gut-rasiert
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Autor Thema: Sind Vintage-Hobel plötzlich out?  (Gelesen 3620 mal)
Herne
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« am: 13. November 2016, 16:19:16 »

Ich habe schon seit längerem den Eindruck, daß es um Hobel aus dem Vintage-Bereich hier sehr ruhig geworden ist und daß vor allem bei den neueren Mitgliedern kaum mehr Interesse zu bestehen scheint. Unentschlossen
Zumindest wenn man sich die einschlägigen 'Heute habe ich was ...' Threads ankuckt, taucht eigentlich fast nur noch Neuware auf (von ein paar SEs vielleicht abgesehen). Ein paar besonders eifrige 'Jäger des verlorenen Schatzes' natürlich ausgenommen. Grinsend

Mich würde interessieren, woran das liegt?

Ein verändertes Kaufverhalten der neuen Hobler-Generation? Bequemes One-Klick-Buy zwingend erforderlich ...?
Mangelndes Interesse? Mangelnde Geduld? Muß alles fabrikneu glänzen?

Mir ist natürlich klar, daß man sich beim Einstieg erstmal auf gängige, leicht zu beschaffende Hobel konzentriert. Aber nach der ersten Schnupperphase sind früher doch mehr Leute auf die Jagd nach alten Teilen gegangen, so zumindest mein Eindruck (bei mir z.Bsp. war Hobel Nr. 4 der erste historische).

Außerdem ist mir auch klar, daß der Markt bei weitem nicht mehr so viel hergibt wie früher. Aber das allein kann es doch nicht sein, oder? Für bestimmte Seifen aus Übersee usw. wird ja teilweise auch ein gewisser Aufwand betrieben und ich habe auch in letzter Zeit immer wieder gute alte Hobel wie Gillette New, Rotbart 15, ... relativ günstig bei ebay weggehen sehen.

Was meint ihr zu dem Thema? Wie seht ihr das?

Ich bitte meine obigen Mutmaßungen als wertfrei und nicht als Kritik zu verstehen - bin nur neugierig. Zwinkernd
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Holzmann
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« Antworten #1 am: 13. November 2016, 16:24:55 »

Mein Merkur c34 ist mir vintage genug  Zwinkernd

LG Peter
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alvaro
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Beiträge: 775


« Antworten #2 am: 13. November 2016, 16:36:34 »

Ich habe das Gefühl, dass zur Zeit Messer hoch im Kurs stehen.
Auch, oder gerade, bei den neuen Mitgliedern des Forums.
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Cohen
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"Wer immer wieder das selbe sagt, hat recht."


« Antworten #3 am: 13. November 2016, 17:00:25 »

Ich hatte nun auch schon ein paar ältere Gillette-Hobel und einen Mond No.15, die allerdings nicht besser oder schlechter rasierten, als aktuelle Modelle. Wenn man sich dann die Preisentwicklung für Vintage-Hobel anschaut, kann ich schon verstehen, dass man die €uros lieber in ebenso gute aktuelle Modelle investiert. Da geht ja nun auch schon genug Geld flöten, von Pinseln oder Software noch gar nicht gesprochen. Nicht jeder hat dann auch noch einen gut bezahlten Job, um sich solche Dinge mal eben so leisten zu können, aber dennoch großes Interesse an der Hobelei.

Persönlich finde ich es sogar besser, neue Innovationen oder aktuelle Hersteller zu unterstützen, als der großen Verkaufsplattform und zwielichtigen Anbietern Provision und überzogene Preise für mäßig erhaltene Ware zu bezahlen. Gegen Flohmarkt-Stöberei ist hingegen wieder gar nichts einzuwenden. Das ist doch eher die befriedigende Jagd, als zu klicken. Nicht?
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„Eine zweifelhafte Behauptung muss recht häufig wiederholt werden, dann schwächt sich der Zweifel immer etwas ab und findet Leute, die selbst nicht denken, aber annehmen, mit soviel Sicherheit und Beharrlichkeit könne Unwahres nicht behauptet oder gedruckt werden.“

Otto von Bismarck
saafespatz
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Dickhäuter !


« Antworten #4 am: 13. November 2016, 17:08:32 »

Meine ersten Hobel waren ein Wilkinson Classic, ein Mühle R89 und ein Merkur 33c.

Wenn ich mir dann so meine Hobelabfolge betrachte, finden sich bei meinen älteren Schätzchen sehr viele, die ich nicht mehr hergeben möchte.

Unter anderem ein alter Büchner Mond Extra, Wuttig Apparatebau, ein Somefa, Henckels Max SE.... Die Alten einmal auszuprobieren ist auf jeden Fall kein Fehler.

