gut-rasiert
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Autor Thema: Meine Restaurierungen (Grosser)  (Gelesen 4827 mal)
Grosser
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« am: 21. Dezember 2015, 16:34:30 »

Dieser Faden wird quasi so etwas wie mein Tagebuch.
Ich habe schon einige Messer aufgearbeitet und ärgere mich darüber, dies nicht einheitlich dokumentiert zu haben.
Dies soll in Zukunft anders laufen...
Ich werde hier mit kurzen Worten und wenigen Fotos die Aufarbeitung meiner Messer festhalten.

Zuerst zum Equipment:
Ich arbeite mit einem Pendant des Dremels (Mannesmann M92571), Filzaufsätzen und Polierpasten (braun und blau) aus dem Baumarkt.
Dazu noch ein Baumwollaufsatz für die Bohrmaschine bzw. den Akkuschrauber.
Beide Geräte kommen nur im unteren Drehzahlbereich zum Einsatz, sodass sich die Klinge nicht zu stark erhitzt.
Ansonsten verwende ich NevrDull und Polierpasten von Menzerna aus dem Automobil-Bereich für eine manuelle Politur der Schalen.

Und hier auch direkt zu ersten Aufbereitung:
Ein Joseph Rodgers aus Sheffield mit Kunststoffschalen und Bleikeil.

vorher:









und nacher:











Ich habe das Messer nicht mit Schleifpapier bearbeitet, sondern alle Schleifspuren, Kratzer, etc. nur überpoliert.

Geschärft habe ich es anschließend auf meinem Ohzuku - eine Testrasur steht noch aus.
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Viele Grüße, Christoph
Rhoadesier
Neuling

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Re:
« Antworten #1 am: 24. Dezember 2015, 00:01:34 »

Moin Moin Grosser,
Gute Arbeit,  das Messer gefällt mir gut. Der Scheffielderstahl wird bestimmt angenehm zu Schleifen und zum rasieren sein.
Ist es 5/8?  Gruß Rhoa
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Grosser
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« Antworten #2 am: 25. Dezember 2015, 17:43:00 »

Es ist sogar knapp über 6/8 breit  Grinsend und ein ganz hervorragender Rasierer.
Zwar nicht ganz so dünn ausgeschliffen und laut beim Rasieren, aber die Ergebnisse sind prima!

Und hier das nächste Projekt:
Ein schönes derbes Wedge aus Sheffield von Frederick Reynolds.
Modell "The Old English Razor"

Die Hornschalen sind krumm wie eine Banane und auch die Klinge hat schon bessere Tage gesehen.

Die Schalen haben ich demontiert und sie baden gerade in Öl, leider ist eine Schale beim Entnieten gebrochen, dies werde ich mir 2k-Kleber wieder richten....ich bin zuversichtlich.
Ansonsten werde ich die Schalen mit Schleifpapier (400er, 600er und 1000er) anschleifen und anschließend polieren.

Die Klinge werde ich vermutlich nicht zum Spiegel polieren, sondern das Pitting halbwegs erhalten.

Aber hier erstmal die Fotos vom Zustand, so wie das Messer unter'm Baum lag:  Grinsend


















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Viele Grüße, Christoph
Grosser
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« Antworten #3 am: 02. Januar 2016, 15:09:58 »

Sooo...ein kurzer Zwischenstand, nachem ich gerade einige Stunden im Keller verbracht habe:

Die Schalen sind geklebt, geschliffen und poliert.
Leider sind sie trotz Behandlung mit einer Heißluftpistole noch recht krumm, sodass ich noch nicht vernieten kann.

Die Klinge hingegen ist fertig. Mit Schleifpapier bis zur 1.000er Körnung mit Öl geschliffen und anschließend mit dem Dremel poliert.
Das Ergebnis gefällt mir sehr gut. Pitting-Narben sind noch ausreichend vorhanden und trotzdem glänzt die Klinge.  Grinsend





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Viele Grüße, Christoph
Stratocaster
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« Antworten #4 am: 03. Januar 2016, 13:08:12 »

Die Klinge sieht schon mal ganz gut aus. Wenn ich mir aber ansehe wie krumm die Griffschalen sind.... ob du das hinkriegst....?! - Bin gespannt.
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holzklinge
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« Antworten #5 am: 03. Januar 2016, 14:28:57 »

wie ist es möglich Hornschalen zu redressieren ? mit Hilfe der Hitze ?    Schockiert
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Grosser
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« Antworten #6 am: 03. Januar 2016, 17:56:24 »

wie ist es möglich Hornschalen zu redressieren ? mit Hilfe der Hitze ?    Schockiert

Ich hoffe es Smiley
Ich habe diese Anleitung zum Vorbild genommen.

