gut-rasiert
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Autor Thema: Rasiermesser abziehen? - klaro - aber wie oft und womit?  (Gelesen 26265 mal)
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Iltis
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« Antworten #30 am: 26. Juli 2008, 10:02:15 »

Noch ein Paar Tips:
1: Die von abc123 angesprochen Unebenheiten vom Riemen kann man beseitigen, wenn man mit der Messerrücken kräftig 2,3 mal über der Riemen, bei wenig Spannung, fährt. Mache ich immer vor ich abziehe.
2: Staub auf der Oberfläche der Riemen tut der Schneide nicht gut, und kommt traurugerweise öfter vor, auch wenn der Riemen hangend auwbewahrt wird (frag mich nicht wie es passiert, ich verstehe es auch nicht), vor man der Riemen benutzt ist es sinnvoll aufzupassen, das er "Sauber" ist.
3: Der Drehgelenk zum aufhangen die meisten Riemen ist eher kontraproduktiv, durch verdrehen des Riemens passieren die meisten "Unfälle" (auch durch der Versuch, zu schnell abzuziehen). Besser ist es der Riemen direkt durch der D-Ring an einen breiten Haken aufzuhangen, das er sich vorne nicht drehen kann, somit hat man der Riemen besser unter kontrolle.
Grüß
Iltis
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harrykoeln
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Können diese Augen lügen?


« Antworten #31 am: 29. Juli 2008, 07:38:02 »

Ich sehe das insgesamt auch so das es am allerbesten ist, Einem, der es kann, über die Schulter zu schauen. Das sagt mehr als 1000 Worte.
Videokamerabesitzer die es können, ran an den Speck.

An dem Riemen zu zerren, das das Türblatt aus den Angeln reisst, ist ganz sicher suboptimal, genau so, als wenn der Riemen sich in einer drehbaren Aufhängung verwinden kann.
 
Ich baue meine Riemen so:

´
Der stabile D-Ring in einem Wandhaken - dann klappts auch mit dem Abziehen.
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AlterFreund
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DAS ist ein Messer...


« Antworten #32 am: 29. Juli 2008, 20:58:53 »

Also wenn ein Messer ordentlich geschärft ist reicht meiner Meinung nach vor der rasur so 10-15mal hin und her auf blankem Leder.
Dann ist die Facette wieder schön sauber und schnittig. Wenn das nicht langt geh ich mal 10mal über den gekauften Chromoxidspannriemen
unbd dann Leder. Wenn selbst das nicht mehr reicht (das dauert ne Weile bei ner ordentlichen Anzahl Messer) wird neu geschliffen.
Ich persönlich halte mal garnix von 6 verschiedenen Pastenriemen, und nächtelanger Lederei.
Ein Kollege von mir ledert vor jeder Rasur sein Messer 50mal (!) auf blankem Leder.Hatte das Messer jetzt zum Schärfen (na eher Schleifen)
hier. Er hatte es geschafft da ohne jeglichen Schleifkörper in der Mitte der Klinge eine Mulde reinzuwetzen.

Grüße!
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abc123
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« Antworten #33 am: 01. August 2008, 20:36:43 »

In der Originalanleitung eines nicht rostfreien Henckels RM steht folgendes:

"...
Man lege die Klinge ganz flach auf und ziehe das Messer in der Richtung des Rückens 8-12x, beide Seiten abwechselnd, über den Riemen hin. Hierbei ist sorgfältig darauf zu achten, daß sich der Rücken des Messers nicht vom Riemen abhebt, weil sonst die Schneide verletzt wird.

Nach dem Gebrauch wird die Seife abgespült und die Klinge mit einem wollenem Tuch gut abgetrocknet, wobei man sich vor jeder Berührung der Schneide sorgfältig hüten muß. Außerdem ist es ratsam, auch nach dem Rasieren das Messer noch einmal kurz auf dem Streichriemen abzuziehen, um Rostansatz an der Schneide zu verhüten.
..."
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Tim Buktu
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« Antworten #34 am: 02. August 2008, 12:11:10 »

 Huch Jetzt bin ich mir nicht ganz sicher, ob mich der Inhalt dieser "Betriebsanleitung" verunsichern und ärgern, oder ob mich das freuen soll, da ja dieser und andere Wiedersprüche oder unteschiedliche Aussagen oder Sichtweisen oder Erfahrungen... (nicht nur bei diesem Hobby), den Reiz an der Sache ausmachen.

 Unentschlossen oder  Traurig oder  Ärgerlich oder  :'( oder doch  Grinsend  Afro , das ist hier meine Frage!

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DAS ist ein Messer...