Aber: ich habe diese ganzen Rasierer meist hier im Forum erworben (bis auf den Max), zu erschwinglichen Preisen. Auf eBay hätte ich mich totbezahlt.

Gerade neue Rasierer wie z.B. seinerzeit die Timors (die ohne Frage nicht schlecht sind), werden oft sehr gelobt und dadurch doch verstärkt gekauft, eben weil sie verfügbar sind.

Meinereiner hat ichweißnichtwieviele Hobel im Gesicht gehabt. Alte, neue, Edelstahl, 3D-gedruckte usw usf. Aber soviel Zeit und Geld investiert nicht jeder...

Es ist m.M.n. einfacher, sich "aktuelle" Hobel, die zu fairen Preisen zu finden sind, über a...n oder einen Rasurshop online zu ordern.

Leider werden in der Bucht oftmals antike Rasierer zu Mondpreisen verkauft. Man bedenke die Lose der 15er Rotbärte, erinnern wir uns, dass die teilweise für unter EUR 5,00/Stück verkauft wurden und was kam dann ? Unter EUR 30,00 kaum noch zu bekommen.

Ich habe gerade mal nach Gillette Old Type und New Type in der Bucht gesucht. Kaum noch welche in D zu finden. Aktuell ist ein NEW LC für EUR 45,00 drin, den ich für unter 20,00 verkaufen würde, weil er einfach abgenutzt aussieht. Rotbart Mond Extras (Zahnkämme) sind für über EUR 30,00 drin, auch 15er sind noch teuer.

Da wird sich der ein oder andere schon Gedanken machen, ob er sich nicht einen Parker zulegt, die es schon für EUR 20,00 gibt....
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Königsblaue Grüße

saafespatz


"Hat jemand gesagt, dass Hobbys billig sein müssen ?"

"Herr Kuzorra, warum trugen Sie damals so lange Hosen beim Fußball?" "Weil wir so lange Dödel hatten!"
krähe
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« Antworten #5 am: 13. November 2016, 17:35:15 »

(...)
Da wird sich der ein oder andere schon Gedanken machen, ob er sich nicht einen Parker zulegt, die es schon für EUR 20,00 gibt....

+1 Daumen hoch

Was derzeit an Preisen für alte Rasierer aufgerufen und auch bezahlt wird, ist deutlich über meinem Budget.
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"less is more-more or less" Mies v.d. Rohe
Hellas
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« Antworten #6 am: 13. November 2016, 17:40:36 »

Hm lass mich mal zählen: Wenn ich mir so meine Gesamtliste an Hobeln anschaue, sehe ich da mehr "Vintage", denn Neue.

4 Gillette Adjustable zwischen 1961 und 1968, 3 Gillette Techs aus den 1950er bis 1970er Jahren, 1 Gillette Goodwill zwischen 1931-1935, 2 Rotbart Mond Extra 15, 1 ROMI Torsion, 1 Ibsen Torsion, 1 Liese Torsion, 1 Wuttig Zahnkamm, 2 Gibbs 15, 1 Vintage Hybrit Torsionshobel, 1 Schick 500 Injector (auch irgendwann aus den 1960ern) und noch ein Gillette Contour Metall aus den 1970ern.

Dazwischen liegen: 2 Merkur Progress (Vintage Design, neue Herstellung) und noch ein Merkur CC, für den dasselbe gilt.

Neues Design und Bauart: 1 Edwin Jagger Kelvin (Mühle 89-Kopf), 1 Mühle R41, 1 Ikon X3 Torsion und irgendwann in 2017 kommt noch ein Rockwell TTO Adjustable dazu.   

Die Wage schlägt bei mir somit ganz deutlich zugunsten der Vintage aus. Vom Rasierverhalten geht beim mir nichts über den Progress, dicht gefolgt von 2 Vintage Hobeln (Liese/Ibsen Torion und Rotbart 15). DIe anderen sind mir auch alle lieb, ob Vintage oder Neu. Hätte ich die Vintage nicht ausprobiert, wäre ich wohl nie auf meine 2 weiteren Lieblingshobel gekommen.

