gut-rasiert
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Autor Thema: ungleichmäßige hone wear?  (Gelesen 2838 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
peperocino
Neuling

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« am: 27. Januar 2011, 00:54:37 »

Hallo alle miteinander,

mir ist immer noch nicht klar wie man mit ungleichmäßiger hone wear umzugehen hat.
Oft ergattert man ja alte Schmuckstücke, an denen der Rücken ungleich abgetragen ist.
Wenn ich jetzt die Facette neu aufbaue, sieht man doch trotz mehrerer lagen Klebeband, dass die Facette nicht gleichmäßig ist.
An den Stellen wo starker Abtrag ist, ist die Facette sehr breit und umgekehrt.
Ist es eigentlich nur ästhetisch schlecht, oder wirkt sich die ungleichmäßige Facette auch negativ auf die Rasur aus.
Den Rücken gleichmäßig runterschleifen ist wohl auch nicht das wahre, oder?
Wie macht ihr das?

Danke für eure Antworten!
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Gruß,
peperocino
Fynn1177
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Messerschwinger mit Leib und Seele


« Antworten #1 am: 27. Januar 2011, 08:33:17 »

Bei ungleichmäßiger Honewear am Rücken wird zwangsläufig auch die Facette ungleichmäßig.
Das einzige was etwas hilft wenn die Honewear nur an einer Stelle vorne/hinten stärker ist wäre diese mit einer Lage punktuell mehr anzukleben.
Einen Einfluss auf die Rasur hat eine unterschiedlich breite Facette meiner Meinung nach nicht.

Gruss Nils
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Es grüßt der kleine Nils

Zick Zack da war er ab :-)

Lord Vader
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Dunkle Seite der Macht


« Antworten #2 am: 27. Januar 2011, 11:43:12 »

wenn das messer vernünftig geschärft wird, dann ist die unterschiedliche honewear zu vernachlässigen. ist halt eher eine optische sache. bei den alten wedge-klingen hat man sowieso manchmal facetten, die superbreit sind. eine lage klebeband kann zwar helfen, das problem zu entschärften, ganz wegbekommen wird man die unterschiedliche facette aber wohl trotzdem nicht.
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UbuRoy
Gast
« Antworten #3 am: 27. Januar 2011, 13:54:31 »

Ignoriers.
Ist halt ein optischer Makel der nichts an der Funktionalität vermindern muss. Es sei denn, der Abtrag ist zu extrem oder die Klinge sogar erheblich ungleichmäßig breit (Mulde in der Mitte, vorderes Drittel runtergeschliffen usw.)

Das wären dann doch nicht unerhebliche Wertminderungen.
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peperocino
Neuling

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« Antworten #4 am: 27. Januar 2011, 15:24:29 »

Hier mal am Beispiel meines Wade & Butcher.
Ich hab es gerade erhalten und nach dem Reinigen versucht die Facette neu auzubauen.
Ist die noch im Rahmen, oder sollte ich die stark abgetragenen Stellen nochmals punktuell mit Klebebandfetzen abkleben?

Hier ist auf dem Rücken im 1/3 starker Abtrag:





Und hier in der Mitte des Rückens:






« Letzte Änderung: 27. Januar 2011, 15:41:55 von peperocino » Gespeichert

Gruß,
peperocino
UbuRoy
Gast
« Antworten #5 am: 27. Januar 2011, 15:38:03 »

Rasiert es denn? Wenn ja, alles perfekt. Du rasierst Dich doch mit der Schneide und nicht mit dem Rücken.
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peperocino
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« Antworten #6 am: 27. Januar 2011, 16:09:13 »

Rasiert habe ich mich bisher nochnicht, dass Messer hat bisher nur den 1000er gesehen.
Ich denke ich werde es jetzt aber die Tage mal fertig stellen und dann mal sehen wie die Rasur ist.
Hoffe nur das sich die unregelmäßige Facette nicht irgendwie negativ auf die standhaltigkeit der Schneide auswirkt, nicht das die Schnitthaltigkeit jetzt abnimmt.

Hier nochmal zwei Bilder an denen man die Facette besser erkennen kann:



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Gruß,
peperocino
Terzian
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« Antworten #7 am: 27. Januar 2011, 16:14:19 »

Das sieht doch gar nicht so schlimm aus.
Also, wenn der Unterarmtest überall funktioniert, würde ich ganz normal weiter schärfen. Das hat m.M keinen Einfluss auf die Standhaltigkeit.
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Von den leichten französischen Landweinen ist mir Cognac am liebsten.

