gut-rasiert
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Autor Thema: Razorock Game Changer  (Gelesen 2854 mal)
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947
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« am: 18. Juli 2018, 15:07:48 »

Der Razorock Game Changer ist ein Edelstahlhobel aus 316L Marine Grade Stainless Steel in Maschinenpolitur der mittlerweile mit 6 verschiedenen Griffen zu bekommen ist. Wenn er denn zu bekommen ist. Da die Nachfrage sehr groß ist und Italian Barber monatlich 500 - 1000 Stück produzieren lässt, muss mit etwas Wartezeit gerechnet werden. Folgende Griffe sind erhältlich:

Barber Pole, 12 mm x 85 mm (14 mm Butt End), ~2.6 oz weight
Radio Knob, 12 mm x 85 mm (15 mm Knob End), ~2.7 oz weight
Bamboo, 12 mm x 90 mm, ~2 oz weight
Halo, 12 mm x 83 mm (15 mm Knob End), ~2.2 oz weight
Super Knurl, 13 mm x 91 mm, ~2.9 oz weight
HD, 12 mm x 85 mm (15 mm Butt End), ~2.7 oz weight

Ich habe mich für den Barber Pole-Griff entschieden und bin damit bestens zufrieden. Liegt gut in der Hand, rutscht nicht und sieht schick aus. Gesamtgewicht hiermit: 104 gr.
Die Gesamtkosten liegen je nach Wahl des Griffes zur Zeit zwischen 42,90 Euro bis 47,19 Euro.
Zusammen mit den Portokosten habe ich 70,89 Euro gezahlt. Eine Echt-Leder-Tasche war ebenfalls dabei. Jeder Rasierer ist außerdem mit einer einzigartigen Seriennummer versehen. Hergestellt in Canada und vertrieben von Italian Barber.

Warum heißt dieser Hobel nun so? Ich zitiere einmal von der Homepage von Italian Barber:

Warum haben wir diesen Rasierer den Game Changer genannt? Es ist ganz einfach! Dieser Rasierer wurde nach einem Standard hergestellt, der dem 4-8-fachen des Preises üblicherweise entspricht, doch in gewohnter RazoRock-Manier bieten wir Ihnen die höchsten Qualitätsstandards zu einem Preis, den sich jeder leisten kann.

Optisch ist er meiner Meinung nach hervorragend gelungen - mein Modell weißt absolut keinen Makel auf.

Die Rasierklinge wird bei diesem Modell übrigens etwas anders eingelegt: Grundplatte in die flache Hand legen, Rasierklinge über die kleinen Noppen auflegen und anschließend die Kopfplatte draufsetzen und mit dem Griff verschrauben. Es ist kein Rasierklingenspiel zu erkennen und die Klinge verschwindet vollständig im Kopf. Kein seitlicher Überstand, was positiv zu bemerken ist.

Meine nunmehr 4 absolvierten Rasuren habe ich mit einer ASP durchgeführt. Als Rasierseife habe ich dabei Arko genutzt.
Von den durchgeführten Rasuren bin ich - soviel sei vorweg genommen -allesamt begeistert. Akustisch gut zu vernehmen und dabei sanft aber nachhaltig geht er zu Werke. Keinerlei Blutpunkte oder Reizungen traten auf. Vom Rasurergebnis liegt er dabei für mich auf dem Niveau des Rockwell 6S mit Platte Nr. 4 bzw. des Timor CC.

Fazit: Italian Barber ist mit diesem Modell ein ganz großer Wurf gelungen und ich kann hier eine absolute Kaufempfehlung aussprechen. Wer einen sehr guten Edelstahlhobel sucht, dabei aber keine Unsummen ausgeben will, ist hiermit fündig geworden.







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herzi
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« Antworten #1 am: 18. Juli 2018, 15:25:12 »

Sieht super aus. Der wär auch was für mich.
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Gruß,
Stefan
947
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« Antworten #2 am: 18. Juli 2018, 15:46:12 »

Folgendes Youtube-Video kann ich dazu allen Interessierten ans Herz legen:

https://youtu.be/N0oPi6jbnU8
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Ocrana
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« Antworten #3 am: 18. Juli 2018, 15:52:47 »

Danke für den informativen Bericht und die schönen Bilder!
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lambda03
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« Antworten #4 am: 11. September 2018, 13:03:45 »

Gentlemen,

ich bin seit letzter Woche ebenfalls Besitzer eines Game Changer - Kopfes. Nur Kopf, weil ich zu ungeduldig war zu warten bis wieder ein kompletter mit Halo-Griff zu bekommen gewesen wäre.
Aufgeschraubt habe ich ihn auf den kurzen Edelstahlgriff von Timor (der 53er Griff).
Ich habe bisher zwei Rasuren durchgeführt und bin sehr zufrieden.
Als Vergleich womit ich mich bisher rasiert habe: Kanadischer Gillette - Fat Handle Tech, Gillette old Type Replique, Gillette Super Speed, Timor Gentle Shave 1353, Razorock Wunderbar, Razorock Mamba, Wilkinson Classic, 2 Fasane.

