gut-rasiert
29. April 2017, 13:27:46 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit E-Mailadresse, Passwort und Sitzungslänge
News: Achtung: Rasiermesser Sammlung gestohlen


 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren Impressum  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Hilfe bei der Einordnung eines Messerkonvolutes  (Gelesen 1301 mal)
Waldi
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 175



« am: 03. M?rz 2016, 21:54:52 »

Hallo zusammen,

ein Bekannter von mir hat ein kleines Museum, in dem kürzlich einige Geräte aus einem Frisörnachlass gelandet sind, darunter auch ein Konvolut von 18 Rasiermessern. Um das vorweg zu sagen: die Messer sollen nicht verkauft werden, er hängt daran, da er die ehem. Besitzerin kennt. Die Messer stammen von deren Mann, der im WKII gefallen ist. Die Messer sind seither unberührt geblieben (!).

Da einige ausgestellte Messer kürzlich nach einem Wasserschaden angefangen haben zu rosten, habe ich mich angeboten, sie zu entrosten und einzuölen, damit sie nicht weiter Schaden nehmen. Das würde ich sehr einfach machen (feinste Stahlwolle und evtl. NevrDull), es geht ja nicht darum, die Messer, bei denen ich davon ausgehe, daß es sich um einfache Gebrauchsmesser ohne großen Wert handelt, wieder gebrauchsfertig zu bekommen. Eines der Messer hat eine Ätzung, die noch ganz gut erhalten ist, da gehe ich natürlich nicht mit Stahlwolle dran... .

Bevor ich irgendetwas tue, möchte ich Euch bitten, einmal darüber zu schauen, ob eventuell doch das ein oder andere Schätzchen darunter ist, das eine professionelle Restaurierung verdient. Bei der Erstellung der Bilder habe ich mich leider etwas blöde angestellt: bei der einen Seite geht es von oben nach unten, bei der anderen von unten nach oben Augen rollen.

Wäre schön, wenn Ihr mir zu der Sammlung etwas sagen könntet.

Gruppe 1, Seite 1


Gruppe 1, Seite 2


G2, S1


G2, S2


G3, S1


G3, S2


G4, S1


G4, S2


PS: ich habe die Bilder bei Bedarf auch in höherer Auflösung.
Gespeichert
Rockabillyhelge
Globaler Moderator

Offline Offline

Beiträge: 4.966


NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #1 am: 04. M?rz 2016, 00:15:27 »

Das ist ne schöne Sammlung, eine Tube Autosol, viel Zeit auf den Steinen und eine gewisse Vorliebe für kleinere Messer und du brauchst eigentlich nix mehr zusätzliches,
Glückwunsch, das ist ein guter Fang, sind einige namenhafte Klingen dabei, meist 4/8" aber an dem 6/8" wirst du deinen Spaß haben  Lächelnd Daumen hoch
Gespeichert

Dorsalus d.Ä. sprach: Auch ein schöner Rücken kann Entzücken :-)
Waldi
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 175



« Antworten #2 am: 04. M?rz 2016, 13:46:59 »

Hallo Helge,

na behalten darf ich sie nicht! Es ist in der Tat nicht meine Sammlung, sondern ich arbeite sie tatsächlich nur etwas auf. Insofern bleiben für die Zukunft ein oder zwei Desiderate Zwinkernd.

Leider habe ich gestern Abend vergessen, wenigstens bei einem Messer die Tabelle von Jo unterzulegen. Das große "Regilo" hat sogar 13/16", das Grah & Plühmacher "Gotta" mit Ätzung 9/16".

Also verstehe ich das richtig: nix spektakuläres aber alles brauchbare Rasierer, die man im Zweifel auch alle wieder aufarbeiten könnte? Gibt es denn darunter welche, bei denen sich das besonders lohnen könnte?

Das aus der G1 mit dem Barber's notch habe ich gestern mit Moc Edelstahlreiniger (Seife, Poliertonerde, aliphatische Kohlenwasserstoffe) gereinigt (hatte nur leichten Flugrost). Die Feilstrichverzierung am Erl wollte ich erst dunkel lassen, dort war an einer Stelle aber leider etwas stärkerer Rost, ist jetzt also auch erstmal wieder blank.

Die Schalen habe ich erst mit Zahnpasta polieren wollen, dann hatte ich aber einen sehr charakteristischen Geruch nach "Schwefel" in der Nase: Ebonit! Ist das häufiger als Schalenmaterial verwendet worden? Jedenfalls hatte ich dafür genau das richtige: Dunhill Mouthpiece Polish!