Marco
peperocino
Neuling

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« Antworten #8 am: 27. Januar 2011, 16:23:44 »

danke für die Antwort, Unterarmrasur funktioniert jetzt nach dem 1000er schon seeeeehr gut.

Meint ihr ich sollte Restaurationstechnisch noch was machen?
Hab mich mit Metallpolitur schon dumm und dämlich poliert und wollte nun nochmal mit einem Glasfaserstift etwas die Stellen bearbeiten.
Erst wenn ich mir sicher bin das alles OK ist wollte ich die Klinge zuende schärfen.
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Gruß,
peperocino
Brain
Neuling

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« Antworten #9 am: 27. Januar 2011, 16:31:20 »

Ich würde die Klinge so lassen, sieht zumindest auf den Bildern gut aus.
Das Pitting poliere ich immer mit Metallpolitur so lange, bis die Oxydschicht darauf weg ist.
Die Seite mit der Ätzung (übrigens sehr origninell Lächelnd) schaut gut aus, die würde ich definitiv so lassen.

Gruß Brain
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Terzian
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« Antworten #10 am: 27. Januar 2011, 17:55:53 »

Meint ihr ich sollte Restaurationstechnisch noch was machen?

Nein.
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Von den leichten französischen Landweinen ist mir Cognac am liebsten.

Marco
Piraten-Papa
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« Antworten #11 am: 27. Januar 2011, 18:08:43 »

Ich würde das Messer nur noch schärfen und ansonsten so lassen wie es ist. Schliesslich hat es ja schon ein paar Jahre auf dem Buckel, die man ihm mMn ruhig auch ansehen darf.
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Iltis
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« Antworten #12 am: 27. Januar 2011, 18:10:17 »

Meint ihr ich sollte Restaurationstechnisch noch was machen?

Nein.

Ditto

Wenn dir die breite Facette beim Schärfen probleme machst, hilft es manchmal eine 2. Lage Klebeband darauf zu kleben, eine neue (schmälere) Facette anzuschliefen, und diese Facette nochmal zu schärfen - die breite Facette braucht manchmal unzählige Schübe bis sie fertig wird, und man die Kratzer weg und poliert  hat.

Schönes Messer

Gruß

Iltis
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de gustibus, aut bene aut nihil
jazzman
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« Antworten #13 am: 27. Januar 2011, 18:32:55 »

Schliesse mich meinen Vorrednern an.  Am besten machst du da  nix mehr. Das Messer ist so wie es ist einwandfrei. Ich habe schon Messer mit deutlich mehr Honewear gesehen.
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Wir beginnen das zu begehren, was wir jeden Tag sehen!
Lord Vader
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Dunkle Seite der Macht


« Antworten #14 am: 30. M?rz 2011, 12:34:24 »

so, seit längerem habe ich mal wieder ein messerchen fertig gemacht. es handelt sich um ein eigentlich sehr schönes puma, dass im hinteren bereich der klinge einen großen ausbruch hatte. allerdings habe ich beim kauf einfach mal darauf spekuliert, dass dieser ausbruch noch einigermaßen gut zu handhaben war. und die operation ist auch ganz gut gelungen:

http://img849.imageshack.us/i/sdc17816.jpg

http://img52.imageshack.us/i/sdc17817.jpg/

patient nach der OP:

http://img846.imageshack.us/i/sdc18265.jpg

http://img692.imageshack.us/i/sdc18266.jpg


damit endete allerdings meine glückssträhne. beim anschließenden schärfen bin ich bei diesem teil fast verrückt geworden. das messer ist im vorderen bereich auch sehr stark runtergeschliffen worden. gut, ähnliche kandidaten hatte ich schon, schärfen war trotzdem problemlos möglich. habe dann den rücken mit einer lage klebeband abgeklebt und mich ans werk gemacht. nach dem 2000er shapton konnte ich im vorderen bereich einen minimalen grad erkennen. nix beunruhigendes, damit wird der BBB schon fertig, dachte ich in meiner naivität. nach mehreren schüben auf dem BBB dann erneute kontrolle mit der lupe. veränderung = 0. also im festen glauben an den BBB weitere schübe ausgeführt. wieder lupenkontrolle: keine Veränderung. daraufhin habe ich mir den bereich etwas genauer angesehen und dabei festgestellt, dass die facette noch nicht völlig durchgeschärft war. ganz vorne, im nannometerbereich gab es noch einen zweiten schleifwinkel.

