antike-rasiermesser.de/literatur-uber-rasiermesser/
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Onkel Hannes
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« Antworten #24 am: 11. November 2012, 18:36:31 »


Imposante Liste. Dürften wir die irgendwo mal an prominenterer Stelle verlinken?
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ron
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"Sapere Aude!"


« Antworten #25 am: 11. November 2012, 18:44:46 »

Außerdem kann man das Tierfett ja mit Olicenöl ersetzen.

Dass kannst Du dann aber vergessen.
Olivenöl ist für eine RS eher ungeeignet.
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strawinski
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« Antworten #26 am: 11. November 2012, 19:50:08 »

also ich habe es nur gelesen in diesen Büchern. Dann kann man sich ja Lanolin aus der Apotheke holen...
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PEOPLES
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« Antworten #27 am: 12. November 2012, 01:31:08 »

 Ich hab das Gefühl, dass manche sich das Herstellen von Rasierseifen etwas zu einfach vorstellen. Ich hab aus Hobby-Gründen mal eine ganze Zeit lang selber Seife gesiedet, anfängliche Motivation war tatsächlich eine anständige/akzeptable Rasierseife zu sieden, was sich aber als sehr schwer heraus stellte.
 Die gesiedeten Seifen wurden zwar immer besser und man bekam schon ein Gefühl, was man nun wie kombinieren könnte, was an Zusätzen benutzen und wie stark man die Seife überfetten sollte, aber an die Schaumqualitäten der käuflich zu erwerbenden bin ich trotzt einiger Kilo verschiedener Seifen nicht gekommen.
 Hab auch unmengen Stearinsäure, Kokosfett (weil das Zeug schäumt wie er Teufel  Lächelnd ), Palmfett (günstigere Alternative) und Rizinusöl (macht einen feinporigen Schaum) verseift und mit diversen Beigaben wie Kaolin und Zucker (Bienenwachs, Lanolin, Carbaubawachs, Heilerde, ect.) experimentiert, tolle Seifen sind dabei raus gekommen, haben toll gerochen, schöne Farbe ect., aber eben keine Rasierseife.

 Die normalen Öle, wie man sie in den Läden findet, taugen eher nicht so gut für Seifen, die zumindest in die Nähe von Rasierseifen gehen soll. Olivenöl macht eine schöne und vor allem milde Seife, leider (aber wers mag) recht weiche Seife die zudem ewig zum reifen braucht. Raps- und Sonnenblumenöl hab ich dann gar nicht mehr verwendet, zumindest nicht zum verseifen.

 Seifen sieden macht spass, vorallem wenn man die Pampe zusammen rührt, dann Pudding bekommt und nach paar Wochen schäumt der Kram und macht auch noch sauber  Lächelnd
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japs666
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« Antworten #28 am: 13. Januar 2015, 18:16:01 »

Rasierseife selber hertellen hat den Vorteil, dass man die pflegenden Essenzen und Geruchsnote selber aussuchen kann. Synthetisch hergestellte Rasierseifen sind oft nur auf Zitronen- oder Minzgeruch beschränkt. Dabei kann man die Rasierseife auch mit Johanniskraut, Kamille, Rosen, Holunderblüten oder Schlüsselblume kreieren. Der eigenen Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt.
Das Rezept habe ich vor ein paar Jahren von einem älteren Herrn aus einem Seniorenheim bekommen, wo ich ls Pfleger gearbeitet habe. Er hat sich so seine Rasierseife immer selber hergestellt. Sie scheint allerdings sehr weich zu sein. Ich selber habe das Rezept bisher noch nicht ausprobiert.

Zutaten:

250ml destilliertes Wasser
50g Kernseife, die man in Flocken geschabt hat
50g getrocknete Kräuter oder Blätter oder Blumen
5 Tropfen eines ätherischen Öles (für den Geruch)
1 TL Akazienhonig

Zubereitung:

Zuerst wird ein Absud hergestelt aus dem destillierten Wasser und den getrockneten Pflanzenteilen. Alles in einen Topf geben und kurz aufkochen und abkühlen lassen. Die Pflanzenreste abseihen und den Sud nochmals erwärmen. Sobald er anfängt zu köcheln die Flocken der Kernseife vorsichtig unterrühren. nur ganz kurz aufköcheln lassen und dann wiederum abkühlen. Wenn die Mischung eine Temperatur von ca. 40°C hat, kann man den Honig und das ätherische Öl beimischen. Danach in ein Glas mit Schraubdeckel füllen und schließen.

Die Seife kann mit einem Spatel abgetragen und in der Hand oder im Mud aufgeschäumt werden.
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herzi
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« Antworten #29 am: 14. Januar 2015, 09:08:05 »

Hört sich sehr interessant an. Vielleicht probier ich das mal.
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Gruß,
Stefan
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