gut-rasiert
24. April 2018, 06:53:51 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit E-Mailadresse, Passwort und Sitzungslänge
News: Anfragen an die Moderatoren bitte per PN an Moderatorenteam senden, nicht an einzelne Mitglieder des Teams. Danke.
 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren Impressum  
Seiten: [1] 2   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Erfolgreiche Schnellentstinkungsmethoden  (Gelesen 713 mal)
Onkel Hannes
Administrator

Offline Offline

Beiträge: 3.147



« am: 16. Dezember 2017, 13:29:26 »

Eine alte Palmolive RC habe ich bekommen. Dazu wollte ich stilgerecht einen Borstenpinsel verwenden. Nur: die hatte ich alle zugunsten meiner Synthetikpinsel ausgemustert.

Klar, der vorausplanende, umsichtige Naßrasierer hat immer eine Notration im Keller, in meinem Fall unter anderem ein niegelnagelneuer Omega Proraso. Nur, die Omegas sind dafür bekannt, ihr Herrchen in der ersten Zeit olfaktorisch durchaus nachdrücklich auf ihre Herkunft, nämlich einen Schweinestall, hinzuweisen. Andererseits, die wartende Palmolive duldet keinen Aufschub, und da auch ihr Duft zur Debatte steht, duldet sie auch keinen Stinker.

Was tun? Jeder hat irgendwie seine Methode, und jede ist mehr oder weniger umstritten, und vor allem mehr oder weniger wirksam. Es braucht ein Notfallprogramm, eine Schnellentstinkung.

Ich habe es einfach probiert, und hatte Glück:

  • Ein Bad kopfüber in heißem Wasser bis zur kurz unter dem Griff (damit der hohle Kunststoffgriff kein Wasser einsaugt), beigemischt ein Schuß Pril und ein Schuß Essigkonzentrat. Ca. 2 Stunden, ab und zu etwas im Glas gestampft.
  • Unmittelbar danach mit noch nassem Pinsel eine Schäumung im Tiegel mit (aktueller) Palmolive RC und heißem Wasser, dann mit Schaum weitere 2 Stunden stehen lassen. Ab und zu ebenfalls etwas stampfen bzw. wieder aufschäumen.

Voila: gleich die erste Rasur vollkommen ohne Schweinestallassoziationen!  Daumen hoch Sicher ist das nicht gerade die schonendste Behandlung, und für den teuren Dachs vielleicht nicht erste Wahl,aber sie hat gewirkt.

Daher: Ohne Gewähr, bitte mit Vorsicht anwenden. Ich hatte einmal einen Omega mit hohlem Plastikgriff ganz in heißes Wasser getaucht, der hatte dann Wasser eingesaugt, und der Chrom am Pinselknoten bildete wohl aufgrund der Reaktion mit der Säure mit der Zeit häßliche grüne Flecken. Aktuelle Omegas haben dort einen schwarzen Plastikkragen, so daß sich das Problem nicht mehr stellen dürfte. Am besten ist es aber, nur die Borsten zu benetzen, nicht aber den Griff. Holzgriffe mögen diese Behandlung sicher auch nicht.


Was habt Ihr sonst an erprobten, schnell wirksamen Methoden? Diskussionen zum Thema gibt es in anderen Strängen in diesem Bereich, z.B. hier.

Gespeichert

Drill Instructor
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 1.878



« Antworten #1 am: 16. Dezember 2017, 13:55:19 »

Ich hatte glaube ich schon mal exakt so einen Thread aufgemacht und wurde dafür mit „einfach benutzen, so einen Unsinn gab es damals auch nicht“ und „meine 500-Euro-Dachse haben sowas nicht nötig“ gesteinigt. Kann aber auch drüben gewesen sein.

Mein Vorgehen:
- Pinsel in normalen Spüliwasser durchwaschen
- in frischer RS Schaum aufschlagen - für mich ist das die einzige sinnvolle Verwendung grüner Proraso.
- den Pinsel über Nacht drin stehen lassen
- am nächsten Tag ausspülen
- Schweinepinsel werden wenn sie trocken sind so zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten, dass nur 1cm der Pinselspitzen rauskuckt. Die streiche ich mit der anderen Hand hart durch, dadurch spleißen die Spitzen und die Sau wird sofort streicheltest.
Gespeichert

Im Sommer 2015 habe ich kühlendes Aftershave verwendet. Alle fünf Tage.
WilliamSharpe
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 107


