gut-rasiert
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Autor Thema: Mühle R41  (Gelesen 268897 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
egmac
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Relaxed


« Antworten #165 am: 24. Juni 2011, 16:35:52 »

Brothers in arms.... Grinsend

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"....das Schicksal setzt den Hobel an und hobelt alles gleich." (Ferdinand Raimund: "Der Verschwender")
wernerscc
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« Antworten #166 am: 24. Juni 2011, 16:58:13 »

Das Geräusch beim neuen R41 ist ja mit modernen 0,1 mm starken Klingen schon krass. Das muß mit der URA ja gigantisch sein.
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Was lange währt wird endlich gut!
Elbe
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« Antworten #167 am: 24. Juni 2011, 17:07:29 »

Die Rasur verlief jedoch sehr angenehm und super gründlich, keine Rötungen, keine Cuts und auch sonst keine Verletzungen.  Daumen hoch

Was bei dieser Kombi nicht fehlen darf, sind 120% Aufmerksamkeit aber das Ergebnis ist absolut top. 

Schön zu hören, daß Du es ohne Bluttransfusion überlebt hast!
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paton
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« Antworten #168 am: 24. Juni 2011, 17:26:06 »

Martin, Du hast zu früh verkauft  Augen rollen
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astra
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« Antworten #169 am: 24. Juni 2011, 19:47:57 »

Wenn ich mir die Bilder so ansehe, erinnert der Kopf des R41 doch sehr an den Roedter 1909. Die Klinge steht ja fast waagrecht und wird kaum gebogen oder täuscht mich da mein Eindruck?
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Es genügt oft einer und die ganze Harmonie ist gestört.
Elbe
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« Antworten #170 am: 24. Juni 2011, 19:52:59 »

Das geht in die Richtung des Roedter.
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henning
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« Antworten #171 am: 24. Juni 2011, 21:31:16 »

Das scheint so, kann aber nicht sein. Entgegen den Rödter mit den defekten Kopfplatten, hatte ich heute mit dem R41 eine zumindest interessante und gründliche Rasur:



Gott sei Dank war ich durch die Berichte hier gewarnt und habe ich die Erfahrung aus der Verwendung von mehreren hundert mal angesammelten Hobeln. Heute bekam ich den R41 aus dem Mitgliederhandel des anderen Forums. Die Verpackung war schon mal recht hübsch, aber nichts besonderes. Eben eine Pappschachtel:





Der Hobel selber präsentiert sich dann sehr hübsch und wirklich hochwertig erscheinend:









So schlimm, finde ich, sieht das Maul gar nicht mal aus:







Im Vergleich mit dem MeRon mit Progress-ähnlichem Kopf, sieht man dann natürlich schon die deutlich geringere Biegung der Klinge:



Die Kopfplatte ist im Design halt Merkurlike, aber am Rest lassen sich sehr schöne Details ausmachen:





Gleich vorweg das Fazit: Der Hobel ist brauchbar, wenn man Erfahrung besitzt oder zumindest etwa durch die Foren vorgewarnt ist. Ist man gewarnt und geht mit der nötigen Vorsicht an die Sache, sind ungewöhnlich scharfe aber gründliche Rasuren möglich. Ein Genussfaktor wird sich evtl. nach Gewöhnung einstellen. Das Gefühl ist meiner Meinung nach nicht Messerähnlich, weil meine Messer in der Regel deutlich sanfter sind, bei allerhöchster Gründlichkeit. Das Gewicht des Hobels ist gar nicht schlecht, die leichte Kopflastigkeit kommt manchem vielleicht sogar entgegen. Mit dem Strich rasierte ich mit Originalgriff, gegen den Strich dann stellenweise mit Rons Griff. Dabei gab es kaum Verbesserung im Rasurgefühl, aber eine ausgewogenere Gewichtsverteilung. Manchem dürfte der Hobel dann allerdings schon zu schwer geraten sein.
Wer mit Merkur-Winkel ansetzt und aufdrückt, hat gewiß verloren. In dem Winkel steht die Schneide fast senkrecht zur Haut und quittiert dies mit aggressivem Gefühl und wenig Abtrag. Rasurbrand ist vorprogrammiert.
Der Gillette-Winkel ist schon richtiger, wobei man nochmals flacher ansetzen muß. Den Druck so wählen, daß die Schneide satt aufliegt und den Rest dann wie gewohnt handhaben. Man muß nur exakt sein und nie verziehen. Mit dem Strich geht viel weg, aber ich bin keineswegs fertig rasiert. Gegen den Strich geht es problemlos weiter, mit wenig Druck und exakter Führung. Die Problemstellen verlangen auch nach diesem Hobel die gewohnte Zuwendung. Rechts und links vom Kehlkopf  gehen die Stoppeln so wild, daß ein Messer keine Chance hat, weil zu breit. Da muß ich auch mit dem Progress mehrmals drüber und so auch heute mit dem Mühle. Das Gefühl dabei war sehr direkt und daher Vorsicht verlangend. Das Endergebnis ist gut, aber nicht überragend. Progress und Futur bieten mir ähnliche oder gleiche Gründlichkeit, ein Messer sowieso.
Den Hobel kann ich versierten Anwendern guten Gewissens empfehlen. Anfängern nicht, wobei ich von wirklichen Anfängern schreibe, die auch in keinem der Foren lesen. Das sollte man bei Mühle vielleicht deutlicher hervorheben. Hier lesenden kann man absolute Vorsicht anraten und das Lesen der verschiedenen Berichte. Heute war extra eine gebrauchte und sanfte Lord Platinum drin und ich bin gespannt auf Rasuren mit einer neuen Klinge.

Ciao
« Letzte Änderung: 24. Juni 2011, 21:36:01 von henning » Gespeichert
wernerscc
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« Antworten #172 am: 24. Juni 2011, 22:35:02 »

Exzellent in Szene gesetzter Bericht, henning. Daumen hoch
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Was lange währt wird endlich gut!
Hotzenplotz
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« Antworten #173 am: 24. Juni 2011, 23:14:52 »

Exzellent in Szene gesetzter Bericht, henning. Daumen hoch

Nicht nur das. Auch inhaltlich extrem überzeugend. Alle Fragen, die mir noch unausgesprochen im Kopf rumschwirrten, sind perfekt beantwortet.

Vielen Dank!
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SLB04
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« Antworten #174 am: 25. Juni 2011, 00:30:10 »

Sehr guter Bericht, Henning!

Das Gefühl ist meiner Meinung nach nicht Messerähnlich, weil meine Messer in der Regel deutlich sanfter sind, bei allerhöchster Gründlichkeit. 

Auch wenn ich keine Messer-Spezialist bin, teile ich die Meinung. Ich fühle mich z.B. mit einem 6/8 Messer wohler als mit dem Hobel. Ob sich das durch eine Gewöhnung an den Hobel bessert, wird sich zeigen.

Trotzdem war das Ergebnis mit dem Hobel einfach gut.
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Lieben Gruß
Alex
henning
Gast
« Antworten #175 am: 25. Juni 2011, 05:01:15 »

Danke. Ja, heute Morgen, vor der Frühschicht, bin ich noch immer gut rasiert. Die Nachhaltigkeit geht also Richtung Messer. Trotzdem, eine Messerrasur ist doch merklich sanfter. Das kann allerdings je nach Anwender variieren, denn auch Messerrasuren können bei Anfängern so ähnlich unsanft daherkommen. Ich muß mal eine rote Personna oder ähnlich sanfte Klinge verwenden und an der Technik feilen. Schnelle Rasuren am frühen Morgen werden mit dem Teil aber von mir wohl nie absolviert werden, dafür braucht es etwas unkapriziöses wie den Progress.

Ciao
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AndreasTV
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Schnörkellos & Unkompliziert, aber Effizient


« Antworten #176 am: 25. Juni 2011, 06:38:53 »

Guten Morgen Smiley.
Danke für den ausführlichen Bericht, Henning Daumen hoch.
Deinen Bildern nach geht der Winkel "Klinge <-> Haut" ja Richtung ca. 45° Grad wenn ich mich jetzt nicht Grob "verhauen" habe  Schockiert, da darf Es nicht verwundern das der Hobel Gut zupackt.
Bei meiner Art des Hobel-anlegens (Zuerst die Schaumkante, dann "Hoch" den Griff bis Klingen - Haut - Kontakt) dürfte der Griff dann doch relativ Nah Richtung Haut / Gesicht gehen  Huch - oder täusche ich mich Da in meiner Vorstellung?.

Auf alle Fälle sticht neben dem wohl heraus - stehendem Rasurverhalten die Verarbeitungsqualität Dem in Nichts nach Smiley.

