gut-rasiert
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Autor Thema: Wann ist *scharf* scharf genug?  (Gelesen 1586 mal)
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Gast
« am: 06. April 2016, 07:09:03 »

Knifflige Frage von einem Messereinsteiger mit langem Hintergrund in der Nassrasur (Mach3, danach Sensor): Woran erkenne ich, ob Schwierigkeiten bei der Rasur der mangelnden Erfahrung oder der mangelnden Schärfe des Werkzeugs geschuldet sind?

Mein aktiv benutztes Messer (Dovo Silver Steel, *4*) ist vermutlich auf dem BBB zur aktuellen Schärfe gebracht worden, späteres Ledern außenvorgelassen. Dass das nicht ganz ohne Kritik durchgeht, kann ich mir in Betracht der Diskussion darum vorstellen. Aber: Die Rasur fühlt sich nicht so schlecht an. Etwas problematisch sind die Stellen, die auch mit dem Systemrasierer nicht gründlich zu bearbeiten sind. Während die Wangen mit dem Strich (auch quer dazu) in einem Zug rasiert werden können, verlangt das Kinn nach kürzeren Zügen bis hin zu einem Schaben in Zügen von vielleicht Zentimetern. Das ist wohl deshalb belastend, weil diese Flächen teils mehrfach überfahren werden. Das ist gefühlt immer noch nicht zu schlimm, aber am Ende stand bei der dritten Messerrasur (die zweite vollständige Smiley) ein Rasurbrand zwischen Unterlippe und Kinn. Etwas doof war die vierte Messerrasur einen Tag später. Hat die Situation zwar nicht verschlimmert, aber die roten Stellen gehen nicht weg. Zunächst pausiere ich also.
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Noodles
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« Antworten #1 am: 06. April 2016, 17:14:41 »

Im groben kann man sagen das wenn es ziept oder so, das Messer nicht scharf genug ist. Leider kann auch die falsche Technik bzw. der Falsche Winkel zu Problemen führen wie du sie beschreibst. Silberstahl-Messer sind für mich gefühlt sowieso etwas "derber" in der Rasur als Karbonstahlmesser - das kann Einbildung sein, aber ich persönlich empfinde es so.

Ein weiterer möglicher Indiz auf ausreichende Schärfe ist der sogenannte Haartest. Der ist allerdings nur bedingt aussagekräftig.

Eine weitere Möglichkeit - und die ist bei Messeranfängern am warscheinlichsten - ist das sich die Haut noch nicht an diese Art der Rasur gewöhnt hat. Gerade wenn du von Mach3 umsteigst. Ich habe ca 1-2 Wochen benötigt eh sich meine Haut dran gewöhnt hat. In der Zwischenzeit hatte ich auch immer wieder Rasurbrand.

Auf jedenfall ist es richtig das du derzeit pausierst und abwartest.
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Gast
« Antworten #2 am: 06. April 2016, 18:19:18 »

Danke, Noodles!

Den HHT besteht es nicht, aber wie Du schon sagst und ich auch gelesen habe, sagt das nicht so viel aus.

Ich hab' das Gefühl, ganz dicht dran zu sein. Und deinen Thread habe ich inzwischen auch gefunden. Schön zu lesen, dass man mit dieser Grübelei nicht ganz alleine ist. Mir ist noch eingefallen, vielleicht eine dieser billigen "Shavettes" aus Hong Kong zu fischen (oder etwas aus dem Mitgliederhandel), um einen Vergleich zu haben.
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Waldi
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« Antworten #3 am: 06. April 2016, 19:21:43 »

Da würde ich, wenn Du eh ein paar Tage pausieren solltest, bis die Haut richtig abgeheilt ist, lieber das Messer an einen der erfahrenen Schärfer schicken. Wenn es zurückkommt, nicht ledern, sondern gleich rasieren (wenn derjenige nichts anderes sagt!). Dann hast Du wirklich einen Vergleich (eine benchmark, wie man neudeutsch so schön sagt) Zwinkernd.