Brauch ich noch mehr Vintage? ... Na ja, "brauchen" tu ich eigentlich keinen weiteren Hobel mehr, aber wenn mir ein schöner alter über den Weg läuft, geb ich ihm ein neues zu Hause. Er muss auch nicht "blinken", sondern wird schon aufgepäppelt. Es kann aber auch durchaus sein, dass mir bei einem neuen Hobel mal wieder der Bestellfinger "ausrutscht". Im Ergebnis sehe ich das wenig dogmatisch, wobei ich mit den Vintage bisher die besten Rasuren hinbekommen (Der Progress zählt für mich zu "Vintage" Grinsend). Ich schätze mal, das Design für einen DE-Hobel dürfte bereits von den Vintage Herstellern "ausgereizt" worden sein. Klar mag es hier und da eine Innovation in der Kopfgeometrie geben (ich denke mal der R41 war so eine), aber sonst?

Lange Rede kurzer Sinn: Ich denke, wer um die Vintage Hobel einen großen Bogen macht, verpasst was. Allerdings würde ich auch nicht Vintage zu noch so horrendem Preis, der manchmal aufgerufen wird, hinterherlaufen. Andererseits kann ich echt nicht verstehen, dass manche alte "Schätzchen" im MH zu sehr fairem Kurs angeboten werden und die Monatelang keiner haben will (so beispielsweise geschehen bei dem Gillette Goodwill, der bei mir gelandet ist und mich davon überzeugen konnte, dass man sich auch mit Zahnkammhobeln angenehme sanft und gründlich rasieren kann). Also, Vintage, ja gerne, aber auch nicht zu jedem aberwitzigem Preis Grinsend 
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Standlinie
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Nassrasur? Nein danke? Ja bitte!


« Antworten #7 am: 13. November 2016, 18:14:56 »

Ich habe als Hobelsammler nach wie vor Interesse an alten Hobeln. Für mich am schönsten ist, sie auf einem Flohmarkt zu finden oder aber mit jemandem tauschen zu können. Die deutsche Bucht ist überteuert, so dass ich mehr nach Frankreich schaue als hier. Ein Großteil meiner Rasiermesser stammt sogar aus Frankreich.
Es gibt aber immer noch Jäger, die von Zeit zu Zeit interessante Hobel hier im Forum vorstellen, z.B. efsk. Wo er seine schönen Hobel findet, weiß ich nicht, freue mich aber über jeden Hobel, den er so zeigt.

Mir ist z.B. aufgefallen, dass sich  (scheinbar) viele alte Forenmitglieder hier aus den Diskussionen zurück gezogen haben. Woran das liegt,  weiß ich nicht, nehme allerdings an, dass der Grund dafür darin zu suchen sein wird, dass viele Themen schon erschöpfend genug besprochen wurden. Vielleicht haben sich ja auch die jeweiligen Interessen geändert.
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Mit freundlichem Gruß von Standlinie.

Die Nachhaltigkeit einer gründlichen Nassrasur zeigt sich am nächsten Morgen an nur gering und gleichmäßig neugebildeten Bartstoppeln.
MudShark
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WWW
« Antworten #8 am: 13. November 2016, 18:24:39 »

Also, Vintage, ja gerne, aber auch nicht zu jedem aberwitzigem Preis Grinsend  

Das ist wohl der springende Punkt. In der letzten Zeit ist mir kaum ein begehrenswerter Hobel zu einem vertretbaren Preis untergekommen (außer einem seltenen Schaumkanten-LeCoq, den ich leider verpasst habe),
da ist bei mir dann auch die Lust auf die Jagd etwas verlustig gegangen. Was aber nicht weiter tragisch ist, so kann ich mich meinen bereits vorhandenen Vintage-Teilen umso mehr widmen!
Inzwischen bekomme ich mit jedem von den ca. 30 Dingern ein vorzeigbares bis hervorragendes Rasur-Ergebnis hin, es würde mir wirklich schwerfallen ein Modell davon aussondern zu müssen,
sie haben alle ihren eigenen Charakter und dementsprechenden Charme.
Meine Neuen sind schnell aufgezählt, Barbaros TR-1, Fatip Grande und R41, das war's!
Mein Bedürfnis neue Hobel auszuprobieren hält sich ebenfalls in Grenzen, da fällt mir momentan lediglich der neue Parker Adjustable ein,
während sich auf meiner Vintage-Wunschliste schon eine größere Anzahl von Modellen tummelt:
Französische Leresche 77, Kirby, Bohin, LeCoq-Schaumkante, -Palmer und -Käfig-Hobel, Famex, italienische Mirabilia und Rotor-Hobel, spanische Palmeras, aus UK ein Velvet und aus USA ein Permedge und ein Cooper Monobilt.
Für mich persönlich sind also Vintage-Hobel keineswegs out, ob es hingegen einen allgemeinen Trend zu neuen Modellen gibt, ist allerdings schon wahrscheinlich.
Auffällig ist schon, dass es in letzter Zeit mehr neue Produkte in diese Marktnische geschafft haben, nur leider hat dies bisher preislich keine Auswirkungen auf den Vintage-Markt nach sich gezogen.
Aber wir sind ja noch jung... Grinsend
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"Wenn man bedenkt, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt."
Mark Twain
Samael
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« Antworten #9 am: 13. November 2016, 18:52:13 »

