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Autor Thema: Kleine Hobelkunde  (Gelesen 55764 mal)
Eugen Neter
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« am: 12. Januar 2010, 22:22:53 »

In lockerer Folge stelle ich hier gängige und nicht mehr gängige DE-Hobel vor. Beginnen möchte ich mit einigen Mitgliedern der Gillette Familie.

Gillette Tech:







Hergestellt wurde dieser Klassiker ab 1939 bis Anfang der 1970er Jahre.
Bezug: Nur noch antiquarisch (über Ebay, Flohmärkte, Privathandel).
Preis: Skala ab ca. 2,– Euro nach oben offen.
Eigenschaften: Ein Leichtgewicht, meist aus Aluminium. Rasiert gleichwohl sehr sanft und präzise. Verlangt relativ scharfe Klingen (z.B. Polsilver, Kai, Feather, Astra).
Prädikat: Empfehlenswert (für denjenigen, der sich mit leichtgewichtigen & kurzgriffigen Hobeln anfreunden mag).


Gillette Reiserasierer:







Siehe Gillette Tech.
Bezug: Z.B.hier.
Preis: Ca. 10,-- Euro.
Prädikat: Vgl. Gillette Tech.
Weiteres siehe hier.


Gillette Adjustable Slim Boy:







Ebenfalls ein Klassiker. Hergestellt ab 1963 bis in die 1970er Jahre.
Bezug: Über Internet oder Privathandel.
Preis: Von ca. 30,– Euro bis zum Ende der nach oben offenen Skala.
Eigenschaften: Verstellbarer Hobel (Skala von 1-9).  Liefert je nach Einstellung sehr sanfte und gründliche Rasuren. Von mir für diesen Hobel bevorzugte Klingen: Rote Personna, Streamline.
Prädikat: Sehr empfehlenswert.
Weiteres siehe hier.


Gillette Adjustable black long handle:









Hergestellt ab 1969 bis 1974 (unter dem Label »Super Adjustable«).
Bezug: Über Internet oder Privathandel.
Preis: Ab ca. 20,– Euro aufwärts.
Eigenschaften: Ähnlich wie Slim Boy. Längerer und schmalerer schwarzer Griff. Wirkt sehr edel. Nicht ganz so gründlich wie der Slim Boy.
Prädikat: Empfehlenswert.


Liese:









Ein Torsionshobel aus deutscher Produktion. Hergestellt in den 1930er bis Anfang der 1950er Jahre. Recht selten.
Bezug: Über Internet oder Privathandel.
Preis: Ab ca. 20,– Euro aufwärts.
Eigenschaften: Einer der gründlichsten Torsionshobel. Dem Merkur 37c (siehe dann weiter unten) im Verhalten sehr ähnlich. Vielleicht ein wenig zupackender. Empfohlene Klingen: Rote Personna, Derby, Astra Superior Platinum, Streamline.
Prädikat: Sehr empfehlenswert.

(Wird fortgesetzt)
« Letzte Änderung: 01. September 2011, 11:28:22 von Eugen Neter » Gespeichert

lemming
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« Antworten #1 am: 12. Januar 2010, 22:41:17 »

Eugen wo liegt der Unterschied zwischen den ersten beiden Hobeln? Ich war bislang der Meinung ein Reisehobel habe einen teilbaren Griff.
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"Glücklicher Säugling! Dir ist ein unendlicher Raum noch die Wiege. Werde Mann, und dir wird eng die unendliche Welt."
F. Schiller
STIFFupperLIP
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Boots 2 Asses


« Antworten #2 am: 12. Januar 2010, 22:44:40 »

Schöner Strang Hans  Daumen hoch

Darf man kommentieren und/oder eigene Sachen einstellen, oder möchtest du das Thema sauber halten?
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Qapla'


eat sleep conquer repeat
Eugen Neter
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« Antworten #3 am: 12. Januar 2010, 22:45:33 »

@lemming,
beide sind Dreiteiler. Als Reiserasierer wird der 2. vom Verkäufer bezeichnet.

PS: Wie in der "Kleinen Klingenkunde" bitte ich von Kommentaren abzusehen. Es sei denn, der Beiträger stellt nach dem vorgegebenen Schema einen Hobel vor. Danke.
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Eugen Neter
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« Antworten #4 am: 13. Januar 2010, 13:13:09 »

Nun einige Mitglieder der Merkur-Familie. Zunächst ein Namenloser:











Eine Variante des 34c. Dieser Zweiteiler besteht zum Teil aus Plaskon und stammt vermutlich aus den 1940er bis 1950er Jahren. Von der Form her ein Verwandter sowohl des Merkur Progress als auch des Merkur 34c. Recht selten.
Bezug: Über Internet oder Privathandel.
Preis: Ab ca. 25,– Euro aufwärts.
Eigenschaften: Obwohl nicht verstellbar, ähnlich wie der Progress (siehe unten). Sehr sanft und sehr gründlich. Nimmt es eigentlich mit allen Klingenklassikern auf.
Prädikat: Sehr empfehlenswert.

(Wird fortgesetzt)
« Letzte Änderung: 10. April 2012, 13:25:04 von Eugen Neter » Gespeichert

Frank Kratzsch
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666


WWW
« Antworten #5 am: 13. Januar 2010, 13:20:29 »

Sehr schön Dein Post zu den Hobeln.
Da lacht das Herz  Daumen hoch

Danke dafür

Grüße

Frank
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Eugen Neter
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« Antworten #6 am: 13. Januar 2010, 17:04:48 »

Danke sehr, Frank. Aber bitte, so gern ich anerkennende Worte lese - ich möchte diesen Strang dennoch sauberhalten.
« Letzte Änderung: 01. Juli 2011, 10:55:39 von Eugen Neter » Gespeichert

Eugen Neter
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« Antworten #7 am: 13. Januar 2010, 17:14:21 »

Merkur 23c:





Heutzutage der fast schon klassische Einsteigerhobel. Ein Dreiteiler, der auch dem Ungeübten normalerweise problemlose, gründliche Rasuren beschert.
Bezug: z.B. hier.
Preis: 24,50 Euro.
Eigenschaften: Sehr sanfter und zugleich sehr gründlicher Hobel. Klingenempfehlung: Von sehr sanft (alle Personnas, Streamline) bis sehr scharf (Feather, Kai, Polsilver) ist alles möglich.
Prädikat: Unbedingt empfehlenswert.

(Wird fortgesetzt)
« Letzte Änderung: 13. Januar 2010, 17:18:19 von Eugen Neter » Gespeichert

Eugen Neter
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« Antworten #8 am: 13. Januar 2010, 19:38:35 »

Merkur Progress 500 & 520 (Gold):













Ein Quasi-Dreiteiler mit verstellbarer Mechanik. Wird als solcher seit ca. Anfang der 1950er Jahre hergestellt und erfreut sich, obwohl (oder vielleicht weil) ein Klassiker, auch heute noch großer Beliebtheit.
Bezug: Z.B. hier bzw. hier.
Preis: 53,50 Euro (500); 66,-- Euro (520).
Eigenschaften: Ein Rasierhobel der absoluten Spitzenklasse. Je nach Einstellung (Skala von 1 bis über 5) sehr sanft oder sehr zupackend. Eignet sich für alle Klingen. Empfehlung: Rote Personna, Astra Superior Platinum, Lord, Streamline.
Prädikat: Unbedingt empfehlenswert.

PS: Für alle Liebhaber von google-Übersetzungen hier noch ein Link.

(Wird fortgesetzt)
« Letzte Änderung: 12. M?rz 2011, 11:36:15 von Eugen Neter » Gespeichert

Eugen Neter
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« Antworten #9 am: 13. Januar 2010, 22:45:49 »

Merkur 37c:



Wiederum ein Klassiker von Merkur. Hergestellt seit 1931.
Bezug: Z.B. hier.
Preis: 37,40 Euro.
Eigenschaften: Länge 8 cm. Ein Rasierhobel der Oberklasse. Die Torsion ermöglicht, Übung vorausgesetzt, eine sehr gründliche, präzise Rasur. Empfohlen wären hier eher sanfte Klingen wie rote Personna, Lord, Streamline, Souplex. Nicht unbedingt anfängertauglich.
Prädikat: Sehr empfehlenswert.
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Eugen Neter
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« Antworten #10 am: 18. Januar 2010, 13:44:33 »

Merkur 38r (Merkur 38c - rote Variante):







Bezug: Z.B. hier.
Preis: 39,50 Euro.
Eigenschaften: Ein Zweiteiler, der ein wenig dicker, schwerer und zupackender daherkommt als der Merkur 23c. Länge wie dieser.
Prädikat: Unbedingt empfehlenswert.