Wenn Du Dir beim Ledern Mühe gibst und Dir Zeit lässt, um es ordentlich zu machen, kannst Du das Messer locker ein halbes Jahr rasurscharf halten, selbst wenn Dein Bart stärker ist. Auch ein Jahr soll gehen, wenn Du geschickt bist. Bei mir ist es jetzt etwa ein halbes (bezogen auf die Anzahl der Rasuren). Natürlich ist dabei ein Tag Ruhe für das Messer ebenso Pflicht, wie eine ordentliche Rasurvorbereitung. Und viel liegt natürlich auch an der Handhabung. Da gibts ja hier reichlich zu lesen.

Ich rasiere mich jetzt seit Weihnachten nur noch mit dem Messer, seit Mitte Januar täglich (davor 4-5 Mal die Woche). Langsam stellt sich soetwas wie Routine ein, die Rasuren werden regelmäßig sehr gründlich und sind sanft.

Nach meiner zweiten Rasur sah ich aus, wie eine Backbordleuchte mit Schuppenflechte: durch einen viel zu steilen Winkel hatte ich mir ein Peeling für echte Kerle verpasst Grinsend. Blutungen, gar ernsthafte Schnitte oder echter Rasurbrand sind aber (klopfaufholz) bisher ausgeblieben. Ich habe aber immer noch Respekt vor dem Messer und lasse mir Zeit (!). Mit allem Zip und Zap benötige ich bei drei Durchgängen eine gute halbe Stunde.

Am längsten hat es interessanter Weise gedauert, den richtigen Weg durchs Gesicht zu finden. Seit dem der feststeht, schaffe ich es auch zunehmend sicherer, den richtigen Winkel zu treffen und zu halten.

Hab Geduld, denk dran, nicht so zu drücken (wenn Du direkt vom Systemhobel kommst, könnte das sein) und lass Dir Zeit. Das wird schon - und es gibt keinen geileren Einstieg in den Tag  Daumen hoch Grinsend.
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« Antworten #4 am: 07. April 2016, 10:16:54 »

Da würde ich, wenn Du eh ein paar Tage pausieren solltest, bis die Haut richtig abgeheilt ist, lieber das Messer an einen der erfahrenen Schärfer schicken.
Da kommt's doch her Grinsend. Der einzige Grund für den Kauf des Dovo war es, eine Referenz für meine Schärfeversuche zu haben. Von der Handhabung her ist es mir aber schon richtig ans Herz gewachsen. Hoffentlich bekomme ich meinen 'Cowboy' noch dahin.

Wenn Du Dir beim Ledern Mühe gibst und Dir Zeit lässt, um es ordentlich zu machen, kannst Du das Messer locker ein halbes Jahr rasurscharf halten, selbst wenn Dein Bart stärker ist. Auch ein Jahr soll gehen, wenn Du geschickt bist. Bei mir ist es jetzt etwa ein halbes (bezogen auf die Anzahl der Rasuren). Natürlich ist dabei ein Tag Ruhe für das Messer ebenso Pflicht, wie eine ordentliche Rasurvorbereitung. Und viel liegt natürlich auch an der Handhabung. Da gibts ja hier reichlich zu lesen.
Wenn Messer und Haut mitspielen, läuft es schon ziemlich gut. Der Bereich unmittelbar unter der Nase klappt, obwohl ich das Messer in einem nicht ganz so günstigen Winkel anstellen muss. Kinnspitze, obwohl anfangs eine Problemzone, wird sogar sauberer als mit dem Sensor. Manches hat mich ganz schön erstaunt an der Messerrasur.

Meine Vorbereitung: Der Pinsel wird im Scuttle in heißem Wasser eingeweicht, währenddessen das Stoppelfeld gewaschen wird. Ich benutze z.Zt. eine unbekannte RS (Aufschrift "Gentlemen's Soap, 50g"), die mit dem Scuttle geliefert wurde (verkauft durch die London Perfume Co.). Gefällt mir gut, riecht ein wenig nach Flieder und schäumt wie doof. Nach dem Einseifen wird im Kreuzgang geledert.