Das trifft zumindest auf mich überhaupt nicht zu.
Mein erster Hobel war ziemlich ramponierter Rotbart vom Flohmarkt, der dann die Sammelleidenschaft entfacht hat  Grinsend Da es bei uns im Umkreis leider so gut wie nie etwas gutes auf den Flohmärkten gibt, weiche ich halt auf MH, ebay und co. aus, solange der Preis fair ist.
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Herne
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« Antworten #10 am: 13. November 2016, 19:17:34 »

Gegen Flohmarkt-Stöberei ist hingegen wieder gar nichts einzuwenden. Das ist doch eher die befriedigende Jagd, als zu klicken. Nicht?
Jein. Grinsend
Ja, wenn man auf das nächstbeste Sofortkauf-Angebot reagiert. Aber es gibt eine gewisse Art in den diversen Buchten zu stöbern, die einem Flohmarkt bzw. einem Wühltisch nahekommt (namentlich nicht oder falsch gekennzeichnete Teile, versteckte Schätzchen in Konvoluten, ...), und meist macht man hiermit die besten Schnäppchen. Ist natürlich sehr zeitaufwendig und erfordert Geduld und Ausdauer.

Ich habe gerade mal nach Gillette Old Type und New Type in der Bucht gesucht. Kaum noch welche in D zu finden. Aktuell ist ein NEW LC für EUR 45,00 drin, den ich für unter 20,00 verkaufen würde, weil er einfach abgenutzt aussieht. Rotbart Mond Extras (Zahnkämme) sind für über EUR 30,00 drin, auch 15er sind noch teuer.

Da wird sich der ein oder andere schon Gedanken machen, ob er sich nicht einen Parker zulegt, die es schon für EUR 20,00 gibt....
Natürlich leuchten mir pragmatische Argumente wie dieses ein!
Aber nochmal, wer ausdauernd jagt ..., vor ein paar Wochen ging auch ein New im OK-Zustand für 13€ weg ... Zwinkernd

Das hier immer wieder angeführte Preisargument überzeugt mich nur teilweise, vor allem wenn ich mir anschaue wie viele vermeintliche 'Premium-Hobel' für weit über 100€ hier regelmäßig angeschafft werden.

Um eines nochmal klarzustellen: Es war nicht meine Absicht alte und neue Hobel Pro oder Contra gegeneinander aufzuwiegen im Sinne von was ist besser oder gar rasiert besser. Mir ging es mehr darum zu erfahren, ob schlicht die Begeisterung oder Neugier an den historischen Teilen abgenommen hat.

Auch wenn der Vergleich nicht zu 100% passt, aber als ehemaliger Young/Oldtimerfahrer kann ich es am ehesten mit den Autos vergleichen: Meine jeweiligen moderneren Alltagsautos haben mich natürlich immer bequemer und sicherer von A nach B gebracht. Das Fahren mit den ollen Kisten war aber definitiv immer cooler, geiler, erlebnisintensiver ... . Ist mehr eine emotionale Angelegenheit.

Und mit den Hobeln geht es mir ähnlich: Mein Progress, den ich im Gegensatz zu Hellas nicht als Vintage ansehe, weil ich ihn letztes Jahr schnell mit 2-3 Klicks bei einem deutschen Händler geordert habe, rasiert mich mittlerweile am besten. Trotzdem ist da eine spezielle Faszination, wenn ich mich mit meinen 60, 70, 80 Jahre alten Hobeln rasiere.

Vielleicht spricht in dem allem auch einfach der Nostalgiker in mir. Grinsend
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Ocrana
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« Antworten #11 am: 13. November 2016, 20:09:57 »

Meine Präferenz liegt eindeutig bei Vintage-Hobeln. Ich habe zwar auch ein paar neuere Modelle, aber mein Herz geht erst bei alten Hobeln richtig auf.

Die meisten erstehe ich in den verschiedenen Buchten (Deutschland, USA, Frankreich, England und Italien) und ab und an auch hier im Mitgliederhandel. Richtig interessante Angebote gibt es für mich aber auch hier eher selten, einfach deshalb, weil ich schon viele Hobel habe und wenn mal ein tolles Stück im Mitgliederhandel angeboten wird, ist es auch schnell verkauft.