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Eugen Neter
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« Antworten #11 am: 18. Januar 2010, 16:28:50 »

Merkur Futur:





Wie der Name schon sagt, ein Hobel, der in die Zukunft weisen soll und mit einem entsprechend futuristischen Äußeren aufwartet. Dennoch – unter den Kennern – inzwischen fast ein Klassiker.
Bezug: Z.B. hier.
Preis: 59,95 Euro.
Eigenschaften: Verstellbarer Hobel; Skala von 1-6. Selbst in der untersten Stufe noch ein sehr zupackender Rasierer. Nicht unbedingt für Hobelanfänger geeignet. In der obersten Stufe kein großer Unterschied mehr zu einem Rasiermesser. Als hervorstechendes Merkmal gilt sein recht lautes Schabgeräusch, das – von der etwas lockereren Klingenhalterung herrührend – ebenfalls einem Rasiermesser sehr nahekommt. Klingenempfehlung: Hauptsächlich eher sanfte Klingen (rote Personna, Lord, Streamline, Gillette Super Silver).
Prädikat: Sehr empfehlenswert (für den, der mit Rasierhobeln bereits Erfahrungen gesammelt hat).

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« Letzte Änderung: 18. Januar 2010, 18:06:36 von Eugen Neter » Gespeichert

Eugen Neter
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« Antworten #12 am: 08. Februar 2010, 19:13:31 »

Parker 91R:









Ein klassischer Dreiteiler indischer Provenienz.

Bezug: Z.B. hier.
Preis: Ca. 28,-- Euro.
Eigenschaften: Einer der sanftesten Dreiteiler, die ich kenne. Zugleich sehr gründlich. Gleiche Länge wie der Merkur 38c. Nicht ganz so schwergewichtig, aber dennoch kein Leichtgewicht. Klingenempfehlung: Alle gängigen Klingen; auch die schärfsten (Feather, Kai, Polsilver) werden hier zahm.
Prädikat: Unbedingt empfehlenswert.

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« Letzte Änderung: 08. Februar 2010, 19:24:28 von Eugen Neter » Gespeichert

Eugen Neter
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« Antworten #13 am: 11. Februar 2010, 13:23:34 »

Weiter geht’s mit der Parker-Familie – Parker 90R und 96R:













(Die Bilder habe ich seinerzeit mit meiner alten Kamera geschossen; ich bitte ihre mindere Qualität zu entschuldigen.)

Ich zitiere aus dem betreffenden Thread:
Die beiden Parker-Butterflyhobel sind zwar äußerlich nicht eben Zwillingsbrüder, haben aber Entscheidendes gemeinsam –: Sie rasieren sehr sanft und gründlich, liegen (vor allem der schwarze (96R), der eine Spur kopflastiger und leichter ist als sein Bruder) angenehm in der Hand, sind bequem zu führen und daher besonders für Hobelanfänger sehr zu empfehlen. Die Hobel bestehen aus vernickeltem Messing. Der schwarze weist einen kunststoffbeschichteten Griff auf – was jedoch nicht weiter stört, sondern dem Gerät im Gegenteil ein geradezu edles Aussehen verleiht. Die Butterflyflügel öffnen sich bei der schwarzen Variante durch Drehen am oberen, bei der nickelglänzenden am unteren Stellring.
Bei beiden Hobeln hört man sehr deutlich, daß man sich rasiert.
Bezug: Z. B. hier (90R) und hier (96R).
Preis: Beide je 24,99 Euro.
Eigenschaften: Siehe oben. Klingenempfehlung für beide: Rote Personna, Astra Superior Platinum, Streamline. Wer es schärfer mag: Feather. Die beiden Hobel kommen imgrunde mit allen Klingen zurecht.
Prädikat: Sehr empfehlenswert.

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Eugen Neter
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« Antworten #14 am: 12. April 2010, 18:30:26 »

Merkur 34c:







Klassischer Zweiteiler. Hergestellt seit 1931.
Bezug: Vorzugsweise hier oder hier.
Preis: Zwischen 35,-- und 38,-- Euro.
Eigenschaften: Ein grundsolider Rasierer. Für Anfänger ebenso geeignet wie für Profis. Rasiert sehr sanft und gründlich. Kommt mit fast jeder Klinge zurecht.
Länge 8,3 cm; Gewicht 78 g.
Prädikat: Unbedingt empfehlenswert.

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