gut-rasiert
30. Oktober 2020, 14:10:32 *
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Autor Thema: Mühle R41  (Gelesen 313017 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
godek
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One man's magic is another man's engineering


« Antworten #2760 am: 31. Januar 2020, 19:46:15 »

Ich will die Klinge spüren und will wissen, was sie gerade macht.

Schön das das mal so deutlich formuliert ist.
Die Amis faseln auch ständig was von "blade feel".
Kann ich wenig mit anfangen. Ein Messer spürt man übrigens weniger als die Klinge im R41.

In einem Injector, selbst einem alten aggressiven spürt man eher garnix.

mfg
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« Antworten #2761 am: 01. Februar 2020, 11:58:55 »

Gratuliere  Smiley  Daumen hoch  Freut mich, dass du so schnell den richtigen Dreh ... äähh ... Winkel gefunden hast.

Danke! Ja, der Winkel passt, jetzt geht es ans Tüfteln mit verschiedenen Klingen und Richtungen ... immer was zu verbessern, hehe
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MRetro
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« Antworten #2762 am: 19. Mai 2020, 21:13:25 »

Hallo.

Dank Tim Buktu konnte ich den Mühle R41 in der Version 2 (ab 2011) über die Rasuthek ausleihen und testen.
Hierfür meinen herzlichsten Dank.  Lächelnd  Daumen hoch

Als Klingen hatte ich die Personna Platinum, Astra Superior Platinum, Lord Super Stainless und Feather Hi-Stainless eingesetzt. Ebenso konnte ich bei der Gelegenheit die Version 2 auch mit meiner Version 3 (ab 2013) vergleichen. Weitere Details findet Ihr in der "Rasur des Tages" ab dem 5.5.2020.

Mit der Platinum, Astra und Lord konnte ich mich ohne große Probleme rasieren. Maximal 2 leichte Blutpunkte bei „gegen den Strich“ rasieren, die nach kaltem Wasser aber auch schon weg waren. Mit der Feather hatte ich mir schon „mit dem Strich“ 3 leichte Blutpunkte eingefangen, weshalb ich hier auch gar nicht mehr den Durchgang gegen den Strich getestet habe. Der Winkel unterschied sich bei beiden Versionen leicht. Allerdings waren auch beide Rasierer „mit und gegen den Strich“ plus Nachputzen gleich gründlich, sprich „aalglatt“.

Fazit: Der V2 und der V3 gefallen mir in den Rasureigenschaften und der Gründlichkeit eigentlich ähnlich gut. Dass der V2 nun der deutlich „garstigere“ sein soll, empfand ich als nicht so schlimm. Mit entsprechendem Feingefühl (= kein Druck) und der passenden Klinge sind beide Rasierer händelbar. Eigentlich würde ich sagen, dass man nur einen der beiden Rasierer haben muss, da ich die Rasureigenschaften und -ergebnis nicht so unterschiedlich empfinde und auch der Griff bei beiden Versionen identisch ist.

« Letzte Änderung: 19. Mai 2020, 21:21:32 von MRetro » Gespeichert

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Tim Buktu
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« Antworten #2763 am: 20. Mai 2020, 05:51:14 »

Bei mir hat sich im Lauf der Zeit der V3 schon als derjenige herausgestellt, den ich nehme, wenn es mir nach R41 ist. Den V2 verwende ich eigentlich gar nicht mehr. Grade aus den von MRetro beschriebenen "kleinen" Unterschieden. Es ist denke ich wirklich nicht notwendig beide zu haben. Es sei denn, man will den Unterschied kennen und spüren.
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« Antworten #2764 am: 20. Mai 2020, 20:30:02 »

Danke für die Ergänzung, Tim Buktu.  Daumen hoch

Ich hätte mich jetzt nach drei Rasuren nicht getraut einen der beiden Rasierer als besseren darzustellen. Allerdings hatte für mich auch der v3 die Nasenspitze vorne, da er etwas(!) sanfter daherkam und doch gleiche Rasurergebnisse erzielte. Aber vielleicht kann man ja mit mehr Zeit auch mehr aus dem v2 herausholen.

Aber beides sind klasse Rasierer!
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« Antworten #2765 am: 04. Juli 2020, 14:04:41 »

Da ich den R41 lange in Gebrauch habe, kann ich nachvollziehen, warum es so viele verschiedene Ansichten zum sogenannten "Garstigen" gibt.