MfG

Andreas
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henning
Gast
« Antworten #177 am: 25. Juni 2011, 08:02:55 »

Anders herum wird ein Schuh draus.
Ich schrieb ja, daß der Gillette-Winkel viel eher paßt, also Griff steiler nach oben als bei Merkuren und ähnlichen. Jemand vor mir schrieb, daß er erst die Kopfplatte auflegt und dann bis zur Schneide abwinkelt. Der Weg ist der vielleicht richtigere, also entgegen Deiner sonstigen Art. Man muß sich ähnlich wie mit einem Single Edge rasieren. Wer das kennt, kommt wohl am ehesten zurecht.
Gerade aber dieses anders sein, gepaart mit dem sehr direkten Gefühl (wobei die gerimnge Biegung/Spannung der Klinge gewiß eine Rolle spielt), macht ihn für wirkliche Anfänger sehr problematisch. Ich denke, die meisten Anfänger ziehen sich einen Hobel instinktiv wie einen Rechen über die Haut, also mit sehr flach stehendem Griff. Deshalb werden z. B. Zahnkämme oft als aggressiv beschrieben, obwohl die Unkundigen in Wirklichkeit bloß die ungewohnten Zinken auf der Haut spüren.

Ciao
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egmac
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Relaxed


« Antworten #178 am: 25. Juni 2011, 08:42:06 »

Eine Geschichte:

Der Herr hat heute seinen neuen Gast zu Gesichte gelassen! Sein treuer Diener Frederic du Court lag etwas indigniert zur Seite, um dem Verlaufe aufmerksam zu folgen.....man gönnte sich die bewährte Gibbs, aufgetragen von einem verlässlichen Knappen, namens Rooney und griff zum sagenumwobenen Schwert Super-Max Platinum. Cool

Gewarnt vor der Hinterhältigkeit des Unbekannten verlief der erste (und einzige) Waffengang mit einer winzigen Blessur am Hals (an einer Stelle, wo der Herr üblicherweise keine Hiebe einfängt). Rau und wahrlich unerbittlich hieb der Gast auf den Herren ein. Stolz und unbesiegt beschloss der Herr, weitere Gefechte mit seinem treuen Diener Frederic du Court zu üben. Mild und sanft lächelnd bot dieser die von ihm erwarteten Leistungen...... Grinsend

Gelabt und gesalbt neigte der Herr sein Haupt und verlautete: "Wer hat diesen Gast geladen? Wem frommt seine scharfe Klinge? Möge er kühneren Gesellen den Streit eröffnen........ an diesem Hofe ist seiner Gegenwart nicht Platz gewährt........!"

Sein Diener Frederic du Court: "Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!"

Epilog: "Rubberduck, übernehmen Sie!" Grinsend

Fußnote des Autors:
Hochinteressante Geschichte, die zeigt, dass man sich das Leben auch schwer machen kann......möchte die Erfahrung nicht missen (unfassbar, was der R41 mit einem Strich wegräumt!), erziele jedoch die für mich höchste Rasurbefriedigung gefahrlos und unter Genuss mit meinem derzeit geliebten Hoffritz (37c). Ich hatte nicht den Eindruck, dass ich auf Grund des unglaublich steilen Winkel des Griffes im Stande sei, die von mir erfolgreich und traumwandlerisch angewandten Züge mit diesem Hobel durchführen zu können...... die ganze Angelegenheit erinnerte mich ein wenig an meine anfänglichen Kratzversuche mit einem Messer! Zwinkernd

Die Frage, die für mich bleibt: Who needs it?  Huch Die meisten von uns besitzen Rasurgeräte, mit denen sie absolute Glätte und Nachhaltigkeit bei großer Sanftheit erzeugen können..... der eine oder andere wird das auch mit diesem Hobel erreichen, jedoch nur, wie ich annehme, stets mit größter und nicht immer aufzubringender Sorgfalt. Erhöht das aber das Rasurvergnügen?  Unentschlossen
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"....das Schicksal setzt den Hobel an und hobelt alles gleich." (Ferdinand Raimund: "Der Verschwender")
Elbe
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« Antworten #179 am: 25. Juni 2011, 08:53:31 »

Die Frage, die für mich bleibt: Who needs it?  Huch Die meisten von uns besitzen Rasurgeräte, mit denen sie absolute Glätte und Nachhaltigkeit bei großer Sanftheit erzeugen können..... der eine oder andere wird das auch mit diesem Hobel erreichen, jedoch nur, wie ich annehme, stets mit größter und nicht immer aufzubringender Sorgfalt. Erhöht das aber das Rasurvergnügen?  Unentschlossen

So schön hätte ich es nicht beschreiben können, aber das waren auch meine Beweggründe, mich wieder vom R41 zu trennen. Jetzt bin ich ja mal gespannt, was Gerald meint.
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