Tropana "Doppelschliff" Rasierklinge

Begonnen von maranatha21, 15. Februar 2015, 18:14:14

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maranatha21

Im "heut hab ich bekommen-Strang" habe ich meinen unerwarteten Fund kurz beschrieben. Darunter waren in einem hübschen Aufbewahrungstäschchen aus Leder diese Klingen. Zunächst haben ich das nicht bemerkt, aber beim Herausnehmen einer gebrauchten Klinge, die nach Jahrzehnten immer noch im Hobel war, fiel mir dann doch die enorm leichte Biegsamkeit auf. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass die Klinge wirklich wesentlich dünner ist, als das was ich gewohnt bin. Und dann auch noch auf zwei verschiede Dicken geschliffen. Auf der einen Seite auf 0,08mm für die "Vorrasur", und auf der anderen Seite auf 0,06mm für die "Nachrasur".

Ich habe so etwas noch nicht gesehen und wollte mal die Spezialisten hier fragen, ob das "früher" öfter vorkam und wenn ja, welche Vorteile das so brachte? Oder, ob es vielleicht nur in einem solchen Aluhobel, wie der, der dabei war brauchbar ist? Vielleicht kann ja einer ein bisschen was über diese Klinge sagen.

Auf jeden Fall werde ich eine der Klingen (fünf davon sind noch in dem ungeöffneten Briefchen) mal antesten. Und zwar werde ich den Rotbart dafür auswählen. Mal sehen, was da so herauskommt.










maranatha21

Heute Morgen habe ich einen Versuch mit ihr gewagt. Im Rotbart, der alles ein wenig sanfter erscheinen lässt. Leider habe ich feststellen müssen, dass diese Klinge wohl nicht mehr auf der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit ist. Es waren wie Widerhaken, die sich in meinen Haaren vergraben haben und versuchten, diese zu kappen. Beim Versuch auf einer Wange ist es geblieben. Den Rest hat mein R41 dann erledigt, der gegen diesen Versuch mit der alten Tropana wie Rotbart in seiner sanftesten Form wirkte.

Es war eigentlich auch nicht wirklich zu erwarten, dass es was werden würde. Die Schneide sah zwar gut aus, aber der Zahn der Zeit nagt ja dann doch.

Trotzdem würde es mich interessieren, ob jemand etwas über diese Klinge weiß. Oder auch, ob es früher durchaus üblich war, Klingen noch dünner zu produzieren als die heute üblichen 0,1mm?

titanus

Gesehen habe ich das schon öfter, aber nicht wirklich darauf geachtet.
Es ist sinnlos, von den Göttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag.

Epikur