gut-rasiert
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Autor Thema: Rasiermesser abziehen? - klaro - aber wie oft und womit?  (Gelesen 28140 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Pepe
Gast
« am: 24. Juli 2008, 08:13:43 »

moin moin
Ich lese hier (und auch im NRF) immer wieder z.B. "vor der Rasur 6 x auf Naturleder abziehen"  oder "wenn die Klinge nicht mehr schnitthaltig ist, dann 15 x auf Chromoxid" usw. usw.

Damit kommen Anfänger und Neueinsteiger m.E. nicht immer zurecht Traurig

Auf welche "Arbeitsfläche" mit welchem "Arbeitsgerät"  beziehen sich denn die obigen Angaben?

Das es die unterschiedlichsten "Abziehgeräte" wie Hängeriemen, Stoßriemen, Spannriemen, Streichriemen u.v.m. gibt, dürfte beim Durchstöbern des Forums ja noch klar sein. Aber der eine hat einen mordsmäßigen 60cm x 7cm Hängeriemen, der andere einen eher kleinen 20cm x 4cm Spannriemen. 

Ich benutze einen Hängeriemen für das tägliche Abziehen vor der Rasur und für das "Nachschärfen" mit Chromoxid. Die Maße der "Arbeitsfläche" betragen 45 cm in der Länge und 5,5 cm in der Breite.
Vor der Rasur ziehe ich das Messer von JEDER Seite 10 x auf der Naturlederseite ab, ohne Druck auszuüben.
Beim Nachschärfen (Wiederaufbau des heiligen Grates Smiley) ziehe ich das Messer von JEDER Seite 15 x auf der Chromoxidseite mit wenig Druck und anschließend 40 x auf der Naturlederseite ohne Druck ab. Das Abziehen erfolgt in der "Kreuztechnik".
Damit erziele ich sehr gute Resultate, die sich in der täglichen Rasur widerspiegeln Lächelnd

Man kann sicherlich nicht die Anzahl der Züge in eine einheitliche Norm pressen. Dafür sind die Messer, die Abziehgeräte und die persönliche Technik/Arbeitsweise viiieeel zu unterschiedlich.

Hilfreich wäre es allerdings, wenn alle, die darüber schreiben, die ganze Sache präzisieren, indem sie detailiertere Angaben machen über das benzutzte Arbeitsgerät und das abgezogene Messer.
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urza
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« Antworten #1 am: 24. Juli 2008, 14:43:48 »

Ich bin zwar quasi mathematiker aber, zaehlen wie oft ich ziehe tue ich nicht. Ich mache solange wie ich keine lust mehr habe oder mir das geraeuch des messer sagt das es rasurfertig ist, aber nicht jedes messer ist so freundlich ne meldung zu machen. Aber ich denke man hoert wenn ein grat entsteht, und aufjeden fall hoert man wenn der grat gerade in die binsen gegangen ist, dann zieht man noch mal so oft nur vorsichtiger am ende.

Fuer anfaenger sind diese infos so wertvoll wie ein spinnrat fuer einen esel.
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„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie allgemeines Gesetz werde.“

    – Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, S. 421 [Reclam S. 68]
Pepe
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« Antworten #2 am: 24. Juli 2008, 14:47:40 »

Ich bin zwar quasi mathematiker aber, zaehlen wie oft ich ziehe tue ich nicht. Ich mache solange wie ich keine lust mehr habe oder mir das geraeuch des messer sagt das es rasurfertig ist, aber nicht jedes messer ist so freundlich ne meldung zu machen. Aber ich denke man hoert wenn ein grat entsteht, und aufjeden fall hoert man wenn der grat gerade in die binsen gegangen ist, dann zieht man noch mal so oft nur vorsichtiger am ende.

Fuer anfaenger sind diese infos so wertvoll wie ein spinnrat fuer einen esel.

@urza, das stimmt bei Deinen Ausführungen auf jeden Fall
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urza
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« Antworten #3 am: 24. Juli 2008, 14:50:12 »

Ich habs fuer dich geschrieben, nicht fuer die anfaenger Zwinkernd
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Pepe
Gast
« Antworten #4 am: 24. Juli 2008, 14:54:34 »

...sind wir nicht alle irgendwie Anfänger?
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urza
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« Antworten #5 am: 24. Juli 2008, 14:56:12 »

Ich heute nicht, denn ich habe heut noch nicht angefangen ein messer abzuziehen Zwinkernd
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Senser
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« Antworten #6 am: 24. Juli 2008, 17:05:29 »