« Antworten #2 am: 16. Dezember 2017, 14:04:04 »

Bei mir hat bisher ein Aufschlagen mit normaler Handseife und anschließendem Einweichen in Rasierseife über Nacht immer ausgereicht. Bei billigeren Sauborsten halte ich anschließend einen Fön auf sehr heißer Stufe in etwa 3 cm Abstand zu den noch nassen Spitzen. Diese kriegen dann wirklich sehr schnell einen extremen 'Spliss'.
Gespeichert
Grosser
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 1.006



« Antworten #3 am: 16. Dezember 2017, 14:19:56 »

Ich mache es auch wie Drill Instructor, nehme nur eine andere Seife.  Daumen hoch
Gespeichert

Viele Grüße, Christoph
owlman
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 1.835


Eine Woche hat auch nur sieben Rasuren.


« Antworten #4 am: 16. Dezember 2017, 14:47:42 »

Ich mache es ebenfalls recht ähnlich wie hier beschrieben.

Im ersten Schritt gebe ich etwas Shampoo in einen Becher und fülle ihn mit Wasser auf; darin bewege ich den Pinsel etwas und lasse ihn ein Weilchen stehen, je nachdem vielleicht zehn Minuten oder so. Wenn ich dran denke, bewege ich ihn zwischendurch nochmal. Dann wasche ich den Pinsel aus. Im zweiten Schritt schäume ich nun fleißig wahlweise mit Arko oder Palmolive in meiner Schale herum, packe den Pinsel schön voll und lege(!) ihn an den Waschbeckenrand, wo er dann ein paar Stunden bleibt. Eventuell wiederhole ich den zweiten Schritt.

Über Nacht habe ich das noch nie gemacht. Ein Nachmittag hat bislang immer gereicht, egal ob Dachs, Sau oder Pferd.  Smiley
Gespeichert
maki72
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 131


Nein, ich bin kein Monarchist...


« Antworten #5 am: 16. Dezember 2017, 15:03:46 »

Bei mir wars ein ISANA-Dachs.
Unvorsichtigerweise habe ich ihn jungfräulich verwendet, nachdem er vorher ausgewaschen wurde - abartig!

Nach dem Tip eines Forenkollegen wurde er an 3 Tagen hintereinander abends mit Proraso rot Sandelholz eingeschäumt, und über Nacht stehen lassen und Morgens wieder ausgewaschen.
Erst nach der 3. Runde war er ohne Ranz-Duft verwendbar.
Gespeichert
Burlador
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 371



« Antworten #6 am: 16. Dezember 2017, 18:39:41 »

Trixie Tierhaarshampoo pH-neutral war durchaus hilfreich bei manchen neuen Dachsen.
Gespeichert

"Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt..." (Büchner, Woyzeck)
Mr.X
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 249



« Antworten #7 am: 16. Dezember 2017, 19:22:19 »

Nur, die Omegas sind dafür bekannt, ihr Herrchen in der ersten Zeit olfaktorisch durchaus nachdrücklich auf ihre Herkunft, nämlich einen Schweinestall, hinzuweisen.

Dann habe ich aber Glück gehabt. Ich habe vorige Woche einen Poraso und einen Omega 10108 bekommen, beide neu und ungebraucht. Die müffelten weder im trockenen noch im nassen Zustand. Es war eher ein angenehmer Parfümduft vorhanden. Sehr gute Pinsel, fangen schon an einzubrechen.
« Letzte Änderung: 16. Dezember 2017, 19:27:30 von Mr.X » Gespeichert

Gruß
Mr.X
Goldfinger
Neuling

Offline Offline

Beiträge: 27


« Antworten #8 am: 17. Dezember 2017, 20:25:02 »

Ich habe gestern eine neue Omega-Borste bekommen.
Nach 2x Probeschäumen, einem Essigbad und einer Nacht in Arko-Schaum war der Gestank heute Morgen immer noch so infernalisch, dass ich den Pinsel so, wie er war, nicht benutzen wollte. Also habe ich ein Bad aus heißem Wasser und ein wenig(!) Zitronensäure zubereitet und den Pinsel für ca. eine Stunde so rein gestellt, dass der Griff trocken blieb.

Ergebnis: der Gestank ist noch nicht komplett -, aber fast verschwunden, und die Borsten sind etwas erblondet. Langzeiterfahrungen fehlen natürlich noch.