Hier der Ablauf als Fotostrecke:

Restholz und Schraubzwingen:



Krummes Schalenpaar:



Öl auf ~80°C erhitzt und nach 5 Minuten Schalen wieder entnommen:



und nun kühlt das Ganze fest verschraubt über Nacht ab:



Ich bin gespannt und halte euch auf dem Laufenden!
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Viele Grüße, Christoph
holzklinge
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« Antworten #7 am: 03. Januar 2016, 23:15:36 »

super Idee, kann nur erfolgreich sein  Daumen hoch
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titanus
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« Antworten #8 am: 04. Januar 2016, 07:05:55 »

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Richten!
Normal müsste Mann etwas "überbiegen", weil
Horn ein Gedächtnis hat.
Vielleicht gilt das aber nach deiner Methode weniger.

Grüße

titanus
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Es ist sinnlos, von den Göttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag.

Epikur
Stratocaster
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« Antworten #9 am: 06. Januar 2016, 13:17:29 »

....und nun kühlt das Ganze fest verschraubt über Nacht ab..... 
Inzwischen ist die Nacht längst vergangen und abgekühlt sollten die Schalen nun auch sein Zwinkernd
Hat es nicht geklappt oder hattest du bloss noch keine Zeit zum Berichten? - Was titanus schreibt, klingt für mich einleuchtend. Trotzdem bin ich gespannt auf deine Erfahrung dabei und würde dir schon allein wegen der gegebenen Mühe einen Erfolg wünschen. Daumen hoch
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Rockabillyhelge
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NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #10 am: 06. Januar 2016, 13:23:29 »

Da bin ich aufs Ergebnis gespannt, hab schon so oft Bedarf nach begradigten Hornschalen gehabt und nirgens was bebildertes gefunden.
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Dorsalus d.Ä. sprach: Auch ein schöner Rücken kann Entzücken :-)
Grosser
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« Antworten #11 am: 06. Januar 2016, 14:35:25 »

Wenn man zerbröelte Hornschalen als Erfolg betrachtet, dann hatte ich Erfolg  Unentschlossen
Ergebnis: Mit Sekundenkleber sind sie nun wieder einigermaßen heil. Allerdings sind die Schalen wieder so krumm wie zuvor...leider.
Nun überlege ich, ob ich nicht doch jemanden bitten soll, mir neue Hornschalen für die Klinge zu basteln...
Fotos folgen.
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Viele Grüße, Christoph
Stratocaster
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« Antworten #12 am: 06. Januar 2016, 15:46:00 »

wie schade, aber einen Versuch war es alle Male wert, auch wenn das Ergebnis frustrierend ist. - Du willst aber nach Möglichkeit bei Horn bleiben, um das Gesamtbild des RM zu erhalten? - Ich mein' ja bloss, weil selbstgebaute Griffschalen aus Holz immer eine gute Alternative sein könnten.
Wenn ich mich nicht irre, bietet Rasoir Sabre auch Griffschalen aus Horn an, aber nicht gerade billig....
« Letzte Änderung: 06. Januar 2016, 15:49:11 von Stratocaster » Gespeichert
Stefan T.
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« Antworten #13 am: 06. Januar 2016, 17:19:03 »

Frage am Rande: Sicher dass es Horn ist? Unter Umständen war es ja Kunststoff... sieht zwar auf den Fotos nicht so aus, aber ich hatte das selbe Problem einmal mit ähnlichen Kunststoffschalen. die sind nach dem erwärmen auch zerbröselt! Halte einfach mal eine glühende Nadel an eine unauffällige stelle, dann riechst du ob es Horn ist...
Ach ja, falls du Horn benötigst, ich hätte da noch welches übrig. Es ist jedoch dunkler bzw. schwarz... Ich würde mich auch anbieten dir die Hornschalen zu fertigen... dafür bräuchte ich jedoch die Klinge oder zumindest gute Fotos mit Massangaben.  Grinsend
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"Jeder tut was er am besten kann. Ich mache nichts"
Grosser
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« Antworten #14 am: 06. Januar 2016, 21:18:30 »

Hallo ihr Smiley
Frustrierend ist es in der Tat. Ich bin immer ein Freund davon, Gutes zu erhalten und den alten Originalzustand wieder herzustellen, sofern dies möglich ist.
Leider bin ich an den Schalen gescheitert. Übrigens tatsächlich aus Horn. Das hat der Geruch beim Aufbohren der Erllöcher verraten (ps: die Schalen sind schon vorher zerbröselt  Grinsend).
Hier mal die krummen Dinger:





Aber es geht trotzdem weiter:
Ich habe im Mittelalter-Onlineshop Hornplatten in den Maßen 15x5 Zentimeter bestellt. Dicke 1,5-3 Milimeter.
Für 4 Platten habe ich nun 20€ bezahlt.

Rasoir Sabre ist leiter weeeeit über meinem Budget, auch wenn es zugegebener maßen sehr verlockend ist, fertige Schalen zu kaufen.
Wo wir schonmal dabei sind: Stefan, was möchtest du für ein Paar Schalen haben???  Grinsend

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Viele Grüße, Christoph
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