Die zwei erwähnten Rasuren habe ich mit einer Meißner Tremonia Seife (Dark Limes) und einer Tcheon Fung Sing (gelb Süße Orange) Rasiercreme begleitet.
Die Rasuren waren sehr sanft aber trotzdem gründlich (fast bbs) und auch recht nachhaltig (ca. 12 Stunden, ich habe allerdings auch einen recht zügigen Bartwuchs. Und es gab weder Schnitte oder Reizungen.

Bisher bin ich sehr zufrieden und überlege auch immermehr ob ich nicht den Mamba wieder abstoßen soll.
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lotse
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« Antworten #5 am: 01. Dezember 2018, 07:55:31 »

Dem sehr ausführlichen Bericht von Mr. 00947 kann ich nichts besonders Informatives hinzufügen. Im Vergleich mit meinem Mamba Rasierer des gleichen Herstellers, geht der Rasierer deutlich direkter zur Sache.



Das ist der von Mr. 947 an zweiter Stelle genannte Radio Knop Griff.



Anders als beim Mamba sind die Öffnungen hinter der geschlossenen und glatten Schaumkante zweigeteilt. Sie besitzen aber die gleiche Breite und sind gut dimensioniert. Der Rasierer lässt sich sehr gut ausspülen.



Der Kopf wiegt 28 Gramm, der Griff 78 Gramm. Mit Klinge wiegt der Rasierer 107 Gramm. Er ist gut ausballanciert - der Schwerpunkt liegt in etwa bei dem dünnen Ring innerhalb der Serrierung.
Die Klinge sitzt spielfrei und hat keinen seitlichen Überstand bei geschlossenem Kopf.



Im Vergleich zum Mamba ist hier der Klingenspalt deutlich offener. Dieses Modell hier ist der GC .68, der zahme Kopf des Modells. Für Freunde der noch direkteren Rasur gibt es den Rasierer noch mit einer anderen Grundplatte. Dieser Rasierer ist dann mit GC .84 gekennzeichnet.
So wie dieser Hobel rasiert, brauche ich keine aggressivere Variante. Da greife ich dann lieber zum Rasiermesser. Hobelrasur ist für mich in erster Linie eine Möglichkeit schnell und relativ risikolos eine anständige Rasur zu bekommen. Und das gelingt mit diesem Hobel in jedem Fall.
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lotse
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« Antworten #6 am: 19. Dezember 2018, 10:56:46 »

Moin!
Kleiner Nachtrag: Nach einigen Rasuren mit dem "Game Changer" fällt mir auf, dass ich mit ihm - ganz im Gegensatz zu seiner Kollegin "Mamba" - keine qualitativ konsistenten Rasuren hinbekomme. Vielleicht bin ich auch nur zu blöd, aber "Game Changer" mit ASP klingt doch erstmal vernünftig. Die Rasurqualität ist jedoch schwankend bei gleicher Seife und gleichem Bartwuchs. Mit der "Mamba" und einer Feather ist das anders. Vom Rasurgefühl her ist mir der "Game Changer" irgendwie lieber - die "Mamba" bringt duch die stark gespannte Klinge wenig Feedback. Aber die Rasuren mit ihr sind tadellos. Habt ihr ähnliche Erfahrungen?
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Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« Antworten #7 am: 19. Dezember 2018, 11:06:18 »

Ich habe meine sanfte Mamba durch Hinzufügen einer eingekürzten Rasierklinge als Abstandhalter in eine zupackendere und gründlich rasierende Mamba verwandelt.
Kopfplatte + Abstandsklinge + Rasierklinge + Grundplatte + Griff
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Die Nachhaltigkeit einer gründlichen Nassrasur zeigt sich 24 Stunden später an nur gering und gleichmäßig nachgewachsenen Bartstoppeln.
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« Antworten #8 am: 19. Dezember 2018, 11:50:02 »

@Lotse Habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Den Game Changer würde ich mir heute mit der 84 er Platte kaufen.
Die Mamba gibt es ja jetzt neu auch mit einer 70er Platte zu kaufen. Würde ich ebenfalls bevorzugen.
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ander
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« Antworten #9 am: 07. Januar 2019, 15:34:45 »

Ich war mal neugierig, wie sich mein GC 0.68 mit größerem Klingenspalt verhält.
2 Klingen "entschärft" und unterlegt. Sichtbar war die Vergrößerung, die Rasur
war direkter, also deutlich spürbarer, aber auch rauher, weiterhin verletzungsfrei.

Damit hatte es sich aber auch schon. Erwartet hatte ich eine Zunahme der Gründlichkeit,
konnte allerdings keine feststellen. Nach der 5. Rasur habe ich dieses Experiment beendet
und genieße wieder die Sanftheit bei guter Gründlichkeit.
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« Antworten #10 am: 07. Januar 2019, 15:36:40 »

Ich habe meine sanfte Mamba durch Hinzufügen einer eingekürzten Rasierklinge als Abstandhalter in eine zupackendere und gründlich rasierende Mamba verwandelt.
Kopfplatte + Abstandsklinge + Rasierklinge + Grundplatte + Griff

Ich hätte erwartet, daß die Abstandshalterklinge zwischen Grundplatte und Rasierklinge kommt.
Mache ich da einen Denkfehler?
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Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« Antworten #11 am: 07. Januar 2019, 18:13:16 »

Ich habe meine sanfte Mamba durch Hinzufügen einer eingekürzten Rasierklinge als Abstandhalter in eine zupackendere und gründlich rasierende Mamba verwandelt.
Kopfplatte + Abstandsklinge + Rasierklinge + Grundplatte + Griff

Ich hätte erwartet, daß die Abstandshalterklinge zwischen Grundplatte und Rasierklinge kommt.
Mache ich da einen Denkfehler?

Beide Wege sind möglich. Liegt die Abstandsklinge direkt unter der Kopfplatte, so wie ich es beschrieben hatte, verhindert sie, dass sich die eigentliche Rasierklinge beim Zuschrauben des Hobelgriffes durchbiegt. Und weniger Durchbiegung vergrößert den Abstand zwischen der Klingenschneide und der Schaumkante der Hobelgrundplatte.
Eigentlich muss jeder für sich ausprobieren, ob er die Abstandsklinge oberhalb oder unterhalb der eigentlichen Rasierklinge positioniert. In beiden Fällen ändert sich der Abstand. Die Abstände sind aber nicht gleich. Ein geringer Abstand führt in der Regel zu einer sanfteren Rasur, wohingegen der größere Abstand die Rasur direkter oder zupackender erscheinen lässt. Sehr oft ist sie auch noch gründlicher. Allerdings schätzen nicht alle Rasurliebhaber eine direktere und zupackendere Rasur.
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lotse
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« Antworten #12 am: 08. M?rz 2019, 09:58:54 »

Ich lass nicht locker Zwinkernd...
Da ich mit Unterlegscheiben und Gummiringen nicht an meinen Hobeln rumprobieren mag, habe ich im festen Glauben an die Qualifiziertheit der Hobelkonstrukteure Wochen der Hobelrasur absolviert. Während ich ja mit der Mamba ganz gut klar kam, war es beim Game Changer nicht so einfach. Da aber viele Besitzer des Changers ausgesprochen zufrieden mit dem Gerät sind, war doch die Vermutung naheliegend: Es liegt an mir und nicht am Gerät.
Diese Vermutung wurde nun zur Gewissheit. Der Changer will mit steiler Griffhaltung (steiler Winkel) geführt werden. Dann rasiert er auch problemlos und liefert gleichmäßig gute Rasuren. Ohne Eingriffe in die Geometrie der Klingenstellung. Offenbar hatte ich mir beim Hobeln eine (zu) flache Griffhaltung angewöhnt.
Im Vergleich zur Mamba-Schwester kann ich nun nur noch subjektive Vorlieben geltend machen. Objektiv rasieren beide Hobel auf hohem Niveau.

Gleichzeitig warf das Dauerhobeln der letzten Wochen eine andere Frage auf: Weisen Edelstahlhobel ein anderes Gleitverhalten auf als verchromte Hobel oder Hobel aus Bronze? Dass Metalle sich unterscheiden in Hinsicht auf ein hydrophiles oder lipophiles Verhalten, ist bekannt. So ist z.B. Kupfer ausgesprochen lipophil, Chrom dagegen eher wasserfreundlich.
Mir kommt es so vor, als ob Edelstahl schlechter auf der Haut gleitet bzw. unbedingt einen ordentlichen Seifenfilm braucht. Gibt es ähnliche Erfahrungen von Hoblern mit rostträgem Werkzeug? Können Eigner von Bronze- und Edelstahlhobeln dazu etwas mitteilen?
Als ausgesprochener Messerrasierer fällt mir das auf - dort gibt es keine Führung durch Schaumkante oder Kammzinken. Beim Messer gleitet nur die Schneide.
Wenn es dazu Erfahrungen gibt, könnte man das auch als eigenes Thema ausgliedern.
« Letzte Änderung: 08. M?rz 2019, 10:09:26 von lotse » Gespeichert
947
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« Antworten #13 am: 08. M?rz 2019, 13:10:53 »

Ich kam letztendlich mit dem Game Changer auch nicht so gut zurecht - und musste ihn wieder verkaufen. Wenn ich dagegen meinen Rockwell 6S sehe - ein Traum in jeder Beziehung. Sanft und gründlich vom feinsten. Von einem schlechteren Gleitverhalten kann ich nicht berichten...und wenn, dann dürfte es marginal ausfallen.
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