Das ist keine Empfehlung, nur eine weitere Entstinkungsmethode. Mit Dachspinseln oder Pinseln mit Holzgriff würde ich sowas niemals machen, aber bei einem 10 Euro-Pinsel ist das Risiko überschaubar.
Gespeichert
maki72
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 131


Nein, ich bin kein Monarchist...


« Antworten #9 am: 18. Dezember 2017, 01:19:13 »

Für Technikfans wäre Ozon bestimmt auch praktikabel vll. ... Grinsend

Grüßle
Gespeichert
Standlinie
FAQ-Team

Offline Offline

Beiträge: 2.083


Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« Antworten #10 am: 18. Dezember 2017, 14:53:48 »

Achtung, nur bedingt nachmachen!

Ich habe einmal eine alte gebrauchte und vor allem stinkende Sauborste kurz ein Bad in verdünnter Chlorlauge gegönnt (2- 3stündig). Was hatte ich schon zu verlieren? Danach habe ich den sehr sauber aussehenden Pinsel erst einmal gründlichst mit warmem Wasser aus- und abgewaschen. Und das Resultat? Sauberer Pinsel, weichere und sehr helle Borsten, die irgendwie nach Schwimmbad geduftet haben. Der Pinsel lies sich einwandfrei wieder verwenden, verlor dann aber mit den Jahren so nach und nach seine Borsten. Das Chlor hatte den Knoten wohl doch zu sehr gestresst. Das würde ich jederzeit für einen geeigneten Probanden wiederholen, wobei ich dann nur noch etwa Zweidrittel des Borstenschopfes der chlorhaltigen Reinigungsflüssigkeit aussetzen würde. Erfahrung macht eben klüger ....   angel

Mit einem Dachshaarpinsel hätte ich das nicht gemacht, der hätte nur in Borax gebadet.
Gespeichert

Die Nachhaltigkeit einer gründlichen Nassrasur zeigt sich am nächsten Morgen an nur gering und gleichmäßig neugebildeten Bartstoppeln.
Onkel Hannes
Administrator

Offline Offline

Beiträge: 3.147



« Antworten #11 am: 18. Dezember 2017, 16:36:51 »

Nach dem Tip eines Forenkollegen wurde er an 3 Tagen hintereinander abends mit Proraso rot Sandelholz eingeschäumt, und über Nacht stehen lassen und Morgens wieder ausgewaschen.
Erst nach der 3. Runde war er ohne Ranz-Duft verwendbar.

Nach 2x Probeschäumen, einem Essigbad und einer Nacht in Arko-Schaum war der Gestank heute Morgen immer noch so infernalisch, [...] der Gestank ist noch nicht komplett -, aber fast verschwunden

Also ohne Euch jeweils zu nahe treten zu wollen, aber schnell wirksam und erprobt ist für mich was anderes...

Was habt Ihr sonst an erprobten, schnell wirksamen Methoden?

Gespeichert

Mr.X
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 249



« Antworten #12 am: 18. Dezember 2017, 19:26:08 »

Ich denke diese Methode gibt es nicht, wenn man so einen Stinker erwischt. Bei meinen Semogue und HJM Pinseln reichten ca. 3 Wochen Einseifen und Trocknen.
Keine Chance bei den türkischen Pinseln. Ich habe alle mir bekannten Methoden verwendet. Den Jaguar 1071 habe ich vor ungefähr einem Jahr meinem türkischen Friseur geschenkt. Der nutzt ihn täglich, trotzdem stinkt der erbärmlich.
Gespeichert

Gruß
Mr.X
Goldfinger
Neuling

Offline Offline

Beiträge: 27


« Antworten #13 am: 18. Dezember 2017, 21:24:40 »

Also ohne Euch jeweils zu nahe treten zu wollen, aber schnell wirksam und erprobt ist für mich was anderes...

Was habt Ihr sonst an erprobten, schnell wirksamen Methoden?

Da hast du was falsch verstanden.
Schnell wirksam und ziemlich erfolgreich war nur die Sache mit der Zitronensäure.
Alles andere war nur erfolgloses Rumgeeiere.
Gespeichert
Drill Instructor
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 1.878



« Antworten #14 am: 18. Dezember 2017, 22:08:42 »

Der abends in Empfang genommene Pferdepinsel war am nächsten Morgen absolut müffelfrei im Einsatz. Schneller und erfolgreicher brauche ich nicht.
Gespeichert

Im Sommer 2015 habe ich kühlendes Aftershave verwendet. Alle fünf Tage.
Seiten: [1] 2   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.21 | SMF 2006, Simple Machines Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS