gut-rasiert
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Autor Thema: Steine abrichten  (Gelesen 6548 mal)
max
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« Antworten #15 am: 08. April 2010, 18:37:20 »

Wie und dann haste Schleifschlamm mit verschiedene Körnungen Huch

Die Körner des 12000ers haben ja keine negativen Auswirkungen auf dem 1000er oder 6000er. Ausserdem ist der 12000er so hart, dass 90% des Schlamms von den gewünschten Steinen kommen. Feinere Steine mit gröberen anreiben geht natürlich nicht; Abrichten schon.

Wenn Du nur zwei Steine verwendest, passen sie sich aneinander an, werden aber nicht beide plan. Anders ist es bei 3 Steinen wenn man sie wechselweise aneinander reibt. http://www.woodworking.de/schaerfprojekt/schaerf2.html im Kapitel 9.1 ist das Prinzip gut erklärt (3-Klinker-Methode).

Selbst wenn man zwei Seiten aneinander reibt werden sie plan. Solange man nicht nur in immer der gleichen Richtung mit gleicher Ausrichtung reibt, werden beide plan.
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harrykoeln
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Können diese Augen lügen?


« Antworten #16 am: 09. April 2010, 06:29:15 »

Diese Themen haben wir schon recht ausführlich abgehandelt.

Wenn ihr hier schauen möchtet...

http://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,9302.15.html

Auch hier ging es in diese Richtung...

http://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,8322.0.html


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Barth
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« Antworten #17 am: 09. April 2010, 09:54:38 »

Also ich hab mir das mit den 3 Klinkern mal durchgelesen - gut , ok , klar warum nicht , ich denke schon das funktioniert , aber der Aufwand wär mir ehrlich gesagt zu groß , ich stell mir vor das dauert viel zu lange , da komm ich mit den beiden anderen Methoden schneller zum Höhepunkt .
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Was wohl passieren würde wenn man vorm Candyman stünde und 5 x  hintereinander -''Spiegel''- sagen würde . . .
Senser
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« Antworten #18 am: 28. Juni 2010, 22:27:45 »

Ich möchte hier mal die Notwendigkeit des Abrichtens der Schärfsteine etwas relativieren. Es kommt nämlich sehr darauf an, welche Messertypen man bevorzugt.
Ich bevorzuge beispielsweise historische Messer und da insbesondere diejenigen aus Sheffield, mit "lächelnden" Klingen. Und bei diesen Messern kommt mir eine Mulde im Stein sogar sehr entgegen, weil diese die Angriffsfläche des Steins an der Schneide vergrößert. Wenn man eine lächlende Klinge auf einen planen Stein auflegt, so hat man ja theoretisch nur an einem Punkt der Schneide Kontakt zum Stein.
Nur für die wenigen geraden Messer die ich verwende, habe ich auch plane Steine, wobei ich auch da keine Religion draus mache. Der einzige Stein, den ich etwas häufiger abrichte, ist mein heißgeliebter AOTO, der ja auch extrem weich ist.
Gruß Senser 
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Barth
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« Antworten #19 am: 29. Juni 2010, 07:26:30 »

Ist richtig so ,Senser , wenn ich sowas hier lese wie ,,Naja mit Lineal und Lichtspalt , da kann es sein das man die Unebenheiten gar nicht sieht weil die zu klein sind , das ist zu ungenau´´ krieg ich die Krise .

Man kann es auch übertreiben .Ich zitiere mal meinen Werklehrer :

Baue nie so stabil und genau wie möglich - sondern immer so stabil und genau wie NÖTIG !


Natürlich sind wir hier alles Amateure und aus diesen Grund neigt man sicher auch dazu es etwas genauer zu nehmen eh man was versaut , aber man kann es eben auch . . .  na ihr wisst schon ! Zwinkernd
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Tim Buktu
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Mensch sei großzügig oder stirb! K.Brenner


« Antworten #20 am: 30. Juni 2010, 06:54:35 »

...
Natürlich sind wir hier alles Amateure und aus diesen Grund neigt man sicher auch dazu es etwas genauer zu nehmen eh man was versaut , aber man kann es eben auch . . .  na ihr wisst schon ! Zwinkernd

Ich kämpfe genau mit diesem Problem. Als ausgewiesenen "Nicht-Handwerker" bin ich, wie sicher mancher hier, zu dem Ehrgeiz gekommen, meine Messer selbst zu schärfen. Man liest viel, auch viel gegensätzliche Meinungen. Ohne lange eigene Erfahrung und Theoretische Ausbildung kommt es schon gelegentlich vor, dass man zu Überzeugungen kommt, die möglicherweise der vielfältigen Realität nicht standhalten.