Ich habe festgestellt, dass der R41 - bzw. dessen Kopf, also das "Herzstück"  - mit seinem eigentlich gar nicht richtig/klassisch offenen Zahnkamm mittlerweile in mindestens drei Versionen vorliegt

Wer eine Juwelierwaage hat, wird die drei Versionen am leichtesten beim Gewicht unterscheiden können.
Der R41 in der Version 1.0 (ein echter offener Zahnkamm, der noch von Merkur gebaut wurde, und dessen Zähne tatsächlich klassisch frei aussen lagen, wird hier nicht betrachtet.

Es geht um die seit 2009 hergestellten R41 in ihrem heutigen Erscheinungsbild.

KOPFGEWICHT (Grundplatte mit Kopfdeckel)
Die Version 2.0 (ab 2009) wiegt 26,0 Gramm
Die Version 3.0 (ab ca. Jahreswechsel 2012/2013) wiegt 29,5 Gramm
Die aktuelle Version, ich nenne sie mal 4.0 wiegt 32,7 Gramm

Die Grundplatte des 2.0 ist 41,4 mm lang, weshalb die Klingen seitlich weiter herausschauen als bei den neueren Versionen.
Bei den Versionen 3.0 und 4.0 ist sind Grundplatte und Kopfdeckel 42,4 mm lang, womit die Klingenenden weniger weit herausschauen. Man ritzt sich also mit den beiden neueren Versionen nicht mehr so leicht an Nase bzw. Ohr.

Die Exposition der Schneidkante (engl. "blade reveal) hat von Version zu Version abgenommen.
Bereits der Kopfdeckel der Version 3.0 hat auf beiden Seiten 0,9mm mehr von der Schneidkante verdeckt als der R41 Version zwei, ist also deutlich weniger aggressiv.
Mit der Version 4.0 sind es beiderseits 1,0mm geworden.
Vergleich des Kopfdeckels, gemessen mit elektronischer Schieblehre:
2.0 = 18,5mm breit, 3.0 (hier ist zwischen Gewindesteg und Zentrierpfosten einseitig die Zahl 2 eingeprägt) = 20,3 mm, 4.0 20,53 mm.

Ich habe den Wechsel zur neuesten Version 4.0 nicht genau mitbekommen.
Optisch sind die Änderungen nicht so offensichtlich wie beim Schritt vom 2.0 zum 3.0.
Weiß jemand, seit wann es ihn in der neuesten Version gibt (hier ist zwischen Gewindesteg und Zentrierpfosten einseitig die Zahl 5 eingeprägt).

Fazit:
Der R41 wird immer zahmer und gutmütiger.
Durch den gestiegenen Abdeckungsgrad der Klinge hat auch die Klingenvibration merklich abgenommen.
Die Version 4.0 hält die Klinge insgesamt besser.
Man kann - ausser vielleicht unter der Nase) mit ihm problemlos gegen den Strich rasieren.

Für mich ist er inzwischen ein Hobel für jeden Tag. Ich belasse es meist bei einem, maximal zwei Durchgängen.
Warum die Haut malträtieren, wenn man nach dem ersten Durchgang schon eine sozial akzeptable Rasur hat?

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht ?
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1gnc
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« Antworten #2766 am: 04. Juli 2020, 14:46:53 »

Kleine Korrektur:
Das Gewicht des neuesten R41 (von mir Version 4.0 genannt) beträgt:

Kopf (Grundplatte + Kopfdeckel) = 32,5 Gramm
- Grundplatte =  16,7 Gramm
- Kopfdeckel  =  15,8 Gramm
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günni
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« Antworten #2767 am: 04. Juli 2020, 16:21:21 »

Sehr informativ.
Danke dafür.
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« Antworten #2768 am: 04. Juli 2020, 16:58:54 »

@1gnc
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Pirx
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« Antworten #2769 am: 04. Juli 2020, 17:25:26 »

@1gnc:
Vielen Dank für diese ausführlichen Informationen.
Demnach habe ich definitiv die 3. Version.

Es ist wohl wie beim Fatip OC: Durch eine Verbreiterung des Kopfdeckels wird der Hobel deutlich "entschärft".
Die Klingenvibration auch geht zurück, und der Hobel macht weniger "Musik".
Der Anstellwinkel wird sich aber kaum ändern, so dass der R41 durch sein eher schabendes Verhalten ein Klingenfresser bleibt.
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« Antworten #2770 am: 04. Juli 2020, 22:22:15 »

Wie, es gibt schon eine Version 4.0? Nähert sich diese an den R89 an?

Verstehen kann ich noch die Änderung von 2.0 (garstiger R41) auf 3.0 (etwas entschärfter R41). Aber ein weiteres "Versänfteln" macht doch den Charakter des R41 zunichte... nun ja.

Da bin ich ja froh, dass ich meinen 3.0 gegen einen Garstigen tauschen konnte.