Ich möchte jedem Anfänger grundsärzlich davon abraten, mit einem Pastenriemen zu arbeiten. Jedenfalls was das "gute" Messer betrifft. Es ist schon schwer genug, den normalen Riemen richtig zu benutzen.
Wenn man denn schon zählen will, dann würde ich sagen, dass bei täglichem Gebrauch etwa 10 Züge je Seite genug sein sollten. Wichtiger ist das richtige Abziehen. Und das hört man. Je hohler ein Messer geschliffen ist, je mehr hört man einen Pfeifton. Bei den derben Messern hört man allerdings gar nichts (ebeso wie beim Rasieren).
Das Problem ist aber, dass dieser Ton auch eine gewisse Abziehgeschwindigkeit voraussetzt, und genau das sollte ein Anfänger auch nicht probieren, denn so ein Lederriemen ist schnell zerschnitten.
Ganz schwieriges Thema, welches ich nicht zuletzt deshalb in meiner Schärfanleitung auch nur sehr kurz behandelt habe.
Gruß Senser
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JoeHonil
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don't mind the dog, beware of the holder.


« Antworten #7 am: 24. Juli 2008, 17:20:08 »

...ach, ich sag' lieber nichts.....

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Iltis
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« Antworten #8 am: 24. Juli 2008, 18:27:33 »

Ganz schwieriges Thema
Gruß Senser

Stimmt, ich habe neulich ein Thread geöffnet um zu diskutieren wieviel geledert werden soll vor der Rasur. Der Konsens war das ca. 10X reichen, aber Keiner konnte genau sagen wie man merkt, das genug geledert ist. Ich habe früher (meist aus Zeitvertreib) 50X geledert während ich gewartet habe, das der Schaum mein Bart einweicht, das ist eindeutig mehr als nötig. Inzwischen ziehe ich 13 mal ab, weil es so eine schöne runde Zahl ist Zwinkernd , merken tu ich aber nicht ob das zuviel oder zu wenig ist, Hauptsache das Messer ist scharf und der Rasur gut.
Beim Schärfen von Messer, ziehe ich ab in Wechsel 10X auf ein Stossriemen mit Chromoxid, dann 50X auf ein Hängeriemen, dann Haartest probieren, und weitermachen bis das Messer scharf ist. Es kommt manchmal vor, das das Messer der Haartest vorne besteht, hinten (z. Erl zu) aber noch nicht scharf ist; dann ziehe ich nur noch ab im stumpfen Bereich, das man nicht überschärft (komischerweise kommt es nie vor das hinten scharf ist und vorne stumpf - liegt wohl an mein Abziehtechnik). Auf Leder übe ich kein Druck aus, der eigengewicht des Messers reicht aus und mehr ist kontraproduktiv. Beim abziehen auf der Pastenriemen spanne ich der Reimen sehr fest, und winkle der Heft des Messers leicht nach vorne, das der Gewicht vom Heft den Druck leicht erhöht (ist aber nicht viel, der Ende der Heft weicht vielleicht 1,5 -2 cm ab von was sonst eine gerade Linie wäre(ich hoffe, diese Satz ist verständlich)).
Wie gesagt, ich merke nicht wenn ein Messer 100% scharf ist - das sagt mir der Haartest - will aber nicht bestreiten das es geht; nur kan mir keiner die Kriterien dies zu begutachten, und sie scheinen mir eher esoterisch als messbar vom Natur. Ich würde anfänger beraten, ihr Abziehen mit der Haartest zu begutachten, und zwar auf jeden Bereich der Schneide, erst wenn das überall klappt kann man davon ausgehen, das ein Messer scharf ist. Und viel üben - Rasiermesser schärfen ist zwar keine Kunst, aber es will gekonnt sein, und das geht nicht in ein Paar Stunden.
Grüß
Iltis
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de gustibus, aut bene aut nihil
UbuRoy
Gast
« Antworten #9 am: 25. Juli 2008, 10:43:10 »

Offensichtlich ist es also egal, wie oft abgezogen wird vor der Rasur.
Schärfer wird ein Messer durch den Lederriemen 'eh nicht  und wenn der Grat steht, hilft auch weiteres Ledern nicht mehr weiter.
Es steigt lediglich die Gefahr, die Schneide ballig zu ledern.
Also wie fast immer: weniger ist mehr.