Hab Geduld, denk dran, nicht so zu drücken (wenn Du direkt vom Systemhobel kommst, könnte das sein) und lass Dir Zeit. Das wird schon - und es gibt keinen geileren Einstieg in den Tag  Daumen hoch Grinsend.
Ja, mich treibt ja nichts.
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Noodles
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« Antworten #5 am: 07. April 2016, 12:40:24 »

Also wenn das Messer von einem erfahrenen Schleifer kommt, dann kann man unzureichende Schärfe des Messers quassi ausschließen.

Als Vorbereitung empfehl ich dir ein PreShave - gern das Kirkari WD20.30 hier aus dem Forum ist super. Der Schaum sollte fein und cremig sein. Eine sehr gute Rasiercreme die z.b. nach Lavendel riecht ist die Speick Men.  Die bekommst du für ca 3,- EUR im Rossmann (zum Beispiel). Wie Waldi schon sagte: Vorbereitung ist alles bei der Messerrasur. Dann ist die Rasur auch nicht so anstrengend für die Haut.
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« Antworten #6 am: 07. April 2016, 14:45:07 »

Eine sehr gute Rasiercreme die z.b. nach Lavendel riecht ist die Speick Men.  Die bekommst du für ca 3,- EUR im Rossmann (zum Beispiel).
Bei uns im Norden bekommt man (auch bei Rossmann) nur Mainstream Traurig. Selbst meine Florena ist hier aus dem Programm genommen worden. Speick habe ich noch nirgends gesehen und erst im Forum davon gelesen. Inzwischen habe ich mich aber an RS gewöhnt und will in diese Richtung noch etwas forschen :-).
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« Antworten #7 am: 07. April 2016, 14:53:14 »

Speick hat auch zwei nette Sorten RS! Zwinkernd
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Viele Grüße, Christoph
Nightdiver
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« Antworten #8 am: 07. April 2016, 16:28:32 »

Bei uns im Norden bekommt man (auch bei Rossmann) nur Mainstream Traurig. Selbst meine Florena ist hier aus dem Programm genommen worden. Speick habe ich noch nirgends gesehen und erst im Forum davon gelesen. Inzwischen habe ich mich aber an RS gewöhnt und will in diese Richtung noch etwas forschen :-).
Das kann ich so aber nicht stehen lassen. Bei uns hier, und ich wohne mitten in Schleswig-Holstein, bekomme ich Speick bei Rossmann und bei DM. Florena problemlos bei Famila.
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Gruß Kay

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« Antworten #9 am: 07. April 2016, 16:37:09 »

Das kann ich so aber nicht stehen lassen. Bei uns hier, und ich wohne mitten in Schleswig-Holstein, bekomme ich Speick bei Rossmann und bei DM. Florena problemlos bei Famila.
Das ist ja auch der hohe Norden Zwinkernd

Florena gibt's auch im Coma. Die Rossmann Filialen, die ich im EL kenne, haben nur noch Palmolive und Wilkinson. Beides ist nicht mein Fall. Etwas blumiger darf's gerne sein, und da kam mir die Florena grade recht. An der RS mag ich aber, dass sie etwas weniger, wie soll ich sagen, cremig ist, und so steige ich wohl komplett um. Was das Rasieren angeht, macht das für mich wenig Unterschied, es fühlt sich nur besser an.
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« Antworten #10 am: 15. Mai 2016, 13:17:23 »

Noch etwas OT, um meiner Begeisterung Raum zu verschaffen:
Eine sehr gute Rasiercreme die z.b. nach Lavendel riecht ist die Speick Men.
Inzwischen erhältlich im Rossmann um die Ecke und sofort ausprobiert. Die ist wirklich gut im Duft und recht unkompliziert im Umgang. Nicht ganz so idiotensicher wie die Florena beim Gesichtschäumen, aber gut handhabbar und ohne bedenkliche Inhaltsstoffe. Ich könnte mit ihr wieder zur RC zurückfinden Daumen hoch

Ansonsten ist das Originalthema durch und ich ein zufriedener Messerer geworden Cool
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Noodles
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« Antworten #11 am: 16. Mai 2016, 12:43:15 »

Das hört sich doch super an Lächelnd
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