gut-rasiert
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Autor Thema: Rasierseife selbst gemacht  (Gelesen 13442 mal)
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Feuersteen
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« am: 26. August 2012, 19:14:58 »

Moin,

Heute wollte ich mal versuchen Rasierseife zu machen. Dazu habe ich ein altes Buch: Chemie des Alltags mal gelesen und habe ich ein wenig auf das Internet rundgesehen. Was habe ich gemacht? Ich habe noch etwas reines Stearinsäure in meine Schrank liegen, die alte Rezepten gehen aus von dieses Bestandteil. Weil Stearinsäure in Wasser slecht auflöst mus man dies mit eine Lauge (Kaliumhydroxid und/ oder Natriumhydroxid) reagieren lassen, dabei entsteht Natrium/Kaliumstearaat das gut auflöst in Wasser. Dabei sollte das Wasser frei sein von Calcium und Magnesium, also habe ich destilliertes Wasser genommen. Kaliumhydroxid (KOH) hätte ich nicht zu Hause also habe ich nur Natriumhydroxid (NaOH) genutzt.

Die Reaktion: CH3(CH2)16COOH + NaOH (aq) -------> CH3(CH2)16COO-  +    Na+   + H2O

Laut berechnung sollte 25 gram Stearinsäure  reagieren mit 3,34 gram NaOH. Ich habe 95% van dieses anteil NaOH genommen.

So sieht das Stearinsäure aus.



Den Cocktail in Reaction nach einige Zeit. :



Das Resultat:



Das Stearaat hat zusammen mit das Wasser ein Gel gebildet, es soll die kommende Zeit ein wenig trocknen. Lauge ist nicht mehr da, ich habe etwas von dieses Zeug probiert mit die Zunge und es hat deutlich seifig neutral geschmeckt. Geruch: neutral

Morgenfrüh werde in den Seife mal ausprobieren.


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ron
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"Sapere Aude!"


« Antworten #1 am: 26. August 2012, 21:27:15 »

Sehr guter Bericht! Daumen hoch Ich bin gespannt auf Deine ersten Schäumtests. Grinsend
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Feuersteen
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« Antworten #2 am: 27. August 2012, 11:13:33 »

So, gerade habe ich die Seife mal ausgetestet.

Ich habe zuerst nur etwas Wasser dabei getan und mit den Pinsel schaum gemacht. Weil ich nicht so zufrieden war mit die Menge Schaum habe ich etwas Glycerol dabei getan. Glycerol sollte hydratierende Wirkung habe, ich habe auch die Eindruck da ist die Menge Schaum vergrössert und auch ist das Schaum etwas stabiler geworden.



Bei der Rasur war die Schaum viel zu dünn. Ich habe noch etwas Seife und Wasser dabei getan aber das hat nichts geholfen. Den Geruch war Angenehm, da war noch eine leichte Note vielleicht war das von der Pinsel. Auch waren die eigenschaften nicht schlecht nur ist die Schaumschicht zu dünn und ist der Schaum von Messer abgelaufen.

Ich glaube ich bin auf den Richtigen weg. Da muss noch eine stabillistor rein wie Tetrasodium EDTA. Hat jemand vielleicht noch eine gute Idee  Huch
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ron
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"Sapere Aude!"


« Antworten #3 am: 28. August 2012, 11:09:37 »

Ich möchte Dir nur soweit weiter helfen, Du bist einerseits in der richtigen Richtung, andererseits aber komplett falsch abgebogen.
Sorry, dass ich Dir nicht weiter helfen kann/will.
Es ist nicht einfach eine richtige RS zu machen. Um ein ordentliches Rezept zu entwickeln ist viel experimentieren und tüffteln notwendig.
Ich habe lang gebraucht um eine "ordentliche" RS zu sieden. Das ist auch der Grund, warum man nicht wirklich gute Rezepte im I-Net. Es hat jeder seine Rezepte in denen viel Arbeit und Hirnschmalz steckt und die haut nicht jeder einfach so auf den Markt.
Aber wenn Du mal den richtigen Schlüssel gefunden hast, dann ist es gar nicht mehr so schwer.
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ron
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"Sapere Aude!"


« Antworten #4 am: 28. August 2012, 12:08:54 »

Um nicht als kompletter Arsch zu gelten, noch ein Tip!  Grinsend
Mach Dir doch mal Gedanken darüber, die KOH nicht auch noch zu verwenden.
Und über Temperatur.
 Zwinkernd

Noch was zu der Formel zur Verseifung:



Eine Zwischenreaktion im Anfangsstadium der Verseifung zur Carbonsäure ist hier nicht berücksichtig. Aber auch nicht wirklich wichtig.
Die Seife ist das Natriumsalz der Reaktion, das Glycerin verbleit in der Seife!
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Feuersteen
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« Antworten #5 am: 28. August 2012, 21:21:18 »

Ich unterschätze die Arbeit nicht. ich wollte nur mal etwas versuchen. Deine Reaktionsvergleich stimmt aber in meiner Fall bin ich von Stearinesäure ausgegangen. Es ist also keine Verseifung sondern man ersetzt den Protonen (H+) für ein Alkali-ion (Na+). wobei das endproduct besser wasserlöslich ist.
Um nicht als kompletter Arsch zu gelten, noch ein Tip!  Grinsend
Mach Dir doch mal Gedanken darüber, die KOH nicht auch noch zu verwenden.
Und über Temperatur.
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Noch was zu der Formel zur Verseifung:



Eine Zwischenreaktion im Anfangsstadium der Verseifung zur Carbonsäure ist hier nicht berücksichtig. Aber auch nicht wirklich wichtig.
Die Seife ist das Natriumsalz der Reaktion, das Glycerin verbleit in der Seife!
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ron
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"Sapere Aude!"