« Antworten #35 am: 03. August 2008, 01:23:20 »

Tim Buktu, schön dass du das Thema nochmal aufgreifst.
Hatte auf einem alten Rasiermesserkarton ähnliches gelesen, guck dir mal das zweite Bild von oben an:
https://www.gut-rasiert.de/forum/index.php?topic=1862.0
Damals hatte ich mit dem Ledern direkt nach der Rasur auch Verwunderung empfunden, da ja eigentlich
alle sagen man soll es nicht tuen. Neige mittlerweile dazu den alten ANleitungen zu glauben, da diese aus der
praktischen Erfahrung heraus geboren wurden und nicht aus "ich denke mal, dass..."
Grüße!
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Boots 2 Asses


« Antworten #36 am: 03. August 2008, 06:32:03 »

Lese das erst jetzt,
auch mein Opa hat schon immer nach der Rasur sein (übrigens einziges) Messer kurz abgezogen!
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Qapla' Burkhard


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Tim Buktu
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« Antworten #37 am: 03. August 2008, 12:16:10 »

Habe das Bild in dem thread zwar schon gesehen, aber versäumt, den Text zu lesen. Lohnt doch oft, wenn man genauer hinschaut.
Und was jetzt? Alles Glaubenssache? Wäre ja auch nett, man glaubt einfach dass die Messer wieder scharf werden und hat kein Problem mehr.

Bin gespannt wie die Diskussion weitergeht!  Cool
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Iltis
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« Antworten #38 am: 03. August 2008, 13:24:25 »

Senser hat mal ein Paar Bilder reingestellt:




Sie sind zwar nicht direkt relevant was abledern nach der Rasur betrifft, zeigen aber sehr gut der Einstellung viele unsere Vorfahren zu ihren Rasiermesser hatten. Und zwar die Dinge waren Gebrauchsgegenstände, Verschleissteile. Für mich muß ein Messer brauchbar sein, aber ich bin der Meinung, dass man es auch pfleglicher behandeln kann/sollte. Es ist unbestreitbar das der Grat sich während der Rasur zum Teil umbiegt (da wären Mikroskopische Fotos von Movie oder Harry klasse!!), und das der Grat sich über Zeit erholt (ditto betr. Fotos). Wenn man ein gebogener Grat ledert, beschädigt man ihn, und muss um so öfter schleifen. Das erklärt, denke ich viele der verschlissenen Messer die man sieht. Sicherlich ist es besser, die Schneide durch abziehen zu trocknen als sie verrosten zu lassen (noch mehr schleifen/verschleiss), aber wenn es sanfter geht (auf Unterarm "abziehen", oder ähnliches), denke ich das es so sinnvoller ist.
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abc123
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« Antworten #39 am: 06. August 2008, 23:39:58 »

Dem Abziehen nach der Rasur kann ich immer mehr abgewinnen, wobei ich nicht direkt vom Abziehen sprechen möchte. Einmal zart hin und her, macht die Schneide ganz sauber und trocken. Geht für mich wesentlich besser als am Handballen oder Unterarm.
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harrykoeln
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« Antworten #40 am: 07. August 2008, 07:35:57 »

Dem Abziehen nach der Rasur kann ich immer mehr abgewinnen, wobei ich nicht direkt vom Abziehen sprechen möchte. Einmal zart hin und her, macht die Schneide ganz sauber und trocken. Geht für mich wesentlich besser als am Handballen oder Unterarm.

Ja, da ist was dran. Ich mach das halt am Handballen oder auf dem Unterarm, aber der Effekt ist derselbe. Ein ganz feiner und sanfter "Vorabzug" - ich wills auch nicht mehr missen.
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« Antworten #41 am: 18. April 2020, 10:23:56 »

Auch wenn der letzte Beitrag schon 12 Jahre her ist, bleibt das Thema trotzdem aktuell, weil es einem täglich begegnet.

Vor der Rasur ziehe ich das Messer im Normalfall ca. 30x oder öfter ab. Manchmal höre ich zwar schon vorher eine Veränderung (hängt aber von vielen Dingen ab, z.B.: Hohlung, Leder, Kinder, Fernsehprogramm, Musik.... Zwinkernd), höre aber deswegen trotzdem nicht vor 30 auf. Ich bin der Meinung "mehr ist besser" und glaube, daß ein Messer, dessen Grat nicht so gut es eben geht, wieder aufgerichtet ist, nicht nur schlechter rasiert sondern auch in Summe über mehrere Rasuren hinweg, schneller an Schärfe verlieren wird. Vor einem angeblichen "Balligledern" habe ich keine Angst. Die Anzahl 30x ist eigentlich unabhängig davon, ob der Riemen etwas breiter oder schmaler oder länger oder kürzer ist.

