gut-rasiert
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Autor Thema: Sind Vintage-Hobel plötzlich out?  (Gelesen 2105 mal)
Herne
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« Antworten #15 am: 13. November 2016, 22:17:07 »

Auffällig ist schon, dass es in letzter Zeit mehr neue Produkte in diese Marktnische geschafft haben ...
Jetzt, wo Du es sagst - stimmt!

Als ich vor gut 3 Jahren plötzlich einen besonderen Hang zum Torsionshobel entwickelt habe, gab es außer dem 37c im unteren bis mittleren Preissegment an Neuware schlichtweg nix, nada, niente ... . Auch deshalb bin ich eine Zeit lang unter die Vintage-Jäger gegangen (Sammler war und bin ich nie gewesen). Nicht zuletzt in diesem Segment hat sich in letzter Zeit doch einiges getan.

Ebenso scheint sich das Hobby bei vielen von Unmengen von Hobeln auf Berge von Seifen verlagert zu haben.
Diese Beobachtung teile ich absolut. Das was früher an alten Hobeln angekarrt wurde, wird jetzt an Software über den großen Teich geschippert. Grinsend
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efsk
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« Antworten #16 am: 13. November 2016, 23:16:13 »

Ich glaube der Interesse bleibt bei Interessante Hobel. Es ist nur, die letzte Zeit sind 2 Sachen passiert: Vintage ist teurer geworden (wird wieder was billiger), und es kommen viele neue interessante Hobel. Blackbird, Timeless, viele anderen die alle, wenn ich so rumlese, sehr gut rasieren. Soll mann dan suchen und hoffen mann findet was in der Bucht was preiswert ist, und in guten Zustand?
Vor ein Paar Monate, wollte ein Hobeler mal ein andere Torsioner ausprobieren als ein Merkur dan war es ATT oder eBay und hoffen da gibt es was. Jetzt gibt es billigTorsioner von iKon, Maggard, PAA ... Das bringt doch was Ekstras in der Hobby. Und wer weiss, mit verschiedene moderne Kopieen von/Variationen auf alte Modelle, vieleicht bringen die neue Modelle auch wieder ein neues Interesse in Vintage.
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Verzeih mir mein Deutsch. Ich bin ein Holländer.
Stubenfliege
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ich bin ich, Andere gibts genug


« Antworten #17 am: 14. November 2016, 09:02:21 »

Ich glaube der Interesse bleibt bei Interessante Hobel. Es ist nur, die letzte Zeit sind 2 Sachen passiert: Vintage ist teurer geworden (wird wieder was billiger), und es kommen viele neue interessante Hobel. Blackbird, Timeless, viele anderen die alle, wenn ich so rumlese, sehr gut rasieren. Soll mann dan suchen und hoffen mann findet was in der Bucht was preiswert ist, und in guten Zustand?
Vor ein Paar Monate, wollte ein Hobeler mal ein andere Torsioner ausprobieren als ein Merkur dan war es ATT oder eBay und hoffen da gibt es was. Jetzt gibt es billigTorsioner von iKon, Maggard, PAA ... Das bringt doch was Ekstras in der Hobby. Und wer weiss, mit verschiedene moderne Kopieen von/Variationen auf alte Modelle, vieleicht bringen die neue Modelle auch wieder ein neues Interesse in Vintage.


Torsioner jucken mich auch, und erste (schnelle) Suche wirft nur die Merkurvarianten aus. Vom Design her sagen mir die allerdings überhaupt nicht zu. Letztendlich schaffte es dann, dank des Forums, der Maggard-Slant auf meine Wunschliste.

Aber warum will ich keinen Vintage-Hobel? Nun, mir gefallen einfach modernes Aussehen und beim Angeln in der Bucht ist mir das Risiko zu hoch mir die geschundensten Teile zu holen. Flohmarkt wäre eine Alternative um günstig einen zu ergattern (hätte zB nichts gegen einen alten Bakelithobel, bevorzugt Torsion/Schrägschnitt)). Da würde ich auch nicht Nein sagen, aber meine letzten Flohmarktbesuche gaben überhaupt nichts her.

Neue Hobel bewegen sich auch in einer Preisklasse die ich bereit bin zu zahlen und bekomme dafür Neuware die man auch mal kaufen kann ohne in der Hand gehabt zu haben. Ausserdem will ich mich mit Geräten rasieren die mir gefallen und kein historisches Kleinmuseum aus meinem Bad machen  Zwinkernd

Ich kenne aber genug Leute die es genießen dass Gebrauchsgegenstände eine lange Lebensgeschichte erzählen können, die haben meist auch das Können zum Restaurieren und edie nötige Hingabe dazu. Kann ich respektieren und auch verstehen. Gut, dass die Geschmäcker nicht gleich sind.


PS: seltsamerweise ist es bei den Messern umgekehrt: da gefallen mir meist die am besten, denen man das Alter schon ansieht  Cool
dummerweise rasiere ich mich nur mit auswechselbaren Klingen  Grinsend
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Gruß,
Stefan
-
wer meint, dass ein Hobel nichts für ihn sei, der hat sich geschnitten
Drahtbart
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« Antworten #18 am: 14. November 2016, 10:31:08 »

Trotz der ganzen tollen Möglichkeiten ist auch ein Rasierhobel für mich ein täglicher Gebrauchsgegenstand, und da ich den für mich perfekten gefunden habe (Progress), besteht für mich einfach kein Anlass, nach Alternativen zu schauen.

Auch das für meine Haut perfekte ASB habe ich gefunden, daher bin ich immer froh, wenn Dimitri eine Faena-Sammelbestellung macht. :-)
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Grüße,
Tim

Hobel-Einsteiger seit 1.1.2015.
Reinhold M.
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« Antworten #19 am: 14. November 2016, 11:07:32 »

Da ich ja erst seit 2 Jahren Hobel, nenne ich mich mal Neueinsteiger.

Der Grund wieso ich keine vintage Hobel besitze und auch keine in Zukunft anschaffen werde, liegt schlicht und einfach daran, dass ich die Teile total hässlich finde.

Mich würde zwar erlichgesagt  schon interessieren wie zB. Ein Rotbart Mond 15 so rasiert, aber danach gucken tu ich trotzdem nicht.
Der müsste mir schon durch Zufall in die Hände fallen.
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Observer
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« Antworten #20 am: 14. November 2016, 11:26:53 »

An sich mag ich Vintage Hobel. Optisch und rasurtechnisch finde ich sie eigentlich spannender als die meisten neueren Hobel. Im Laufe der letzten beiden Jahre haben sich da auch mittlerweile einige angesammelt. Einige in ganz gutem Zustand, und viele andere, die zum davonlaufen aussehen... Leider ist auf den Flohmärkten der vertretbaren Umgebung so gut wie nie etwas zu finden. Bei eBay wiederum sind die Preise inzwischen alles andere als günstig. Wenn ich lese, daß noch vor ein paar Jahren die 15er Rotbärte NOS für 5€ verramscht wurden könnt ich heulen. Heute gehen die in der Bucht, in sehr mäßigem Erhaltungszustand, normalerweise nicht unter 30€ weg. Und an der Stelle bin ich dann raus.

Ich habe bereits genug (optischen) Schrott gekauft und bin fast geheilt. Da wären zwar noch ein paar Vintage Hobel, die ich gern mein eigen nennen würde, aber wenn dann nicht zu den Preisen, zu denen die mittlerweile gehen.
Also kaufe ich mittlerweile neue Hobel? Jein. Die ganzen hochpreisigen Edelstahlhobel aus den USA interessieren mich nicht. Ist vielleicht auch eine gewisse Trotzhaltung, da ich dieses in den Himmel loben, insbesondere auf Youtube, nicht ausstehen kann. Gleiches gilt eigentlich für die gesamte Artisan-Szene in den USA, seien es jetzt Hobel, Pinsel oder Seifen.
Was mich eher interessiert sind so Dinge wie der neue Parker Adjustable, oder der Mühle Rocca. Solche Hobel werden es letztlich sein, auf die ich mich eher konzentrieren werde. Auch wenn ich weiterhin ein Auge auf eBay haben und auf die seltenen Schnäppchen hoffen...  Zwinkernd
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kaidecologne
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« Antworten #21 am: 14. November 2016, 11:31:09 »

Mir fehlt ein wenig der Jagdtrieb, um mich auf die Lauer zu legen.
Dabei ziehe ich gebrauchte Gegenstände den fabrikneuen tatsächlich oft vor.
Jedenfalls bei Dingen, die mich emotional ein wenig berühren.
Und prinzipiell eigentlich auch - wozu neu produzieren, wenn es den Gegenstand bereits gibt?
Biete ich dennoch mal bei ebay mit, dann werde ich überboten.
Gibt es fair bepreiste Angebote hier im Mitgliederhandel, dann bin ich zu langsam.