Ein Klingenvernichter ist er aber definitiv, zumindest in der 2.0-Version.
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« Antworten #2771 am: 07. Juli 2020, 21:58:02 »

Ich vermute, das höhere Gewicht könnte durch die Verwendung von Messinggewindebolzen, die Mühle seit ?? verwendet, entstanden sein. Allerdings hatte ich auch schon mal eine Version 3, welche die Nummer 2 im Deckel hatte und ein Gewinde von nur 4,5mm (schlackerte etwas beim Zusammenschrauben) hatte. Das dürfte aber keinen so hohen Gewichtsunterschied zwischen V3 und V4 ausgemacht haben.
Mein jetziger R41 hat eine Schraube mit 5mm und ebenfalls die Nummer 5 im Deckel. Mein Kopf wiegt übrigens 15,0g (Deckel) und 16,7 (Basis). Insgesamt also 31,7g.
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Tim Buktu
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« Antworten #2772 am: 06. August 2020, 10:11:45 »

Heute hat mich der R41 / V3 mit der Gillette Nacet begeistert. Lange hatte ich keine so gründliche Rasur mehr. Mit der Nacet nicht sanfter wie mit anderen für mich passenden Klingen, aber eine gute Kombi.
Ein klasse Hobel der mich immer wieder überrascht.
Sieht super aus, finde ich. Neben dem Griff in rosegold ist meiner Meinung auch der Kopf ein Schmuckstück.
Es gibt in meinem Bestand  weniger gründlich rasierende Hobel die schneller Hautunebenheiten beseitigen und dadurch kleine Verletzungen hinterlassen (Blutpunkte oder ähnlich "unerhebliche" Rasurnebenerscheinungen). Liegt das an einer flexibleren Klingenlagerung im Kopf des R41? Kann schon sein, dass damit auch die Spürbarkeit der Klinge bei einer Rasur mit dem R41 zusammenhängt.  Unentschlossen
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« Antworten #2773 am: 17. Oktober 2020, 17:05:31 »

Fazit:
Der R41 wird immer zahmer und gutmütiger.
Durch den gestiegenen Abdeckungsgrad der Klinge hat auch die Klingenvibration merklich abgenommen.
Die Version 4.0 hält die Klinge insgesamt besser.
Man kann - ausser vielleicht unter der Nase) mit ihm problemlos gegen den Strich rasieren.

Für mich ist er inzwischen ein Hobel für jeden Tag. Ich belasse es meist bei einem, maximal zwei Durchgängen.
Warum die Haut malträtieren, wenn man nach dem ersten Durchgang schon eine sozial akzeptable Rasur hat?

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht ?

Danke für die Gewichtsangaben. Ich hatte ein paar Jahre lang offenbar die V3, den ich ausreichend aggressiv fand. Ich konnte damit aber auch intimrasieren, ohne Verluste.

Da das Gewinde nicht mehr griff (ich hatte ihn einmal mit einem Kukident Tab entkalkt, wobei sogar stellenweise Chrom abging und somit wohl auch das Gewindemetall beschädigt wurde) habe ich mir einen neuen gekauft und habe jetzt offebar die V4, mit einer 5 auf der Kopfplatte. Gleich stellte ich fest, dass er sehr viel zahmer ist als der vorherige. Man muss anfangs den Sweetspot suchen, aber dann gehts. So gründlich wie der V3 ist er aber nicht. Ich muss mehrmals über die gleiche Stelle, bei allen 3 Durchgängen, damit es wirklich glatt wird. Dabei habe ich nur einen mittelharten Bartwuchs.

Sollte auch der neue mal kaputt gehen, werde ich mir ein anderes Modell holen. Ich habe auch den Futur, der gefällt mir aber nicht ganz so gut wie der R41.
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« Antworten #2774 am: 17. Oktober 2020, 18:15:39 »

Ich hatte gestern die vielleicht beste Rasur meiner bisherigen Hobelkarriere - und das mit dem R41 (ich hab die Version 4 mit der gravierten 5). Ziemlich direkt, dennoch nicht so kratzig wie ich ihn in Erinnerung hatte und nach einem Durchgang (teilweise gehe ich aber mehrfach über einzelne Stellen) war schon fast alles gesagt.

Für das Aussäubern habe ich dann aber doch lieber auf den Rockwell 6s mit Platte 3 zurückgegriffen ... das war im direkten Vergleich wie ein Schlenderspaziergang  Smiley Aber die Kombi aus diesen beiden könnte mein Dreamteam werden. Auch das Jahr Hobelerfahrung zahlt sich aus, den R41 hätte ich vor einem halben Jahr noch nicht so komplikationsfrei führen können.
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