gut-rasiert
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Autor Thema: Begriffe zur Beschreibung von Hobeln und deren Eigenschaften  (Gelesen 849 mal)
alvaro
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« Antworten #15 am: 10. November 2017, 21:51:59 »

 Daumen hoch
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Sahra
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« Antworten #16 am: 10. November 2017, 23:32:17 »

Sehe ich genauso. Mit der Physik der Hobel ist es so eine Sache, aber es gibt einfach Hobel (und Klingen!) mit denen es einfacher ist, sich zu verletzen. Der berüchtigte Mühle R 41 wird oft als "aggressiv" bezeichnet, weil insbesondere Anfänger Gefahr laufen, sich mit ihm einen Schnitt zuzufügen. Oder auch zwei. Dennoch hat der Hobel viele Fans, wohl weil er mit dem ersten Durchgang tatsächlich viel abtragen kann (wobei er nicht der einzige Hobel ist, der das kann) — außerdem empfinden manche R 41-Fans das Gefühl der weit rausragenden, kaum gebogenen Klinge. Manche behaupten gar, er würde singen. (Wie eine singende Säge?!)
Aber ein Hobel kann auch die Haut reizen, ohne bis aufs Blut zu schneiden. Viele haben einen Hobel, mit dem sie auf Kriegsfuß stehen. Bei mir ist es weniger ein Hobel, sondern eine Klinge. Zorrik, eine Klinge, die eigentlich den Ruf hat, sehr gut zu sein. Nun, in einem Baili-Hobel (der überwiegend als "sanft" eingestuft wird) verunzierte er meine Beine mit lauter roten Linien, die erst eine halbe Stunde nach der Rasur auftauchten. Nie wieder!


Aggressiv und Effektiv wird oft verwechselt.
Wie ich das sehe: Effektiv: wie gut, einfach, andauernd sneidet es die Haare weg, wobei der Rasierwinkel nicht so eng ist. Aggressiv: wie einfach ist es mich zo verletzen, entweder durch schneiden oder durch irritation.
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ElDirko
Neuling

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« Antworten #17 am: 12. November 2017, 14:14:11 »

Seht ihr, jetzt seit ihr an dem Punkt den ich als Hilfreich empfinde. Ihr diskutiert eure Ansichten der Begriffe und zwar losgelöst von einer konkreten Diskussion zu Hobeln.

Vielen Dank an efsk für die Erläuterung seiner Ansicht zu Aggressiv und Effektiv, das finde ich sehr einleuchtend und ich würde dem Folgen.

Würdet ihr sagen das die "Aggressivität"  auch unabhängig davon ist wie direkt die Klinge zu spüren ist?
Bisher war ich der Ansicht ich sei jemand der auf "Agressive" Hobel steht und hätte damit gemeint das ich Hobel mit eher großem Klingenspalt und gut spürbarer Klinge mag. Inzwischen würde ich solche Hobel eher als "Direkt" beschreiben.

Als Aggressiv Hobel empfinde ich inzwischen eher diejenigen, bei denen ich Probleme habe den korrekten Winkel einzuhalten und die auf falschen Winkel mit Bissigkeit und Hautreizung reagieren.  Insgesamt habe ich zunehmend den Eindruck das Winkelfindung und etwas weniger wichtig aber an zweiter Stelle Winkeltoleranz eines Hobels zu den wichtigsten Eigenschaften gehören. (Für mich / Ganz subjektive Aussage)

Gruß
Dirk



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Sahra
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« Antworten #18 am: 12. November 2017, 15:47:44 »

Komplett unabhängig sicherlich nicht. Ab einer gewissen Klingenspaltöffnung steigt das Verletzungsrisiko, und das gilt auch für eine weit herausragende Klinge.
Allgemein besteht hier im Forum allerdings Konsens, dass ein Hobel nicht aggressiv sein MUSS, um gründlich zu rasieren. Gründlich im Sinne von: Nimmt pro Durchgang viele Haare weg. Allerdings sind viele Hobler überzeugt, dass Zahnkammhobel der selben Serie von selben Hersteller gründlicher rasieren als ihre Pendants mit geschlossenem Kamm. Merkur 25 C versus Merkur 23 C. Auch schwören viele Hobler, die nicht täglich rasieren, auf Zahnkämme. Dennoch sind die Merkur Zahnkammhobel nicht aggressiv, es geht lediglich darum, wie der Hobel sich durch das Gestrüpp bahnt.
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Hellas
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« Antworten #19 am: 12. November 2017, 16:18:13 »

Bin diesbezüglich bei dir: Direktheit (im Sinne von wie deutlich spürt man die Klinge während der Rasur) hat für mich nicht zwingend etwas damit zu tun, ob der Hobel auch aggressiv (zur Begrifflichkeit später) ist.

Nähern wir uns mal an: Für den umgekehrten Fall, dass man die Klinge während der Rasur kaum spürt, habe ich es noch nicht erlebt, dass der Gesamteindruck eines Hobels irgendwie aggressiv sein könnte. In der Regel sind solche Hobel nicht nur "sanft" (im Sinne von man spürt die Klinge kaum während der Rasur), sondern auch vom Gesamtergebnis "mild" (im Sinne von keinerlei Blutpunkte, Schnitte, Reizungen oder auch nur Irritationen nach der Rasur). Die Kehrseite der Medaile ist, dass solche milden Hobel dann oft auch als vom Rasurergebnis als ungründlich empfunden werden (Oder man fängt als Anfänger auch bei solchen Hobeln an wie wild zu drücken, in der Hoffnung doch noch ein gründliches Ergebnis zu bekommen und schafft es auch damit, sich einen Rasurbrand einzufangen)...   

Da, zumindest nach meiner Erfahrung, Hobel, bei denen man die Klinge kaum spürt (also "sanfte" Hobel) immer ein mildes Gesamtergebnis hinterlassen, setzt ein "aggressives" Gesamtergebnis somit schon eine gewisse "Direktheit" voraus. Dies bedeutet jedoch nicht, dass jeder direkte Hobel auch zwingend zu einem "aggressiven" Gesamtergebnis (im Sinne von: zwar supergründlich, aber um den Preis von Blutpunkten, Schnitten, Irritationen der Haupt nach der Rasur oder gar Rasurbrand) führen muss, zumal dies auch mit der Erfahrung, Hautbeschaffenheit und Vorlieben eines jeden Nutzers zusammenhängt.

Da ich nicht mehr so viel aggressive Hobel besitze, mal wenige Beispiele: Den R41 (aktuelle Version) empfinde ich nicht nur als direkt, sondern auch als aggressiv: Während der Rasur spüre ich immer die Klinge sehr deutlich auf der Haut ("Direktheit"), wobei ich das als "Teilzeit-Messerrasierer" mag. "Aggressiv" im Sinne von "immer supergründliches Ergebnis" ist er auch, aber darauf würde ich den Begriff der "Aggressivität" nicht reduzieren. Pass ich mit der R41 nicht auf, hab ich mir während der Rasur schnell mal irgendwelche "Microcuts" eingefangen oder meine Haut ist nach der Rasur noch Stunden gereizt und irritiert, schlimmstenfalls so, dass im am nächsten Tag eine Rasurpause einlegen müsste. Ähnlich geht es mit mit dem Wuttig Zahnkamm, wobei ich den als nicht ganz so direkt empfinde (also weniger spüren der Klinge während der Rasur). Gleiches gilt dann bei mir beim Merkur Futur auf Stufe 5 oder 6 oder beim Progress Stufe 4,5 und höher..

Es gibt somit eine gewisse Korrelation: In meinen Augen kann ein Hobel, der kein oder sehr wenig Klingengefühl während der Rasur vermittelt, niemals (Fehlgebrauch ausgenommen) zu einem aggressiven Gesamtergebnis führen. Indes ist ein Aggressiver hobel immer auch direkt (man spürt die Klinge während der Rasur deutlich). Aber, ein direkter Hobel ist nicht immer aggressiv. Bestes aktuelles Beispiel bei mir, ist der Rex Adjustable: Hier spüre ich die Klinge auch bei kleinsten Stufen immer. Allerdings hab ich es auch bei Stufe 3 oder 4 (dort nimmt die Direktheit noch mal deutlich zu) nicht geschafft, mit mit dem Hobel zu verletzen, eine gereizte Haut einzufangen oder irgendwelche Irritationen, bei immer sehr gründlichem Ergebnis (das würde ich dann unter "Effektivität" verstehen)...

Nur mal mein 2 Cent zu der Begriffsfindung "Direktheit" vs. "Aggressivität" von Hobeln...  Zwinkernd     
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DeSchulz
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« Antworten #20 am: 12. November 2017, 18:29:53 »


durch das Gestrüpp bahnt.

Welch eine Wortwahl  Grinsend Grinsend Grinsend
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Gruß aus der Pfalz
Herne
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« Antworten #21 am: 12. November 2017, 21:32:16 »

Allerdings sind viele Hobler überzeugt, dass Zahnkammhobel der selben Serie von selben Hersteller gründlicher rasieren als ihre Pendants mit geschlossenem Kamm. Merkur 25 C versus Merkur 23 C. Auch schwören viele Hobler, die nicht täglich rasieren, auf Zahnkämme. Dennoch sind die Merkur Zahnkammhobel nicht aggressiv, es geht lediglich darum, wie der Hobel sich durch das Gestrüpp bahnt.
Auch wenn es nur am Rande des jetzt hier vorherrschenden Aggressions-Themas ist, möchte ich hier nochmal kurz einhaken:

Ich weiß, daß dies bei vielen Ratgebern (bei Herstellern, Händlern oder sonst wo) oft als allgemeine Faustregel ausgegeben wird. Mich würde aber mal interessieren, wo diese ganzen Mehrtagebart-Zahnkamm-Fans stecken.
Ich selbst rasiere fast ausschließlich Mehrtagebart, kann diese These aus der Praxis aber so nicht bestätigen (und ich weiß, daß das andere Mehrtagebärtler hier ähnlich sehen wie ich).

Und bei den Merkuren schon gar nicht. Die Merkur Zahnkämme sind sehr indirekt und aufgrund des so wie gar nicht vorhandenen Klingenspalts weitaus weniger zupackend und effektiv beim Mehrtagebart als die geschlossenen Standard-Merkur. Und gründlicher sind sie ebenso wenig.

Auch bei anderen Zahnkämmen konnte ich hierbei keine von Natur aus bessere Effizienz feststellen. Selbst mit dem R41, der dafür oft als prädestiniert angesehen wird, empfinde z.Bsp. die Rasur eines 5-Tage-Barts durch seine eher schabende Vorgehensweise als beschwerlicher als z.Bsp. mit meinen Torsionshobeln oder dem Progress.

Den einzigen Vorteil von Zahnkämmen sehe ich bei der Verstopfungs-Problematik. Kommt aber auf den jeweiligen Hobel an.
Die tiefe 'Dachrinne' des Progress setzt sich zum Beispiel schneller mit 'Gestrüpp' zu als manche andere geschlossene.

P.S. Ich finde die Wortwahl 'Gestrüpp' übrigens sehr trefflich (auch wenn Sahra bei sich vielleicht ein anderes meint als ich mit meinem aktuell 6-Tage-Bart). Zwinkernd
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Sahra
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« Antworten #22 am: 12. November 2017, 21:47:25 »

Ich habe nie Probleme gehabt, längeres Gestrüpp  angel mit einem geschlossenen Kamm wegzuhobeln. Einen komplett naturbelassenen Busch würde ich aber zuerst mit einem Langhaarschneider vortrimmen.
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DeSchulz
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« Antworten #23 am: 14. November 2017, 17:30:43 »

Wir reden hier ja bestimmt nicht von Bartpflege  angel Zunge
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Sahra
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« Antworten #24 am: 14. November 2017, 17:49:27 »

In meinem Fall nicht.   Zwinkernd
Aber wenn der Vollbart eines Mannes ab soll, kann Vortrimmen wohl auch nicht schaden. Nun, als es noch keine Haarschneidemaschinen oder Elektrorasierer mit Langhaarschneider gab, müssen Männer es auch anders geschafft haben, ihren Vollbart loszuwerden. Aber wahrscheinlich ist da das Messer am praktischsten.
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DeSchulz
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« Antworten #25 am: 14. November 2017, 18:29:06 »

Wenn ich in den Vollbart mit meinem Zahnkammhobel gehe, klappt das auch ganz gut.
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Sahra
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« Antworten #26 am: 14. November 2017, 20:43:37 »

Womit wir wieder bei der alten Frage wären: Sind Zahnkammhobel besser für längere Haare?
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DeSchulz
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« Antworten #27 am: 14. November 2017, 21:29:18 »

Ich persönlich finde sie angenehmer bei längeren Haaren.
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Gruß aus der Pfalz
perteges
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« Antworten #28 am: 15. November 2017, 08:51:06 »

Womit wir wieder bei der alten Frage wären: Sind Zahnkammhobel besser für längere Haare?

Eindeutig: JA!  (für mich jedenfalls  Grinsend )

3 TageBart ist Messer oder Zahnkamm Sache. Im Progress bleiben die längeren Stoppeln viel mehr hängen, der geht schneller "zu" und braucht mehr Zeit zum ausspülen.
Da ist der Zahnkamm nicht so empfindlich. Aber am liebsten eben Messer....
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Ocrana
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« Antworten #29 am: 15. November 2017, 09:25:22 »

Sehe ich auch so. Ab Drei-Tage-Bart fange ich gar nicht erst mit einer geschlossenen Schaumkante an. Oder eine Shavette. Ich liebe den Anblick der glatten Furche, den eine Shavette beim ersten Zug auf der Wange hinterlässt Grinsend. Und im abgeschabten Schaumberg die langen Stoppeln zu sehen.
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