Ich war bisher auch bemüht, meine Steine so plan wie möglich zu halten. Dass dies die Arbeit an Messern mit "lächelnder" Klinge erschwert ist ein hilfreicher Tipp. Auch wenn ich mir deswegen für diese Klingen keine neuen (oder in dem Fall alten  Smiley) Steine zulegen werde.
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redmatze
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« Antworten #21 am: 30. Juni 2010, 07:58:14 »

Wenn ich abrichte, gehe ich nur bis zum 1000er Schleifpapier, das hat bisher immer gereicht. Ebenso langt mir ein ein Lineal zur Kontrolle.

Abgesehen davon, ist es ja garnicht so oft nötig bei Rasiermessern (das Abrichten), anders siehts aus, wenn ich meine Hobeleisen schärfe oder meine Stechbeitel, das ist ratz fatz eine Kuhle drin (hab die Veritas Schleifhilfe, die sich wunderbar in den Stein frisst Grinsend).

Ich mag es auch bei meinen alten engl. Messern, wenn der Stein plan ist, auch wenn nur ein Teil der Klinge dann aufliegt. Man bekommt dann ein Gefühl dafür, wo der Stein gerade greift an der Klinge, was ich fürs Schärfen lehrreich empfinde.

 
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Io
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« Antworten #22 am: 30. Juni 2010, 08:37:12 »

Grobe Steine richte ich auf Großen Beton-Gehwegplatten ab. Die gibt es in unterschiedlichen "Feinheits-Stufen", ich habe das Glück, die ganz feinen vor der Haustür zu haben. Wenn der Stein hart ist, hilft etwas Siliziumcarbid-Schleifsand. Das Zeug ist hier relativ günstig zu beziehen:

http://www.mineraliengrosshandel.com/index.php?cat=c50_Siliciumcarbid---Schleifpulver.html&XTCsid=5hviouoc77asjf9aji77or6po6

…und hält eine Ewigkeit. Anstatt der Betonplatte lässt sich sicher auch eine Marmorplatte oder eine Dicke mattierte Glasplatte nehmen. Oder es kann sicher auch eine Betonplatte gegossen werden.

Naja, meine 2 Cent dazu.

Gruß,
Io
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Iltis
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« Antworten #23 am: 30. Juni 2010, 16:19:33 »

Ich bin mir nicht sicher, was ich von Sensers Theorie halten soll. Theoretisch müssten alle Steine exakt die gleiche Höhlung haben dass man die Facette immer gleich erwischt - ist ein Stein mehr ausgehöhlt, wird eher die Schneide geschliffen, bei ein wenig ausgehöhlter Stein schleift man nicht bis ganz vorne auf die Facette, und die Arbeit bringt (theoretisch) nichts. Wie das in der Praxis aussieht weiss ich nicht da ich meine Stine plan halte. Was eine minimale Anderung der Schleifwinkel ausmacht kann man leicht studieren wenn man ein Messer das mit abgeklebte Rücken geschärft wurde ohne Abklebung ein paar Mal über der 1000er schiebt - die Kratzer davon sind nur am "Schulter" die Facette zu sehen. Kann sein, das es mehr Theorie als Praxis ist, aber ich halte es für sinnvoll, Steine plan zu halten, weil nur so ist die Schleifwinkel reproduzierbar definiert. Es reicht aber, meines Erachtens, die Steine gegeneinander zu reiben (so lang man keine grössere korrektur unternehmen muss) - ich benutze dafür ein Suntiger 1000er, fast vor jeden Schleifgang, dann wasche ich der Stein ab und reibe ihn mit einen kleinen Arkansas an - das geht ganz schnell, und ich kann vergewissert sein, der Stein ist immer plan.
Gruß
Iltis
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de gustibus, aut bene aut nihil
Horst-Michael
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« Antworten #24 am: 30. Juni 2010, 16:41:30 »

Grobe Steine richte ich auf Großen Beton-Gehwegplatten ab...

 Bin ich froh daß noch einer so vorgeht. Dachte immmer ich werde ausgelacht wenn ich daß hier schreibe.
Habe immer meine feinen Steine so abgerichtet.  
Ist anfangs etwas rauh, aber nach einigen Zügen sind die Poren der Betonplatte zu, es bildet sich ein feiner Schleiffilm und darauf wird der Stein dann auch wunderbar glatt.
Und es geht auch sehr schnell, zumindest mit den feinen Steinen. Die Sauerei spült der nächste Regen weg.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen daß ich mit etwas Wasser schleife. Und die Betonplatte sollte auch nicht unbedingt die gröbste/rauheste sein.
Dem Schleifstein angemessen halt.
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Barth
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« Antworten #25 am: 30. Juni 2010, 19:55:32 »

Im Prinzip sollte man sich doch für diese Zwecke ne passende Abrichtplatte betonieren können , einfach ne Holzkiste(-rahmen ) unten ne Glasplatte rein und dann beton drauf - gemischt aus feinen aber nicht zu feinem Quarzsand , Zement und dem erwähntem Siliciumcarbid-Pulver .

Vielleicht vielleicht je 1 Teil Sand und Sil.-Carbid und 2 Teile guten Zement , aber vielleicht ist hier ein Betonfachmann der zu dem Rezept was sagen kann.

Das ganze dann 20x30 cm , das müsste gehen.
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« Antworten #26 am: 09. Februar 2011, 20:43:32 »

Ich habe das mal gelesen hier oder wo anders,mit einer kleinen Granitplatte . Da wir im Haus ja genug Granitfliesen verlegt haben,hattev ich auch noch schöne rechteckige Stücke von 10 x 30 cm . Die Vorderseite ist blank poliert und die Rückseite schön rau und vor allem gerade ist alles . Gestern mal mit einem feinen Schleifstein angetestet auf der unlackierten Seite,sehr guter Abtrag. Es sollte also wunderbar damit gehen die Steine bei bedarf zu richten. Bei etwas besserem Wetter mache ich es denn draußen mal .
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Frank83
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Messerschwinger seit dem 5. Februar 2009.


« Antworten #27 am: 09. Februar 2011, 20:49:03 »

Hab ich mit meinen Choseras auch gemacht. Nach 400, 1000, 3000 und 5000 war die raue Seite des Granits so glatt, wie die polierte Seite. Also dauerhaft ohne Unterstützung von Sil.Karbidpulver oder Schleifpapier geht das nicht.
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« Antworten #28 am: 09. Februar 2011, 20:55:53 »

Kann man ja zum finish nehmen die Granit Fliese , vorher mit dem Pulver oder gutem Schleifleinen . Dann hält das wohl etwas länger und man muss das ja auch nicht wöchentlich machen. Dafür reicht das denn schon denke ich mal .
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Rokediet
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« Antworten #29 am: 03. April 2011, 11:22:37 »


Ich finde das man diesem Thema etwas mehr Beachtung schenken sollte.

Da ich dem Schärf-Wahn nun völlig verfallen bin, stellte ich mir auch die Frage was für mich die beste Methode zum Abrichten der Steine ist.

Bis letzten Monat habe ich meine Steine mit einem Spyderco abgerichtet. Dies war nicht wirklich effizient. Da ich mir nun eine 8" DMT Platte in 325Korn gegönnt habe, musste ich feststellen das der Spyderco nicht geeignet ist um wirklich plan abzurichten.

Seit kurzen benutze ich die DMT vor jeder Schärfung um den Stein erstens plan zu halten und zweitens zum Anreiben. Je nach Stein reichen 3-5 kreisende Bewegungen um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Da die DMT nicht gerade billig sind, empfiehlt sich diese Methode für Vielschärfer und Leute die nicht mit viel Geduld gesegnet sind.




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