Eigentlich bin aber wohl einfach auch zufrieden mit dem, was ich schon habe.
Überlege immer mal, mir so etwas wie einen "Exit"-Hobel zu kaufen, aber da komme ich auch nicht weiter.
Gibt wohl einfach wichtigere Dinge zur Zeit.
Nichtsdestotrotz - pro Vintage  Daumen hoch
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Grüße. Kai.
rheinhesse
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« Antworten #22 am: 14. November 2016, 11:38:33 »

Was DE-Hobel betrifft, so reizen mich die alten Modelle nicht wirklich. Ich habe ich mit dem Merkur 34C bereits meinen Alltags-Hobel gefunden und habe noch nicht festgestellt dass andere besser und angenehmer zu Werke gehen.  Meine Sammelleidenschaft hält sich hier in Grenzen. Trotzdem bekommen meine Vintage-Gillettes demächst einen Ehrenplatz.

Anders ist es bei Single-Edge. Injector-Hobel sind alle Vintage, ebenso die GEM-Hobel. Hier reizt mich das andere Rasurgefühl und die dicken Klingen. Davon kann ich gerne mehr im Haus haben, damit ich die verschiedenen Generationen vergleichen kann.
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Murat
Neuling

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« Antworten #23 am: 14. November 2016, 13:23:19 »

Auch auf die Gefahr hin, dass hier gleich Steine fliegen  Grinsend

Ich habe nur einen Hobel, einen Fatip Piccolo. Und der ist super. Ich experimentiere lieber mit Klingen und Seifen.

Vintage erscheinen mir zu teuer bei den gesuchten Modellen.

Bei Neuanschaffung würde ich daher auch der Bequemlichkeit halber auf ein neues Modell vom Händler stürzen.

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geoshave
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Habe Mut, dich deines Verstandes zu bedienen


« Antworten #24 am: 14. November 2016, 15:30:15 »


Dieser bisherigen Diskussion zu Folge sind Vintage-Hobel nicht out, nur vielleicht bei unseren jüngeren Mitgliedern nicht mehr so en vogue, wie bisher. Es wird immer Liebhaber solcher Geräte geben.

Ich selbst - als alter Hase - finde es einfach faszinierend, mich mit einem hundertzehn Jahre alten Gillette absolut perfekt rasieren zu können.
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Eine Gelegenheit, den Mund zu halten, sollte man niemals ungenutzt vorübergehen lassen. In diesem Zusammenhang: Ist verbale Inkontinenz heilbar?
ede.duembel
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« Antworten #25 am: 14. November 2016, 18:05:23 »


Dieser bisherigen Diskussion zu Folge sind Vintage-Hobel nicht out, nur vielleicht bei unseren jüngeren Mitgliedern nicht mehr so en vogue, wie bisher. Es wird immer Liebhaber solcher Geräte geben.

Ich selbst - als alter Hase - finde es einfach faszinierend, mich mit einem hundertzehn Jahre alten Gillette absolut perfekt rasieren zu können.


Exact so ist es. Wobei ich auch - wie wohl die überwiegende Mehrheit - mit neuen Modellen eingestiegen bin (R89 und R41). Das hat einfach etwas mit Verfügbarkeit zu tun und der Tatsache, dass sich ein Neuling einfach in der Palette der aktuellen Hobel viel schneller einen heraussuchen kann mit dem er eine gute Chance auf Erfolg hat als in der Vielzahl der historischen Hobel. Wo ja noch dazu käme, dass selbst beim Finden eines passenden Modells ja noch das passende Angebot gefunden werden muss. Ausserdem will der Neuling - sobald er mal die Entscheidung getroffen hat zu hobeln wahrscheinlich möglichst bald loslegen und nicht erst in x Tagen oder Wochen.