http://img842.imageshack.us/i/sdc18264bearb.jpg

was ist zu tun? zurück auf den shapton? oder am BBB weitermachen, der bereich ist ja wirklich nur ganz vorne und sollte halbwegs schnell ausgeschliffen sein. also auf dem BBB geblieben. nach 200 oder so schüben erneute lupenkontrolle. in besagtem bereich alles beim alten. wie kann das sein? andere schärfen doch komplett stumpfe messer nur mit dem brocken, wieso gelingt es nicht, die letzten 1000stel auszuschleifen? na egal, kein bock mehr, zurück auf den shapton 2000 und weiter da. nach etlichen zügen ist die facette überall super aufgebaut und durchgängig, d.h. überall ist ein abtrag vorhanden. im problembereich vorne ist noch so gerade eine unregelmäßigkeit zu erkennen. ha, wir nähern uns dem ziel!

wieder fehleinschätzung! nach weiteren schüben auf dem 2000er shapton tritt keine veränderung auf. so jetzt reichts, 500 shapton aus der ecke gekramt. 50 züge, aber die lupe zeigt keine veränderung. langsam komme ich mir etwas vernatzt vor. überall liegt die facette auf und es erfolgt ein abtrag, aber im vorderen bereich ist die facette nur zu 99,999 Prozent durchgeschliffen.

also 2. lage klebeband aufgetragen und weiter. wieder eine leichte verbesserung, aber eine lichtreflexion wie sie z.b. einen grad andeutet, ist immer noch vorhanden. bin ich durch und es hat sich jetzt tatsächlich ein grad gebildet? kurzer test, dann die erkenntnis: nein, immer noch nicht durchgeschliffen. bin eigentlich kein freund von ausgleichsklebesachen, aber hier habe ich es dann doch probiert. also vorne ein kleines stück klebeband auf den verhunzten rücken geklebt, dann die erste lage klebeband, dann die 2. lage klebeband.

und weiter geht das lustige spielchen. nach mehreren zügen gab es wieder eine minimale verbesserung, aber so 1.000 prozentig wars immer noch nicht. oder sehe ich etwa jetzt schon gespenster, da der bereich so minimalst klein war, dass man ihn nur noch erahnen konnte. da ich langsam den kaffee auf hatte, hab ich die klinge dann über den 2000er shapton, dem BBB und dem Thüringer fertig geschliffen und hoffe einfach mal, dass - so meine augen mich nicht getäuscht haben - die letzten 10000stel mit der paste bearbeitet werden können.

das kuriose hierbei ist, dass die klinge nicht ganz vorne, wo sie durch das honing ein minimales lächeln zeigt, probleme gemacht hat, sondern eher im vorderen bereich, den ich schon fast als anfang mittelbereich klassifiziert hätte. diese bereiche sind jedoch eigentlich immer am problemlosesten zu schärfen gewesen, auch bei smiling-klingen.

natürlich wäre ich sehr wahrscheinlich nach mehreren stunden irgendwann durchgestößen, wenn ich einfach weiter geschliffen hätte, aber ich hatte ehrlichgesagt etwas angst, dass dann von der klinge nix mehr übrig bleibt. wieso der problembereich "in der luft hing" und selbst mit klebebandlagen nicht zu beseitigen war, ist mir jedoch immer noch ein rätsel. eigentlich hätte vorne in null komma nix genügend material abgetragen werden müssen, so dass alles sehr schnell im lack gewesen wäre. hier war die geometrie scheinbar aber völlig im brötchen...

jetzt hoffe ich nur, dass es halbwegs gut rasiert. falls nicht lege ich es wahrscheinlich erst einmal in die ecke und probiere es dann im herbst nochmal. jetzt tue ich mir das jedenfalls nicht nochmal an. scheinbar besteht in einzelfällendie möglichkeit, dass klingen bei extrem ungleichmäßiger honewear dann doch beim schärfen probleme machen können. was mein vorbesitzer mit diesem messer gemacht hat, ist mir sowieso ebenfalls ein rätsel. von der honewear her würde ich sagen, dass er sich nur mit dem vorderen bereich rasiert hat. hinten war das messer fast noch neuwertig!


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