Während der Rasur kann es mal sein, daß ich zwischendurch zwei- / drei Handballenabzüge mache, um die Klinge wieder sauber zu bekommen. Das gleiche am Ende der Rasur, bevor das Messer abgespült wird. Soll das Messer in den nächsten Tagen wieder zum Einsatz kommen, wird es nur trocken abgewischt aber nach der Rasur nicht mehr geledert.

Bei Pastenriemen bin ich auch nicht so zögerlich. Auf dem grünen CrOx ziehe ich beim Schärfen nach dem letzten Stein bis zu 25x ab.
Zum Auffrischen benutze ich, wenn möglich nur die rote oder schwarze Paste mit ca. 30 - 40x Wechselzügen. Pastierte Schraubspann- und Hängeriemen spanne ich recht straff und ziehe das Messer ohne Auflagedruck ab.

Zu Beginn war ich dem Irrglauben erlegen, möglichst wenig Wechselzüge beim Ledern machen zu müssen (Angst vor einem "Balligledern") und habe mich gewundert. warum meine Klingen dennoch relativ schnell an Schärfe verloren. Dazu kam wahrscheinlich auch noch ein zu hoher Druck auf die Klinge beim Ledern. Alles ziemlich suboptimal.

Ob das, was ich da jetzt treibe, der Weisheit letzter Schluß ist, kann ich nicht wissen, weil ich erst seit ca. 2 1/2 Jahren regelmäßig das RM benutze und zu Beginn sehr oft rotiert habe. Ich weiß nur, daß ich auf diese Weise, die bisher besten Ergebnisse bekommen habe und werde es auch so weiter durchziehen.

Nüchtern betrachtet müsste ich schon ein- und dasselbe RM zig-hundert Male benutzen, exzessiv Ledern und spendabel mit Pasten auffrischen, um dann irgendwann mal zu sehen ob es wirklich eine Tendenz zu einer stärkeren Abnutzung zeigt, wie man es manchmal bei abgerockten Ebay und Flohmarktmessern aus Frisörnachlässen sieht. Und ich spreche nur von einer Tendenz und nicht, daß es sofort genauso aussieht.
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Tim Buktu
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« Antworten #42 am: 18. April 2020, 11:08:49 »

Mir geht es ähnlich wie dir, Paula. Zu Beginn und dann einige Jahre lederte ich vor der Rasur 7 - 10 Doppelzüge. Im Lauf der Zeit hat sich das auf 10 - 20 erhöht. Erhöht hat sich dabei auch die Geschwindigkeit mit der die Klinge über das Leder gleitet und die Zugkraft am Riemen. Niedriger geworden ist dabei der Druck der Klinge auf das Leder. Alles nach Gefühl.
Vielleicht probiere ich mal mit einer Kofferwaage zu messen wie stark ich ziehe und wie sich das Gewicht beim Druck der Klinge auf den Riemen verändert.  Unentschlossen
Jedenfalls habe ich den Eindruck, meine Messer blieben länger schön scharf. Aber wie schon geschrieben ist das bisher alles nur gefühlt und nicht gewogen, mikroskopiert oder sonstwie gemessen. Nur das Zählen der Züge ist in dem Zusammenhang leicht zu meistern und macht keinen lästigen Aufwand.  Lächelnd
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Barbon
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« Antworten #43 am: 18. April 2020, 13:22:46 »

Ich mache genau 20 DZ auf der dunklen Seite des Thiers-Issard Stossriemen, danach werde ich mit sanften Rasuren belohnt. Ich merke wie sich ein scharfes Messer am Leder festsaugt, tut es das nicht ist die Rasur unsanft und das Messer muss auf Pastenriemen aufgefrischt werden.
Zum Auffrischen ist mein Standardrezept
20 DZ Paste grün  auf Schraubspannriemen
40 DZ Paste rot auf Schraubspannriemen
60 DZ Paste schwarz auf Stossriemen (Herold 9195)

Das funktioniert für mich sehr gut!
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Paula
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« Antworten #44 am: 18. April 2020, 14:10:06 »

Der Stoßriemen von Thiers Issard ist echt ein Schmuckstück.  Daumen hoch

Ich glaube, man kann tausend Leute fragen, alle machen es im Prinzip gleich und trotzdem macht es jeder im Details ganz anders. Diesen "Festsaugeffekt" hatte ich z.B. auch einmal bei einem meiner gebastelten Hängeriemen mit schwarzem Rindsnappaleder. Das war irgendwie gar nicht so mein Ding, umso mehr finde ich es interessant, daß Du damit bestens klar kommst. Alles Geschmackssache, anderer Weg, gleiches Ergebnis,


Nur das Zählen der Züge ist in dem Zusammenhang leicht zu meistern....
Manchmal angel Oft genug vergesse ich das genaue Mitzählen und gebe dann lieber ein paar Züge mehr.... kostet ja nix.
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