Dann später kann sicher die Probiererei beginnen und hier kommt tatsächlich ein wenig Konkurrenz aus dem Neumarkt einfach weil mit jedem neuen Hobel mehr Möglichkeiten zum Spielen angeboten werden. Seien dies nun Edelstahlhobel oder welche aus dem 3D Printer. Spielen und Ausprobieren kann man damit auch sehr gut. Und solange ich mit einer Neuanschaffung (egal ob neu - neu oder neu - vintage) beschäftigt bin muss ich ja nicht gleich noch weiterkaufen. Wobei ich auch sagen muss ich finde meinen Gillette new type schon erstaunlich gut. Gerade weil er auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und noch dazu in Gold schon etwas besonderes hat.

meine 2 Cent.
Gruss ede
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Bengall Reynolds
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« Antworten #26 am: 14. November 2016, 21:50:58 »

Bei mir nicht.
Ich habe zwar vor ein paar Tagen diesen Isana-China-Hobel gekauft, würde aber definitiv einen alten, wertig gemachten Hobel immer wieder vorziehen.
Die teilweise recht hohen Preise für neue Hobel (die für mich interessant wären) bin ich dann meist doch nicht bereit auszugeben.
Ich habe allerdings auch den Eindruck, dass die Vintage-Hobel immer teurer werden.
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Hellas
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« Antworten #27 am: 14. November 2016, 23:10:44 »

Ich habe allerdings auch den Eindruck, dass die Vintage-Hobel immer teurer werden.

Yep, bei der aktuellen Zinlage und den den laufenden Gelddruckmaschienen der EZB geht der Trend halt klar zu "Sachwerten". Also warum nicht in Vintage Hobeln (oder Rasiermesser) "investieren" - im Gegensatz zu so einigen anderen Investitionen muss man ja bei "Kurseinbrüchen" da nicht gleich wieder verkaufen, sondern kann sie sogar zum Rasieren behalten Grinsend
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Löwenküsser
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Wo gehobelt wird, fallen Haare.


« Antworten #28 am: 14. November 2016, 23:27:04 »

Hallo,

ich glaube fast, der Hype macht den Markt der neu aufgelegtten Hobel aus! Soll heißen: nicht jeder ist bereit, sich etwas gebraucht zu kaufen, und wenn es in Sachen "Körperhygiene" geht dann schon gar nicht?
Die Sammler so wie du und ich...oder wie du, die tummeln sich bei EBay oder rennen gefrustet auf Flohmärkte herum. Alte Hobel sind meiner Meinung nicht Out, sie sind nur für eine gewisse Käuferschicht ausgelegt, die sich ihn leisten möchten?!?!
Sammler sind halt immer vom Angebot abhängig, und damit einher geht die Nachfrage......ein Teufelskreis sozusagen!

Gruß,
Stefab
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Wer meine Rechtschreibung schon schrecklich findet, der sollte mich erstmal reden hören!


Gruß, Stefan
alvaro
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« Antworten #29 am: 14. November 2016, 23:48:04 »

Ich möchte hier einmal die Frage stellen welche HISTORISCHEN Hobel wirklich SO toll sind, dass man sie unbedingt haben MUSS.
(Ich meine nur die Rasur Eigenschaften)

Ich für meinen Teil habe nur den MULCUTO Torsionshobel der mich WIRKLICH beeindruckt.
Ich bin zwar nicht Sammler alter Hobel, kaufe aber trotzdem auf Flohmärkten oder in der Bucht auch einmal einen alten Hobel.
Wenn ich aber erst Monate lang suchen soll habe ich keine Lust.
Bei alten Hobeln ist halt immer das Problem der Verfügbarkeit bzw. des Preises.

Aber wie gesagt: Welcher alte, und relativ gut verfügbare, historische Hobel ist SO toll, dass es nicht ein Mühle R89, Merkur C34 oder Feather DS 1 oder DS2 (CC Hobel) im Bezug auf Sanftheit; ein R41 (OC)im Bezug auf Aggressivität, ein Progress als verstellbarer Hobel heute als neuer Hobel (für die meisten Nassrasierer) nicht zu 100% erfüllen kann?

Der Faktor Hygiene ist natürlich auch nicht zu vernachlässigen.

Der Reiz alter Hobel liegt für mich in erster Linie im alten und damit seltenem.

Das ist aber nur meine persönliche Meinung und ich kann die Begeisterung für alte Hobel und Messer absolut verstehen.
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