Griffaufbau Mühle R101/R102?

Begonnen von Geier0815, 25. März 2018, 17:07:08

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Geier0815

Moin Moin,

ich habe mir einen R101 in Version 1, also mit dem Quasi-Merkur Kopf gebraucht gekauft, weil mir mein Forumshobel zum Gebrauch zu schade ist. Nachdem ich nach den ersten zwei Rasuren deutliche Blessuren davon getragen habe, hab ich mir den Hobel mal genauer angeguckt. Mit voll aufgeschraubtem Griff, ohne Klinge, wird das Unterteil nicht gegen das Oberteil gedrückt und hat Spiel, wackelt also. Dann habe ich das mit dem Forumshobel verglichen, da gibt es dieses Spiel nicht. Mit dem Griff vom Forumshobel habe ich diese Spiel an dem "neuen" Kopf auch nicht. Danach bin ich mit einer Nadel in beide Griffe rein gegangen und siehe da: Beim Griff vom Forumshobel komme ich, geschätzt, etwas über 1mm tiefer.

Nun meine Frage: Hat einer von euch schon mal einen solchen Griff zerlegt und kann mir sagen wie die Metallstange, die offensichtlich im Griff drin ist, befestigt ist? Könnte man die evtl mit einer M5-Schraube etwas nach unten drücken oder mit einer glatten 4mm Stange nach unten schlagen? Oder ist die von unten vergossen oder hat noch "Widerhaken" im Griff?

Ansonsten bliebe nur noch das Gewinde am Kopfoberteil zu kürzen, was ich aber eigentlich wegen der Verchromung nicht machen möchte oder gar eine Unterlegscheibe zwischen Griff und Kopf zu machen (nein ich möchte keinen 4-teiligen Hobel  ;)).

Standlinie

Fotos anfertigen und hier zeigen. Dann kann man konkreter auf Deine spezielle Fragestellung eingehen.
Die Nachhaltigkeit einer gründlichen Nassrasur zeigt sich 24 Stunden später an nur gering und gleichmäßig nachgewachsenen Bartstoppeln.

gbkon

Was war denn das für ein Forumshobel?

Tim Buktu

Tranquilo - In der Ruhe liegt die Kraft...

PS: Alles nur meine persönliche Meinung, die sich durchaus beeinflussen lässt und sich deshalb gelegentlich auch ändert!

Geier0815

Zitat von: Standlinie am 25. März 2018, 23:49:46
Fotos anfertigen und hier zeigen. Dann kann man konkreter auf Deine spezielle Fragestellung eingehen.
Von was soll ich denn Fotos machen? Nimm dir einen 3teiligen Hobel und schraub ihn ohne Klinge zusammen. Im Normalfall klappert da nichts und die untere Platte ist gegen die obere gedrückt. Nun schraub ca eine halbe bis eine Umdrehung zurück. Der Hobelkopf klappert weil die untere Platte eben nicht mehr gegen die obere gedrückt wird. Das ist bei meinem Griff der Fall wenn ich ihn komplett aufschraube.
Wenn Du bei einem Griff in das Gewinde reinschaust siehst Du eine gewisse Tiefe im Gewinde bzw auch "dahinter" im Griff. Beim Griff des Mühle siehst Du aber auch das im Griff ein Metall verarbeitet ist, sichtbar in Form eines kleinen Kreises in der Mitte des Griffs.

Mein Problem ist das die Tiefe im "neuen"Griff geringer ist als beim Griff des Forumshobels. Dies sorgt dafür das sich die Gewindestange des Kopfes nicht weit genug in den Griff hinein schrauben läßt. Das Problem dabei ist das die Klinge nicht genug auf die Zähne gedrückt wird und deutlich von diesen absteht. Dadurch ist der Hobel deutlich aggressiver als der Forumshobel. Da ich kein Makroobjektiv habe, kann ich dir davon kein vernünftiges Bild machen, aber Du kannst das nachstellen wenn Du, wie auch schon oben ohne Klinge erwähnt, eine Klinge in einen Hobel einlegst, ihn zudrehst und danach etwas zurück, also lose, drehst.

Ich hoffe das dir mit dieser Beschreibung nun verständlich ist was mein Problem ist.

Meine Überlegungen zur Abhilfe hatte ich ja im ersten Thread beschrieben. Meine Hoffnung ist ja das sich die vermutete Metallstange im Hobelgriff mittels eines Dorns/Durchschlags weiter nach unten schlagen/schieben läßt. Das klappt aber eben nur wenn die Stange komplett durch den Griff geht und keine Querstreben hat die für Halt im Kunstharz sorgen.
Daher die Frage ob schon mal jemand absichtlich oder unabsichtlich einen Mühlegriff zerlegt hat und mir näheres dazu schreiben kann.

Standlinie

Ich habe es jetzt verstanden. Das Innengewinde des Griffes ist kürzer als der Gewindezapfen lang ist. Hat zur Folge, dass zwischen der Grund und Kopfplatte Spiel herrscht.
In einem solchen Fall hätte ich eine pragmatische Lösung, die ich bei allen meinen Hobeln anwende. Ich schiebe auf den Gewindezapfen meiner Hobel eine Unterlegscheibe aus Kunststoff, damit der Griff beim Zusammenschrauben keine häßlichen radialen Schleifspuren auf der Unterseite der Grundplatte hinterläßt. Damit könntest Du das vorhandene Spiel bei Deinem Hobel ausgleichen. Voila.
Die Nachhaltigkeit einer gründlichen Nassrasur zeigt sich 24 Stunden später an nur gering und gleichmäßig nachgewachsenen Bartstoppeln.