« Antworten #6 am: 01. September 2012, 15:16:27 »

Tut mir leid, ich will weder klugscheißen, noch mich in die Gleichung festfressen. Aber Deine Reaktionsgleichung hat mich doch einige Zeit beschäftigt.
Ich hab lange hin und her überlegt und geschrieben und wieder gelöscht. Grinsend
Ich wollte das aus meinem eigenem Wissen interpretieren. Es ist mir nicht wirklich gelungen. Grinsend
Meine Formel nochmal in anderer Schreibweise zum Vergleich:



    Stearinsäure     +         Natronlauge     -->      Natriumstearat     +     Glycerin

Die auch stöchiometrisch richtig ist. Zwinkernd
Aber warum es sich um keine Verseifung handelt musst Du mir trotzdem erklären.  Huch
Was meinst Du mit Stearinsäure? Gibt es Stearin auch in anderer Form? Das umgangssprachlich bezeichnete Stearin ist die Stearinsäure. Mir ist kein anderes bekannt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stearins%C3%A4ure
Es handelt sich doch um eine Verseifung von einer gesättigten Fettsäure (Stearinsäure) mit Natronlauge zu Natriumstearat und Glycerin. Welches bei Deiner Gleichung einfach fehlt. Deshalb der Hinweis auf die Stöchiometrie.
« Letzte Änderung: 01. September 2012, 15:22:41 von ron » Gespeichert

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« Antworten #7 am: 01. September 2012, 15:35:21 »

Ok, ich glaub jetzt hab ichs.
Stearin ist kein Fett, sondern ein Gemisch aus Stearin- und Palmitinsäure! Daher müssen nur die Säuren mit NaOH zu den entsprechenden Salzen umgesetzt werden. Dadurch entsteht bei der Reaktion mit NaOH nur das Natriumsalz der Stearinsäure und Wasser. KEIN GLYCERIN!! Grinsend

R-COOH + NaOH -> R-COO-Na+ + H2O

Sorry Feuersteen!! Unentschlossen
« Letzte Änderung: 01. September 2012, 15:42:56 von ron » Gespeichert

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Feuersteen
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« Antworten #8 am: 02. September 2012, 07:53:02 »

Hallo Ron,

Stimmt das ist richtig, die Reaktion von Stearinsäure mit lauge ist keine Verseifung. Mittlerweile habe ich mich nochmals rasiert mit den Natriumstearaat. Es schäumt zwar, nicht viel, aber es fühlt sich aber gut auf die Haut. Aber wie gesagt es müssen noch was Stabilisatoren/ Emulatoren rein um die Schaum zu perfektionieren.
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ron
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« Antworten #9 am: 02. September 2012, 13:18:54 »

Nein, keine Stabilisatoren oÄ. Es geht auch ohne.
Mach Dir doch mal Gedanken darüber, die KOH nicht auch noch zu verwenden.
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« Antworten #10 am: 02. September 2012, 17:59:47 »

Wie bekomme ich dan mehr schaum?
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ron
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« Antworten #11 am: 02. September 2012, 18:30:36 »

Mach Dir doch mal Gedanken darüber, die KOH nicht auch noch zu verwenden.
Und über Temperatur.
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Ich hab da jetzt einen entscheidenden Fehler entdeckt.
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Feuersteen
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« Antworten #12 am: 02. September 2012, 20:36:54 »

Wenn das so viel ausmacht dann werde ich mich mal KOH besorgen  Grinsend
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Adler1
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« Antworten #13 am: 10. Oktober 2012, 12:35:20 »

Ich weiß nicht ob ich hier richtig auf der Stelle...
Ich habe mich oft gefragt:
"Kann man eine Rasierseife aus einer normalen Seife mit Kokosöl herstellen, indem man einfach mt der Stearinsäure schmelzen lässt?"
Die zweite Frage wäre dann:
"Könnte man ein Stearingranulat für die Kerzen dazu verwenden, oder gibt es dort die hautgefährliche Stoffe drin?"

Ich habe leider nichts darüber gefunden, wobei es wäre wirklich einfachste und vor allem ungefährliche Lösung die Rasierseife herzustellen ohne mit Lauge zu hantieren.
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Gruß, ^^(°v°)^^ Adler1
ron
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"Sapere Aude!"


« Antworten #14 am: 10. Oktober 2012, 17:53:02 »

Ich glaub da hast Du was falsch verstanden.
Das Sterain gehört ebenfalls verseift, ohne gehts nicht.
Zu dem Stearin der Kerzen kann ich leider nichts sagen, aber ich nehme an, dass dies mit Parafin versetzt ist.
Zum verseifen benötigst Du reines Stearin.
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