Muss doch nicht aus allem eine Wissenschaft gemacht werden. Ein bischen mehr nach eigenem Gusto könnt ihr Euch doch ruhig zutrauen, oder?
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henning
Gast
« Antworten #10 am: 25. Juli 2008, 10:45:57 »

Ich glaub der Mann hat recht Schockiert Schockiert Schockiert
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Iltis
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« Antworten #11 am: 25. Juli 2008, 11:10:19 »

.

Damit kommen Anfänger und Neueinsteiger m.E. nicht immer zurecht Traurig


@ Uburoy: Recht hast du, vorausgesetzt die nötige Erfahrung um nach Gusto zu handeln. Diese Thread würde aber geöffnet um wenig erfahrene ein Paar Anhaltspunkte zu geben, wenn ich Pepe richtig verstanden habe.
Grüß
Iltis
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de gustibus, aut bene aut nihil
Pepe
Gast
« Antworten #12 am: 25. Juli 2008, 11:20:23 »

@Iltis, genau das habe ich bezweckt damit Lächelnd
Gerade Anfänger/Neulinge werden mit einer Informtionsflut überschüttet. Da fehlt meist noch die Orientierung. Wenn man erstmal "ein alter Hase" in der Messerrasur ist, dann zählt man sicher nicht mehr die einzelnen Züge auf dem Riemen, das hat man dann im Gefühl/Gehör. Aber ich bin der Meinung, dass man am Anfang schon ein paar genauere Anhaltspunkte braucht.

@UbuRoy und henning, was sagt ihr dann dem Anfänger, wenn er sein Messer vor der Rasur ballig geledert hat, weil er noch keine Ahnung hat?
etwa: "ja jetzt muss es auf die Steine"??

Nicht jeder Anfänger/Neuling will das alles nach eigenem "Gusto" machen, sondern sich zunächst an Erfahrungswerte halten, um dann später auf seine selbst gemachten Erfahrungen weiter aufzubauen. Smiley

So, das war das Wort zum Samstag Cool
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Paysbas
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« Antworten #13 am: 25. Juli 2008, 11:35:34 »

Man kann sicherlich nicht die Anzahl der Züge in eine einheitliche Norm pressen. Dafür sind die Messer, die Abziehgeräte und die persönliche Technik/Arbeitsweise viiieeel zu unterschiedlich.

Hilfreich wäre es allerdings, wenn alle, die darüber schreiben, die ganze Sache präzisieren, indem sie detailiertere Angaben machen über das benzutzte Arbeitsgerät und das abgezogene Messer.



ich besitze genauso verschiedene Abziehriemen (Hängeriemen, Spannriemen und mein eigengemachte Balsaholz-Stoßriemen). Ich führe gerade ein Experiment durch. Die Messer mit verhältnismäßig breitem Rücken (Friodur 8/8, Nadet 5/8 und für die Zukunft Kamisori) ziehe ich ausschließlich auf mein Balsaholzblock ab. Die eine Seite ist mit rote Paste eingestrichen, die andere naturbelassen.
Ich gehe genauso vor wie sonst mit dem Riemen. Und mein Gesicht (Babypopo) und der Haartest nach der Rasur, zeigen das es den Messer gut bekommt. Ich bin gespannt auf die Langzeit erfahrungen.

Die Messer mit relativ schmalem Rücken ziehe ich auf dem Spannriemen ab (Chromoxid und Natur, Rote Paste und Natur). Es bekommt diese Messer (und mein Gesicht) sehr gut.

Die Frage der Zahlen: Auf dem Pastenriemen abziehen, Haartestversuch, und wenn es noch nicht reicht, weitermachen. Wenn Haartest bestanden wird über die ganze Schneide, dann Abzug auf Naturbelassene Seite. Hier versuche ich mich in das Messer rein zu versetzen. Aber 100 insgesamt reichen auf jedem Fall. Ich meine dass der Naturbelassene Seite wenig kaputmachen kann (wenn die Technik korrekt ist).

Ich verwende nicht mehr gerne den Hängeriemen, ich finde die Spannung sehr ungenau. Auf dem Spannriemen tue ich mich leichter, die Erfolge sind da. Genauso mit dem Balsaholzblock.
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Herzliche Grüße aus Oberschwaben, 
Paysbas
Honka
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« Antworten #14 am: 25. Juli 2008, 11:37:02 »

Das erinnert mich ein wenig an meine Kochanfänge.

Da habe ich auch gefragt, wieviel Gramm denn nun genau eine Priese seien...



Sag: 15 Mal über den Hängeriehmen.  Das passt. Und mit fortschreitender Zeit wird jeder aufhören zu zählen - ich wiege meine Priese auch nicht mehr ab.  Lächelnd
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