Die Preise für alte Hobel haben in den letzten Jahren enorm angezogen. Für meinen Eclipse Red Ring beispielsweise habe ich vor ein paar Jahren etwa 50 EUR bezahlt. In dem sehr guten Zustand, in dem er ist, könnte ich heute sicherlich das dreifache erzielen.
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Heresy
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veni, vidi, violini


« Antworten #12 am: 13. November 2016, 20:15:14 »

Ein schöner Thread! Danke für's Eröffnen!

Meine Vermutung ist, dass die Szene tatsächlich mengenmäßig in Richtung neue Hobel verschoben hat. Die Ikonen erzielen nach wie vor enorme Preise, die einfacheren Hobel scheinen nachgegeben zu haben. Ebenso scheint sich das Hobby bei vielen von Unmengen von Hobeln auf Berge von Seifen verlagert zu haben.

Durch die vielen neuen Hobelmodelle am Markt kann man nun leichter eine neue gewinnbringende Sau durchs Dorf treiben, was auch sehr gut angenommen wird.
Erstaunlich ist trotzdem, dass viele dieser Hobel Möchtegern-Kopien sind, die natürlich gegenüber dem Original gerne mal “verbessert“ sind und sei es nur wegen dem verwendeten Material. Da würde ich mir mehr wünschen, als eine billige Kopie eines Merkur 37C oder Kirby Beard oder Grand Shave King oder Gillette NEW usw von denen ich weder das Flair noch die Rasurleistung des Originals bekomme. Wichtig ist nur, dass etwas aussieht als wäre es das Original. Dass die Leute sich selbst in die Tasche lügen, wird ignoriert, aber das geht jetzt zu weit vom Thema ab.

Dass es einfacher ist, einen Bestellknopf zu drücken, als monatelange eBay oder Trödelmärkte zu durchforsten sollte ja auch klar sein. Andererseits sind Neueinsteiger sicher auch neuen Hobeln gegenüber positiver eingestellt.

Standlinie hat richtig bemerkt, dass viele alte Hasen sich von der Diskussion verabschiedet haben. Ich denke, dass es keinen tausendsten Beitrag zu Gillette Fat Boy, Old Type oder NEW braucht und zu den gängigen Themen wirklich schon alles gesagt ist. Über Jahre hinweg das ewig gleiche zu schreiben und zu lesen ist nur etwas für schlichte Gemüter wie mich.

Selbst habe ich als Vintage-Fan das Meiste, was interessant und finanziell darstellbar ist. Neuerscheinungen interessieren mich nur in Ausnahmefällen, wie der Barbaros TR-1 oder SE-Hobel wie Mongoose oder ATT SE-1.
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Gruss, Rainer
maranatha21
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« Antworten #13 am: 13. November 2016, 20:24:21 »

Ich hatte eigentlich von Anfang an nie ein wirkliches Interesse an Vintage Hobeln. Erst mit dem 15er Rotbart Mond kam ich kurzzeitig auf den Geschmack. Als mich die Gillettes dann auch rasurtechnisch überzeugt hatten, flammte für eine kurze Zeit das Fieber auf. Aber nicht wirklich nachhaltig. Trotzdem bin ich froh über und mit meinen beiden einzigen Vintages und schätze sie sehr als diejenigen, die mir die stilvollste Rasur abliefern. Aber zum Jäger, Sammler und Stöberer hat mich das nicht werden lassen. Bei Messern sähe das vermutlich anders aus. Aber "glücklicherweise" komme ich mit Messern nicht zurecht. Vermutlich wäre das mein finanzieller Ruin. Bei Hobeln bin ich viel mehr daran interessiert, was sich so an Neuerungen entwickelt. Und da unsere gepflegte Verrücktheit hier anscheinend immer mehr Fans gewinnt, ist mit viel Neuem zu rechnen.

Vielleicht kommt aber gerade deswegen die Lust auf Nostalgie irgendwann doch auf. Augen rollen
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titanus
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« Antworten #14 am: 13. November 2016, 21:25:48 »

Mir geht es eher wie MudShark.
Ich interessiere mich noch für einige Hobel,
aber die sind selten und/oder teuer.
Die neuen Entwicklingen interessieren mich (zum Glück) nur am Rande.
Im Moment sind auch gerade wieder mal Messer dran.
Da ist die Preisentwicklung auch enorm und es dümpelt viel Schrott in der Bucht  Grinsend ,
was ich auch mal wieder leidvoll erfahren mußte.  Daumen runter

Grüße

titanus
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Es ist sinnlos, von den Göttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag.

Epikur
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