Hier das vorläufige Endergebnis (blöde Handykamera  Ärgerlich):


Das Messer ist hübsch, aber m.E. ziemlich aufgebraucht und völlig stumpf (was die Sache bei der Handhabung natürlich sehr erleichterte). Ich habe es zum Schluss leicht mit Ballistol eingeölt und werde es dem Besitzer zeitnah wieder übergeben, dann hat er schonmal wieder eines in der Virtine liegen und optisch ist es ja wirklich ein Schmuckstück.
Gespeichert
Grosser
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 891



« Antworten #3 am: 04. M?rz 2016, 16:12:01 »

Dieses Messer ist neben dem Regilo auch das Einzige, was mir in's Auge gesprungen ist.
Die Verzierung am Erl könnte Perlmutt sein - da kenne ich mich aber überhaupt nicht aus, wie man dies herausfinden kann.
Gespeichert

Viele Grüße, Christoph
Waldi
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 175



« Antworten #4 am: 04. M?rz 2016, 17:38:38 »

Och, das "Gotta" von Grah&Plümacher, den "Wiener Schaber" von Lutz oder das kleine Herbertz finde ich schon auch ganz nett.

Letzteres habe ich heute entrostet, nach der tollen Anleitung von Stefan T.. Leider hat der Rost zu einigen größeren Scharten im vorderen Bereich der Schneide geführt, auch darüber befinden sich zahlreiche Rostnarben, so daß es ziemlich mühselig zu schärfen sein dürfte mit sehr ungewissen Erfolgsaussichten.

Ich habe es ebenfalls dünn eingeölt und kann es nun zeitnah zurückgeben. Dürfte mit seinen Perlmuttimitat-Schalen neben dem schwarzen mit (vielleicht echtem) Perlmuttapplikationen am Erl ganz hübsch in der Vitrine des kleinen Museums aussehen.

Also nochmal zusammengefasst: nix Aufregendes dabei, richtig?

Edit: ursprünglich Bock zum Gärtner, ähh, Herbertz zum Böcker gemacht...
« Letzte Änderung: 04. M?rz 2016, 17:42:10 von Waldi » Gespeichert
Bengall Reynolds
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 2.083



« Antworten #5 am: 05. M?rz 2016, 00:40:48 »

Neee, da is nu wirklich nix aufregendes dabei.
Es sind Gebrauchsmesser wie sie vor dem Niedergang des Rasiermessers in jedem Haushalt üblich waren.
Vielleicht liegt ja genau darin der Reiz. In vierzig Jahren von heute?
Nichtsdestotrotz solltest Du im aktuellen Zustand keine Stahlwolle benutzen. Baumwollpads und eine feine Politur sind sicher hilfreich um diese Messer zu erhalten.
Danach etwas Öl und die bleiben ne halbe Ewigkeit ehralten.
Gespeichert

On a long enough timeline, the survival rate for everyone drops to zero.
strawinski
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 1.142



« Antworten #6 am: 16. Juli 2016, 16:34:59 »

eigentlich sind die meisten Messer unbrauchbar. Sind halt Friseurmesser und runtergenudelt..aber schöne Griffe.
Gespeichert

Das Licht kam in die Finsternis. Doch die Finsternis begriff es nicht.
Rockabillyhelge
Globaler Moderator

Offline Offline

Beiträge: 4.966


NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #7 am: 16. Juli 2016, 21:48:52 »

eigentlich sind die meisten Messer unbrauchbar. Sind halt Friseurmesser und runtergenudelt..aber schöne Griffe.

Ja ne, is klar
Gespeichert

Dorsalus d.Ä. sprach: Auch ein schöner Rücken kann Entzücken :-)
deligo
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 89


« Antworten #8 am: 17. Juli 2016, 22:20:29 »

Na da sind doch ein paar wendige Flitzer dabei und auch im vernünftigen Zustand, obwohl sie solange unberührt blieben.
Ich mag es wenn eine Geschichte dahintersteckt und vl. wie hier ein Gegenstand an eine Person erinnert.
Der Wert dieses Messer wird auf einmal unbezahlbar, egal wie breit es ist oder wer es gemacht hat.  Smiley

Wie schon geschrieben wurde ist da außer Politur, Fleiß und Schärfkünsten nix zu tun.
Okay das Gotta mit dem gerissenen Heft bekäme ein neues spendiert.

Glückwunsch an den Besitzer!  Lächelnd
« Letzte Änderung: 17. Juli 2016, 22:25:17 von deligo » Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.21 | SMF 2006, Simple Machines Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS